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Effekte von Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden

Inklusion von Menschen mit psychischen Störungen in die Arbeitswelt durch Homeoffice

Titel: Effekte von Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden

Bachelorarbeit , 2025 , 90 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nadine Schienhammer (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aufgrund der staatlich verordneten Homeoffice-Pflicht in den Jahren 2021 und 2022 waren viele Beschäftigte gezwungen, von zuhause aus zu arbeiten. Da Homeoffice sowohl Vor- als auch Nachteile hinsichtlich der Produktivität und dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden mit sich bringt, werden die anhand dieses systematischen Reviews gefundenen Forschungsergebnisse im Folgenden zur Analyse zusammengetragen. Des Weiteren wird der Frage nachgegangen, ob eine Inklusion von Menschen mit Behinderungen, die eine psychische Einschränkung besitzen, durch die Nutzung von Homeoffice möglich erscheint. Ausgehend von der Job Demands-Resources Modell-Theorie werden die Vor- und Nachteile von Homeoffice den Arbeitsressourcen, den persönlichen Ressourcen und den Arbeitsanforderungen, sowie den dazugehörigen Effekten zugeordnet. Als gemeinsame Arbeitsressourcen, die jeweils positive Einflüsse auf die Produktivität und das Wohlbefinden ausüben können, zählen die Arbeitsautonomie, eine ruhige Arbeitsatmosphäre, eine effektive Kommunikation, das Ausmaß an Homeoffice und die soziale Unterstützung. Arbeitsanforderungen, die negative Auswirkungen entwickeln können, sind soziale Isolation, Arbeitsbelastung, Konflikte zwischen Arbeits- und Privatleben, Überwachung durch die Organisation und Prokrastination. Als wichtige persönliche Ressourcen wurden das Selbstmanagement und die Selbstdisziplin gefunden. Die soziale Unterstützung ist eine der maßgeblichsten Arbeitsressourcen, da sie negative Auswirkungen von Arbeitsanforderungen reduzieren kann. Eine Inklusion von Menschen mit Behinderung scheint über Homeoffice möglich zu sein, da diese Arbeitsform Arbeitsressourcen wie Flexibilität, Autonomie und eingesparte Pendelzeiten schafft. Diese tragen dazu bei, die besonderen Anforderungen, die mit der Behinderung einhergehen, besser mit den Arbeitsanforderungen in Einklang bringen zu können. Denn dieser Personenkreis weist im Homeoffice weniger Beeinträchtigungen des Privatlebens durch die Arbeit auf, im Vergleich zu denjenigen, die vor Ort in einem Unternehmen arbeiten. Beste organisatorische Voraussetzungen bieten kleine Unternehmen mit hoher sozialer Unterstützung und geringer Stigmatisierung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

3 Einleitung

4 Theoretischer Hintergrund

4.1 Definitionen und Konzeptualisierungen der Telearbeit

4.2 Geschichtlicher Hintergrund der Arbeitsentwicklung

4.3 Klassifikation und Definition von Behinderung

4.4 Gesetze in Deutschland zum Schutz für MmB

4.5 Unterstützung zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt

4.6 Job Demands–Resources Modell (JD-R)

4.7 Stand der Forschung

4.7.1 Vor- und Nachteile der Telearbeit

4.7.2 Telearbeit für Menschen mit Behinderungen

5 Methode

5.1 Ein- und Ausschlusskriterien

5.2 Recherchevorgang und Fachliteraturwahl

6 Ergebnisse

6.1 Effekte von Homeoffice auf die Produktivität

6.2 Effekte von Homeoffice auf das Wohlbefinden

6.3 Menschen mit Behinderungen im Arbeitskontext

7 Diskussion

7.1 Implikationen für Praxis und Forschung

7.2 Limitationen

7.3 Danksagung und Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels eines systematischen Reviews die Auswirkungen von Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der explorativen Fragestellung, inwiefern Homeoffice als Instrument zur erfolgreichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt dienen kann.

