Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval

Zu Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"

Ein parodistischer Artusroman?

Título: Zu Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"

Trabajo Escrito , 2010 , 14 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Julia Haase (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana antigua y medieval
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der vorliegenden Arbeit soll die Parodisierung des Artusromans in Strickers Daniel von dem blühenden Tal thematisiert und untersucht werden. Erst seit kurzer Zeit geht die Forschung der Frage nach, inwiefern Strickers Daniel von dem Blühenden Tal ein dezidiert komischer Text sei, in dem die Artusrunde in einer Parodie der Lächerlichkeit dargestellt wird. Einige Zeit blieb das Werk gänzlich unbeachtet. Bezüglich der Frage, ob sich aus der Verkettung der Situationskomik im Daniel ein kritisch-parodistischer Grundzug der gesamten Erzählung ableiten lasse, stehen sich zwei Fraktionen gegenüber. Zum einen wird im Daniel eine affirmierte Weiterentwicklung der Gattung Artusroman gesehen, zum anderen scheint das Werk eine satirische Entlarvung der Artuswelt mit ihren überkommenen Regeln und Geboten zu sein.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Höfische Epik

3. Der Artusroman

4. Inhalt Daniel von dem blühenden Tal

5. Das Parodistische im Roman

5.1. Stand der Forschung

5.2. Indizien für einen parodistischen Roman

5.2.1. Die Riesenvaterepisode im Daniel von dem blühenden Tal

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit Strickers „Daniel von dem blühenden Tal“ als ein parodistischer Anti-Artusroman gelesen werden kann, indem sie die komischen Züge des Werks und die Demontage klassischer Artusideale analysiert.

  • Die Gattung der höfischen Epik und des Artusromans im 13. Jahrhundert
  • Strukturelle Analyse der Handlung und der Rolle des Helden
  • Kritische Auseinandersetzung mit bisherigen Forschungspositionen zur Parodie
  • Untersuchung der Riesenvaterepisode als zentrales Indiz für parodistische Absichten

Auszug aus dem Buch

5.2. Indizien für einen parodistischen Roman

Das zunächst auffälligste Merkmal der Andersartigkeit des Daniel ist dessen Name: Daniel von dem blühenden Tal. Werden im klassischen Artusroman auch „klassische“, dem Genre angepasste Namen für die Hauptperson verwandt, so nutzt Stricker in seinem Roman einen biblischen Namen für seinen Hauptdarsteller.

Daniel bewältigt seine Herausforderungen, âventiuren, mit list und Verstand, aber auch mit viel Glück, was den Anforderungen des klassischen Artusromans nicht ganz entspricht. Die list ersetzt hier den Kampfesmut, die ritterlichen Fähigkeiten im Kampf, und die Kraft des Artusritters. Daniels Glück im Auffinden von mit Zauberkraft ausgestatteten Gegenständen wie dem Zauberschwert des Zwerges Juran oder dem unsichtbaren Netz der Jungfrau von der Grüenen Ouwe ist zwar dem Verlauf des Romans zuträglich, indem es Daniel zum Sieg in seinen âventiuren verhilft, aber andererseits kein Zeichen von ritterlichen Fähigkeiten, wie sie aus Artusromanen wie Erec oder Iwein bekannt sind.

Betrachtet man die Gestalt des Königs Artus, so nimmt dieser im Daniel eine ungleich aktivere Rolle ein, als er dies bis dahin im Artusroman getan hat. Er kämpft nicht nur an der Seite Daniels als Führer seines eigenen Heeres gegen die Heere des Königs von Cluse, sondern wird obendrein am Schluss des Romans in einer durchaus komischen Szene, über die später noch ausführlicher zu reden sein wird, von einem älteren, merkwürdig gekleideten Herrn gefangen genommen. Artus, der normalerweise an seinem Hof verweilt und sich, bevor er mit dem Essen beginnt, zuerst die âventiuren seiner Ritter erzählen lässt, ist nun also ein aktiver Herrscher, der seine Mannen im Kampf unterstützt, aber leider, da er ja nun aktiv am Geschehen teilnimmt, auch nicht vor einer Demütigung durch den Riesenvater gefeit ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsdebatte ein, ob Strickers „Daniel“ eine affirmierte Artusroman-Tradition fortsetzt oder diese satirisch entlarvt.

2. Höfische Epik: Dieses Kapitel skizziert den literarischen Kontext des 13. Jahrhunderts und betont den Wunsch nach Korrektur gegenüber älteren Epen.

3. Der Artusroman: Hier wird die Traditionsgebundenheit des Artusromans erläutert und die zunehmende Abkehr von französischen Vorlagen zugunsten eigener Kompositionen beschrieben.

4. Inhalt Daniel von dem blühenden Tal: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Zusammenfassung der Handlung, von Daniels Aufnahme an Artus Hof bis zu seiner finalen Heirat.

5. Das Parodistische im Roman: Dieser Abschnitt beleuchtet die Forschungsdiskussion zur Parodie und untersucht zentrale Indizien wie die List-Thematik und das Verhalten des Königs.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Roman eher eine Parodie als eine rein komische Erzählung ist, die jedoch ein literarisch gebildetes Publikum voraussetzt.

Schlüsselwörter

Stricker, Daniel von dem blühenden Tal, Artusroman, Parodie, Satire, Höfische Epik, Aventiuren, Ritter, Riesenvaterepisode, Mittelalterliche Literatur, Gattungskritik, List, Intertextualität, Komik, Forschungsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Text „Daniel von dem blühenden Tal“ des Strickers auf seine parodistischen Züge gegenüber der klassischen Artusepik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die Gattungsmerkmale des Artusromans, die Rolle des Helden, die Funktion von Situationskomik sowie der Vergleich mit anderen Werken des 13. Jahrhunderts.

Welches Ziel verfolgt der Autor der Arbeit?

Ziel ist es, die These zu untermauern, dass es sich bei Strickers Werk um einen gezielten „Anti-Artusroman“ handelt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die auf dem Vergleich mit zeitgenössischer Forschungsliteratur und der Textinterpretation basierender Textstellen beruht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Forschungsmeinungen zum Parodistischen im Roman sowie spezifische Episoden wie die Riesenvaterepisode als Beleg für die Persiflage.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie „Parodie“, „Artus-Modell“, „List“, „Anti-Artusroman“ und die „Riesenvaterepisode“.

Warum wird König Artus in der Arbeit als "gedemütigt" beschrieben?

Artus verlässt im Roman seine traditionell passive Rolle und wird durch seine aktive Teilnahme am Kampf in eine Situation gebracht, die ihn – insbesondere im Konflikt mit dem Riesenvater – lächerlich erscheinen lässt.

Welche Rolle spielt die "List" für den Protagonisten Daniel?

Daniel unterscheidet sich vom klassischen Ritter dadurch, dass er Abenteuer nicht primär durch ritterliche Kraft oder Kampfesmut besteht, sondern durch List, Klugheit und magische Hilfsmittel.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Zu Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal"
Subtítulo
Ein parodistischer Artusroman?
Universidad
University of Leipzig
Calificación
1,7
Autor
Julia Haase (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
14
No. de catálogo
V159969
ISBN (Ebook)
9783640779796
ISBN (Libro)
9783640780525
Idioma
Alemán
Etiqueta
Stricker Hausarbeit Blühenden Artusroman
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Julia Haase (Autor), 2010, Zu Strickers "Daniel von dem Blühenden Tal", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159969
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  14  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint