Einleitung – Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit
„Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen“, „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, „Männer zappen und Frauen wollen immer reden“. Die moderne Literatur versucht uns seit jeher die trivialsten Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erklären. Vor allem stellt sich aber allzu oft die Männerwelt die Frage: Wie tickt die Frau von heute eigentlich wirklich? Wenn sie „nein“ sagt, meint sie dann tatsächlich “ja“ oder doch „nein“? War die traditionelle Rolle der Frau noch in den 60er Jahren klar definiert durch eine Stereotype im Petticoat, Absatzschuhen und einem Püppchenhaften Aussehen, deren Hauptaufgabe darin bestand, sich hingebungsvoll um den Haushalt und die Kinder zu kümmern sowie ein perfektes Bild an der Seite Ihres geliebten Ehemannes abzugeben, so erhielt der Lebensstil der Frau dank feministischer Bestrebungen nach Gleichberechtigung und Emanzipation in den 70er und 80er Jahren einen revolutionären Charakter. Seit den 90ern entdeckten Frauen neue Lebensformen in Form des Single-Daseins und späterer Ehelichung. Mutter und Hausfrau zu sein ist den meisten Frauen heutzutage nicht mehr genug. Die Frau von heute ist Mutter, Ehefrau, Freundin und Managerin zugleich. Sie nehmen sich die Freiheit zwischen Arbeit, Freizeit und Konsum sowie zwischen Familie und Partner selbst zu entschieden. Der neue Frauentypus erfordert nicht nur das Umdenken beim anderen Geschlecht, sondern hat Gleichenfalls einen starken Einfluss auf die gesamte Wirtschaft und das Marketinggeschehen. 58,4 % der Frauen in Deutschland sind 2004 erwerbstätig gewesen. Dahinter verbirgt sich eine hoch motivierte Zielgruppe, die ohne Zweifel eine heimliche Wirtschaftsmacht darstellt, denn Frauen verfügen über ihr eigenes Vermögen und geben es auch gerne für schöne Dinge aus. Doch ist dieses Geschlecht auch stark genug, um eine attraktive Zielgruppe für das Marketing darzustellen und wenn ja, lassen sich alle Frauen als gleich interessante Zielgruppe betrachten? Mittels welcher Konzepte können die speziellen Wünsche der Frauen auf den verschiedenen Märkten erfüllt werden und wie können Unternehmen, die überwiegend von Männern geleitet werden, die Bedürfnisse und Wünsche der Frauen verstehen und sie als Kundinnen dauerhaft für sich zu gewinnen? Diese Fragen sollen im Laufe der Arbeit anhand von Beispielen aus der Marketingpraxis beantwortet und Potentiale für die Wirtschaft und Marketing herausgestellt werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung – Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit
2. Gender Based Marketing
2.1. Kauf- und Konsumentenverhalten bei Frauen
2.2. Frauentypologien
3. Frauen als Zielgruppe – Anforderungen an das Marketing
3.1. Produkt & Angebot
3.2. Werbung & Medien
3.3. Distribution & Vertrieb
4. Die weibliche Zielgruppe als Quelle wirtschaftlichen Erfolgs
4.1. Automobile
4.2. Beruf & Bildung
4.3. Finanzen & Altersvorsorge
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit untersucht die wachsende ökonomische Relevanz der weiblichen Zielgruppe und analysiert, wie Unternehmen ihre Marketingstrategien anpassen müssen, um Frauen als Kundinnen dauerhaft zu gewinnen und zu binden.
- Bedeutung des gesellschaftlichen Wandels für das Marketing
- Analyse des Kauf- und Konsumentenverhaltens von Frauen
- Ableitung geschlechtsspezifischer Anforderungen an Marketing-Mix-Instrumente
- Praxisbeispiele aus den Bereichen Automobil, Beruf/Bildung und Finanzen
- Diskussion über Potenziale und Versäumnisse bei der Zielgruppenansprache
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung – Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit
„Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen“, „Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken“, „Männer zappen und Frauen wollen immer reden“. Die moderne Literatur versucht uns seit jeher die trivialsten Unterschiede zwischen Mann und Frau zu erklären. Vor allem stellt sich aber allzu oft die Männerwelt die Frage: Wie tickt die Frau von heute eigentlich wirklich? Wenn sie „nein“ sagt, meint sie dann tatsächlich “ja“ oder doch „nein“? Die Frau ist seit jeher ein Rätsel.
War die traditionelle Rolle der Frau noch in den 60er Jahren klar definiert durch eine Stereotype im Petticoat, Absatzschuhen und einem Püppchenhaften Aussehen, deren Hauptaufgabe darin bestand, sich hingebungsvoll um den Haushalt und die Kinder zu kümmern sowie ein perfektes Bild an der Seite Ihres geliebten Ehemannes abzugeben, so erhielt der Lebensstil der Frau dank feministischer Bestrebungen nach Gleichberechtigung und Emanzipation in den 70er und 80er Jahren einen revolutionären Charakter.
