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Das Persönliche Budget

Chancen und Grenzen eines Persönlichen Budgets im gesetzlichen Rahmen des SGB IX

Título: Das Persönliche Budget

Trabajo Escrito , 2009 , 32 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Franziska Schumm (Autor)

Pedagogía - Sociología pedagógica
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[...]
Die nachfolgende Arbeit setzt sich demnach mit der Frage auseinander, ob die sozialpolitische Innovation des Persönlichen Budgets den aufgeführten Erwartungen gerecht werden kann. Der Fokus soll hierbei auf dem bereits mehrfach erwähnten Selbstbestimmungsparadigma liegen. Dabei wird vor allem zu klären sein, inwieweit durch den Bezug eines Persönlichen Budgets Wahlmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung bei der Leistungserbringung tatsächlich erweitert und ob dadurch eine Stärkung selbstbestimmter Lebensformen sowie die Erhöhung der Teilhabe erzielt werden kann.
Da sowohl der Forderung nach mehr Selbstbestimmung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung als auch der damit verbundenen Einführung des Persönlichen Budgets ein sozialpolitischer Paradigmenwechsel vorausging, soll dieser zunächst erläutert und in seinen Konsequenzen für die Rechtslage von Menschen mit Behinderung dargestellt werden. Im Anschluss daran wird der Fokus wieder auf das Persönliche Budget gerichtet. Nach einer Klärung der Begrifflichkeiten sowie den mit einem Persönlichen Budget zusammenhängenden sozialpolitischen Absichten wird die rechtliche Verankerung dieses Instrumentariums im deutschen Sozialrecht vorgenommen. Grundlage hierfür sind die §§ 10, 14 und 17 SGB IX, welche differenziert dargestellt werden. Der Intention der Arbeit folgend wird anhand von Fallbeispielen aus den Modellprojekten eine Analyse der Lebenssituation und Budgetnutzung durchgeführt. Darüber hinaus sollen Ergebnisse zur allgemeinen Zufriedenheit der Budgetnutzer mit dem Persönlichen Budget zusammengetragen werden. Dadurch wird eine Annäherung an die Umsetzungspraxis Persönlicher Budgets angestrebt, um nachfolgend eine kritische Reflexion zu ermöglichen. Diese soll unter Punkt sechs erfolgen. Um der Fragestellung gerecht zu werden, sollen hier die noch vorherrschenden Diskrepanzen zwischen Theorie und Praxis eingehend diskutiert werden. Die Arbeit schließt letztendlich mit einem Fazit sowie möglichem Ausblick zur zukünftigen Entwicklung Persönlicher Budgets im deutschen Sozialrecht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sozialpolitischer Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe

2.1 Zielvorstellungen

2.2 Rechtliche Konsequenzen des Paradigmenwechsels

3. Das Persönliche Budget als sozialrechtliche Innovation im Rahmen des Paradigmenwechsels

3.1 Begrifflichkeiten

3.1.1 Das Persönliche Budget als Alternative zum Sachleistungsrecht

3.1.2 Trägerübergreifendes Persönliches Budget

3.2 Sozialpolitische Absichten eines Persönlichen Budgets

4. Rechtliche Grundlagen des Persönlichen Budgets

4.1 Das Persönliche Budget im deutschen Sozialrecht

4.1.1 Persönliche Budgets nach §17 SGB IX

4.1.2 Komplexleistungen nach §§ 10 und 14 SGB IX („Koordinierung der Leistungen“)

4.2 Verfahren der Bedarfserhebung, Budgetbemessung und Kontrolle

5. Erfahrungen aus den Modellprojekten zum Persönlichen Budget und der Lebenssituation der Budgetnehmer

5.1 Lebenssituation und Budgetnutzung

5.2 Fallbeispiele zur Wirkung Persönlicher Budgets in der Lebenswelt der Budgetnehmer

5.1.1 „Leben wie bisher“: Hannes Waldenfels – Das Persönliche Budget zur Verhinderung einer stationären Betreuung

5.1.2 „Leben nach dem Heim“: Giovanni Lavorano – Das Persönliche Budget zur Sicherstellung der gewünschten Betreuungsform

5.3 Zusammenfassung zur allgemeinen Zufriedenheit der Budgetnutzer

6. Von der Theorie zur Praxis – Umsetzungsschwierigkeiten und Grenzen Persönlicher Budgets

7. Fazit

8. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit das Persönliche Budget als sozialpolitische Innovation geeignet ist, das Selbstbestimmungsparadigma in der Behindertenhilfe zu stärken und die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung durch erweiterte Wahlfreiheiten bei der Leistungserbringung tatsächlich zu erhöhen.

  • Analyse des sozialpolitischen Paradigmenwechsels in der Behindertenhilfe.
  • Darstellung der rechtlichen Verankerung des Persönlichen Budgets im SGB IX.
  • Untersuchung der tatsächlichen Budgetnutzung anhand von Fallbeispielen.
  • Kritische Reflexion der Diskrepanzen zwischen theoretischem Anspruch und Umsetzungspraxis.
  • Diskussion von Grenzen und Umsetzungsschwierigkeiten bei trägerübergreifenden Budgets.

