Weltweit gibt es ungefähr 130 Millionen Menschen mit einer Hörbehinderung
(Schwerhörigkeit, schwere Hörschädigung oder absolute Gehörlosigkeit), davon leben ca.
500.000 Menschen in Deutschland. 80.000 sind hiervon absolut Gehörlos.
Wie wichtig es ist Kommunikationsstörungen unter Menschen, besonders in der Sozialarbeit
zu vermeiden, möchte ich Euch anhand eines Videoausschnitts aus dem Film „Jenseits der
Stille“ von Caroline Link zeigen.
Fazit: Lara, die hörende Tochter eines gehörlosen Ehepaares, dolmetscht ein Gespräch
zwischen der Lehrerin und den Eltern in deutscher Gebärdensprache. Hierbei gibt Lara die
Stimmungen und Gesprächsinhalte stark verkürzt wieder, so dass die Eltern und Lehrerin
beidseitig verkehrte Informationen von den Anderen erhalten. Eine starke
Kommunikationsstörung ist aufgetreten. Gehörlosigkeit kann entweder vererbt (endogen) oder durch Krankheit und Unfall erworben
werden (exogen).
Pränatal gibt es bisher noch keine Hinweise darauf, ob ein Kind an einer Hörbehinderung oder
absoluter Gehörlosigkeit erkrankt ist.
Die geringste Ursache für Gehörlosigkeit ist die Vererbung aus der eigenen Familie.
Statistisch gesehen heißt das, weniger als 10 % aller gehörlosen Eltern bekommen auch
gehörlose Kinder.
Dagegen ist in ca. 90 % aller Fällen die Ursache für eine Hörbehinderung eine Erkrankung,
wie z.B. im Mutterleib, Meningitis (Hirnhautentzündung), der langsame Verlust des Gehörs,
z.B. bei älteren Menschen oder ein Unfall.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung:
1. Ursachen von Gehörlosigkeit
1.1 Endogen/ Exogen
2. Auswirkungen von Gehörlosigkeit für die Betroffenen
2.1 Entwicklungsstörungen in der Kindheit
2.2 Kommunikationsstörungen mit psychischen und sozialen Auswirkungen
2.3 Bildungsdefizit
3. Treffpunkte für Gehörlose
4. Begegnungen mit Gehörlosen
5. Die Kommunikation gehörloser Menschen
5.1 Videoausschnitt „Im Land der Stille“
5.2 LBG, DGS, Fingeralphabet
6. Berufspraktische Übung
6.1 Fingerübungen, Fingeralphabet
6.2 Alltags- und Arbeitsgebärden
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Lebensrealität gehörloser Menschen und die Bedeutung einer gelingenden Kommunikation im sozialarbeiterischen Kontext, um Kommunikationsstörungen und deren negative Folgen für Betroffene zu vermeiden.
- Ursachen von Gehörlosigkeit (endogen vs. exogen)
- Psychosoziale Auswirkungen von Kommunikationsbarrieren
- Kulturelle Identität und Bedeutung der Gebärdensprache
- Kommunikationsformen: LBG, DGS und Fingeralphabet
- Praktische Handlungsempfehlungen für den Umgang mit gehörlosen Menschen
Auszug aus dem Buch
1. Ursachen von Gehörlosigkeit
Gehörlosigkeit kann entweder vererbt (endogen) oder durch Krankheit und Unfall erworben werden (exogen).
Pränatal gibt es bisher noch keine Hinweise darauf, ob ein Kind an einer Hörbehinderung oder absoluter Gehörlosigkeit erkrankt ist.
Die geringste Ursache für Gehörlosigkeit ist die Vererbung aus der eigenen Familie. Statistisch gesehen heißt das, weniger als 10 % aller gehörlosen Eltern bekommen auch gehörlose Kinder.
Dagegen ist in ca. 90 % aller Fällen die Ursache für eine Hörbehinderung eine Erkrankung, wie z.B. im Mutterleib, Meningitis (Hirnhautentzündung), der langsame Verlust des Gehörs, z.B. bei älteren Menschen oder ein Unfall.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Thematik der Gehörlosigkeit und Verdeutlichung der Problematik anhand von Filmbeispielen.
1. Ursachen von Gehörlosigkeit: Differenzierung zwischen angeborenen (endogenen) und erworbenen (exogenen) Ursachen der Gehörlosigkeit.
2. Auswirkungen von Gehörlosigkeit für die Betroffenen: Analyse der sozialen, psychischen und bildungsbezogenen Folgen, insbesondere durch unzureichende Kommunikation.
3. Treffpunkte für Gehörlose: Aufzählung verschiedener Orte und Möglichkeiten der sozialen Zusammenkunft zur Stärkung der Gehörlosenkultur.
4. Begegnungen mit Gehörlosen: Beantwortung häufiger Fragen zum Umgang mit gehörlosen Menschen und Verhaltensempfehlungen für Hörende.
5. Die Kommunikation gehörloser Menschen: Erläuterung der verschiedenen Gebärdensysteme und deren spezifische Anwendungsgebiete.
6. Berufspraktische Übung: Anleitung zu praktischen Übungen wie Fingerzeichen und Gebärden für den Alltag.
Schlüsselwörter
Gehörlosigkeit, Sozialarbeit, Gebärdensprache, DGS, LBG, Kommunikationsstörung, Gehörlosengemeinschaft, Fingeralphabet, Inklusion, Hörbehinderung, Cochlear Implantat, Bildungschancen, Gehörlosenkultur, Kommunikation, Barrierefreiheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die Lebenssituation von gehörlosen Menschen, insbesondere die Herausforderungen bei der Kommunikation im Alltag und im Bildungssystem.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören die medizinischen Ursachen, die psychosozialen Auswirkungen, die Bedeutung der Gebärdensprache sowie praktische Verhaltenshinweise für den Kontakt mit Gehörlosen.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, für die Kommunikationsprobleme Gehörloser zu sensibilisieren und Lösungsansätze aufzuzeigen, um Missverständnisse und Ausgrenzung zu vermeiden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine didaktische Aufbereitung theoretischer Grundlagen sowie empirische Erkenntnisse und Fallbeispiele aus Film und Medien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Ursachenanalyse, Auswirkungsszenarien für Betroffene, Treffpunkte der Community sowie detaillierte Informationen zur Gebärdensprache.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Gehörlosigkeit, Gebärdensprache, Kommunikationsbarrieren und die Förderung der sozialen Teilhabe.
Ist die Gebärdensprache weltweit einheitlich?
Nein, jedes Land besitzt seine eigene nationale Gebärdensprache mit einer spezifischen Grammatik und Wortwahl.
Wie sollte ich mich einem gehörlosen Menschen gegenüber verhalten?
Man sollte auf sich aufmerksam machen (z.B. durch Winken), Blickkontakt halten, deutlich (aber nicht übertrieben) sprechen und bei Bedarf Stift und Papier nutzen.
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- Tanja Berlin (Author), 2002, Die Gehörlosigkeit in der Sozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15883