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Didaktische Ansätze in der Erwachsenenbildung. Ein Vergleich konstruktivistischer und kommunikations-/interaktionstheoretischer Didaktik im Kontext der Pflegewissenschaft

Titre: Didaktische Ansätze in der Erwachsenenbildung. Ein Vergleich konstruktivistischer und kommunikations-/interaktionstheoretischer Didaktik im Kontext der Pflegewissenschaft

Dossier / Travail , 2025 , 14 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sciences infirmières - Gestion des soins infirmiers
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Die Hausarbeit stellt didaktische Ansätze im Allgemeinen vor und vergleicht zwei zentrale didaktische Ansätze – den konstruktivistischen sowie den kommunikations- und interaktionstheoretischen – im Hinblick auf ihre Eignung für die Erwachsenenbildung im pflegewissenschaftlichen Kontext. Nach einer theoretischen Einführung in verschiedene Didaktikmodelle werden die beiden Ansätze detailliert dargestellt und anhand praxisnaher Beispiele (z. B. simulationsbasiertes Lernen, Fallarbeit, interaktive Workshops) illustriert. Anschließend erfolgt eine vergleichende Diskussion ihrer jeweiligen Stärken, Schwächen und Anwendungsmöglichkeiten. Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine integrative Verbindung beider Didaktiken besonders wirksam ist, da sie sowohl individuelles, reflexives Lernen als auch sozialen, kooperativen Austausch fördert – ein zentrales Erfordernis im komplexen Pflegealltag. Abschließend werden Perspektiven für eine zukunftsorientierte und kompetenzfördernde Weiterbildung in der Pflege aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Didaktik im pflegewissenschaftlichen Kontext
  • 2. Überblick über didaktische Ansätze
  • 3. Konstruktivistische Didaktik in der Erwachsenenbildung
  • 4. Kommunikations- und interaktionstheoretische Didaktik in der Erwachsenenbildung
  • 5. Vergleich und Diskussion beider Ansätze
  • 6. Fazit und Ausblick
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, welche didaktischen Ansätze sich besonders für die Erwachsenenbildung im Kontext der Pflegewissenschaft eignen. Sie vergleicht die konstruktivistische mit der kommunikations- und interaktionstheoretischen Didaktik, um deren Eignung für zukünftige Prozesse in der Pflege weiterbildung zu bewerten.

  • Didaktische Ansätze in der Pflegewissenschaft
  • Konstruktivistische Didaktik
  • Kommunikations- und interaktionstheoretische Didaktik
  • Vergleich und Diskussion didaktischer Konzepte
  • Praxisorientierte Schlussfolgerungen für die Erwachsenenbildung
  • Förderung von Selbststeuerung und sozialer Interaktion im Lernprozess

Auszug aus dem Buch

3. Konstruktivistische Didaktik in der Erwachsenenbildung

Die konstruktivistische Didaktik basiert auf der epistemologischen Annahme, dass Wissen nicht objektiv übertragbar, sondern subjektiv konstruiert wird. Lernen ist somit ein aktiver Prozess, bei dem Lernende durch eigene Erfahrungen und Reflexion Bedeutung erzeugen (Reich, 2008). Lernen erfolgt hier nicht durch bloßes Aufnehmen von Wissen, sondern durch aktives Auseinandersetzen mit der Umwelt, wobei bereits bestehende Wissensstrukturen hinterfragt, angepasst oder erweitert werden. Die Lehrperson fungiert dabei nicht als Wissensvermittler, sondern als Lernbegleiterin, die herausfordernde, authentische Lernsituationen initiiert und Reflexionsprozesse anregt.

Zentrale Vertreter dieses Ansatzes sind unter anderem Kersten Reich und Ernst von Glasersfeld. Sie betonen, dass Lernen immer individuell ist und in hohem Maße von den jeweiligen Vorerfahrungen, der Motivation und dem Kontext der Lernenden abhängt. Von Glasersfeld (1995) hebt hervor, dass Wissen nicht entdeckt, sondern konstruiert wird. Dabei spielt die subjektive Sichtweise der Lernenden eine entscheidende Rolle, was insbesondere in der Erwachsenenbildung von Bedeutung ist, da hier Lernende häufig bereits umfangreiche berufliche und lebensweltliche Erfahrungen mitbringen.