Auszug aus dem Buch

Bedeutung des Persönlichen Budgets für Hannes Waldenfels

Hannes Waldenfels zieht aus dem Persönlichen Budget in erster Linie neuen Lebensmut. Es hilft ihm dabei, den Zeitraum bis zum endgültigen Verstummen der Stimmen zu überbrücken. Darüber hinaus schöpft er Hoffnung, eines Tages wieder ein normales Leben führen zu können: „[…] ich muss warten, bis die Stimmen halt sterben und da die früher sterben, aufgrund ihrer negativen Einstellung, dann hab ich dann später ein gutes Leben.“

Die Verwendung des Budgets steht dabei in unmittelbarem Zusammenhang mit seiner Krankheit und weist seinem Selbstverständnis entsprechend einen quasi – therapeutischen Effekt auf. So konnte er diverse Tätigkeiten finden, welche ihn im Kampf gegen die Stimmen unterstützen („Ein Karatekurs ist doch genau das richtige gegen finstere Stimmen – es ist ein Kampf, also was mach ich? Ich mach Kampfsport!“), ihm eine Aufgabe geben und seinen Tagesablauf strukturieren helfen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Mitgliedschaft in einem Karateverein sowie die wöchentlichen Gitarrenstunden bei einem Musiklehrer. Die täglichen Übungen geben ihm eine Aufgabe, der er sich verschreiben kann. Dadurch kann Hannes die Stimmen zumindest eine Zeit lang vergessen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik und Fragestellung der Arbeit unter Einbeziehung eines konkreten Zitates eines Budgetnehmers.

2. Sozialpolitischer Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe: Erläuterung der Richtungsänderung in der Behindertenhilfe hin zu mehr Normalisierung und Deinstitutionalisierung.

3. Das Persönliche Budget als sozialrechtliche Innovation im Rahmen des Paradigmenwechsels: Definition des Persönlichen Budgets als Steuerungsinstrument und Abgrenzung zum herkömmlichen Sachleistungsrecht.

4. Rechtliche Grundlagen des Persönlichen Budgets: Darstellung der gesetzlichen Verankerung in den §§ 10, 14 und 17 SGB IX sowie der Verfahren zur Bedarfsbemessung und Kontrolle.

5. Erfahrungen aus den Modellprojekten zum Persönlichen Budget und der Lebenssituation der Budgetnehmer: Analyse der praktischen Anwendung des Instruments durch Fallbeispiele und Untersuchung der Nutzerzufriedenheit.

6. Von der Theorie zur Praxis – Umsetzungsschwierigkeiten und Grenzen Persönlicher Budgets: Kritische Diskussion der Hindernisse bei der Implementierung, insbesondere durch die Strukturen des gegliederten Sozialsystems.

7. Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Persönlichen Budgets als Teilhabeinstrument.

8. Literaturangaben: Auflistung der verwendeten Quellen und Abschlussberichte.

Schlüsselwörter

Persönliches Budget, SGB IX, Behindertenhilfe, Selbstbestimmung, Teilhabe, Normalisierung, Deinstitutionalisierung, Leistungsträger, Sachleistungsrecht, Modellprojekte, Budgetbemessung, Lebenssituation, Sozialrecht, Empowerment, Bedarfserhebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Persönlichen Budget für Menschen mit Behinderung, insbesondere mit dessen Rolle bei der Umsetzung des sozialpolitischen Wandels hin zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe im Rahmen des SGB IX.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen den Paradigmenwechsel in der Behindertenhilfe, die rechtlichen Grundlagen von Budgets, die praktischen Erfahrungen der Nutzer sowie die Diskrepanz zwischen Theorie und Umsetzungsrealität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die kritische Prüfung, ob das Persönliche Budget die in es gesetzten Erwartungen an Selbstbestimmung und flexiblere Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung erfüllen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung der Gesetzeslage und einer Analyse von Ergebnissen wissenschaftlicher Begleitforschung sowie der Auswertung von Modellprojektberichten und Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die rechtliche Verankerung des Budgets, die Differenzierung zwischen verschiedenen Nutzertypen, detaillierte Fallbeispiele (Hannes Waldenfels, Giovanni Lavorano) sowie die Analyse von Umsetzungsschwierigkeiten im gegliederten System ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Persönliches Budget, Selbstbestimmung, SGB IX, Teilhabe und das Spannungsfeld zwischen Sachleistungsrecht und individuellen Bedarfsdeckungen.

Inwieweit unterscheiden sich die Fallbeispiele von Hannes Waldenfels und Giovanni Lavorano?

Während Hannes Waldenfels das Budget als aktives Instrument für therapeutische und soziale Teilhabe zur Bewältigung seiner Krankheit nutzt, dient es bei Giovanni Lavorano primär dazu, einen bürokratischen Zwang zu umgehen und eine vertraute Betreuungssituation aufrechtzuerhalten.

Warum wird die Bindung an das Sachleistungsrecht als problematisch angesehen?

Die Bindung verhindert oft die volle Entfaltung von Handlungsspielräumen, da die Leistung weiterhin in das alte System des Sachleistungsrechts eingebettet bleibt, was zu bürokratischen Hürden und strenger Zweckbindung führt.

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Detalles

Título
Das Persönliche Budget
Subtítulo
Chancen und Grenzen eines Persönlichen Budgets im gesetzlichen Rahmen des SGB IX
Universidad
University of Education Ludwigsburg
Calificación
1,0
Autor
Franziska Schumm (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
32
No. de catálogo
V159217
ISBN (Ebook)
9783640726103
ISBN (Libro)
9783640726356
Idioma
Alemán
Etiqueta
Persönliche Budget Chancen Grenzen Persönlichen Budgets Rahmen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Franziska Schumm (Autor), 2009, Das Persönliche Budget, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159217
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