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Das Konzept der Montessori-Pädagogik im Vergleich mit der Waldorf-Pädagogik

Title: Das Konzept der Montessori-Pädagogik im Vergleich mit der Waldorf-Pädagogik

Term Paper , 2022 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit werden zwei pädagogische Konzepte, in diesem Fall die Montessori-Pädagogik und die Waldorf-Pädagogik, miteinander verglichen, hinsichtlich dem Bild vom Kind, den abgeleiteten Zielen und daraus resultierenden Strategien sowie den didaktischen Materialien, die hierfür vorgeschlagen werden. Hierbei wird nicht gesondert auf die Rolle der Erziehungsperson
eingegangen, sondern dies wird unter den Punkten Strategien und didaktischen Materialien mitdiskutiert. Hieraus ergibt sich die Frage in welchen zentralen Merkmalen sich die beiden Konzepte voneinander unterscheiden und welche Gemeinsamkeiten sie aufzeigen im Hinblick auf die Belange unserer Kinder, auch in der heutigen Zeit, und den daraus resultierenden Umgang mit
ihnen in der Praxis. Dies gilt es im Folgenden zu erörtern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Einleitung
  • 2 Montessori-Pädagogik von Maria Montessori
    • 2.1 Montessoris Lebensdaten
    • 2.2 Einordnung in den historischen Kontext
    • 2.3 Montessoris pädagogisches Konzept
  • 3 Waldorf-Pädagogik von Rudolf Steiner
  • 4 Vergleich der Montessori-Pädagogik mit der Waldorf-Pädagogik
    • 4.1 Verständnis vom Kind
    • 4.2 Pädagogische Ziele und Strategien
    • 4.3 Didaktische Materialien
  • 5 Fazit
  • Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit vergleicht die Montessori-Pädagogik und die Waldorf-Pädagogik hinsichtlich ihres Bildes vom Kind, der abgeleiteten Ziele, resultierenden Strategien und didaktischen Materialien. Die zentrale Forschungsfrage ist, welche Merkmale die beiden Konzepte unterscheiden und welche Gemeinsamkeiten sie bezüglich der Bedürfnisse von Kindern in der heutigen Zeit aufweisen und wie dies in der Praxis umgesetzt wird.

  • Das Verständnis vom Kind in beiden pädagogischen Ansätzen.
  • Pädagogische Ziele und Strategien der Montessori- und Waldorf-Pädagogik.
  • Einsatz und Bedeutung didaktischer Materialien in beiden Konzepten.
  • Historischer Kontext und Aktualität der Reformpädagogiken.
  • Gegenüberstellung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten der Konzepte.
  • Die Relevanz der pädagogischen Ansätze für die heutige frühkindliche Bildung.

Auszug aus dem Buch

Verständnis vom Kind

Wie definiert sich nun das Bild des Kindes laut den beiden Pädagogen Montessori und Steiner und in welchen Bereichen sind sie miteinander zu vergleichen und worin unterscheiden sie sich? Diese Frage gilt es im Folgenden grob zu erörtern.

Montessori fordert, wie auch Ellen Key, eine neue Sichtweise auf das Kind und appelliert an die Gesellschaft beziehungsweise an all diejenigen, die mit Kindern zu tun haben, sich als „Diener der Schöpfung“ zu sehen (Monetssori 1992 zitiert nach Kuhlmann, 2013, S. 104). Kinder stoßen täglich auf Herausforderungen mit Erwachsenen, was jene in ihren Augen zu wenig bemerken (Kuhlmann, 2013, S. 104).

Das Kind ist laut Montessori eine eigene Persönlichkeit, das über eine „schöpferische Eigenaktivität" (Ludwig, 2018, S. 182) verfügt und nicht wie ein Tier seinen Instinkten folgt. Es kann sich frei entscheiden für oder gegen eine Handlung. In der täglichen Konfrontation mit seiner Umwelt entfaltet ein Kind sein eigenes Ich, wobei der Geist im Einklang mit dem Körper steht. Ludwig betont hierbei, dass der Drang nach Bewegung und die Erfahrung der eigenen Sinne eine große Rolle für die Selbstentfaltung spielen (Ludwig, 2018, S. 182).