  • Analyse der Vor- und Nachteile von Homeoffice für die Produktivität und das Wohlbefinden.
  • Einsatz des Job Demands-Resources (JD-R) Modells zur theoretischen Einordnung.
  • Evaluation von Inklusionsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen durch Telearbeit.
  • Identifikation von förderlichen Rahmenbedingungen in kleinen Unternehmen bei hoher sozialer Unterstützung.
  • Ableitung von praktischen Implikationen für die Arbeitsgestaltung und Inklusion.

Auszug aus dem Buch

4.7.2 Telearbeit für Menschen mit Behinderungen

Anhand mangelnder Studien, die sich mit den Auswirkungen von Homeoffice auf Menschen mit Behinderungen beschäftigen, ist eine Einschätzung der Vor- und Nachteile von Telearbeit speziell auf Menschen mit Behinderungen nur eingeschränkt mögliche. Jedoch könnten die unter Punkt 4.7.1 genannten allgemeinen positiven und negativen Aspekte für Beschäftigte mit Behinderungen stärker gelten als für Beschäftigte ohne Behinderungen. Homeoffice kann einerseits dazu beitragen, die umweltbedingten (z. B. unzulängliche Verkehrsmittel und Arbeitsplätze, eingeschränkte Kontrolle über Arbeitstempo und Arbeitszeitplanung) und kulturellen Barrieren (z. B. negative Stereotype und Stigmatisierungen) für behinderte Arbeitskräfte zu verringern. Andererseits kann die soziale Isolation durch die Arbeit im Homeoffice eine verstärkte Wirkung entfalten, da Menschen mit Behinderungen ohnehin meist stärker sozial isoliert sind als Menschen ohne Behinderungen (Hoque & Bacon, 2022).

Ein erhöhtes Ausmaß an Homeoffice kann mit einer geringeren Arbeitszufriedenheit, einem geringeren Gerechtigkeitsempfinden und einer geringeren Motivation zusammenhängen, sowie zu einem erhöhten Stressempfinden und zu einer schlechteren Work-Life-Balance sowohl für behinderte als auch nichtbehinderte Arbeitskräfte führen (Booth & Lup, 2024). Andererseits zeigte sich, dass der Ermessensspielraum bei der Arbeit und bei der Zeitplanung, unabhängig vom Homeoffice, einer der bedeutendsten Maßnahmen für Menschen mit Behinderungen darstellt, und sich überaus positiv auf die Arbeitszufriedenheit, das Fairnessgefühl, die Motivation und das Engagement auswirkt. Zudem ist dieser Ermessensspielraum ausgesprochen hilfreich bei der Bewältigung des arbeitsbedingten Stressniveaus und kann dadurch einer Beeinträchtigung des Arbeitslebens aufgrund der Behinderung entgegenwirken (Booth & Lup, 2024).

Die Kontrolle über das Arbeitsumfeld ist ein wichtiger und positiver Aspekt der Telearbeit (Fuentes & Lindsey, 2023) und geht mit einer größeren Flexibilität einher. Nach Schur et al. (2020) ist diese Flexibilität besonders für Menschen mit Behinderungen von Bedeutung, für die es schwierig ist, an traditionellen Arbeitsplätzen zu arbeiten. Vor allem für Menschen mit psychischen oder kognitiven Problemen, die aufgrund stressiger Umgebungen häufiger Pausen benötigen und unvorhersehbare Krankheitsschübe oder wiederkehrende Arzttermine haben, ist ein konstantes Arbeiten erschwert oder gar unmöglich. Für diese Menschen kann das Arbeiten im Homeoffice hilfreich sein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Untersuchung durch die historische Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien und den signifikanten Anstieg von Telearbeit durch die Rahmenbedingungen der COVID-19-Pandemie.

