Diabetes mellitus - die große Epidemie des 21. Jahrhunderts!
Mit weltweit rasch steigenden Erkrankungszahlen hat sich der Diabetes mellitus zu einer globalen Massenerkrankung ausgebreitet.
Die International Diabetes Federation (IDF) ging bereits im Jahr 2006 von mondial 246 Millionen Diabetikern aus, was einem Anteil von ca. 6 % der Weltbevölkerung entspricht.
Speziell in Deutschland liegen die Schätzungen bei 8 Millionen an Diabetes mellitus Typ 2 erkrankten Menschen, wobei eine hohe Dunkelziffer nicht auszuschließen ist.
Zudem beläuft sich die Zahl der an Diabetes mellitus Typ 1 Erkrankten auf 550.000 Menschen. (vgl. Mirza 2010: 1)
Aufgrund des hohen Stellenwertes des Diabetes mellitus als eine mit epidemischen Ausmaß entwickelte Volkskrankheit (vgl. Korb et al. 2008: 1), setzt sich die vorliegende Arbeit mit eben dieser Erkrankung auseinander.
In einem ersten Teil wird die wissenschaftliche Disziplin Epidemiologie definiert und in ihren Aufgaben und Methoden dargestellt.
Anschließend erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Hauptausprägungen des Diabetes mellitus.
Diese werden in ihren Ursachen, Risiken, Diagnostik, Symptomen, Komplikationen und letztlich der Behandlung oberflächlich erläutert.
Um das tatsächliche Ausmaß der Erkrankung zu verdeutlichen, wird die Epidemiologie des Diabetes mellitus in seiner Prävalenz, Inzidenz und der überaus wichtigen Prävention erörtert.
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt jedoch in den Versorgungskonzepten der gesundheitsökonomisch so bedeutungsvollen Erkrankung:
Zunächst werden Schulungen vorgestellt, welche die Basis für eine gute Blutzuckereinstellung bilden.
Daran anschließend erfolgt eine Erläuterung der seit einigen Jahren bestehenden Disease-Management-Programme.
Ein besonderer Bereich ist jedoch die Telemedizin, die durch verschiedene Konzepte Eingang in die Versorgungsstrukturen gefunden hat.
Zwei Konzepte der telemedizinischen Versorgung werden detaillierter dargestellt.
Der abschließende Teil fasst die Inhalte der Arbeit noch einmal zusammen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Krankheit Diabetes mellitus.
Inhaltsverzeichnis
1 Aufbau und Ziele der Arbeit
2 Epidemiologie - Definition, Aufgaben, Methoden
3 Diabetes mellitus
3.1 Ätiologische Klassifizierung
3.2 Diabetes mellitus Typ1
3.3 Diabetes mellitus Typ 2
4 Epidemiologie des Diabetes mellitus
4.1 Prävalenz
4.2 Inzidenz
4.3 Prävention
5 Versorgungsstrukturen und -konzepte des Diabetes mellitus
5.1 Schulungen
5.2 Disease-Management-Programme
5.3 Telemedizin
5.3.1 Telemonitoring-Programm Diabetiva®
5.3.2 „homecare. diabetes System“
6 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der globalen Ausbreitung des Diabetes mellitus, analysiert epidemiologische Grundlagen sowie die medizinische Versorgungssituation und untersucht moderne Ansätze zur Krankheitsbewältigung und Prävention.
- Epidemiologische Definitionen und Forschungsmethoden
- Klassifizierung und Symptomatik der Diabetes-Typen 1 und 2
- Strukturen der Patientenversorgung und Schulungsprogramme
- Bedeutung von Disease-Management-Programmen
- Telemedizinische Konzepte als zukunftsweisende Versorgungsmodelle
Auszug aus dem Buch
3.1 Ätiologische Klassifizierung
Ein Expertenkommittee klassifizierte den Diabetes mellitus 1999 in folgende Oberkategorien:
I Diabetes mellitus Typ 1
A. immunologisch
B. idiopathisch
II Diabetes mellitus Typ 2
III andere spezifische Diabetestypen
A. genetische Defekte der B-Zellfunktion
B. genetische Defekte der Insulinwirkung
C. Erkrankungen des exokrinen Pankreas
D. Endokrinopathien
E. medikamenten- oder chemikalieninduziert
F. Infektionen
G. seltene, immunologisch vermittelte Formen
H. andere genetische Syndrome
IV Gestationsdiabetes (vgl. Pschyrembel 2002: 360).
