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Inklusion in der Schule. Grundlagen für einen Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes

Von der Förderschule für geistige Entwicklung zur Inklusiven Schule

Titel: Inklusion in der Schule. Grundlagen für einen Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes

Fallstudie , 2024 , 23 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lisa Lambardt (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Darstellung eines Schulentwicklungskonzepts ist das Herzstück dieser Arbeit. Hierzu wird im praktischen Teil der Fallstudie, im dritten Kapitel, ein Blick auf die Maßnahmen des normativen Bildungsmanagements geworfen, sowie auf Ziele im Sinne
des strategischen Bildungsmanagements, und drei BSC für das operative Bildungsmanagement entworfen. Bei Letzterem wird auch auf mögliche Stolpersteine eingegangen.

Als Grundlage dafür nützt der theoretische Teil dieser Arbeit, welcher Kapitel zwei zu entnehmen ist. Dieser dient auch der Sensibilisierung für und der Entwicklung eines Verständnisses von Schule und Inklusion. So werden die Begriffe Schulentwicklung und Schulische Inklusion definiert und in einen Kontext gesetzt. Weiterhin werden vier verschiedenen Elemente einer inklusiven Schule beleuchtet. Das sind: Die Zusammensetzung der Schülerschaft, die Gestaltung von Unterricht, soziale Gruppenprozesse und Interdisziplinarität der am Schulleben beteiligten Personen. Die Arbeit wird abschließend mit einer Diskussion und einem Ausblick abgerundet

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Abkürzungsverzeichnis
  • Abbildungsverzeichnis
  • Tabellenverzeichnis
  • Inhaltsverzeichnis
  • 1. Einleitung
    • 1.Problemstellung
    • 2. Zielsetzung
    • 3. Aufbau der Arbeit
  • 2. Theoretische Grundlagen: Schule und Inklusion
    • 1. Begriffsbestimmung Schulentwicklung
    • 2. Begriffsbestimmung Schulische Inklusion
    • 3. Schulentwicklung und schulische Inklusion im Kontext
    • 4. Elemente der inklusiven Schule
      • 1. Zusammensetzung der Schülerschaft
      • 2. Gestaltung von Unterricht
      • 3. Soziale Gruppenprozesse
      • 4. Interdisziplinarität der am Schulleben beteiligten Personen
  • 3. Praktischer Teil: Ein Schulentwicklungskonzept
    • 1. Maßnahmen auf Ebene des normativen Bildungsmanagements
    • 2. Drei Zielsetzungen des Strategischen Bildungsmanagements
    • 3. Balanced Score Card für das operative Bildungsmanagement & Stolpersteine
  • 4. Diskussion & Ausblick
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang A Maßnahmen des strategischen Bildungsmanagements

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Grundlagen für den Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes darzulegen, welches einer Förderschule den Weg zur Transformation in eine inklusive Schule ebnet. Die zentrale Forschungsfrage ist, inwiefern sich diese Grundlagen für die Umstrukturierung einer Förderschule zu einer inklusiven Schule gestalten.

  • Entwicklung eines Schulentwicklungskonzepts für inklusive Bildung.
  • Analyse des normativen, strategischen und operativen Bildungsmanagements.
  • Definition und Kontextualisierung von Schulentwicklung und schulischer Inklusion.
  • Identifikation und Beschreibung der Elemente einer inklusiven Schule.
  • Entwurf von Balanced Score Cards (BSC) zur operativen Umsetzung.
  • Betrachtung von Herausforderungen und Stolpersteinen im Umstrukturierungsprozess.

Auszug aus dem Buch

2.2 Begriffsbestimmung Schulische Inklusion

Laut Piezunca et al. (vgl. 2017, S. 207) ist der Begriff der schulischen Inklusion in Deutschland nicht klar definiert. Die Forscherin und Kolleginnen/ Kollegen geben als Resultat derer intensiven, qualitativen Forschung vier Teilbereiche vor, die der schulischen Inklusion zuzuordnen sind. Dabei handelt es sich um: Die Umsetzung eines Rechtsanspruchs für Schülerinnen und Schüler (SuS), welche eine Behinderung haben; die “bestmögliche Leistungsförderung von einzelnen Schülergruppen”; Teilhabe von SuS und damit einhergehend auch Wohlbefinden von SuS; und weiterhin “das Überwinden von sozial konstruierten Differenzlinien im Denken und Handeln als Utopie” (ebd., S. 207). Im Kern haben diese vier Dentitionen die Überwindung sozial konstruierter Differenzen von SuS gemeinsam (vgl. ebd.).

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld bezeichnen schulische Inklusion als in Phänomen, als “besonders herausgehobene Erscheinungsform eines sozialen Gegenstandes oder Prozesses, der sich damit von anderen abgrenzt” (Braksiek et al., 2022, S. 3). Weiterhin sei der Zugang zur schulischen Inklusion zunehmen zu differenzieren. Im Sinne einer systematischen, theoretischen und empirischen Annäherung, benennen Braksiek et al. drei Dimensionen schulischer Inklusion. Das sind die schulpraktische, bildungspolitische und disziplinäre Dimension (vgl. ebd., S. 4). Insgesamt führe die Auseinandersetzung mit der Thematik zu einem Fokus auf Heterogenität, Diversität, sowie Behinderung auf methodischer Unterrichtsebene (Berücksichtigung der Verschiedenheit der SuS beim Lernen), als auch auf thematischer Unterrichtebene (Thematisierung von Verschiedenheit) (vgl. ebd.).

Mit Beginn des 18. Jahrhundert ist das deutsche Schulsystem segregiert. Inklusion gibt es nicht. Kinder mit Behinderungen werden getrennt unterrichtet. So gibt es Schulen für Kinder mit Seh- und Hörschädigungen und Schulen für Kinder mit Lern- und Leistungsbehinderungen, um diese Bildung zu ermöglichen und die damaligen Volksschulen zu entlasten (vgl. Möckel, 2007, S. 13 ff); vgl. Hänsel, 2003, S. 591). Das segregierte System bleibt mit dem Ende das Kaiserreichs und mit Entstehung der Weimarer Reichsverfassung bestehen: Das Schulsystem wird weiter ausdifferenziert und einzelne Hilfs- und Sonderschulen etablieren sich (vgl. Klemm, 2021, S. 10 ff.). Im dritten Reich setzt sich erstmals mit dem Reichsschulpflichtgesetzt (1938) eine verpflichtende Beschulung von Kindern mit physischen und geistigen Behinderungen an Hilfsschulen (auch als Sonderschule bezeichnet) durch (vgl. Ellgert-Rüttgardt, 2016, S. 22 ff.). Die Verschärfung des Exklusionsgedankens steht in engem Zusammenhang mit der Rassenideologie der Nationalsozialisten (vgl. Steinmetz, Wrase, Helbig, Döttinger, 2021, S. 60). An Inklusion ist nicht zu denken. Auch nach der NS-Zeit persistiert das segregierte Schulsystem mit Exklusionsgedanken: Von 1952 bis 1976 entstehen immer mehr Sonderschulen (von 915 auf 2705 Schulen). Bis 1970 gibt es schließlich mehr Sonderschulen als Regelschulen (vgl. Dietze, 2019, S. 96). Damit hatte sich die Anzahl an SuS mit Sonderpädagogischem Förderbedarf (SPF) mehr als verdoppelt (vgl. ebd., S 116).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Problemstellung einer Förderschule dar, die zu einer inklusiven Schule umstrukturiert werden soll, und formuliert die Zielsetzung sowie die Leitfrage der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: Schule und Inklusion: Definiert zentrale Begriffe wie Schulentwicklung und schulische Inklusion, beleuchtet deren historischen Kontext und identifiziert Schlüsselelemente einer inklusiven Schule.

3. Praktischer Teil: Ein Schulentwicklungskonzept: Entwirft konkrete Maßnahmen für ein Schulentwicklungskonzept, gegliedert nach normativem, strategischem und operativem Bildungsmanagement, inklusive Balanced Score Cards und potenziellen Stolpersteinen.

