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Spontansprachanalyse bei Kindern mit Aphasie

Zwei Verfahren im Verleich

Titel: Spontansprachanalyse bei Kindern mit Aphasie

Hausarbeit , 2009 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.Sc. Simon Friede (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Die Spontansprachanalyse ist in der Aphasieforschung eine weit verbreitete Methode. Es finden sich einige Studien über verschiedene Verfahren mit unterschiedlichen Schwerpunkten bzw. Forschungsfragen. Generell kann man diese Verfahren jedoch in zwei Gruppen unterteilen. Auf der einen Seite finden sich die qualitativen Verfahren und auf der anderen Seite die quantitativen Verfahren (vgl. Prins & Bastiaanse, 2004).
In dieser Arbeit werden nun zwei Studien zur Spontansprachanalyse bei Kindern mit Aphasie kurz vorgestellt und miteinander bzgl. ihrer Ziele, Methode und Ergebnisse verglichen und bewertet.
In Kapitel und 1 und 2 werden die beiden ausgewählten Artikel vorgestellt.
"Clinical evaluation of conversational speech fluency in the acute phase of acquired childhood aphasia: Does a fluency/nonfluency dichotomy exist?" van Dongen HR, Paquier PF, Creten WL, van Borsel J, Catsman-Berrevoets CE, (2001): Journal of child neurology. 16:5; 345-351.
"An Analysis of Spontaneous Conversational Speech Fluency in Children with Acquired Aphasia." Van Dongen HR, Paquier PF, Raes J, Creten WL, (1994): Cortex. 30:4; 619-633.

Die Gliederung folgt dem jeweiligen Aufbau der beiden Artikel. In Kapitel 3 werden die Artikel hinsichtlich ihrer Ziele, Methode und Ergebnisse verglichen und bewertet. Die Arbeit endet mit einer abschließenden Bemerkung in Kapitel 4.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Clinical evaluation of conversational speech fluency in the acute phase of acquired childhood aphasia: Does a fluency/nonfluency dichotomy exist?

1.1 Einleitung

1.2 Patienten und Methode

1.3 Ergebnisse

1.4 Diskussion

2 An Analysis of Spontaneous Conversational Speech Fluency in Children with Acquired Aphasia.

2.1 Einleitung

2.2 Material und Methode

2.3 Ergebnisse

2.4 Diskussion

3 Kritische Gegenüberstellung der beiden Artikel

3.1 Ziele im Vergleich

3.2 Methoden im Vergleich

3.3 Ergebnisse im Vergleich

4 Abschließende Bemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit vergleicht zwei wissenschaftliche Studien, um zu untersuchen, ob sich bei Kindern mit Aphasie analog zu Erwachsenen eine Unterscheidung in flüssige und unflüssige Aphasieformen treffen lässt und inwiefern verschiedene Analyseverfahren hierfür geeignet sind.

  • Wissenschaftlicher Vergleich von zwei Spontansprachanalyseverfahren bei Kindern
  • Differenzierung zwischen flüssiger und unflüssiger kindlicher Aphasie
  • Kritische Analyse von methodischen Ansätzen (qualitativ vs. quantitativ)
  • Diskussion über Heterogenität und Lokalisation aphasischer Störungen im Kindesalter

Auszug aus dem Buch

1.1 Einleitung

In der Literatur wird immer wieder kritisch diskutiert, ob sich eine Trennung zwischen flüssiger und unflüssiger Aphasie vollziehen lässt. Der Begriff der flüssigen Aphasie wird heute jedoch nach wie vor verwendet und beschreibt charakteristische Symptome. Kerschensteiner et al. (1972) konnten mit Hilfe von 10 ausgesuchten Sprechvariablen (vgl. Abbildung 1 im Anhang) und einer anschließend durchgeführten Clusteranalyse zeigen, dass sich eine nicht-kontrollierte Gruppe von erwachsenen Patienten mit Aphasie in eine flüssige und nichtflüssige Gruppe unterteilen ließen. Die verwendeten Variablen trennten unterschiedlich gut zwischen den beiden Gruppen. Am Besten ließ sich der Unterschied in den variablen Phrasenlänge, Pausen, Prosodie und Sprechgeschwindigkeit zeigen (vgl. Abb.2 im Anhang).

Die traditionelle Lehrmeinung zur kindlichen Aphasie charakterisiert diese als unflüssig. In der Literatur finden sich jedoch zunehmend Einzelfallbeschreibungen von Kindern die eindeutige Symptome einer flüssigen Aphasie zeigen (van Dongen & Loonen, 1977; Woods &Teubner, 1978). Daraus lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass das klinische Bild der kindlichen Aphasie nicht so homogen ist, wie früher angenommen wurde. Alle Muster der flüssigen Aphasie konnten auch bei Kindern mit Aphasie beobachtet werden (Paquier & van Dongen, 1998).

Es stellt sich nun die Frage, ob sich ein vergleichbares Muster der flüssigen/unflüssigen Aphasie, wie Kerschensteiner es zeigen konnte, auch bei Kindern mit Aphasie nachweisen lässt. Die von Kerschensteiner verwendete Methode zur Spontansprachanalyse soll nun auch bei einer Gruppe von Kindern durchgeführt werden. Die Frage, die sich hierbei stellt, ist, ob sich genau wie bei den Erwachsenen auch bei Kindern mit Aphasie zwei Gruppen (eine flüssige und eine unflüssige) mit Hilfe derselben Analyseverfahren und Parameter bilden lassen. Auch soll die Frage geklärt werden, ob die Reihenfolge der zwischen diesen beiden Gruppen unterscheidenden Parametern gleich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Clinical evaluation of conversational speech fluency in the acute phase of acquired childhood aphasia: Does a fluency/nonfluency dichotomy exist?: Dieses Kapitel stellt eine qualitative Studie vor, die mittels Clusteranalyse nachweist, dass sich auch bei Kindern mit Aphasie eine Differenzierung in flüssige und unflüssige Symptommuster vornehmen lässt.

2 An Analysis of Spontaneous Conversational Speech Fluency in Children with Acquired Aphasia.: Hier wird eine quantitative Studie präsentiert, die mittels objektiver Messungen der Phonationsdauer und Pausen objektivierbare Unterschiede zwischen aphasischen Kindern und Kontrollgruppen aufzeigt.

3 Kritische Gegenüberstellung der beiden Artikel: Dieser Abschnitt vergleicht die Ziele, Methoden und Ergebnisse der beiden vorgestellten Studien kritisch miteinander und diskutiert die Übertragbarkeit der Erkenntnisse.

4 Abschließende Bemerkung: Das Fazit fasst zusammen, dass beide Studien die traditionelle Lehrmeinung der homogenen unflüssigen kindlichen Aphasie widerlegen und unterstreicht die Relevanz der Forschungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Kindliche Aphasie, Spontansprachanalyse, flüssige Aphasie, unflüssige Aphasie, Phonationsdauer, Sprachflüssigkeit, Clusteranalyse, Neurolinguistik, Sprachdiagnostik, pädiatrische Aphasie, Sprachverlauf, Symptomatik, Sprachstörung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Spontansprache bei Kindern mit Aphasie und vergleicht dazu zwei unterschiedliche wissenschaftliche Ansätze, um die traditionelle Lehrmeinung der kindlichen Aphasie zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Differenzierung zwischen flüssiger und unflüssiger Aphasie, die objektive Messbarkeit von Sprachparametern sowie die Heterogenität des Störungsbildes bei Kindern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu belegen, dass auch bei Kindern mit Aphasie – ähnlich wie bei Erwachsenen – sowohl flüssige als auch unflüssige Formen auftreten können und somit eine homogen unflüssige Klassifikation nicht mehr haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor führt einen Literaturvergleich durch, bei dem zwei spezifische Studien analysiert werden: eine qualitative Studie auf Basis von Clusteranalysen und eine quantitative Studie zur Messung von Phonationsdauer und Sprechpausen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die beiden Studien getrennt zusammengefasst und anschließend in Bezug auf ihre Zielsetzungen, die angewandten Methoden und die erzielten Ergebnisse kritisch gegenübergestellt und bewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind die kindliche Aphasie, Sprachflüssigkeit, Spontansprachanalyse, Clusteranalyse sowie die Differenzierung von Sprachstörungen im Kindesalter.

Warum ist die Unterscheidung zwischen flüssiger und unflüssiger Aphasie bei Kindern klinisch relevant?

Die Unterscheidung ist wichtig, da sie zeigt, dass kindliche Aphasie ein ebenso heterogenes Störungsbild wie bei Erwachsenen aufweist, was für eine individuell angepasste therapeutische Vorgehensweise von Bedeutung ist.

Welche Rolle spielt die Computertechnologie bei der Spontansprachanalyse?

Der Autor weist darauf hin, dass moderne Computertechnologie die früher sehr aufwendige quantitative Analyse der Phonationsdauer und der Gesprächsanteile heute deutlich vereinfacht hat.

Können die Ergebnisse der beiden Studien problemlos auf alle Kinder übertragen werden?

Der Autor äußert Bedenken hinsichtlich der Stichprobengröße und -heterogenität sowie der Übertragbarkeit von Normdaten, die ursprünglich an Erwachsenen erhoben wurden, und fordert daher weitere Studien mit gesunden Kontrollgruppen.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Spontansprachanalyse bei Kindern mit Aphasie
Untertitel
Zwei Verfahren im Verleich
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Medizinische Fakultät - Neurolinguistik - Kognitive Neurologie)
Veranstaltung
Fortgeschrittene modellorientierte Sprachanalyse im Erwachsenenalter
Note
1,3
Autor
B.Sc. Simon Friede (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V159280
ISBN (eBook)
9783640726165
ISBN (Buch)
9783640726417
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder Aphasie Sprache Analyse Vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Simon Friede (Autor:in), 2009, Spontansprachanalyse bei Kindern mit Aphasie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159280
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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