Theoretischer Hintergrund: Hier werden Definitionen der Telearbeit, der geschichtliche Kontext, Klassifikationen von Behinderungen sowie die deutsche Gesetzgebung zum Schutz von Menschen mit Behinderungen erörtert und das Job Demands-Resources Modell eingeführt.

Methode: Dieses Kapitel erläutert das sistematische Vorgehen, die Ein- und Ausschlusskriterien der Literaturrecherche sowie die Auswahlprozesse der für das Review herangezogenen Fachartikel.

Ergebnisse: Die gesichtete Primärliteratur zu Produktivität, Wohlbefinden und Inklusion wird hinsichtlich ihrer zentralen Effekte analysiert und im Hinblick auf die Fragestellung diskutiert.

Diskussion: Abschließend werden die zentralen Vor- und Nachteile von Homeoffice zusammengeführt, Implikationen für die Praxis abgeleitet, Limitationen der Untersuchung benannt und Thesen für zukünftige Forschung formuliert.

Schlüsselwörter

Homeoffice, Produktivität, Wohlbefinden, Telearbeit, Inklusion, Behinderung, Job Demands-Resources Modell, Arbeitsressourcen, Arbeitsanforderungen, Selbstmanagement, Soziale Unterstützung, psychische Gesundheit, Arbeitsautonomie, berufliche Eingliederung, soziale Isolation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Arbeitsform Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden von Mitarbeitenden und analysiert, inwiefern dieses Arbeitsmodell als Instrument zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt dienen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Effekte von Telearbeit, die theoretische fundierung durch das Job Demands-Resources Modell, rechtliche Grundlagen für Menschen mit Behinderungen in Deutschland sowie empirische Ergebnisse zur Produktivität und zum psychologischen Wohlbefinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Vor- und Nachteile von Homeoffice herauszuarbeiten und zu erörtern, ob und wie Homeoffice eine Inklusion von Menschen mit Behinderungen, insbesondere mit psychischen Störungen, in die Arbeitswelt ermöglichen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein systematisches Review der vorliegenden Fachliteratur sowie einen explorativen Teil, der Erkenntnisse aus der Literatur nutzt, um praktische Implikationen und zukünftige Forschungsansätze abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der theoretische Hintergrund und die Methodik dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Ergebnispräsentation, die positive und negative Effekte von Homeoffice auf Produktivität und Wohlbefinden sowie spezifische Inklusionsaspekte analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Homeoffice, Inklusion, Produktivität, Wohlbefinden, psychische Störungen/Behinderungen, Job Demands-Resources Modell und Arbeitsautonomie.

Wie wirkt sich Homeoffice konkret auf die Inklusion aus?

Homeoffice kann Barrieren verringern und Flexibilität bieten, was besonders für Menschen mit Behinderungen vorteilhaft ist, die aufgrund gesundheitlicher Aspekte mehr Pausen oder unvorhersehbare Zeiteinteilungen benötigen.

Warum ist soziale Unterstützung so wichtig für Mitarbeiter im Homeoffice?

Sie fungiert als maßgebliche Arbeitsressource, die negative Auswirkungen von Arbeitsanforderungen wie Prokrastination oder Konflikten zwischen Arbeits- und Privatleben abfedern kann und somit das Wohlbefinden und die Leistung erheblich steigert.

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Details

Titel
Effekte von Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden
Untertitel
Inklusion von Menschen mit psychischen Störungen in die Arbeitswelt durch Homeoffice
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Arbeits- und Organisationspsychologie)
Note
1,0
Autor
Nadine Schienhammer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2025
Seiten
90
Katalognummer
V1586824
ISBN (eBook)
9783389131473
ISBN (Buch)
9783389131480
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Homeoffice Produktivität Wohlbefinden Menschen mit Behinderungen Inklusion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Schienhammer (Autor:in), 2025, Effekte von Homeoffice auf die Produktivität und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1586824
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  90  Seiten
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