Darüber hinaus hebt Montessori immer wieder hervor, dass sie davon ausgeht, dass Kinder sich nach einem inneren Bauplan (Kuhlmann, 2013, S. 105) entwickeln, der in sensiblen Perioden des Kindes verwirklicht wird (Montessori zitiert nach Ludwig, 2018, S. 182). So ist Maria Montessori auch der Überzeugung, dass Kinder nicht nach den Richtlinien der Erwachsenen bewertet, sondern in ihrer Besonderheit wahrgenommen werden sollen (Klein-Landeck, Pütz, 2019, S. 19).

Rudolf Steiner, als Begründer der Waldorfpädagogik kreierte ein ganz eigenes und neues Bild vom Menschen, welches er in seiner Anthroposophie interpretierte. Er sieht des Menschen als geistiges Wesen, das sich auf seinem eigenen Bildungsweg befindet und lernen muss, sich wieder von seinem materiellen Dasein zu lösen, bis das der Tod das Wesen reinkarniert (Kuhlmann, 2013, S. 116).

Im Wesentlichen geht es in der Waldorfpädagogik um die Menschenkunde und das Verständnis dafür, wie einzigartig jeder Einzelne ist. Damit verbunden ist der Blick für die Entwicklungsprozesse, die ein Kind durchlebt und sich somit auch fortan verändert. Dabei betont Steiner eine Art Regelmäßigkeit dieser Veränderungsprozesse, auf die besonderes Augenmerk gelegt werden sollen, da sie die Erziehungsperson für die Entwicklung der Kinder sensibilisieren (Loebell, 2018, S. 256).

Steiner sieht die Erziehungsperson als das Umfeld des Kindes, welches sich selbst erzieht. Somit ist das Kind ein lernendes Individuum, das seine Umwelt wahrnimmt und bewusst reflektieren kann (Loebell, 2018, S. 246). Hierbei spielen die ersten Lebensjahre eines Kindes bis zum Zahnwechsel eine bedeutende Rolle, währenddessen es in einer liebevollen Umgebung aufwachsen soll, um sich optimal zu entfalten (Kuhlmann, 2013, S. 117).

Vergleicht man nun das Bild des Kindes der beiden Pädagogiken miteinander, so ist festzustellen, dass beide ganz eigene Ansichten und Wahrnehmungen der Kinder haben, die sich in bestimmten Punkten aber ähnlich sind. Montessori sieht die Herausforderungen, die ein jedes Kind täglich mit Erwachsenen zu bewerkstelligen hat und nennt die Erziehungspersonen „Diener der Schöpfung“. Steiner hingegen sieht den Erwachsenen als Umfeld eines Kindes. Ein Kind das sich selbst erzieht. Beide gehen davon aus, dass Kinder in regelmäßigen Abständen Phasen durchleben, in denen sie sich verändern und die eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Montessori nennt sie sensible Phasen, in denen ein Kind seinen inneren Bauplan entfaltet und Steiner nennt sie rhythmische Veränderungsprozesse, in denen sich ein Kind selbst entfaltet und seinen Bildungsweg weiter bestreitet. Aber auch Montessori betont die Entfaltung des Ichs im Umgang mit der Umwelt.

In einem weiteren Punkt sind sich beide Pädagogen einig die ersten Lebensjahre der Kinder spielen erzieherisch eine immens wichtige Rolle. In diesen sollen die Kinder möglichst in einer liebevollen Umgebung aufwachsen, in denen ihnen Zeit für die freie Entfaltung zugestanden wird.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Arbeit ein und skizziert die Aktualität sowie die Forschungsfrage der vergleichenden Analyse von Montessori- und Waldorf-Pädagogik.

Kapitel 2 Montessori-Pädagogik von Maria Montessori: Hier werden Maria Montessoris Lebenslauf, ihre Einordnung in den historischen Kontext der Reformpädagogik und die Grundzüge ihres pädagogischen Konzepts detailliert beleuchtet.