Seit den 90ern entdeckten Frauen neue Lebensformen in Form des Single-Daseins und späterer Ehelichung. Mutter und Hausfrau zu sein ist den meisten Frauen heutzutage nicht mehr genug. Die Frau von heute ist Mutter, Ehefrau, Freundin und Managerin zugleich. Sie nehmen sich die Freiheit zwischen Arbeit, Freizeit und Konsum sowie zwischen Familie und Partner selbst zu entschieden. Der neue Frauentypus erfordert nicht nur das Umdenken beim anderen Geschlecht, sondern hat Gleichenfalls einen starken Einfluss auf die gesamte Wirtschaft und das Marketinggeschehen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung – Die Rolle der Frau im Wandel der Zeit: Erläutert den gesellschaftlichen Wandel der Frauenrollen von den 60er Jahren bis heute und stellt die Forschungsfragen bezüglich ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.
2. Gender Based Marketing: Definiert Gender Marketing als Form der Marktsegmentierung und beleuchtet das spezifische Konsumentenverhalten sowie diverse Frauentypologien.
3. Frauen als Zielgruppe – Anforderungen an das Marketing: Analysiert die notwendigen Anpassungen in den Bereichen Produktgestaltung, Werbung, Kommunikation sowie Distribution und Handel.
4. Die weibliche Zielgruppe als Quelle wirtschaftlichen Erfolgs: Präsentiert Best-Practice-Beispiele aus der Automobilbranche, dem Arbeitsmarkt und dem Finanzsektor, um Potenziale der Zielgruppe zu verdeutlichen.
5. Fazit: Fasst zusammen, dass Frauen eine hohe ökonomische Kraft besitzen, der Markt für frauenorientiertes Marketing jedoch bei vielen Unternehmen weiterhin unterentwickelt ist.
Schlüsselwörter
Gender Marketing, Zielgruppe Frauen, Konsumentenverhalten, Frauentypologien, Marketing-Mix, Kaufentscheidung, weibliche Wirtschaftsmacht, Kundenbindung, Automobilbranche, Finanzdienstleistungen, Work-Life-Balance, geschlechtsspezifisches Marketing, Markenbewusstsein, Handel, Internet-Kaufverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Anpassung von Marketingstrategien an die spezifischen Bedürfnisse und das Konsumverhalten von Frauen als kaufkräftige Zielgruppe.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen Gender Marketing, Konsumentenpsychologie, zielgruppengerechte Produktgestaltung und die Ansprache in verschiedenen Branchen wie Handel und Finanzen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen durch das Verständnis weiblicher Bedürfnisse und Lebensstile ihre Marketingansätze optimieren können, um neue Marktpotenziale zu erschließen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Literatur sowie eine Betrachtung von Praxisbeispielen aus verschiedenen Industriezweigen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Kaufverhalten, die Segmentierung durch Frauentypologien, die Anforderungen an den Marketing-Mix und zeigt anhand von Fallstudien (z.B. BMW, Commerzbank) erfolgreiche Konzepte auf.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselbegriffe sind Gender Marketing, Konsumentenverhalten, wirtschaftliche Autonomie der Frau, zielgruppenadäquate Ansprache und Markenloyalität.
Welche Rolle spielt das Internet im Kaufverhalten von Frauen?
Das Internet dient Frauen zunehmend als Quelle für Produktrecherchen und als Vertriebskanal, wobei soziale Netzwerke und Empfehlungen eine hohe Bedeutung für Kaufentscheidungen haben.
Warum fällt es vielen Unternehmen schwer, Frauen erfolgreich anzusprechen?
Viele Unternehmen halten an überholten Stereotypen fest oder wenden männlich geprägte Kommunikationsstrategien an, die die komplexen Bedürfnisse und Lebenswelten moderner Frauen nicht erreichen.
Wie unterscheidet sich die Ansprache in der Finanzbranche?
Frauen suchen in Finanzfragen verstärkt nach Lösungen, die zu ihrer individuellen Lebenslage passen, Sicherheit bieten und weniger auf reine Renditemaximierung ausgerichtet sind.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin über das aktuelle Marketing?
Trotz der hohen wirtschaftlichen Bedeutung der Frauen vernachlässigen viele Unternehmen eine spezifische Gender-Strategie, wodurch sie sich wichtige Marktchancen entgehen lassen.
- Quote paper
- Isabella Beyer (Author), 2009, Gender Marketing - Zielgruppe Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159107