4. Diskussion & Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Herausforderungen bei der Entwicklung strategischer Ziele und gibt einen Ausblick auf weitere Forschungsmöglichkeiten.

Schlüsselwörter

Inklusion, Schulentwicklung, Förderschule, Inklusive Schule, Bildungsmanagement, Strategisches Management, Normatives Management, Operatives Management, Balanced Score Card, Sonderpädagogischer Förderbedarf (SPF), Heterogenität, Schülerinnen und Schüler (SuS), Unterrichtsgestaltung, Interdisziplinarität, Chancengleichheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Grundlagen für die Erstellung eines Schulentwicklungskonzeptes, das eine Förderschule für geistige Entwicklung zu einer inklusiven Schule umstrukturieren soll.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind Schulentwicklung, schulische Inklusion, Bildungsmanagement auf normativer, strategischer und operativer Ebene sowie die spezifischen Herausforderungen und Elemente einer inklusiven Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Grundlagen für einen erfolgreichen Umbau einer Förderschule zu einer inklusiven Schule darzulegen. Die Leitfrage lautet, inwiefern sich diese Grundlagen für einen Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudie, deren Aufbau an eine typische Gliederung wissenschaftlicher Arbeiten angelehnt ist. Der Fokus liegt auf der Darstellung eines Schulentwicklungskonzepts.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Grundlagen zu Schule und Inklusion, inklusive Begriffsbestimmungen und Elementen einer inklusiven Schule, sowie einen praktischen Teil mit Maßnahmen des normativen, strategischen und operativen Bildungsmanagements.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Inklusion, Schulentwicklung, Bildungsmanagement, Förderschule, Balanced Score Card und Sonderpädagogischer Förderbedarf charakterisiert.

Was versteht die Arbeit unter "normativem Bildungsmanagement"?

Normatives Bildungsmanagement dient dazu, die Leitlinien, Bildungsziele, Leitsätze und Grundsätze einer Bildungsinstitution festzulegen, um eine breite Akzeptanz und Identifikation der Mitglieder zu fördern.

Welche Herausforderungen sind mit der Anbahnung inklusiver Bildung verbunden?

Die Anbahnung inklusiver Bildung ist ein herausfordernder Prozess, der eine ausführliche Bedarfserfassung, Weiterbildung des Lehrpersonals, Hinzuziehung von Fachkräften und Anpassung der räumlichen Gegebenheiten erfordert.

Wie wird die schulische Inklusion in Deutschland historisch eingeordnet?

Die Arbeit beschreibt eine lange Phase der Segregation seit dem 18. Jahrhundert, in der Kinder mit Behinderungen getrennt unterrichtet wurden. Erst mit der Behindertenrechtskonvention 2009 gewann die Entwicklung schulischer Inklusion an Fahrt, obwohl die praktische Umsetzung bis heute stockend ist.

Welche Rolle spielen Balanced Score Cards (BSC) im Schulentwicklungskonzept?

BSC werden als praxisnaher Ansatz für das operative Bildungsmanagement eingesetzt, um die Umsetzung strategischer Ziele zu erleichtern und Schwierigkeiten zu vermeiden, indem sie strategische und operative Ebene verbinden.

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Details

Titel
Inklusion in der Schule. Grundlagen für einen Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes
Untertitel
Von der Förderschule für geistige Entwicklung zur Inklusiven Schule
Note
1,7
Autor
Lisa Lambardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
23
Katalognummer
V1597649
ISBN (PDF)
9783389140062
ISBN (Buch)
9783389140079
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Balanced Score Card Schulentwicklung Schulische Inklusion Heilpädagogik normatives Bildungsmanagement Strategisches Bildungsmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Lambardt (Autor:in), 2024, Inklusion in der Schule. Grundlagen für einen Entwurf eines Schulentwicklungskonzeptes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1597649
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Leseprobe aus  23  Seiten
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