Die heutige Wirtschaft zwingt viele Unternehmen im Rahmen der Globalisierung und des Global Sourcings zu Optimierungen der Prozesse und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit. Dies ist einer der Gesichtspunkte, warum das Supply Chain Management (SCM) immer mehr an Stellenwert im Unternehmen gewinnt. Im Verlauf dieser Arbeit ergeben sich theoretische Ansätze, wie Prozesse zu einem
Unternehmenserfolg innerhalb eines SCM führen können, sowie praktische Umsetzungen mit absehbaren Hindernissen in der Erreichung dieser Ziele. Diese Arbeit unterteilt sich in drei wesentliche Kapitel im Zusammenhang mit dem SCM. So werden im ersten Teil die Merkmale, Ziele und Aufgaben eines SCM erörtert und beschrieben. Hierbei werden die Thematiken mit gewissen Grundansätzen behandelt und auf die heutige Situation in der Wirtschaft widergespiegelt. Das SCM kann in allen Bereichen der Industrie angewendet werden. Die Thematik sowie die Ausarbeitung dieser Arbeit beziehen sich auf ausgewählte Bereiche der Automobilindustrie.
Im Weiteren werden bestimmte Bereiche der Automobilindustrie diskutiert. Dabei werden die wichtigsten Merkmale der Automobilhersteller beschrieben und dessen Fakten dargestellt. Zudem wird im Verlauf dieser Arbeit vorgestellt, welche einflussreiche Bedeutung die Automobilindustrie für den Standort Deutschland besitzt. Neben der Tatsache, dass die Automobilbranche einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Bundesrepublik Deutschland ist, können sich dennoch bei Absatzschwankungen, wie Sie im Jahre 2009 durch die Wirtschaftskrise entstanden sind, enorme Probleme
entwickeln. Im letzten Teil dieser Arbeit werden schließlich wesentliche Sachgebiete in Bezug auf die Wertschöpfungsketten des SCM beschrieben. Um hierbei eine einheitliche Darstellung zu erzielen, wird die Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Hersteller
genauer betrachtet. Hierbei wird auf die Vorgehensweise eines Bestellprozesses von der Übermittlung der Daten, über die Produktion beim Lieferanten bis hin zur Erfüllung der Auslieferung eingegangen. Die daraus resultierenden Schwierigkeiten, die in den täglich ablaufenden Prozessen auftauchen, sollen gleichzeitig einen Einblick in die Verbesserungsmöglichkeiten der Ausführung bieten. In Anlehnung daran werden die Parallelen und die Potenziale der Unternehmungen ermittelt und die Verbesserungsmöglichkeiten dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Supply Chain Management
2.1 Definition und Merkmale des SCM
2.2 Wichtige Ziele des SCM
2.3 Wesentliche Aufgaben des SCM
3. Skizzierung der Automobilindustrie
3.1 Wichtige Merkmale der Automobilindustrie
3.2 Bedeutung der Automobilindustrie für Deutschland
3.3 Mögliche Probleme in der Automobilindustrie
4. Wertschöpfungsstufe Lieferant – Produzent
4.1 Datenverarbeitung
4.1.1 Empfangen
4.1.2 Verarbeiten
4.1.3 Senden
4.2 Produktion
4.2.1 Daten verarbeiten
4.2.2 Produktion planen
4.2.3 Transportvorbereitung
4.2.3.1 Verpackung
4.2.3.2 Volumen
4.3 Transport
4.3.1 Strecke
4.3.2 Kosten
4.4 Probleme
4.4.1 Zeitliche Verzögerung
4.4.2 Restriktionen
5. Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die theoretischen Ansätze des Supply Chain Managements (SCM) und deren praktische Anwendung in der Automobilindustrie, um Prozesse entlang der Wertschöpfungskette von Lieferanten und Produzenten zu optimieren und Wettbewerbsvorteile durch effiziente Informations- und Warenflüsse zu erzielen.
