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Machteliten im europäischen Vergleich

Am Beispiel von Deutschland und Frankreich

Título: Machteliten im europäischen Vergleich

Trabajo Escrito , 2009 , 21 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Mariya Chernoruk (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
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Die immer stärker zunehmende Kluft zwischen und Arm Reich in Europa fordert eine Antwort darauf, wer wirklich in der Lage ist, diese Entwicklung mit seinen Entschei-dungen spürbar zu steuern. Bekanntlich haben politische Machteliten einen direkten Einfluss auf die Gesetzgebung wie beispielsweise die Steuererhöhung oder die Einfüh-rung von Studiengebühren. Nutzen sie ihre gesellschaftliche Position ausschließlich für ihre eigenen Vorteile? Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Elitestruktur und der sozialen Ungleichheit eines Landes? Die Behandlung dieser Fragen ist der zentrale Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Einen interessanten Ansatz bietet die Theorie der Neomachiavelisten, die allerdings in dieser Arbeit nicht weiter vertieft werden soll. Sie stellt eine der beiden wesentlichen existierenden Theorien der soziologischen Elitenforschung dar, in deren Zentrum politische Führer und deren Machtausübung stehen. Diese Theorie, zu deren Vertretern Robert Michels, Charles Mills und Pierre Bourdieu gehören, besagt unter anderem, dass die Machthabenden nicht ausschließlich zum Wohle der Masse regieren, sondern zur Vermehrung des eigenen Reichtums.

Zur Klärung der oben aufgeworfenen Fragen wird in der vorliegenden Arbeit im Kapitel 3 ein Vergleich der Elitenstruktur Deutschlands mit der Frankreichs vorgenommen. Dieser erfolgt anhand von Kriterien wie der Rekrutierung, Homogenität sowie der Zusammensetzung und Mobilität der Eliten. Es wird näher darauf eingegangen, aus welcher sozialen Schicht die Mitglieder der politischen Führung stammen. Jedoch ist zuvor eine Auseinandersetzung mit dem Elitebegriff und den Elitearten für das weitere Verständnis der Arbeit in Kapitel 2 notwendig. Anschließend wird in Kapitel 4 das Ausmaß der sozialen Differenzen in Deutschland und Frankreich mit Hilfe eines Vergleichs der Vermögensverteilung in den ausgewählten Ländern näher betrachtet. Die gewonnenen Schlussfolgerungen schlagen sich ebenfalls in Kapitel 4 nieder, in dem die soziale Ungleichheit in einen Zusammenhang mit der Elitenstruktur gebracht wird.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was sind Eliten?

2.1 Definition

2.2 Elitearten

3 Vergleich politischer Machteliten

3.1 Historische Betrachtung

3.1.1 Deutschland

3.1.2 Frankreich

3.3 Homogenität der Elitenstruktur

3.4 Rekrutierung der Eliten

3.4.1 Frankreich

3.4.2 Deutschland

3.5 Mobilität

3.5.1 Frankreich

3.5.2 Deutschland

4 Elitenmacht und soziale Ungleichheit

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Struktur politischer Machteliten und der sozialen Ungleichheit in Deutschland und Frankreich. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche Rekrutierungswege und Bildungssysteme die Homogenität der Eliten beeinflussen und welche Auswirkungen dies auf die gesellschaftliche Wohlstandsverteilung hat.

  • Theoretische Grundlagen des Elitebegriffs
  • Historische Entwicklung politischer Machteliten
  • Vergleichende Analyse der Rekrutierungswege (Eliteuniversitäten vs. allgemeines Bildungssystem)
  • Mobilitätsstrukturen in den politischen Führungsriegen
  • Zusammenhang zwischen Elitenmacht und sozialer Ungleichheit anhand von Wirtschaftsdaten

Auszug aus dem Buch

3.1 Historische Betrachtung

Im Deutschen Kaiserreich (1871-1918) hatte der Adel die herrschende Stellung in der Gesellschaft. Führungsposition in Politik, Verwaltung und Militär konnten nur durch Personen mit entsprechendem familiärem Hintergrund bekleidet werden. Das wichtigste Mittel zur Steuerung der Gesellschaftsverhältnisse waren die Armee und Beamte.

Nach dem Sturz der Monarchie und der späteren Zerstörung der Weimarer Republik veränderten sich die Vorstellungen bezüglich der Machteliten grundlegend. Während der NS-Diktatur (1933-1945) hatten Nationalsozialisten einen massiven Einfluss auf die Bevölkerung. Zur Herausbildung einer nationalsozialistischen Elite gab es spezielle Schulen, die auf den Weg zur Führungsspitze vorbereiteten. Kinder die diese Einrichtungen besuchten stammten zumeist aus dem Kleinbürgertum und hatten einen vorwiegend mäßigen Bildungsgrad.

