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Manichäismus - Die erfolgreiche Verbreitung einer Lehre

Title: Manichäismus - Die erfolgreiche Verbreitung einer Lehre

Seminar Paper , 2009 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Jan Hendrik Holler (Author)

Orientalism / Sinology - Islamic Studies
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Der Manichäismus ist eine Religion, die im 3. Jahrhundert n. Chr. im Mesopotamien zur Zeit der Sassaniden entstand, sich von Spanien bis nach China verbreitete und zeitweise sogar zum größten Gegenspieler des Christentums im Römischen Reich wurde. Aber nicht nur daher rührt seine Relevanz, sondern der Manichäismus spiegelt auch die religiöse Vielfalt im damaligen Iran wieder1, aus der er - wie wir sehen werden -, unter anderem seine missionarische Kraft zog.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Manis Lehren

2.1. Einführung in den manichäischen Dualismus

2.2. Umriss der manichäischen Vorstellung von der Entstehung des Menschen

3. Die Ausbreitung des Manichäismus

3.1. Die manichäische Mission

3.2. Die Verbreitung des Manichäismus Richtung Osten

4. Faszination Manichäismus – Ein Erklärungsversuch

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und strukturellen Erfolgsfaktoren des Manichäismus als Weltreligion. Dabei wird insbesondere analysiert, wie durch die dualistische Lehre und die geschickte Integration kultureller sowie religiöser Konzepte anderer Traditionen eine weitreichende Verbreitung erreicht wurde, während gleichzeitig ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis nach einer Ordnung von Gut und Böse adressiert wurde.

  • Ursprung und Kern des manichäischen Dualismus
  • Die manichäische Schöpfungsgeschichte und ihr Bezug zu anderen Religionen
  • Strategien der missionarischen Ausbreitung entlang der Seidenstraße
  • Anpassungsfähigkeit der Lehre an lokale kulturelle Gegebenheiten
  • Psychologische Faszination durch die dualistische Welterklärung

Auszug aus dem Buch

2.1 Einführung in den manichäischen Dualismus

Mani (216-277 n.Chr.), der Begründer des Manichäismus, wuchs im Umfeld einer gnostischen jüdisch-christlichen Baptistensekte in Mesopotamien auf. Man könnte also zu der Ansicht gelangen, Manis Lehren seien maßgeblich von diesen beiden Religionen geprägt worden. Dagegen allerdings spricht die zu dieser Zeit vorherrschende Verbreitung des Zoroastrismus in Mesopotamien, dessen Dualismus deutlich in den manichäischen Lehren erkennbar ist: „The most likely interpretation would recognize the dominating imprint of Iranian dualism since without a doubt the dualistic doctrine is central and pivotal to Mani's thought and to the teachings and practises of his church.“[Gnoli, 1987, 165]

Auch wenn sich die Manichäer später im Römischen Reich als Christen sahen und Mani sich selbst zu einem Apostel Jesu erklärt hatte, basiert das manichäische Glaubenkonzept vor allem auf den zwei Prinzipien vom Licht(stellvertretend für den menschlichen Geist) und von der Dunkelheit(stellvertretend für den Materialismus). Dabei geht der Manichäismus von drei verschiedenen Perioden aus, in denen Licht und Dunkelheit entweder nebeneinander oder miteinander vermischt existieren. Die erste Periode bezeichnet den Ur-Zustand (das Goldene Zeitalter), in dem die beiden Mächte Licht und Dunkelheit voneinander getrennt sind. Die zweite Periode bezeichnet die Gegenwart, in der sich die beiden Mächte vermischt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel führt in die historische Bedeutung des Manichäismus als einflussreiche Religion ein, die sich über weite Teile der Welt ausbreitete und als Gegenspieler des Christentums fungierte.

2. Manis Lehren: Hier werden die theologischen Grundlagen des Manichäismus, insbesondere der Dualismus von Licht und Dunkelheit sowie die Schöpfungsgeschichte und das Menschenbild, erläutert.

3. Die Ausbreitung des Manichäismus: Dieses Kapitel untersucht die erfolgreiche Missionsstrategie Manis, die durch die Anpassung an regionale Kulturen und die Verbreitung über die Seidenstraße den Manichäismus zu einer Weltreligion machte.

4. Faszination Manichäismus – Ein Erklärungsversuch: Der abschließende Teil analysiert das psychologische Bedürfnis des Menschen, die Welt in Gut und Böse zu unterteilen, und erklärt, warum der manichäische Dualismus dieses Bedürfnis so effektiv befriedigen konnte.

Schlüsselwörter

Manichäismus, Mani, Dualismus, Licht, Dunkelheit, Mission, Religionsgeschichte, Sassaniden, Seidenstraße, Zoroastrismus, Gnostik, Spiritualität, Weltreligion, Integration, Menschheitsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und der bemerkenswerten Ausbreitung des Manichäismus, einer Religion, die im 3. Jahrhundert n. Chr. entstand und zeitweise eine globale Bedeutung erlangte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die dualistische Grundlehre Manis, die strategische Missionierung in unterschiedlichen Kulturräumen sowie die dauerhafte Faszination, die diese Religion auf ihre Anhänger ausübte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Erfolgsfaktoren zu identifizieren, die es dem Manichäismus ermöglichten, als Weltreligion Fuß zu fassen, und die Verbindung zwischen seiner Lehre und menschlichen Bedürfnissen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine religionswissenschaftliche und historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur und der Untersuchung der manichäischen Schriften basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die manichäische Theologie, die Schöpfungsgeschichte, die Rolle von Mani als Religionsstifter und die missionarische Expansion, insbesondere entlang der Seidenstraße.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Manichäismus, Dualismus, Licht- und Dunkelheitslehre, Mission, kulturelle Integration und Religionsgeschichte.

Warum spielt der Zoroastrismus in der Analyse eine wichtige Rolle?

Der Zoroastrismus wird als maßgebliche Einflussebene auf den manichäischen Dualismus angeführt, um zu verdeutlichen, dass Mani über jüdisch-christliche Einflüsse hinaus eine eigenständige, dualistische Weltanschauung schuf.

Wie unterscheidet sich die manichäische Mission von der christlichen?

Im Gegensatz zur christlichen Mission, die stärker an einen festen Kanon (die Bibel) gebunden war, zeichnete sich die manichäische Mission durch eine hohe Flexibilität bei der Integration fremder kultureller und religiöser Traditionen aus.

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Details

Title
Manichäismus - Die erfolgreiche Verbreitung einer Lehre
College
University of Hamburg  (Asien-Afrika-Institut)
Course
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens II
Grade
1,3
Author
Jan Hendrik Holler (Author)
Publication Year
2009
Pages
8
Catalog Number
V159693
ISBN (eBook)
9783640724635
ISBN (Book)
9783640724949
Language
German
Tags
mani iran persien islam orient
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Hendrik Holler (Author), 2009, Manichäismus - Die erfolgreiche Verbreitung einer Lehre, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159693
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