- Grundlagen und Definitionen des Supply Chain Managements
- Strukturanalyse der deutschen Automobilindustrie
- Prozessoptimierung in der Zusammenarbeit zwischen Lieferant und Produzent
- Identifikation und Lösung von SCM-typischen Problemen wie Zeitverzögerungen und Restriktionen
Auszug aus dem Buch
4.1.2 Verarbeiten
Die Verarbeitung der im vorhergehenden Kapitel empfangenen Daten erfolgt auf der Basis einer so genannten Bedarfsermittlung. Hierbei werden die Rohdaten von VWN in den Systemen der Firma X, unter Berücksichtigung folgender Parameter, verarbeitet. Die Bedarfsermittlung wird systemunterstützt in der Serienteiledisposition mit verschiedenen Parametern abgeglichen und modifiziert. Es werden zum Beispiel Transportwege, Lieferzyklen, Losgrößen und Wertigkeiten der Teile mit berücksichtigt. In Abbildung 6 ist das Ziel der Disposition in Bezug auf die Anlieferungen und dem Lagerbestand verdeutlicht. Die Rohdaten, welche von Volkswagen überspielt worden sind, müssen unter Berücksichtigung aller genannten Parameter in das Minimum der Gesamtkosten von Lager und Transport gelenkt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz des Supply Chain Managements im Zuge der Globalisierung und skizziert den Aufbau der Arbeit anhand der Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie.
2. Supply Chain Management: Das Kapitel definiert den Begriff SCM, erörtert dessen zentrale Ziele wie Kostenoptimierung und Kundenzufriedenheit sowie die wesentlichen Aufgaben zur Steuerung von Waren- und Informationsflüssen.
3. Skizzierung der Automobilindustrie: Hier werden die Merkmale, die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für den Standort Deutschland sowie spezifische Herausforderungen und Probleme der Automobilindustrie beleuchtet.
4. Wertschöpfungsstufe Lieferant – Produzent: Dieser Kernteil analysiert detailliert die praktischen Prozesse der Datenverarbeitung, Produktion und Logistik zwischen zwei spezifischen Firmen, inklusive der Bewältigung von Lieferverzögerungen und Kapazitätsrestriktionen.
5. Schlusswort: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wonach eine erfolgreiche SCM-Implementierung zwar komplex ist, aber durch kontinuierliche Prozessoptimierung und den Aufbau von Vertrauen maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, SCM, Automobilindustrie, Wertschöpfungskette, Logistik, Prozessoptimierung, Just-in-Time, Lieferant, Produktion, Datenverarbeitung, Lagerhaltung, Kostenoptimierung, Informationsfluss, Kundenzufriedenheit, Warenfluss.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung des Supply Chain Managements (SCM) in der Automobilindustrie, um die Prozesse zwischen Lieferanten und Produzenten effizienter zu gestalten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von SCM, den Anforderungen und Merkmalen der Automobilindustrie sowie der konkreten praktischen Umsetzung von Logistikprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie theoretische SCM-Ansätze in der Praxis zur Prozessoptimierung und Kostenreduktion innerhalb der Wertschöpfungskette beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Untersuchung eines konkreten Fallbeispiels zwischen einem Automobilhersteller (VWN) und einem Zulieferer (Firma X), um die SCM-Prozesse empirisch zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Datenverarbeitung, Produktionsplanung, Transportvorbereitung und die Herausforderungen bei der Materialbeschaffung sowie den Umgang mit Lieferproblemen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind SCM, Wertschöpfungskette, Logistik, Prozessoptimierung, Just-in-Time, Lieferant-Produzent-Beziehung und Automobilindustrie.
Warum ist der sogenannte "Peitscheffekt" (Bullwhip-Effekt) ein zentrales Problem im SCM?
Der Effekt beschreibt, wie kleine Änderungen der Kundennachfrage zu massiven Schwankungen bei den Vorlieferanten führen können, was Überproduktion, unnötige Lagerkosten und Ineffizienzen in der Versorgungskette verursacht.
Welche Rolle spielt die Datenübermittlung mittels EDI in diesem Kontext?
EDI (Electronic Data Interchange) ermöglicht eine standardisierte, automatisierte und fehlerfreie Kommunikation zwischen Unternehmen weltweit, was für eine schnelle und reibungslose Synchronisation der Supply Chain unerlässlich ist.
Wie beeinflusst die Globalisierung die Logistikanforderungen der beschriebenen Firmen?
Durch Global Sourcing und weite Distanzen zwischen Zulieferer und Werk entstehen hohe Anforderungen an die Planungssicherheit, die durch moderne SCM-Tools und eine präzise Synchronisation der Bestände bewältigt werden müssen.
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- Michael Kowalik (Author), 2010, Supply Chain Management in den Wertschöpfungsstufen Lieferant und Produzent am Beispiel der Automobilindustrie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159889