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Beispiele quantitativer und qualitativer Methoden der Sozialforschung: Die standardisierte Befragung und das narrative Interview

Titre: Beispiele quantitativer und qualitativer Methoden  der Sozialforschung:   Die standardisierte Befragung und  das narrative Interview

Travail d'étude , 2009 , 22 Pages

Autor:in: Egon Wachter (Auteur)

Sociologie - Méthodologie et Méthodes
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In dieser Hausarbeit wird das Regelwerk der empirischen Sozialforschung mit Blick auf die Technik der Befragung betrachtet und auf einzelne ganz konkrete Beispiele der Befragung quantitativer und qualitativer Art eingegangen. Es ist nicht beabsichtigt, Datenerhebungstechniken in ihrer ganzen Detailliertheit auszubreiten. Ebenso wenig ist beabsichtigt, den Methodenstreit zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden tiefer gehend nachzeichnen zu wollen. Dies wären eigenständige Schwerpunktsetzungen.

Es geht hier zum einen um die „standardisierte Befragung“ als Beispiel einer quantitativen Methode der empirischen Sozialforschung. Die Befragung ist eine von mehreren Datenerhebungstechniken (andere sind z.B. die Beobachtung, Inhaltsanalyse) und kann in unterschiedlichen Formen erfolgen: als standardisiertes Interview, als schriftliche Befragung mittels Fragebogen, als Telefoninterview oder als internetgestützte Befragung (E-Mail-Befragung, Web-Surveys). Hier wird ein konkretes Beispiel einer quantitativen Methode vorgestellt: die schriftliche Befragung mittels Fragebogen.

Zum anderen lassen sich Befragungen aber auch in Form eines „narrativen Interviews“ im Sinne der qualitativen Forschungsmethodik durchführen. Dabei wird der Proband gerade nicht an vorgefertigte Fragen herangeführt, sondern er soll auf eine Initialisierungsfrage hin eigenständig seine Geschichte erzählen, die Hauptlast der Kommunikation liegt beim Befragten selbst. Mit Blick auf die große Bedeutung narrativer Interviews in der biographischen Forschung soll im zweiten Teil dieser Arbeit der Frage nachgegangen werden, welches Ziel mit einem narrativ biographischen Interview verfolgt wird und nach welchen Regeln diese Form der Befragung wissenschaftlich korrekt abläuft.

Mit der standardisierten Befragung und dem narrativen Interview werden Beispiele für quantitative und qualitative empirische Sozialforschung aufgezeigt. Die Paradigmen dieser unterschiedlichen Forschungsmethoden lassen sich hierbei erkennen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die standardisierte Befragung

2.1 Datenerhebung / Auswahlverfahren

2.1.1 Grundgesamtheit

2.1.2 Stichprobe

2.1.3 Repräsentativität

2.2 Die standardisierte Befragung mittels Fragebogen

2.2.1 Entwicklung eines Fragebogens

2.2.2 Aufbereitung der Daten

2.3 Auswertung

3. Das narrative Interview

3.1 Entwicklung

3.2 Voraussetzungen

3.3 Verlauf

3.4 Auswertung

3.4.1 Transkription

3.4.2 Auswertungsverfahren

3.5 Einsatzbereiche des narrativen Interviews

4. Zusammenfassende Betrachtung

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das methodische Regelwerk der empirischen Sozialforschung anhand zweier kontrastierender Ansätze – der quantitativen standardisierten Befragung und des qualitativen narrativen Interviews – zu analysieren und deren wissenschaftliche Vorgehensweisen gegenüberzustellen.

  • Grundlagen der Datenerhebung und Auswahlverfahren in der quantitativen Forschung
  • Methodische Herausforderungen bei der Konstruktion standardisierter Fragebögen
  • Theoretische Fundierung und Ablauf des narrativen Interviews
  • Analyseverfahren für qualitative biographische Daten
  • Komplementarität von quantitativen und qualitativen Methoden in der Forschungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.3 Verlauf

Bei einem Vorgespräch zur Erörterung formaler Absprachen (Ort, Zeit, Verwendung eines Aufnahmegeräts, Zusicherung der Anonymität) ist darauf zu achten, dass das Thema des Interviews und die Eingangsfrage nicht vorweggenommen werden, um den gewünschten Effekt einer Stegreiferzählung nicht zu vereiteln (vgl. Küsters 2006, 54 f.).

