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Kabbalistische und jüdische Motive in Gustav Meyrinks Roman "Der Golem"

Titel: Kabbalistische und jüdische Motive in Gustav Meyrinks Roman "Der Golem"

Magisterarbeit , 2006 , 85 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nicole Hecht (Autor:in)

Germanistik - Literaturgeschichte, Epochen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Magisterarbeit beschäftigt sich mit Gustav Meyrinks Roman "Der Golem" und untersucht darin die jüdischen und kabbalistischen Motive. Zu Beginn wird das Leben Meyrinks beleuchtet, um seine Biografie – insbesondere als Bankier, Schriftsteller und Esoteriker – in Zusammenhang mit der Entstehung und Ausgestaltung des Romans zu setzen. Hierbei wird insbesondere auf seine esoterische Deutung jüdischer Mystik eingegangen.

Im zweiten Kapitel folgt eine Einführung in die jüdische Kabbala. Es werden die Ursprünge, die wichtigsten Schriften sowie zentrale Begriffe und Konzepte erklärt. Dabei wird insbesondere zwischen wissenschaftlicher und esoterischer Kabbalalehre differenziert. Ein weiterer Abschnitt widmet sich der Golem-Tradition: deren Ursprung, Entwicklung und Rolle im jüdischen Volksglauben. Ziel ist es, den mythologischen Golem von der Figur Meyrinks abzugrenzen.

Das dritte Kapitel widmet sich direkt dem Roman "Der Golem". Es enthält einen Überblick über die Entstehungsgeschichte, eine literarhistorische Einordnung sowie eine kurze Inhaltsangabe. Darauf aufbauend folgt eine textimmanente Analyse, in der die jüdisch-kabbalistischen Symbole und Motive innerhalb des Romans systematisch untersucht werden.

Im abschließenden Kapitel werden die Ergebnisse zusammengefasst und ein Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten gegeben. Die bisherige Forschung zu "Der Golem" ist zwar vielfältig, lässt jedoch oft eine fundierte Auseinandersetzung mit den kabbalistischen Elementen vermissen oder ist stark esoterisch geprägt. Deshalb wird sich diese Arbeit auf die Primärquelle sowie auf anerkannte wissenschaftliche Literatur zur Kabbala stützen, insbesondere auf Werke von Gershom Scholem, Moshe Idel und Ernst Müller. Vertreter der esoterischen Kabbala wie Eliphas Lévi, Papus und Arthur Edward Waite werden ergänzend berücksichtigt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gustav Meyrink – Autor, Exzentriker, Okkultist

1.1 Kindheit und Jugendjahre

1.2 Der Bankier Gustav Meyer

1.3 Der Schriftsteller Gustav Meyrink

1.4 Der Okkultist Gustav Meyrink

2. Hintergrundwissen zur jüdischen Tradition von Kabbala und Golem

2.1 Was ist Kabbala?

2.1.1 Ursprung und Entwicklung der Kabbala

2.1.2 Die drei Hauptwerke der Kabbala

2.1.3 Theorie, Praxis und Esoterik – Die Anwendung der Kabbala

2.2 Was ist der „Golem“?

2.2.1 Ursprung und Entwicklung des Golems

2.2.2 Golemsagen

3. Gustav Meyrinks Roman Der Golem

3.1 Der Golem – Entstehung, Gattung, Inhalt

3.1.1 Acht Jahre bis zum Erfolg - Die Entstehungsgeschichte des Golem

3.1.2 Zwischen Phantastik und Expressionismus - Versuch einer gattungsgeschichtlichen Zuordnung des Romans

3.1.3 Aufbau und inhaltliche Darstellung des Romans

3.2 Die Konzeption des Meyrinkschen Golems

3.3 Analyse ausgewählter kabbalistischer und jüdischer Motive

3.3.1 Die Trias Charousek – Pernath – Laponder

3.3.2 Hillel

3.3.3 Mirjam

3.3.4 Der Hermaphrodit

3.3.5 Krone und Thron

3.3.6 Henoch

3.3.7 Feuer

3.3.8 Hut

3.3.9 „Chabrat zereh aur bocher“, Ibbur und Habal Garmin

3.3.10 Tarot

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Magisterarbeit untersucht Gustav Meyrinks Roman "Der Golem" hinsichtlich seiner jüdischen und kabbalistischen Motive, wobei sie Meyrinks biographischen Hintergrund sowie sein Interesse am Okkultismus in den Kontext der literarischen Analyse setzt und dabei die reale jüdische Tradition von der esoterischen Adaption im Roman abgrenzt.