Kapitel 3 Waldorf-Pädagogik von Rudolf Steiner: Das Kapitel widmet sich der Erörterung des pädagogischen Konzepts von Rudolf Steiner, seiner Begründung und Verbreitung sowie den anthroposophischen Grundlagen.

Kapitel 4 Vergleich der Montessori-Pädagogik mit der Waldorf-Pädagogik: In diesem Hauptteil erfolgt der detaillierte Vergleich beider Konzepte, wobei auf das Verständnis vom Kind, die pädagogischen Ziele und Strategien sowie die didaktischen Materialien eingegangen wird.

Kapitel 5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse des Vergleichs zusammen, beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede und schließt die Arbeit ab.

Schlüsselwörter

Montessori-Pädagogik, Waldorf-Pädagogik, Reformpädagogik, Maria Montessori, Rudolf Steiner, Bild vom Kind, Didaktische Materialien, Pädagogische Ziele, Selbstständigkeit, Kindliche Entwicklung, Vorbereitete Umgebung, Nachahmungslernen, Historischer Kontext, Interkulturelle Kompetenzen, Frühpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden Überblick über die pädagogischen Konzepte der Montessori-Pädagogik und der Waldorf-Pädagogik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen das jeweilige Bild vom Kind, die pädagogischen Ziele und Strategien sowie die didaktischen Materialien beider Reformpädagogiken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die zentralen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Montessori- und Waldorf-Pädagogik im Hinblick auf die kindliche Entwicklung und den Umgang in der Praxis zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Analyse der beiden pädagogischen Konzepte, basierend auf der Auswertung relevanter Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil der Arbeit behandelt den detaillierten Vergleich der Montessori- und Waldorf-Pädagogik hinsichtlich ihres Verständnisses vom Kind, ihrer pädagogischen Ziele und Strategien sowie ihrer didaktischen Materialien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Montessori-Pädagogik, Waldorf-Pädagogik, Reformpädagogik, Bild vom Kind, didaktische Materialien und kindliche Entwicklung.

Welche Rolle spielt die „vorbereitete Umgebung“ in der Montessori-Pädagogik?

Die vorbereitete Umgebung ist ein Grundprinzip in Montessoris Pädagogik; sie soll das Umfeld der Kinder nach deren Bedürfnissen gestalten und Materialien zur Verfügung stellen, die ein selbstständiges, konzentriertes Lernen ermöglichen.

Was ist die „Menschenkunde“ im Kontext der Waldorfpädagogik?

Die Menschenkunde ist der Ausgangspunkt für Steiners Waldorfpädagogik, wobei der Mensch in vier Wesensglieder unterteilt wird, deren individuelle Entwicklungs-schwerpunkte bestimmten Altersabschnitten zugeordnet werden.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Erwachsenen in beiden Pädagogiken?

In der Montessori-Pädagogik nimmt der Erwachsene eine assistierende Rolle ein ("Diener der Schöpfung"), während in der Waldorfpädagogik der Erwachsene als "Umfeld des Kindes" agiert und durch Vormachen zur Nachahmung anregen soll.

Warum sind die Konzepte von Montessori und Steiner auch heute noch relevant?

Die Konzepte sind weiterhin praxisrelevant, da sie aktuelle Herausforderungen wie Inklusion und interkulturelle Kompetenzen berücksichtigen und Kinder zu selbstständigen, selbsttätigen und kreativen Wesen erziehen sollen.

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Details

Title
Das Konzept der Montessori-Pädagogik im Vergleich mit der Waldorf-Pädagogik
Course
Konzepte und Arbeitsfelder der Pädagogik
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
14
Catalog Number
V1592020
ISBN (PDF)
9783389167199
ISBN (Book)
9783389167205
Language
German
Tags
Montessori Pädagogik Waldorf Vergleich Kindheitspädagogik Konzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Das Konzept der Montessori-Pädagogik im Vergleich mit der Waldorf-Pädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1592020
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