Methoden der intuitiven Prognose: Methoden, Einsatzgebiete, Beurteilung

Kurzer Überblick und Darstellung an ausgewählten Methoden


Referat (Ausarbeitung), 2008
13 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2. Begriffsbestimmungen
2.1 Herleitung des Begriffs der intuitiven Prognose und ihrer Methoden
2.2 Charakterisierung

3. Intuitive Prognosemethoden
3.1 Übersicht über intuitive Prognosemethoden und Versuch ihrer Einteilung
3.2 Vorstellung ausgewählter Methoden der intuitiven Prognose
3.2.1 Die Analogie-Methode
3.2.2 Die Delphi-Methode
3.2.3 Die Szenario-Methode
3.3 Möglichkeiten und Grenzen intuitiver Prognosemethoden

4 Schlussbemerkungen/Fazit

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Die heutige Zeit ist durch ein wachsendes Tempo gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Veränderungen, einen rasanten technischen Fortschritt und die zunehmende Globalisierung gekennzeichnet. Die Veränderungen in der Welt finden unaufhaltsam und in immer kürzeren Abständen statt. Planungen in die Zukunft sind damit schwerer möglich. So sind die Unternehmen mehr denn je von ihrem äußeren Umfeld abhängig. Andererseits ist es für den Erfolg eines Unternehmens im immer schärfer werdenden Wettbewerb um so wichtiger, Chancen und Risiken rechtzeitig erkennen und mögliche Entwicklungen und Tendenzen auf dem Markt abschätzen zu können. In die Planung einer Unternehmensentwicklung müssen, neben innerbetrieblichen Faktoren, also vor allen Dingen Umfeldfaktoren einbezogen werden, damit Veränderungen kalkulierbar werden. Deshalb werden Prognosen erstellt. Anhand dieser Prognosen werden Entscheidungen getroffen und Strategien erstellt, die dann mit Maßnahmen unterlegt werden.

Ziel dieser Arbeit ist es, intuitive Prognosemethoden - ihre Handhabung und Durchführung, wesentliche Anwendungsgebiete, ihre Stärken und Schwächen - aufzuzeigen und daraus die entsprechenden Schlussfolgerungen zu ziehen. Es geht um die Frage, wofür intuitive Prognosemethoden geeignet sind, wo ihre Möglichkeiten und Grenzen liegen.

1.2 Aufbau der Arbeit

Im ersten Kapitel wurde mit einer allgemeinen Darstellung der Notwendigkeit, Prognosen zu erstellen, und einer kurzen Erläuterung des Ziels dieser Arbeit in die Thematik eingeführt.

Im folgenden Kapitel werden die Grundbegriffe als Voraussetzung für die Erarbeitung der Materie hergeleitet, gegen andere abgegrenzt und anschließend charakterisiert.

Im dritten Kapitel werden - nach einem kurzen Abriss über mögliche Klassifikationen - drei ausgewählte intuitive Prognosemethoden vorgestellt. Sie werden in ihrer Durchführung beschrieben, Anwendungsgebiete aufgezählt und wesentliche Vor- und Nachteile genannt. Abschließend erfolgt die kritische Würdigung intuitiver Prognosemethoden.

Die Arbeit endet mit dem vierten Kapitel, in welchem die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal zusammengefasst werden und ein Fazit gezogen wird.

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Herleitung des Begriffs der intuitiven Prognose und ihrer Methoden

Unter einer Prognose wird im Allgemeinen eine Vorhersage verstanden. Schneck[1] definiert sie als das Wahrscheinlichkeitsurteil über das Auftreten von künftigen Ereignissen, welche auf Beobachtungen der Vergangenheit und einer möglicherweise nur wenig ausgeprägten Erklärungstheorie und einer Annahme über die Fortsetzung der Beobachtung beruhen. Eine Prognose ist somit eine Schätzung und hat deshalb keinen Anspruch auf eine 100%ige Exaktheit.

Um Prognosen erstellen zu können, bedarf es geeigneter Verfahren und Methoden. Unter einer Prognosemethode soll das planmäßige Vorgehen zur Erstellung einer Prognose verstanden werden.[2]

Es gibt eine Fülle an Prognosemethoden, die sich vielfältig einteilen lassen. Nimmt man eine Untergliederung nach dem Inhalt vor, so wird in der Literatur in quantitative und qualitative Prognosemethoden unterschieden.

Bei qualitativen Prognosen werden bestimmte Zusammenhänge oder Entwicklungen vorausgesagt. Sie basieren meist nicht auf Daten oder Zahlen. Für ihre Erstellung werden Heuristiken zugrunde gelegt.[3] Bei quantitativen Prognosen werden Zahlenangaben bezüglich zu erwartender Entwicklungen gemacht. Es werden Beobachtungswerte mit Hilfe mathematischer Gleichungssysteme verknüpft.[4] Quantitative Prognosen schließen also qualitative Aussagen ein.[5]

Qualitative Prognosen werden, neben anderen Synonymen, auch als intuitive Prognosen bzw. Methoden bezeichnet.

2.2 Charakterisierung

Intuition beruht vor allem auf unserem Wissen und unseren Erfahrungen, die im Unterbewusstsein gespeichert sind. Vor allem die Erfahrungen, die emotionaler Art sind, hängen von unserer ganz eigenen Persönlichkeitsstruktur und damit unserer subjektiven Wahrnehmung ab. Insofern ist Intuition nie objektiv und nicht rein rational. Hierin liegen einerseits Chancen, ganz neue Wege zu gehen und sich vom konventionellen Denken zu lösen, aber auch Risiken, sich in subjektiven Denkweisen zu verfangen und Dinge zu einseitig zu betrachten. Dies gilt auch für die intuitive Prognose.

Hausmann charakterisiert die intuitive Prognose mit folgenden Eigenschaften[6]: Die ihr zugrunde liegende Theorie ist nur schwach ausgebildet und/oder enthält viele subjektive, also nicht unmittelbar nachprüfbare Elemente. Statistisch-mathematische Instrumente treten in ihrer Bedeutung zurück und der Einsatz von Experten ist stark verbreitet.

Intuitive Prognosemethoden werden vor allem dann angewendet, wenn eine quantitative Datengrundlage nicht oder nur ungenügend gegeben ist. Ihr Resultat ist kein konkretes zahlenmäßiges Ergebnis, sondern eine Entwicklungsrichtung bzw. eine Tendenz oder eine Vorhersage, dass ein bestimmtes Ereignis eintritt.[7] Eine prognostizierte künftige Entwicklung wird danach z. B. nicht in Prozent angegeben, sondern lediglich eine künftige positive, negative oder neutrale Entwicklungstendenz festgestellt.

[...]


[1] vgl. Schneck, Ottmar, Lexikon der Betriebswirtschaft (CD), 1999, Wortsuche Prognose

[2] vgl. Umminger, Peter, Prognoseverfahren im Produktmarketing, 1990, Seite 16

[3] vgl. Pepels, Werner, Market Intelligence, 2007, Seite 314

[4] vgl. Pepels, Werner, Market Intelligence, 2007, Seite 314

[5] vgl. Henschel, H., Wirtschaftsprognosen, in Umminger, Peter, Prognoseverfahren im Produktmarketing, 1990, S. 15

[6] vgl. Hansmann, K.-W., Kurzlehrbuch Prognoseverfahren, in Umminger, Peter, Prognoseverfahren im Produktmarketing, 1990, Seite 17

[7] vgl. Hüttner, Manfred, Prognoseverfahren und ihre Anwendung, 1986, Seite 217

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Methoden der intuitiven Prognose: Methoden, Einsatzgebiete, Beurteilung
Untertitel
Kurzer Überblick und Darstellung an ausgewählten Methoden
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Veranstaltung
Prüfung Modul Marktforschung
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
13
Katalognummer
V158955
ISBN (eBook)
9783640748990
ISBN (Buch)
9783656011071
Dateigröße
529 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
intuitiv, Prognose, Prognosemethoden, Forschung, Marktforschung, Analogie, Delphi, Szenario, Pepels, Prognosen, emotional, rational, Experten, Expertenbefragung, qualitativ, quantitativ, Szenarien, Voraussagen, Planung, Kreativitätstechniken, Brainstorming, Brainwriting, Marketing, Voraussage
Arbeit zitieren
Ines Träder (Autor), 2008, Methoden der intuitiven Prognose: Methoden, Einsatzgebiete, Beurteilung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158955

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