Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Teología - Teología sistemática

Urknall und Schöpfung: Creatio ex Nihilo

Schöpfung aus dem Nichts

Título: Urknall und Schöpfung: Creatio ex Nihilo

Trabajo , 2008 , 18 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Barbara Bauer (Autor)

Teología - Teología sistemática
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Widersprechen sich Theologie und Naturwissenschaft? Schließen sie sich gegenseitig aus? Oder lassen sie sich miteinander vereinbaren?
In die vergangenen Jahrhunderte zurückblickend sehen wir eine schier unendliche Fülle von immer öfter aufkommenden Infragestellungen, Angriffen und Abwehrhaltungen, sowohl auf Seiten der Kirche als auch auf Seiten der Naturwissenschaft. Eines der nach wie vor aktuellen Themen der Diskussion zwischen Naturwissenschaften und Theologie ist die Entstehung der Welt. Vom Schöpfungsbericht des Alten Testaments hört man nur noch wenig, denn unserer aufgeklärten Gesellschaft wurde er nicht mehr zumutbar und somit ließen sich die ersten Kapitel des Buches Genesis recht rasch in den Hintergrund drängen. Hierfür ist größtenteils die immer mehr vorstoßende und erstarkende Naturwissenschaft verantwortlich. Scheinbar längst überholte Ansichten werden mehr und mehr mit modernen, konkurrierenden Wissenschaftstheorien konfrontiert und zu widerlegen versucht. Die Urknalltheorie, Raum- und Zeitkrümmung sowie auch die Evolutionstheorie vertragen sich ganz offensichtlich nicht mit der Schöpfung durch Gott. Doch wie denkt sich denn die Naturwissenschaft die Entstehung des Universums? Was bedeutet überhaupt Schöpfung und Schöpfung aus dem Nichts und wie hat sich die Lehre darüber entwickelt? Auf diese Fragen möchte ich in meiner Arbeit weiter eingehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) EINLEITUNG

2) NATURWISSENSCHAFTLICHE SICHTWEISE

2.1 Der „Urknall“

2.2 Geschichte des Universums

2.3 Unbeantwortete Fragen

3) DER BEGRIFF SCHÖPFUNG

3.1 Schöpfung aus dem Nichts

3.2 Schöpfung in der Bibel

4) DIE KIRCHLICHE LHRE VON DER CREATIO EX NIHILO

4.1 Anfänge der kirchlichen Lehre

4.2 Creatio ex nihilo bei Irenäus von Lyon

5) ZUR SCHÖPFUNGSTHEOLOGIE DES AUGUSTINUS

5.1 Schöpfer und Schöpfung

5.2 Creatio ex nihilo

5.3 Theorie einer Simultanschöpfung

5.4 Zeit und Ewigkeit

6) ZUR SCHÖPFUNG BEI THOMAS VON AQUIN

6.1 Schöpfung im Werk „Summa Theologica“

6.2 Konkretes zur Creatio ex nihilo

7) SCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen naturwissenschaftlichen Theorien zur Entstehung des Universums, insbesondere der Urknalltheorie, und dem theologischen Konzept der Schöpfung aus dem Nichts (Creatio ex nihilo). Ziel ist es, die Entwicklung der kirchlichen Lehre zu beleuchten und einen konstruktiven Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft zu fördern, ohne dabei die spezifischen Fragestellungen beider Disziplinen unzulässig miteinander zu vermischen.

  • Kosmologische Modelle und der „Urknall“
  • Biblische Grundlagen des Schöpfungsbegriffs
  • Die Lehre der Creatio ex nihilo bei Irenäus von Lyon
  • Augustinus’ Schöpfungstheologie, Zeit und Ewigkeit
  • Thomas von Aquin und die rationale Begründung der Schöpfung
  • Methodologische Abgrenzung zwischen Theologie und Naturwissenschaft

Auszug aus dem Buch

4.1. Anfänge der kirchlichen Lehre

Die Entwicklung einer kirchlichen Lehre von der Creatio ex nihilo begann mit der Auseinandersetzung mit dem Hellenismus ab der Mitte des zweiten Jahrtausends. Man versuchte, sich gegen die griechische Philosophie und die stärker werdende gnostische Bewegung zu verteidigen, die nun begannen, sich stärker mit der Kosmologie auseinanderzusetzten. Allem voran musste zunächst die Allmacht Gottes verteidigt werden, was es erforderlich machte, zu formulieren, dass „auch die Materie von Gott hervorgebracht sei“.

Tatian stellt in seinem Werk „Oratio ad Graecos“ seine Lehre über eine zweigeteilte Schöpfung dar. So wurde aus Gott zunächst der Logos hervorgebracht, der dann wiederum die Materie zum Kosmos ordnete. Jedoch betont er, dass die Materie nicht wie Gott ursprungslos und ungeschaffen ist, sondern erst von Gott hervorgebracht wurde. Hier ist herauszustellen, dass Tatian die Materie als von Gott aus dem Nichts erschaffen betrachtet und nicht als eine Voraussetzung. Somit wird eine Präexistenz von Tatian verworfen, da die Materie sonst wie Gott als ungeworden betrachtet werden müsste und ihm somit ebenbürtig wäre. Er verteidigt hier besonders den Monotheismus und sagt, dass es nichts gibt, was Gott gleichzustellen wäre. Gott besitzt volle Souveränität und allein er ist der Hervorbringende.

Zusammenfassung der Kapitel

1) EINLEITUNG: Die Einleitung thematisiert das Spannungsfeld zwischen Theologie und Naturwissenschaft bezüglich der Entstehung der Welt und stellt die Forschungsfrage zur Entwicklung der Lehre der Schöpfung aus dem Nichts.

2) NATURWISSENSCHAFTLICHE SICHTWEISE: Dieses Kapitel erläutert das kosmologische Standardmodell, den Urknall sowie offene Fragen wie die dunkle Materie und das anthropische Prinzip.

3) DER BEGRIFF SCHÖPFUNG: Hier wird der Begriff Schöpfung definiert und die biblische Grundlage der Schöpfungserzählungen sowie die Verweise auf die Creatio ex nihilo analysiert.

4) DIE KIRCHLICHE LHRE VON DER CREATIO EX NIHILO: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung der kirchlichen Lehre in Abgrenzung zur griechischen Philosophie und Gnosis sowie die spezifische Positionierung durch Irenäus von Lyon.

5) ZUR SCHÖPFUNGSTHEOLOGIE DES AUGUSTINUS: Augustinus' Schöpfungslehre wird hinsichtlich der Exklusivität Gottes, der Rolle der Zeit und der Theorie einer Simultanschöpfung detailliert dargestellt.

6) ZUR SCHÖPFUNG BEI THOMAS VON AQUIN: Hier liegt der Schwerpunkt auf der Summa Theologica, der Unterscheidung von causa prima und causae secundae sowie der rationalen Begründung der Creatio ex nihilo.

7) SCHLUSS: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und warnt vor einer unzulässigen Vermischung von Theologie und Naturwissenschaft.

Schlüsselwörter

Urknall, Schöpfung, Creatio ex nihilo, Theologie, Naturwissenschaft, Augustinus, Thomas von Aquin, Irenäus von Lyon, Kosmologie, Materie, Monotheismus, göttlicher Wille, Zeit, Ewigkeit, Teleologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft anhand der Frage nach dem Anfang der Welt und dem spezifischen christlichen Schöpfungskonzept.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die kosmologische Urknalltheorie, die biblische Schöpfungslehre sowie die historische Entwicklung der Lehre der Creatio ex nihilo bei bedeutenden Kirchenlehrern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Lehre von der Schöpfung aus dem Nichts aufzuzeigen und dabei die methodischen Unterschiede zwischen naturwissenschaftlicher Forschung und theologischer Reflexion herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Analyse theologischer Quellentexte (u.a. Augustinus, Thomas von Aquin) und deren Bezugnahme zu aktuellen wissenschaftlichen Theorien der Kosmologie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung des physikalischen Urknallmodells, eine biblische Herleitung des Schöpfungsbegriffs und eine detaillierte historische Analyse der Schöpfungstheologie durch Irenäus, Augustinus und Thomas von Aquin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Creatio ex nihilo, Urknall, Schöpfungstheologie, Kausalität und das Spannungsfeld zwischen Glaube und Vernunft charakterisiert.

Wie unterscheidet sich Augustinus' Ansatz von dem des Thomas von Aquin?

Während Augustinus stark auf die christologische Deutung und das Verständnis von Zeit und Ewigkeit fokussiert, nutzt Thomas von Aquin eine rationalere, philosophisch geprägte Beweisführung, um die Kausalität der Schöpfung durch den göttlichen Willen zu begründen.

Warum lehnen die Kirchenväter die griechische Vorstellung einer ewigen Materie ab?

Sie lehnen diese ab, um die absolute Allmacht und Souveränität Gottes zu wahren; wäre Materie ewig, wäre sie Gott ebenbürtig, was den christlichen Monotheismus untergraben würde.

Welche Rolle spielt die Zeit in der augustinischen Schöpfungstheologie?

Für Augustinus ist Zeit kein absoluter Rahmen, sondern sie entsteht erst mit der Schöpfung selbst als eine Art Ausdehnung des Geistes, womit die Frage nach einem "Davor" hinfällig wird.

Wie warnt die Arbeit vor einer Vermischung von Theologie und Naturwissenschaft?

Die Arbeit warnt davor, Gott als "Lückenbüßer" für naturwissenschaftlich noch nicht erklärbare Phänomene zu instrumentalisieren, da dies Gott bei fortschreitender Erkenntnis immer weiter zurückdrängen würde.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Urknall und Schöpfung: Creatio ex Nihilo
Subtítulo
Schöpfung aus dem Nichts
Universidad
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Curso
Grenzfragen zwischen Theologie und Naturwissenschaft
Calificación
1
Autor
Barbara Bauer (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
18
No. de catálogo
V159185
ISBN (Ebook)
9783640716548
ISBN (Libro)
9783640716678
Idioma
Alemán
Etiqueta
Creatio ex nihilo SChöpfung aus dem Nichts Urknall Universum Irenäus von Lyon Simultanschöpfung Augustinus Thomas von Aquin Summa Theologica
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Barbara Bauer (Autor), 2008, Urknall und Schöpfung: Creatio ex Nihilo, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159185
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint