Welchen Einfluss haben subjektive Einstellungen und Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten auf den Zuckerkonsum von Grundschüler*innen? Welche Ansatzpunkte zur Reduzierung des Zuckerkonsums lassen sich identifizieren?
Kindliche Adipositas liegt mit begründet in dem bestehenden übermäßigen Zuckerkonsum bei Kindern. Angesichts der Ganztagsschulentwicklung leistet Schulverpflegung somit einen wichtigen Präventionsbeitrag. Akteure gestalten das Speisenangebot jedoch nur unzureichend nach den Empfehlungen der DGE.
Mit der vorliegenden Studie sollte die hohe Bedeutung der Schulverpflegung als Handlungsfeld der Adipositasprävention dargestellt werden. Wissen über subjektive Einstellungen und Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten der Schulverpflegung sollte generiert sowie der Einfluss dieser Faktoren auf den Zuckerkonsum von Grundschüler*innen analysiert werden. Das übergeordnete Ziel besteht darin, einen Beitrag zur Reduzierung des Gesamtzuckerkonsums von Kindern zu leisten und identifizierte Stellschrauben zur Optimierung der Schulverpflegung zu nutzen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Bedeutung des Verpflegungsbeauftragten
2.2 HAPA Modell (Health Action Process Approach)
2.2.1 DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen
2.3 Forschungsstand und Ableitung der Forschungsfragen
3 Methode
3.1 Studiendesign
3.2 Stichprobe
3.3 Studiendurchführung
4 Subjektive Einstellungen und Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten
4.1 Merkmale der Stichprobe
4.2 Qualitative Datenanalyse
5 Diskussion
6 Fazit und Schlussfolgerung
7 Reflexion des Forschungsprozesses
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit untersucht den Einfluss von subjektiven Einstellungen und Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten auf den Zuckerkonsum von Grundschülern, um Handlungsmöglichkeiten zur Adipositasprävention im schulischen Kontext zu identifizieren.
- Bedeutung der Schulverpflegung als Handlungsfeld der Adipositasprävention
- Anwendung des HAPA-Modells zur Analyse von Verhaltensmotivatoren
- Vergleich von Wissensständen und Einstellungen zur DGE-Qualitätsvorgabe
- Analyse von Hindernissen und Erfolgsfaktoren bei der Speisenplanung
- Qualitative Auswertung problemzentrierter Experteninterviews
Auszug aus dem Buch
3.1 Studiendesign
Um den Forschungsprozess transparent darzustellen, wird im Folgenden die Vorgehensweise bei der Datenerhebung und -analyse dargestellt und die Methodenwahl begründet.
Das Ziel der vorliegenden Arbeit lag in der Generierung von Wissen zur subjektiven Wahrnehmung und dem Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten sowie dessen Einfluss auf die Auswahl des Speisenangebotes und den Zuckerkonsum von Grundschülern. Qualitative Methoden eignen sich zur Erforschung subjektiver Einstellungen und der Erfahrungswelt von Menschen, welche in einem bestimmten Verhalten resultieren. (Hussy et al., 2013, S. 185) Aus diesem Grund wurde ein quantitativer Ansatz ausgeschlossen.
Im Forschungsprozess wurden schrittweise die Stufen des PPDAC-Zyklus vollzogen. Ausgehend von den Ergebnissen der Literaturrecherche und dem eruierten Forschungsstand zum Problem Schulverpflegung und Zuckerkonsum erfolgte die theoretische Anbindung an Modelle zur Beantwortung der aufgestellten Forschungsfrage. Begleitend zur Literaturrecherche wurden zum besseren Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und Strukturen der Schulverpflegung Informationsgespräche mit dem Referat für Sport und Bildung geführt. Entsprechend der Regelgeleitetheit erfolgte die Erstellung eines qualitatives Studiendesigns.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Dringlichkeit der Adipositasprävention bei Kindern und stellt die Diskrepanz zwischen Anforderungen an eine gesunde Schulverpflegung und der aktuellen Realität dar.
2 Theoretischer Hintergrund: Das Kapitel führt in die Rolle des Verpflegungsbeauftragten ein und erläutert das HAPA-Modell sowie die DGE-Qualitätsstandards als theoretischen Bezugsrahmen.
3 Methode: Hier wird das qualitative Studiendesign, die Auswahl der Stichprobe und die Durchführung der problemzentrierten Interviews nach Witzel detailliert dargelegt.
4 Subjektive Einstellungen und Ernährungswissen von Verpflegungsbeauftragten: Dieses Kapitel präsentiert die Analyse der Interviewdaten und stellt die Unterschiede in Einstellung, Wissen und Handlungsstrategien der beiden Probanden gegenüber.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt und die identifizierten Einflussfaktoren wie Personalqualifikation und Vernetzung diskutiert.
6 Fazit und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Problematik zusammen und leitet konkrete Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Schulverpflegung ab.
7 Reflexion des Forschungsprozesses: Abschließend wird der eigene Lernprozess während des Praxisprojekts reflektiert und die Herausforderungen bei der Forschung reflektiert.
Schlüsselwörter
Schulverpflegung, Adipositasprävention, Zuckerkonsum, Grundschule, Verpflegungsbeauftragte, HAPA-Modell, DGE-Qualitätsstandard, Ernährungswissen, Qualitative Inhaltsanalyse, Speisenplanung, Gesundheitsförderung, Ernährungsverhalten, Prävention, Kindergesundheit, Handlungsstrategien
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss, den das Wissen und die persönlichen Einstellungen von Personen haben, die für die Verpflegung an Schulen verantwortlich sind, auf den Zuckerkonsum der Grundschüler.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind Adipositasprävention bei Kindern, die Gestaltung einer gesunden Schulverpflegung, der Umgang mit DGE-Leitlinien und die Rolle des Ernährungswissens.
Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, ein tieferes Verständnis für die subjektiven Faktoren der Verpflegungsbeauftragten zu gewinnen und Ansatzpunkte zur Reduzierung des Zuckerkonsums in Grundschulen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde ein qualitatives Studiendesign mit problemzentrierten, semistrukturierten Interviews gewählt, deren Daten mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Interviews in Hinblick auf Planungsprozesse, Ziele, Hindernisse, das Ernährungswissen und die Selbstwirksamkeitserwartung der Verpflegungsbeauftragten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schulverpflegung, Adipositasprävention, Zuckerkonsum, DGE-Leitlinien und qualitative Inhaltsanalyse charakterisiert.
Wie unterscheiden sich die Einstellungen der untersuchten Einzelfälle (V1 und V2)?
Während V2 über hohe Fachkompetenz verfügt und sich konsequent an DGE-Standards orientiert, orientiert sich V1 stark an der Akzeptanz der Kinder und verfügt über weniger formales Wissen zu Standards.
Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Personalqualifikation?
Die Autorin schlussfolgert, dass die aktuell undifferenzierte Personalqualifikation ein Problem darstellt und verpflichtende Schulungen sowie klare Standards für Verpflegungsbeauftragte notwendig sind.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2021, Der Einfluss von subjektiven Einstellungen und Ernährungswissen Verpflegungsbeauftragter auf den Zuckerkonsum von Grundschüler*innen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1593182