Am Ende des zweiten Weltkrieges, nach dem Zusammenbruch der faschistischen Ideologie, wurden die SS-Führer von US-amerikanischen Militärgerichten angeklagt und zu lebenslanger Haft oder Todesstraffe verurteilt. Die politische Führung übernahm die neugegründete christdemokratische Volkspartei (CDU/CSU), die stark sozialistisch geprägt war.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Machteliten für gesellschaftliche Entscheidungsprozesse ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Zusammenhang zwischen Elitestrukturen und sozialer Ungleichheit.

2 Was sind Eliten?: Dieses Kapitel definiert den Elitebegriff, diskutiert verschiedene Elitearten nach Dahrendorf und stellt die mengenmäßige Exklusivität von Eliten dar.

3 Vergleich politischer Machteliten: Es erfolgt eine detaillierte Gegenüberstellung der historischen Entwicklung, Rekrutierungsmechanismen, Karriereverläufe und Mobilitätsmuster der Eliten in Deutschland und Frankreich.

4 Elitenmacht und soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel analysiert anhand ökonomischer Indikatoren wie dem Gini-Koeffizienten und der Lohnstruktur, inwieweit die jeweilige Elitenstruktur mit der sozialen Ungleichheit im Land korreliert.

5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse werden synthetisiert und verdeutlichen, dass eine homogenere, durch Eliteuniversitäten geprägte Struktur eher zu einer stärkeren sozialen Kluft führt.

Schlüsselwörter

Machteliten, Deutschland, Frankreich, soziale Ungleichheit, Eliteforschung, Rekrutierung, Grand Écoles, Mobilität, Gini-Koeffizient, politische Führung, Sozialstrukturanalyse, Homogenität, Leistungsgesellschaft, Bildungsaufstieg, Wohlstandsverteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede in der Zusammensetzung und Rekrutierung politischer Machteliten in Deutschland und Frankreich und setzt diese in Bezug zur jeweiligen sozialen Ungleichheit im Land.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der soziologischen Elitenforschung, dem Einfluss des Bildungssystems auf die soziale Herkunft der Eliten sowie der ökonomischen Analyse von Einkommensunterschieden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob ein direkter Zusammenhang zwischen der Exklusivität und Homogenität einer nationalen Elite und dem Grad der sozialen Ungleichheit in der jeweiligen Gesellschaft besteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um einen komparativen Ländervergleich, der auf soziologischen Theorien (wie der von Michels, Mills, Bourdieu und Dahrendorf) sowie einer Auswertung statistischer Daten zur Einkommens- und Rekrutierungsstruktur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Machteliten, den Vergleich von Karrierewegen und Rekrutierungsprozessen (insbesondere die Rolle der französischen Elitehochschulen) sowie eine Untersuchung der Vermögensverteilung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Machteliten, soziale Ungleichheit, Elite-Rekrutierung, Grand Écoles und der deutsch-französische Vergleich.

Wie unterscheidet sich die Rekrutierung der Eliten in Frankreich von der in Deutschland?

In Frankreich ist die Rekrutierung stark durch exklusive Eliteuniversitäten (Grand Écoles) und ein hohes Maß an sozialer Homogenität geprägt, während in Deutschland die Wege zur politischen Spitze durchlässiger sind und weniger stark von einem spezifischen Bildungshintergrund abhängen.

Welchen Einfluss hat das französische Bildungssystem auf die soziale Mobilität?

Das französische System fördert durch selektive Elitehochschulen eine starke soziale Auslese, was dazu führt, dass die politische Machtelite primär aus dem Großbürgertum stammt, anstatt eine breite soziale Durchmischung zu ermöglichen.

Was sagt der Gini-Koeffizient im Kontext dieser Arbeit aus?

Der Gini-Koeffizient dient als Indikator für die Einkommensungleichheit, um empirisch zu belegen, dass in Ländern mit homogeneren und exklusiveren Machteliten (wie Frankreich) die soziale Kluft stärker ausgeprägt ist.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Machteliten im europäischen Vergleich
Subtítulo
Am Beispiel von Deutschland und Frankreich
Universidad
University of Hamburg  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Curso
Sozialstrukturanalyse
Calificación
1,7
Autor
Mariya Chernoruk (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
21
No. de catálogo
V158837
ISBN (Ebook)
9783640724161
ISBN (Libro)
9783640724369
Idioma
Alemán
Etiqueta
Elite Eliten Macht Machteliten Europa soziale Ungleichheit Rekrutierung von Eliten Mobilität von Eliten Deutschland deutsche Elite Frankreich französische Elite
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mariya Chernoruk (Autor), 2009, Machteliten im europäischen Vergleich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158837
Leer eBook
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