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Die Polarisationstheorie

Titre: Die Polarisationstheorie

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2010 , 17 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Philip Oesterreicher (Auteur)

Gestion d'entreprise - Politique économique
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Man findet auf der Erde nicht überall die gleichen Lebensbedingungen, so stehen Mensch und Tier vor der Entscheidung wo und wie sie leben wollen. Möglich wird das durch zivilisatorische und geographische Unterschiede. Somit wird in der Realität die neoklassische Gleichgewichtstendenz widerlegt und durch empirische Aufklärung ist, als Gegenstück zur Gleichgewichtsneigung, die Polarisationstheorie entstanden.
Ziel der Seminararbeit ist es, die Polarisationstheorie näher zu erläutern und ihre Stellung innerhalb der Wirtschaftswissenschaften zu verdeutlichen. So wird zuerst eine zeitliche Übersicht der Wirtschaftstheorien gegeben, bevor auf die Polarisationstheorie eingegangen wird. Dabei wird die Unterteilung in sektorale und regionale Polarisationstheorie verdeutlicht, zwei Wirtschaftstheorien der Regionalökonomik. Hierbei werden die bekanntesten Begründer der beiden Theorien und ihre Leistungen in der Ausarbeitung der Modelle hervorgehoben. Zum Schluss werden die wichtigsten Weiterentwicklungen der Polarisationstheorie näher beschrieben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Wirtschaftstheorien im zeitlichen Überblick

3 Neoklassik versus Polarisation

4 Die Polarisationstheorie

4.1. Sektorale Polarisation

4.2. Regionale Polarisation

5 Weiterentwicklungen und Polarisationstheorie heute

5.1. Wachstumspolkonzepte

5.2. Zentrum-Peripherie-Modelle

6 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Polarisationstheorie als Gegenentwurf zur neoklassischen Gleichgewichtstheorie zu erläutern und ihre theoretische Einordnung in die Wirtschaftswissenschaften vorzunehmen, um zu verstehen, warum sich wirtschaftliche Entwicklungsunterschiede regional und sektoral oft verstärken statt auszugleichen.

  • Zeitlicher Überblick ökonomischer Denkschulen (Physiokratie bis Monetarismus)
  • Gegenüberstellung von neoklassischer Gleichgewichtstendenz und Polarisationsansätzen
  • Analyse der sektoralen Polarisation (Schumpeter, Perroux, motorische Einheiten)
  • Untersuchung der regionalen Polarisation (Myrdal, kumulative Prozesse, Hirschman)
  • Weiterentwicklungen durch Wachstumspolkonzepte und Zentrum-Peripherie-Modelle

Auszug aus dem Buch

4.2 Regionale Polarisation

Bei der regionalen Polarisation geht es im Gegensatz zur sektoralen Polarisation nicht um Sektoren, sondern um die Unterschiede zwischen Regionen. Die zwei wichtigsten Vertreter sind Gunnar Myrdal (1957) und Alfred O. Hirschman (1958). Beide legten den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf das Entstehen von Wachstumsdifferenzen und nicht auf das Entstehen regionalen Wachstums.

Myrdal vertritt die Vorstellung von einer zirkulären Verursachung eines kumulativen sozioökonomischen Prozesses zur Erklärung wirtschaftlicher Entwicklung und Unterentwicklung. Dies steht im Gegensatz zur Vorstellung eines stabilen Gleichgewichts. Nach der Neoklassik löst eine Abweichung vom Gleichgewicht Prozesse aus, welche die abweichende wirtschaftliche Größe wieder zu ihrem Gleichgewichtswert zurückführen. Myrdal hingegen sieht einen Kreislauf, bei dem die ursprüngliche Abweichung wiederum verstärkt wird, weswegen der Prozess nicht zum Ausgangsgleichgewicht zurückführt, sondern sich die Entfernung zum Gleichgewicht vergrößert. Dabei bewirkt die Veränderung einer Variablen in eine Richtung dass sich eine zweite Variable ebenfalls in die gleiche Richtung verändert, was wiederum durch eine Rückkoppelung die erste Veränderung verstärkt. Im Laufe der Zeit kumulieren die Impulse zu ausgeprägten und stabilen Entwicklungsunterschieden. Auslöser für den kumulativen Prozess sind Veränderungen interdependenter ökonomischer Faktoren, z.B. Einkommen, Nachfrage und Investition.