  • Biographische Analyse von Gustav Meyrink als Autor, Bankier und Okkultist
  • Wissenschaftliche Aufarbeitung der jüdischen Tradition von Kabbala und Golem
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte, Gattung und Struktur des Romans "Der Golem"
  • Analyse zentraler kabbalistischer Symbole wie Sefirot, Henoch, Feuer und Tarot im Werk
  • Vergleich der Romanmotive mit den historischen Golemsagen und kabbalistischen Lehren

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Die Trias Charousek – Pernath – Laponder

Meyrinks Roman Der Golem hat einen Romanhelden, den Gemmenschneider Athanasius Pernath. Allein Pernaths Vorname ‚Athanasius’ deutet auf sein Schicksal hin, denn Athanasius ist ein griechischer Name und heißt ‚Der Unsterbliche’. Pernath ist die Figur, die im Roman den Weg der Erlösung geht und somit unsterblich wird. Doch die Rolle des Pernath hat noch zwei weitere Gesichter, den Medizinstudenten Innozenz Charousek und den Lustmörder Amadeus Laponder. Wie die Hauptfigur haben beide sprechende Vornamen, der Medizinstudent ist der ‚Unschuldige’, der gegen seinen bösen, von ihm bis aufs Blut verhassten Vater, den Trödler Wassertrum, intrigiert, ohne dabei wirklich schuldig zu wirken. Der Lustmörder trägt seine Leidenschaft ebenfalls schon in seinem Vornamen Amadeus, die Leidenschaft für, mit und durch Gott. Diese drei Romangestalten agieren die gesamte Binnenhandlung getrennt voneinander, und erst in der Rahmenhandlung streut der Autor Meyrink Zweifel, ob alle drei Figuren wirklich von einander losgelöst existieren. Auf die Frage nach Athanasius Pernath erhält das Rahmen-Ich folgende Auskunft:

„Wenn ich nicht irre, galt er seinerzeit für verrückt. – Einmal behauptete er, er hieße – warten Sie mal – ja: Laponder! Und dann wieder gab er sich für einen gewissen Charousek aus.“

Die Trias Pernath, Charousek und Laponder sind also verschiedene Facetten und Daseinsformen der Hauptfigur Pernath.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gustav Meyrink – Autor, Exzentriker, Okkultist: Biographische Darstellung des Autors, die sein Leben als Bankier und Okkultist beleuchtet, um den Hintergrund für sein späteres literarisches Schaffen zu liefern.

2. Hintergrundwissen zur jüdischen Tradition von Kabbala und Golem: Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Kabbala sowie der Golemsage, der als theoretische Basis für die nachfolgende Romananalyse dient.

3. Gustav Meyrinks Roman Der Golem: Detaillierte Analyse des Romans, die Entstehungsgeschichte, Gattungsfragen sowie die Untersuchung spezifischer kabbalistischer und jüdischer Motive umfasst.

Schlüsselwörter

Gustav Meyrink, Der Golem, Kabbala, Jüdische Mystik, Golem-Sage, Athanasius Pernath, Okkultismus, Esoterik, Sefirot, Tarot, Symbolik, Literaturanalyse, Judentum, Phantastik, Erleuchtung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den jüdischen und kabbalistischen Motiven im Roman "Der Golem" von Gustav Meyrink und setzt diese in Bezug zu den tatsächlichen religiösen Traditionen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Biographie Meyrinks, die theoretischen Hintergründe zur Kabbala und Golem-Tradition sowie die textimmanente Analyse der Symbolik im Roman.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Meyrinks Verwendung jüdischer Motive zu untersuchen und zu klären, ob er diese vor einem wissenschaftlich-religiösen Hintergrund verwendet oder primär aus einer esoterischen Perspektive adaptiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet einen textimmanenten Analyseansatz und stützt sich dabei auf biographische Dokumente sowie eine umfangreiche Fachliteratur zur Kabbala und zu Meyrinks Werk.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Entstehungsgeschichte des Golems, einer gattungsgeschichtlichen Einordnung des Romans sowie der eingehenden Analyse spezifischer Symbole wie Feuer, Krone, Thron, Henoch und Tarot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Schlagworte wie Gustav Meyrink, Golem, Kabbala, Jüdische Mystik, Okkultismus und Symbolanalyse.

Warum spielt die Figur des "Henoch" im Roman eine besondere Rolle?

Das Henoch-Motiv dient im Roman als Symbol für den Aufstieg in höhere Sphären und zeichnet Pernaths Erlösungsweg als visionäre Himmelfahrt vor.

Wie bewertet die Arbeit Meyrinks Umgang mit der Kabbala?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Meyrink eine sehr freie, oft pseudo-kabbalistische Interpretation wählt, die weniger der jüdischen Tradition entspricht als vielmehr seiner eigenen okkulten Ideologie.

Ende der Leseprobe aus 85 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kabbalistische und jüdische Motive in Gustav Meyrinks Roman "Der Golem"
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Philosophische Fakultät)
Note
1,0
Autor
Nicole Hecht (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
85
Katalognummer
V1590607
ISBN (PDF)
9783389134276
ISBN (Buch)
9783389134283
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kabbala Pager Kreis Gustav Meyrink Golem Phantastik Expressionismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Hecht (Autor:in), 2006, Kabbalistische und jüdische Motive in Gustav Meyrinks Roman "Der Golem", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1590607
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Leseprobe aus  85  Seiten
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