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Manifestationen der Melancholie in Goethes "Die Leiden des jungen Werther"

Titre: Manifestationen der Melancholie in Goethes "Die Leiden des jungen Werther"

Dossier / Travail , 2023 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Lara-Sofie Goebel (Auteur)

Philologie Allemande
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Die literarische Welt ist reich an Werken, die das menschliche Herz und die Seele tief berühren. In diesem Kontext nimmt Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werther" einen besonderen Platz ein. Dieses Werk aus dem 18. Jahrhundert hat nicht nur die Leserschaft seiner Zeit bewegt, sondern übt auch heute noch eine bemerkenswerte Faszination aus. Mit beispielloser literarischer Raffinesse beschreibt Goethe die innere Zerrissenheit und die tief verwurzelte Melancholie seines Protagonisten Werther. Doch nicht nur der Protagonist zeigt melancholische Züge. Diese Arbeit soll untersuchen, wie
vielschichtig sich die Melancholie in Goethes Roman manifestiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Melancholie

2.1 Diachroner Melancholie-Begriff

2.1.1 Melancholie im 18. Jahrhundert

2.2 Melancholie-Behandlung

3 Die Leiden des jungen Werther

3.1 Discours-Ebene

3.1 Werthers Leiden

3.2 Werther als Künstler

3.3 Werthers unglückliche Liebe

3.4 Gesellschaftsbezüge

3.5 Nebenfiguren

3.6 Werthers eigener Standpunkt

4 Fazit

5 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die vielschichtigen Manifestationen der Melancholie in Johann Wolfgang von Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werther". Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Protagonistenfigur sowie deren Umfeld aufzuzeigen, wie sich pathologische Aspekte, künstlerische Identitätskrisen und gesellschaftliche Einflüsse im Text verweben, um ein umfassendes Verständnis für Goethes Werk und den zeitgenössischen Melancholie-Diskurs zu entwickeln.

  • Diachrone Entwicklung des Melancholie-Begriffs von der Antike bis zum 18. Jahrhundert.
  • Die Analyse der Discours-Ebene und der formalen Gestaltung des Romans.
  • Die Rolle der Melancholie in der künstlerischen Identität und dem Selbstbild Werthers.
  • Die Bedeutung von Nebenfiguren und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für das Schicksal des Protagonisten.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der "Krankheit zum Tode" und dem Suizid als Kulminationspunkt.

Auszug aus dem Buch

3.1 Discours-Ebene

In Goethes Roman Die Leiden des jungen Werther findet sich die auf das Bürgertum bezogene Melancholie-Konzeption von Wolf Lepenies wieder. Der Roman ist als Briefroman konzipiert. Allerdings sind den Lesenden nur die Briefe des Protagonisten Werther zugänglich, die Antworten seines Freundes Willhelm sind kein Teil des Romans und ergeben sich lediglich aus den Briefen Werthers. Damit sind zwei der von Wolf Lepenies angesprochenen Aspekte im Roman manifestiert: Der Rückzug in die Innerlichkeit und die Freundschaft beziehungsweise der Briefkult als Quelle des Eigenwertes. Durch die Einstimmigkeit dieses Briefromans fällt eine Verschränkung mehrerer Perspektiven von Grund auf weg. Den Lesenden wird nur Werthers subjektive Sicht präsentiert, andere Perspektiven oder eine objektive Schilderung der Geschehnisse gibt es nur am Ende des Romans in der Form des Herausgebers. Im Großteil des Romans können andere Perspektiven als die von Werther von den Rezipierenden nur erahnt werden. Durch die subjektiven Briefe. Seine Sprache verrät viel darüber, was für ein Mensch Werther ist. Das Wort Herz kommt auffällig häufig vor, und Werthers Schreibstil ist geprägt von Gedankenstrichen, Ausrufen, Fragen, abgebrochenen Sätzen und Umstellungen im Satzbau. „Dazu eine große Bildhaftigkeit der Erzählung. Immer sind wir in einer besonderen Situation.“ So wird auf der sprachlichen Ebene verdeutlicht, dass Werther ein sehr gefühlsgeleiteter Mensch ist.

Auch der von Wolf Lepenies beschriebene Rückzug in die Innerlichkeit wird auf diese Weise schon in der Form des Romans manifestiert. „Werthers Briefe sind weniger Briefe als Tagebuchaufzeichnungen. Sie dienen weniger dem Bericht als dem Nacherleben in der Einbildungskraft, vom Werther, schreibend, auch immer wieder überwältigt wird.“ Das Ausbleiben der Antworten Wilhelms stört den Lesefluss folglich nicht. Schon die Form des Romans zeigt somit die Einsamkeit des Protagonisten und seine Ich-Bezogenheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit sowie der methodischen Vorgehensweise.

2 Melancholie: Historische Herleitung des Begriffs der Melancholie von der hippokratischen Säftelehre bis zum Verständnis im 18. Jahrhundert.

2.1 Diachroner Melancholie-Begriff: Erläuterung der Begriffsgeschichte und der Entwicklung vom physischen Leiden zum Persönlichkeitsmerkmal.

2.1.1 Melancholie im 18. Jahrhundert: Einordnung der Melancholie in den gesellschaftlichen Kontext der Zeit und das Aufkommen der Einsamkeit als melancholische Komponente.