Myrdal unterstellt also eine positive Rückkoppelung, der Rückkoppelungseffekt wirkt dabei in die gleiche Richtung wie der ursprüngliche Impuls, d.h. er wirkt verstärkend. Die Neoklassik hingegen unterstellt eine negative Rückkoppelung, d.h. der Rückkoppelungseffekt wirkt dem ursprünglichen Impuls entgegen. Im Gegensatz zu Neoklassik, die nur negative Rückkoppelungseffekte anerkennt, sieht Myrdal die Möglichkeit eines Nebeneinanders positiver und negativer Rückkoppelungseffekte. Entscheidend dafür, ob sich Entwicklungsunterschiede im Laufe der Zeit verringern oder verstärken ist, ob die negativen oder die positiven Rückkoppelungseffekte überwiegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik räumlicher und zivilisatorischer Unterschiede ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Polarisationstheorie als Gegenstück zur neoklassischen Gleichgewichtsannahme zu beleuchten.

2 Wirtschaftstheorien im zeitlichen Überblick: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung ökonomischer Denkschulen von der Physiokratie über die Klassik und den Marxismus bis hin zum Keynesianismus und Monetarismus.

3 Neoklassik versus Polarisation: Hier wird der theoretische Konflikt zwischen der neoklassischen Annahme einer selbstregulierenden Gleichgewichtstendenz und der polarisationstheoretischen Sichtweise divergierender Entwicklungspfade dargestellt.

4 Die Polarisationstheorie: Das Hauptkapitel unterscheidet zwischen der sektoralen (Schumpeter, Perroux) und der regionalen (Myrdal, Hirschman) Polarisation, um die Ursachen ungleicher Wachstumsverteilungen zu erklären.

5 Weiterentwicklungen und Polarisationstheorie heute: Dieses Kapitel behandelt die Operationalisierungsversuche des Wachstumspolkonzepts sowie die Modellierung von Zentrum-Peripherie-Beziehungen.

6 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Polarisationstheorie eher eine Ansammlung verwandter Argumente als ein einheitliches Modell ist, aber die Bedeutung von Verteilungsgerechtigkeit gegenüber reinem Effizienzdenken betont.

Schlüsselwörter

Polarisationstheorie, Neoklassik, Gleichgewichtstheorie, Sektorale Polarisation, Regionale Polarisation, Kumulativer Prozess, Wachstumspole, Zentrum-Peripherie-Modell, Motorische Einheiten, Anstoßeffekte, Bremseffekte, Wirtschaftswachstum, Divergenz, Innovationsdiffusion, Regionalentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Polarisationstheorie als wissenschaftliches Modell, das erklärt, warum sich wirtschaftliche Disparitäten – statt sich durch Marktmechanismen auszugleichen – oft verschärfen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die sektorale und regionale wirtschaftliche Entwicklung, die Rolle von Innovationen in "motorischen Einheiten" sowie die Dynamik von Zentrum-Peripherie-Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Polarisationstheorie zu erläutern, ihre Abgrenzung zur neoklassischen Ökonomie zu verdeutlichen und ihre Stellung in den Wirtschaftswissenschaften zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse und einen systematischen Überblick, um verschiedene Ansätze der Polarisationstheorie und deren Weiterentwicklungen vergleichend gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die historischen und theoretischen Grundlagen der sektoralen und regionalen Polarisation sowie moderne Konzepte wie das Wachstumspolkonzept und Zentrum-Peripherie-Modelle diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Polarisation, Gleichgewichtstendenz, kumulativer Prozess, Wachstumsdifferenzen und wirtschaftliche Disparitäten.

Was versteht man unter einer "motorischen Einheit" in der sektoralen Polarisation?

Eine motorische Einheit bezeichnet einen überdurchschnittlich wachsenden Sektor oder ein Unternehmen, das durch starke Verflechtungen und Innovationen die Entwicklung anderer Wirtschaftsbereiche maßgeblich beeinflusst.

Warum kritisieren Polarisationsvertreter die neoklassische Wirtschaftspolitik?

Sie halten die neoklassische Annahme, dass der Marktmechanismus langfristig zu einem Ausgleich führt, für unrealistisch und fordern stattdessen staatliche Eingriffe zur Korrektur ungleicher Entwicklungspfade.

Wie unterscheidet sich Myrdals Ansatz der Rückkoppelung von der klassischen Sichtweise?

Während die Neoklassik negative Rückkoppelungen annimmt, die zum Gleichgewicht führen, postuliert Myrdal positive Rückkoppelungen, die bestehende Unterschiede über Zeit verstärken.

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Résumé des informations

Titre
Die Polarisationstheorie
Université
University of Hohenheim
Note
2,3
Auteur
Philip Oesterreicher (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
17
N° de catalogue
V158974
ISBN (ebook)
9783640716081
ISBN (Livre)
9783640716364
Langue
allemand
mots-clé
Polarisationstheorie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Philip Oesterreicher (Auteur), 2010, Die Polarisationstheorie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/158974
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Extrait de  17  pages
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