Ein zentrales Prinzip dieses Ansatzes ist die Selbststeuerung. Lernende sollen die Kontrolle über ihre Lernprozesse übernehmen, Lernziele setzen und eigene Strategien entwickeln (Deci & Ryan, 2000). Dies erfordert sowohl ein hohes Maß an Motivation als auch an metakognitiven Fähigkeiten. In der Erwachsenenbildung, insbesondere im pflegerischen Bereich, bieten sich dafür beispielsweise simulationsbasierte Lernformate an. Eine praxisnahe Anwendung ist die Schulung in Notfallmanagement: Pflegekräfte trainieren in realitätsnahen Settings das Verhalten in akutmedizinischen Situationen. Im Nachgang erfolgt eine strukturierte Reflexion, in der individuelles Lernen angestoßen und gemeinsam reflektiert wird (Alinier, Hunt, Gordon & Harwood, 2006). Ähnlich handhabt die Berner Fachhochschule Gesundheit ihre Weiterbildung zum Thema „Pflege von Menschen mit chronischen Erkrankungen“, in welcher sie Problem-Based-Learning einsetzt, um komplexe klinische Entscheidungsfindung zu trainieren. Die Lernenden erhalten realitätsnahe Fallgeschichten, die sie analysieren, bewerten und eigenständig oder im Team bearbeiten.

Es gibt keine vorgegebenen Lösungen – der Lernprozess steht im Vordergrund. Lernende entwickeln Hypothesen, recherchieren Fachliteratur, erarbeiten Pflegeinterventionen und reflektieren die Passung zu ihrer Berufspraxis (vgl. Hmelo-Silver, 2004; Müller, Herzog & Keller, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Didaktik im pflegewissenschaftlichen Kontext: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Bedeutung der Erwachsenenbildung in der Pflegewissenschaft für Qualifikation, Qualität und Patientensicherheit und formuliert die Forschungsfrage nach geeigneten didaktischen Ansätzen.

2. Überblick über didaktische Ansätze: Es bietet eine Einführung in die allgemeine Didaktik und die verschiedenen theoretischen Modelle, die sich über die Jahre entwickelt haben, um die Grundlage für die Auswahl geeigneter Modelle zu schaffen.

3. Konstruktivistische Didaktik in der Erwachsenenbildung: Das Kapitel beschreibt die konstruktivistische Didaktik als Ansatz, bei dem Wissen subjektiv konstruiert wird und Lernen ein aktiver, selbstgesteuerter Prozess ist, mit der Lehrperson als Lernbegleiterin.

4. Kommunikations- und interaktionstheoretische Didaktik in der Erwachsenenbildung: Hier wird die kommunikations- und interaktionstheoretische Didaktik vorgestellt, die Lernen als sozialen Prozess versteht, bei dem Wissen durch Dialog, Austausch und Reflexion in sozialen Beziehungen entsteht.

5. Vergleich und Diskussion beider Ansätze: Dieses Kapitel vergleicht die konstruktivistische und die kommunikations-/interaktionstheoretische Didaktik, beleuchtet ihre Gemeinsamkeiten sowie wesentlichen Unterschiede in Bezug auf methodische Schwerpunkte und praktische Implikationen.

6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Didaktiken komplementär sind und ihre Integration eine wertvolle Perspektive für eine ganzheitliche, kompetenzorientierte Erwachsenenbildung in der Pflege bietet, während der Ausblick weitere Forschungsfelder aufzeigt.