Da es den Rahmen dieser Arbeit beträchtlich sprengen würde und eine Relevanz (gesundheitspolitisch wie auch -ökonomisch) nur für den Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2 besteht, werden sich die folgenden Abschnitte auch nur auf diese beiden genannten Formen beschränken.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Aufbau und Ziele der Arbeit: Einführung in die Problematik des Diabetes mellitus als globale Massenerkrankung und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2 Epidemiologie - Definition, Aufgaben, Methoden: Definition des Begriffs Epidemiologie und Erläuterung der zentralen Maßzahlen wie Prävalenz und Inzidenz zur Krankheitsbeschreibung.
3 Diabetes mellitus: Differenzierung der verschiedenen Diabetesformen sowie detaillierte Betrachtung der Ätiologie und Symptomatik von Typ 1 und Typ 2.
4 Epidemiologie des Diabetes mellitus: Analyse der aktuellen Verbreitung der Erkrankung in Deutschland unter Berücksichtigung von Prävalenz- und Inzidenzdaten sowie Präventionsstrategien.
5 Versorgungsstrukturen und -konzepte des Diabetes mellitus: Überblick über existierende Versorgungsmodelle, Schulungsprogramme, Disease-Management-Programme und innovative telemedizinische Ansätze.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Kritische Reflexion des Versorgungsstatus und Betonung der Dringlichkeit systematischer Prävention für die Zukunft.
Schlüsselwörter
Diabetes mellitus, Epidemiologie, Prävalenz, Inzidenz, Primärprävention, Versorgungskonzepte, Disease-Management-Programme, Telemedizin, Diabetiva, homecare diabetes System, Insulintherapie, Stoffwechselerkrankung, Gesundheitsökonomie, Früherkennung, FINDRISK.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die epidemiologische Situation des Diabetes mellitus und beleuchtet bestehende Versorgungsstrukturen in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition des Krankheitsbildes, die statistische Erfassung der Verbreitung, Therapiemöglichkeiten sowie moderne Versorgungsansätze wie Telemedizin.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Ausmaß der Diabetes-Epidemie zu schaffen und aufzuzeigen, wie durch optimierte Versorgung und Prävention die Krankheitsfolgen minimiert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven epidemiologischen Betrachtung, ergänzt durch die Vorstellung konkreter medizinischer Konzepte.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die medizinischen Grundlagen der Diabetes-Typen, die epidemiologische Datenlage und die Versorgungsstrukturen, inklusive Schulungen und telemedizinischer Programme.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Diabetes mellitus, Epidemiologie, Prävalenz, Prävention, Telemonitoring und Versorgungsmanagement.
Warum spielt die Telemedizin eine so wichtige Rolle in der Arbeit?
Die Telemedizin wird als innovativer Lösungsansatz präsentiert, um bei steigenden Patientenzahlen eine kontinuierliche Betreuung und Überwachung sicherzustellen.
Was ist das „homecare. diabetes System“?
Es handelt sich um ein telemedizinisches Verfahren, bei dem mittels digitaler Stifte Patientendaten erfasst und an ein Servicecenter übermittelt werden, um den Austausch zwischen Patient und Arzt zu vereinfachen.
Welche Bedeutung hat der FINDRISK-Test?
Der FINDRISK-Test dient als einfaches Instrument der Primärprävention, um das individuelle Risiko für einen Diabetes mellitus Typ 2 frühzeitig zu identifizieren, ohne einen invasiven Bluttest durchführen zu müssen.
- Citation du texte
- Janine Bartöck (Auteur), 2010, Zur Epidemiologie und Versorgungssituation des Diabetes mellitus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159478