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Steuerungselemente von Ausfallrisiken

Title: Steuerungselemente von Ausfallrisiken

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Saskia Uhlmann (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Seit Beginn der neunziger Jahre unterliegt das Kreditgeschäft, als ein Kerngeschäft der Banken, massiven Strukturänderungen. Davon betroffen ist insbesondere das Firmenkundengeschäft.

Schlechte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und damit verbundene Bonitätsverschlechterungen der Kreditkunden führten zu einer strukturellen Verschlechterung der Kreditportfolios. Hinzu kommt eine wachsender Wettbewerbsdruck sowie die Tatsache, dass Kredite zunehmend als Commodities angesehen werden. Es entwickelte sich so ein mit massivem Preisdruck verbundener Konkurrenzkampf um qualitativ hochwertiges Kreditgeschäft mit geringen Risiken. Seitens der Aktionäre der Banken entstand im Zeichen des Shareholder Value ein weiterer Druck. Um im Kampf um wichtiges Eigenkapital mithalten zu können, müssen entsprechende Renditen von den Banken erwirtschaftet werden. Dem steht jedoch die Tendenz sinkender Zinsenmargen bei gleichzeitig steigenden Risikokosten entgegen. Vor diesem Hintergrund haben Kreditrisikomanagement und Risikocontrolling in ihrer Bedeutung stark zugenommen. Die bewusste und aktive Steuerung von Ausfallrisiken sowie eine rentable Kreditvergabe sind überlebenswichtig für das Bankgewerbe geworden. Dieses Buch stellt die wichtigsten Steuerungsinstrumente eines Kreditrisikocontrollingsystems in Bezug auf Ausfallrisiken dar. Dabei soll insbesondere die Verbindung von einzelgeschäftsbezogener und gesamtbankbezogener Steuerung hervorgehoben werden. Da das Firmenkundengeschäft von den oben erläuterten Entwicklungen besonders stark betroffen ist, liegt der Fokus dieses Buches auf diesem Geschäftsbereich. Soweit dies darstellbar ist, werden die theoretischen Ausführungen zu den einzelnen Steuerungselementen mit einem Praxisfalls ergänzt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung

2.1. Grundvarianten des Ausfallrisikos

2.2. Notwendigkeit und Bedeutung der Risikosteuerung

2.3. Risikopolitische Steuerungsansätze

2.4. Einführung des Beispielfalles

3. Einzelgeschäftsbezogene Steuerungselemente

3.1. Kreditwürdigkeitsprüfung

3.2. Bildung von Risikoklassen durch Einbezug von Sicherheiten

3.3. Kalkulation des Kreditzinses unter Einbeziehung Risikoprämien

3.4. Limitsysteme und cut off rats

4. Gesamtgeschäftbezogene Steuerungselemente

4.1. Diversifikation

4.2. Risikolimitierung durch Diversifikation

4.3. Risikiadjustierte Performancemaße

4.4. aktive Risikosteuerung

5. Fazit & Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung und Darstellung der wichtigsten Steuerungsinstrumente für ein Kreditrisikocontrollingsystem, wobei der Fokus auf dem Firmenkundengeschäft liegt. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie einzelgeschäftsbezogene und gesamtbankbezogene Steuerungsansätze effektiv miteinander verbunden werden können, um Ausfallrisiken aktiv zu minimieren und eine rentable Kreditvergabe sicherzustellen.

  • Grundlagen des Ausfallrisikos und dessen Unterteilung in Adress- und gesamtgeschäftsbezogene Risiken.
  • Methoden der Kreditwürdigkeitsprüfung sowie die Bildung von Risikoklassen unter Berücksichtigung von Sicherheiten.
  • Konditionenkalkulation durch Risikoprämien und die Anwendung von Limitsystemen als Frühwarnindikatoren.
  • Bedeutung der Portfoliodiversifikation und des Value at Risk zur Quantifizierung unerwarteter Verluste.
  • Einsatz von risikoadjustierten Performancemaßen und Instrumenten der aktiven Risikosteuerung wie Kreditderivaten.

Auszug aus dem Buch

3.1. Kreditwürdigkeitsprüfung

Bei der Kreditwürdigkeitsprüfung wird die Wahrscheinlichkeit der künftigen Zahlungen des Kreditnehmers geschätzt. Aufgabe der Kreditwürdigkeitsprüfung ist es, durch Beschaffung, Verarbeitung und Bewertung relevanter Informationen über den Kreditantragsteller, dessen Kreditfähigkeit, also rechtliche und persönliche Verhältnisse, sowie dessen Kreditwürdigkeit, also die wirtschaftliche Lage, festzustellen. Vornehmlich werden zur Einschätzung der Kreditwürdigkeit hausinterne Ratingmodelle verwendet, die oftmals durch das Verfahren der Diskriminanzanalyse ergänzt werden. Ratingmodelle sind Punktbewertungs-verfahren, bei denen zunächst für einzelne Teilentscheidungen Kriterien definiert werden. Anschließend werden den Kriterien Punktwerte zugeordnet. Diese werden dann, je nach Bedeutung der Kriterien, in unterschiedlicher Gewichtung addiert. Der Gesamtwert bildet dann eine Entscheidungsgrundlage. Mittels Diskriminanzanalyse sollen durch aussagekräftige Bilanzkennziffern bonitätsmäßig gute Unternehmen von schlechten Unternehmen unterschieden werden. Ziel dieses Prüfungsverfahrens ist es, Bonitätsklassen im Sinne eines Gefährdungsgrades des Kreditnehmers zu bilden und somit gleichzeitig Risikograde des Kreditnehmers charakterisieren zu können.