Schlüsselwörter

Didaktik, Erwachsenenbildung, Pflegewissenschaft, Konstruktivismus, Kommunikation, Interaktionstheorie, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Selbststeuerung, Reflexion, Problembasiertes Lernen, Soziales Lernen, Blended Learning, Handlungskompetenz, Pflegepraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht konstruktivistische und kommunikations-/interaktionstheoretische Didaktikansätze, um deren Eignung für die Erwachsenenbildung im Kontext der Pflegewissenschaft zu bewerten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Didaktik in der Pflegewissenschaft, konstruktivistische Lehr-/Lernkonzepte, kommunikations- und interaktionstheoretische Modelle sowie deren Anwendung und Integration in der Erwachsenenbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, welche didaktischen Ansätze sich besonders für die Erwachsenenbildung in der Pflege eignen, indem zwei ausgewählte Didaktiken detailliert dargestellt, verglichen und diskutiert werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse und Diskussion didaktischer Ansätze, die durch praxisnahe Beispiele untermauert wird. Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse und konzeptionelle Erörterung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die detaillierte Darstellung der konstruktivistischen und der kommunikations-/interaktionstheoretischen Didaktik, einen Vergleich beider Ansätze sowie eine Diskussion ihrer Vor- und Nachteile.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Didaktik, Erwachsenenbildung, Pflegewissenschaft, Konstruktivismus, Kommunikation, Interaktionstheorie, Lernprozess, Kompetenzentwicklung, Selbststeuerung, Reflexion, Problembasiertes Lernen, Soziales Lernen, Blended Learning, Handlungskompetenz, Pflegepraxis.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Lehrperson in der konstruktivistischen Didaktik?

In der konstruktivistischen Didaktik fungiert die Lehrperson nicht als Wissensvermittlerin, sondern als Lernbegleiterin. Sie initiiert herausfordernde Lernsituationen und regt Reflexionsprozesse an, anstatt fertiges Wissen zu übertragen.

Welche praktischen Anwendungsbeispiele werden für die konstruktivistische Didaktik genannt?

Praktische Beispiele umfassen simulationsbasierte Lernformate im Notfallmanagement, Problem-Based Learning zur klinischen Entscheidungsfindung, das "Reflective Practice"-Modell mit Lerntagebüchern und Portfolios zur Kompetenzentwicklung.

Welche Rolle spielt der Dialog in der kommunikations- und interaktionstheoretischen Didaktik?

Der Dialog ist in diesem Ansatz zentral, da Lernen als intersubjektiver Prozess verstanden wird, der auf wechselseitiger Anerkennung, sozialer Aushandlung und gemeinsamer Sinnproduktion basiert, wie es Jürgen Habermas beschreibt.

Wie können die beiden didaktischen Ansätze in der Praxis kombiniert werden?

Eine effektive Kombination ist durch hybride Lernarrangements möglich, beispielsweise durch eine erste Phase des individuellen Wissenserwerbs (konstruktivistisch) gefolgt von Gruppenphasen mit Diskussionen und kollektiver Lösungsentwicklung (interaktionstheoretisch), wie im "Flipped Classroom" Modell.

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Résumé des informations

Titre
Didaktische Ansätze in der Erwachsenenbildung. Ein Vergleich konstruktivistischer und kommunikations-/interaktionstheoretischer Didaktik im Kontext der Pflegewissenschaft
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2025
Pages
14
N° de catalogue
V1588482
ISBN (PDF)
9783389132241
ISBN (Livre)
9783389132258
Langue
allemand
mots-clé
Erwachsenenbildung Pflege Didaktik Wissensvermittlung Kompetenzentwicklung Reflexion Selbststeuerung sozial problemorientiert Kooperativ Kollektiv Dialog Blended Learning Flipped Classroom Ethische Fallarbeit interprofessionell Kompetenzorientierung Vergleich Vorteile Nachteile
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2025, Didaktische Ansätze in der Erwachsenenbildung. Ein Vergleich konstruktivistischer und kommunikations-/interaktionstheoretischer Didaktik im Kontext der Pflegewissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1588482
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Extrait de  14  pages
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