2.2 Melancholie-Behandlung: Überblick über historische Therapiemöglichkeiten, von medizinischen Ansätzen bis hin zu therapeutischen Gesprächen.

3 Die Leiden des jungen Werther: Anwendung der erarbeiteten Theorie auf den Briefroman von Goethe.

3.1 Discours-Ebene: Untersuchung der formalen Struktur des Briefromans und wie diese die subjektive Sichtweise Werthers prägt.

3.1 Werthers Leiden: Analyse der melancholischen Anzeichen und Äußerungen Werthers direkt aus dem Text.

3.2 Werther als Künstler: Diskussion über das Selbstbild Werthers als Künstler und seine Unfähigkeit zur produktiven Gestaltung der Realität.

3.3 Werthers unglückliche Liebe: Betrachtung der Liebe zu Lotte als Symptom und Katalysator seiner psychischen Verfassung.

3.4 Gesellschaftsbezüge: Analyse des Verhältnisses zwischen Werthers individuellem Daseinsgefühl und den bürgerlichen Lebensbedingungen.

3.5 Nebenfiguren: Vergleich der melancholischen Züge Werthers mit anderen Figuren im Roman, die als Parallelen fungieren.

3.6 Werthers eigener Standpunkt: Auseinandersetzung mit Werthers Selbstreflexion und seiner Rechtfertigung des Suizids.

4 Fazit: Zusammenfassende Erkenntnisse über die Verwebung von Melancholie-Diskurs und literarischer Gestaltung in Goethes Werk.

5 Ausblick: Diskussion weiterer Möglichkeiten zur Erforschung der Melancholie-Thematik in Goethes Gesamtwerk.

6 Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

6.1 Primärliteratur: Auflistung der verwendeten Werkausgaben.

6.2 Sekundärliteratur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Melancholie, Johann Wolfgang von Goethe, Die Leiden des jungen Werther, Briefroman, Psychopathologie, 18. Jahrhundert, Literaturwissenschaft, Ich-Bezogenheit, Suizid, Künstlertum, Einsamkeit, Innerlichkeit, Säftelehre, Identitätskrise, Subjektivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Manifestation des Melancholie-Begriffs in Goethes Roman "Die Leiden des jungen Werther" und untersucht, wie das Motiv der Melancholie die Figur Werther und die Struktur des Romans beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Melancholie-Begriffs, das Selbstbild des Protagonisten als Künstler, die Rolle der unglücklichen Liebe und der Einfluss gesellschaftlicher Strukturen auf psychische Zustände.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie vielschichtig sich das Melancholie-Phänomen im Roman manifestiert und welche Bedeutung dies für das Verständnis von Goethes Werk in seinem zeitgenössischen Kontext hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Text des Romans in den Kontext historischer Melancholie-Konzepte (wie der Pseudo-Aristotelischen Problematata) sowie soziologischer Betrachtungen (z.B. nach Wolf Lepenies) setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Melancholie-Begriff und eine detaillierte Textanalyse. Dabei werden die Discours-Ebene, Werthers Leiden, sein Scheitern als Künstler, die Bedeutung von Nebenfiguren und sein Standpunkt zum Suizid untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Melancholie, Identitätskrise, Briefroman, Subjektivität, Künstlertum und die literarische Auseinandersetzung mit der "Krankheit zum Tode" beschreiben.

Inwiefern spielt die Form des Briefromans eine Rolle für die Melancholie-Darstellung?

Die Form des Briefromans unterstreicht Werthers Isolation und seine extreme Subjektivität, da die Leserschaft lediglich Einblick in seine eigene, durch Gefühle gefilterte Wahrnehmung der Welt erhält.

Wie bewertet die Arbeit das Verhältnis von Werther zu den Nebenfiguren?

Nebenfiguren wie der Bauer oder die junge Selbstmörderin dienen als Parallelen zu Werther, die verdeutlichen, dass das Melancholie-Syndrom nicht nur ein individuelles Problem des Protagonisten ist, sondern im Roman eine umfassendere Bedeutungsebene einnimmt.

Wie begründet die Arbeit Werthers Suizid?

Die Arbeit analysiert, dass Werther seinen Suizid als letzte Konsequenz seiner Leidensgeschichte und als einen Akt der Freiheit stilisiert, wobei er die Krankheit jedoch gleichzeitig als Entschuldigung für fehlende Veränderung instrumentalisiert.

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Résumé des informations

Titre
Manifestationen der Melancholie in Goethes "Die Leiden des jungen Werther"
Université
University of Hamburg  (Germanistik)
Cours
Literatur und Melancholie
Note
1,0
Auteur
Lara-Sofie Goebel (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
24
N° de catalogue
V1597322
ISBN (PDF)
9783389144480
ISBN (Livre)
9783389144497
Langue
allemand
mots-clé
Melancholie Literatur Die Leiden des jungen Werther Goethe
Sécurité des produits
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Citation du texte
Lara-Sofie Goebel (Auteur), 2023, Manifestationen der Melancholie in Goethes "Die Leiden des jungen Werther", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1597322
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Extrait de  24  pages
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