Das Interview setzt sich aus drei zentralen Teilen zusammen (vgl. Schütze 1983, 285): Den ersten Hauptteil bildet die autobiographische Anfangserzählung (sofern sie auf die Lebensgeschichte des Informanten abzielt). Ihr muss eine autobiographisch orientierte Erzählaufforderung (zur Lebensgeschichte insgesamt oder zu einzelnen Phasen von Interesse) vorausgehen. Der Interviewer unterbricht den Erzählvorgang des Interviewten nicht und beginnt erst nach einer Erzählkoda (z.B. „So, das war’s“) mit dem zweiten Hauptteil des Interviews, mit Nachfragen. „Es ist wichtig, daß diese Nachfragen wirklich narrativ sind“ (ebenda). Hierbei greift der Interviewer alle abgeschnittenen Erzählteile auf, die der Interviewte aus den unterschiedlichsten Gründen (weil sie für ihn z.B. unwichtig, schmerzhaft oder stigmatisierend waren) überging. Der dritte Hauptteil nutzt die Erklärungs- und Abstraktionsfähigkeit des Informanten, indem dieser aufgefordert wird, Zustände, immer wiederkehrende Abläufe oder systematische Zusammenhänge abstrahierend zu beschreiben.

„Das Ergebnis ist ein Erzähltext, der den sozialen Prozeß der Entwicklung und Wandlung einer biographischen Identität kontinuierlich, d.h. ohne exmanente, aus dem Methodenzugriff oder den theoretischen Voraussetzungen des Forschers motivierte Interventionen und Ausblendungen, darstellt und expliziert“ (ebenda).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der empirischen Sozialforschung ein und skizziert das Ziel der Arbeit, quantitative und qualitative Erhebungstechniken vergleichend zu betrachten.

2. Die standardisierte Befragung: Dieses Kapitel erläutert die Grundgesamtheit, Stichprobenverfahren und die methodische Konstruktion von Fragebögen sowie deren Datenauswertung.

3. Das narrative Interview: Hier werden die theoretischen Wurzeln, die Voraussetzungen, der konkrete Interviewverlauf sowie verschiedene Auswertungsschritte nach Schütze detailliert dargelegt.

4. Zusammenfassende Betrachtung: Dieses Kapitel setzt die beiden Forschungsmethoden in Bezug zueinander und diskutiert die jeweiligen Anforderungen an Stichproben, Datenqualität und Erkenntnisinteresse.

5. Schlussbemerkung: Die abschließende Bemerkung betont, dass sich quantitative und qualitative Methoden in der Praxis nicht ausschließen, sondern je nach Forschungsfrage wertvolle komplementäre Einblicke ermöglichen.

Schlüsselwörter

Empirische Sozialforschung, standardisierte Befragung, narratives Interview, quantitative Methode, qualitative Methode, Grundgesamtheit, Stichprobe, Fragebogenkonstruktion, Biographieforschung, Datenauswertung, Repräsentativität, Transkription, Inferenzstatistik, Subjektivität, Forschungsmethodik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den methodischen Grundlagen der empirischen Sozialforschung und vergleicht beispielhaft quantitative sowie qualitative Erhebungstechniken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der standardisierten Befragung mittels Fragebogen und dem narrativen Interview als Instrument der biographischen Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Regeln und Anforderungen beider Forschungsansätze aufzuzeigen und zu reflektieren, wie diese in der wissenschaftlichen Praxis angewendet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine methodenorientierte Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse verschiedener etablierter Standards der Sozialforschung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der quantitativen Datenerhebung und -auswertung sowie die detaillierte Beschreibung der Entwicklung, Durchführung und Analyse narrativer Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie empirische Sozialforschung, standardisierte Befragung, narratives Interview, Repräsentativität und biographische Forschung.

Warum ist die Wahl der „Grundgesamtheit“ für die quantitative Forschung so wichtig?

Die Grundgesamtheit definiert den Objektbereich, auf den die statistischen Ergebnisse verallgemeinert werden sollen; eine unpräzise Definition gefährdet die Validität der gesamten Untersuchung.

Welche Rolle spielt die „narrative Kompetenz“ beim narrativen Interview?

Sie ist die Voraussetzung dafür, dass der Befragte in der Lage ist, komplexe lebensgeschichtliche Zusammenhänge eigenständig und kohärent darzustellen.

Wie unterscheidet sich die Auswertung bei beiden Methoden?

Während bei quantitativen Daten statistische Verfahren zur Bestimmung von Zusammenhängen genutzt werden, fokussiert die Auswertung narrativer Interviews auf die Rekonstruktion biographischer Identitätsprozesse durch Textanalyse.

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Résumé des informations

Titre
Beispiele quantitativer und qualitativer Methoden der Sozialforschung: Die standardisierte Befragung und das narrative Interview
Université
University of Hagen  (Soziologie IV / Soziologische Gegenwartsdiagnosen)
Auteur
Egon Wachter (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
22
N° de catalogue
V159483
ISBN (ebook)
9783640739189
Langue
allemand
mots-clé
Sozialforschung Methoden quantitativ qualitativ Befragung Interview narrativ
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Egon Wachter (Auteur), 2009, Beispiele quantitativer und qualitativer Methoden der Sozialforschung: Die standardisierte Befragung und das narrative Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159483
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Extrait de  22  pages
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