In dem vorgestellten Praxisfall wird der Kreditsachbearbeiter zunächst eine Strukturbilanz erstellen. Dabei wird er die Daten der Originalbilanz so Umgliedern und Umgruppieren, dass er anschließend sämtliche Bilanzzahlen in ein bankeinheitliches Erfassungsschema eingeben kann. Das Erfassungsschema ist als Anlage 2 beigefügt.

Im nächsten Schritt werden Kennzahlen berechnet. Die Kennzahlenberechnung wird dabei maschinell vorgenommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die strukturellen Veränderungen im Kreditgeschäft und die wachsende Bedeutung eines effizienten Kreditrisikocontrollings unter dem Shareholder-Value-Ansatz.

2. Problemstellung: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Ausfallrisiken und erörtert die Notwendigkeit einer dualen Risikosteuerung durch die Verbindung von Einzelgeschäfts- und Gesamtbanksteuerung anhand eines Praxisfalles.

3. Einzelgeschäftsbezogene Steuerungselemente: Hier werden Instrumente wie die Kreditwürdigkeitsprüfung, die Risikoklassenbildung durch Besicherung, die risikoorientierte Zinskalkulation und der Einsatz von Limitsystemen detailliert beschrieben.

4. Gesamtgeschäftbezogene Steuerungselemente: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der Diversifikation, die Nutzung des Value at Risk zur Risikokapitalallokation sowie den Einsatz risikoadjustierter Performancemaße und aktiver Risikosteuerungsinstrumente.

5. Fazit & Ausblick: Das Fazit unterstreicht das notwendige Zusammenspiel der Steuerungselemente in einem integrierten Controllingprozess und prognostiziert eine stärkere betriebswirtschaftliche Messung von Ertrag und Risiko im Bankgewerbe.

Schlüsselwörter

Kreditgeschäft, Ausfallrisiko, Risikocontrolling, Firmenkundengeschäft, Bonitätsprüfung, Diskriminanzanalyse, Sicherheiten, Risikoklassen, Risikoprämien, Limitsysteme, Diversifikation, Value at Risk, RAROC, Kreditderivate, Portfoliomanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktiven Steuerung von Ausfallrisiken im Kreditgeschäft von Banken, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Firmenkundengeschäft liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung zwischen einzelgeschäftsbezogenen und gesamtgeschäftsbezogenen Steuerungselementen, die Bonitätsbeurteilung und die risikoadäquate Bepreisung von Krediten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die wichtigsten Instrumente eines Kreditrisikocontrollingsystems aufzuzeigen und zu erläutern, wie diese zu einer ertragsorientierten Risikopolitik beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse der gängigen Steuerungsinstrumente, ergänzt durch ein durchgehendes Praxisbeispiel (Beispiel GmbH) zur Illustration der Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die operative Ebene (Einzelgeschäft: Rating, Sicherheiten, Zinskalkulation) und die strategische Ebene (Gesamtbank: Diversifikation, Risikokapital, Performancemessung).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Risikomanagement, Ausfallwahrscheinlichkeit, Bonitätsklassen, Diversifikation, Value at Risk und Kreditderivate.

Wie wirkt sich die Bonität konkret auf die Konditionen für die "Beispiel GmbH" aus?

Die Bonitätsklasse, die aus quantitativen und qualitativen Teilratings resultiert, bestimmt über eine Risiko-Skala die Einstufung und beeinflusst damit direkt die geforderte Risikoprämie im Kreditzins.

Warum spielt die Diversifikation eine so entscheidende Rolle für Banken?

Diversifikation reduziert Klumpenrisiken, indem Kredite über unterschiedliche Branchen und Regionen gestreut werden, was das Gesamtrisiko des Portfolios senkt und den unerwarteten Verlust minimiert.

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Details

Title
Steuerungselemente von Ausfallrisiken
College
University of applied sciences, Neuss  (Fachbereich Controlling)
Course
Controlling
Grade
1,3
Author
Saskia Uhlmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
30
Catalog Number
V15923
ISBN (eBook)
9783638209106
ISBN (Book)
9783638691161
Language
German
Tags
Steuerungselemente Ausfallrisiken Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Saskia Uhlmann (Author), 2003, Steuerungselemente von Ausfallrisiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15923
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