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Kritische Auseinandersetzung mit Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training 'blue-eyed/ brown-eyed'

Title: Kritische Auseinandersetzung mit Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training 'blue-eyed/ brown-eyed'

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dirk Lepping (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Rassismus und Diskriminierung sind ein Teil unseres Gesellschaftssystems; ein
Problem, das jeder von uns kennt. Im alltäglichen Leben wird man häufig mit
Situationen konfrontiert in denen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer
Herkunft oder ihres Äußeren anders behandelt werden als ihre Mitmenschen.
Häufig fühlt man sich anscheinend machtlos und gelähmt. Um eine Möglichkeit
zu geben diese Erfahrungen zu verarbeiten und Möglichkeiten aufzuweisen auf
diese zu reagieren, bieten immer mehr Organisationen sogenannte „Anti-
Rassismus-Workshops“ an. In diesen Workshops wird den Teilnehmern bewusst
gemacht, dass es auf jeden Einzelnen ankommt und dass nur durch das
couragierte Auftreten jedes Einzelnen dieses Problem gelöst werden kann. Jane
Elliotts Workshop „blue-eyed“ ist einer dieser Workshops . Auf eine sehr direkte
und persönliche Art und Weise macht sie auf die Tatsache aufmerksam, dass
Diskriminierung und Rassismus in unserer Gesellschaft existieren und
konfrontiert die Teilnehmer mit deren Auswirkungen. Ob ihre Vorgehensweise
dabei der richtige Weg ist, wird häufig in Frage gestellt. Aus diesem Grund
möchte ich mich im Laufe meiner Hausarbeit mit dem „blue-eyed/ brown-eyed“ -
Konzept kritisch auseinandersetzen und der Frage nachgehen, ob es mehr als nur
ein „eye-opener“ sein kann

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training „blue-eyed“

2.1 Der Ursprung des Workshops

2.2 Das Konzept des Workshops

2.3 Die Ziele des Workshops

3. Kritik am Workshop

3.1 Machtmissbrauch

3.2 Jane Elliotts autoritäre Vorgehensweise

3.3 Keine Möglichkeit des Verlassens des Workshops

3.4 Umgang mit Widerstand

3.5 Täter- Opfer-Dichotomie

3.6 Interpersonalisierung von Rassismus

3.7 Mangelnde Handlungsoptionen

3.8 Verlassen der „Meta-Ebene“

3.9 Verschiedene Wahrnehmungsperspektiven

3.10 Teilnehmerstruktur

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem „blue-eyed/ brown-eyed“-Konzept von Jane Elliott auseinander, um zu untersuchen, ob das Training über eine rein sensibilisierende Funktion als „eye-opener“ hinausgehen kann und welche pädagogischen Implikationen dabei kritisch zu betrachten sind.

  • Ursprung und methodisches Konzept des Anti-Rassismus-Workshops
  • Kritische Analyse des Machtmissbrauchs und der autoritären Vorgehensweise
  • Problematiken der Täter-Opfer-Dichotomie und der Interpersonalisierung
  • Bedeutung von Reflexion und Handlungsoptionen in der Bildungsarbeit

Auszug aus dem Buch

3.1 Machtmissbrauch

Einer der Hauptkritikpunkte an Elliotts Konzept ist ihre sehr persönliche Vorgehensweise, in der sie ihre Macht schamlos missbraucht. Sie wählt den sehr radikalen Weg der direkten Konfrontation. Schon mit der Anmeldung ist jedem Teilnehmer klar, dass dies bereits Teil des Workshops ist. Elliott bestimmt „wo es lang geht und wo man sich ein- und unterzuordnen hat“. In dem Dokumentarfilm „blue-eyed“ ist zum Beispiel zu sehen wie Elliott mit äußerster Härte gegen jemanden vorgeht, der sich bereits beim Eintragen in die Liste zu wehren scheint, indem sie ihn sofort herauswerfen lässt.

Die Teilnehmer befinden sich folglich von Anfang an in einer Dilemmasituation: „Entweder sie erdulden die Verletzungen elementarer Sittlichkeit zu Gunsten der gemeinsamen Lernerfahrung oder sie wehren sich dagegen und stellen so die gemeinsame Übereinkunft zur Teilnahme an einem Anti-Rassismus-Training in Frage“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik von Rassismus und Diskriminierung sowie die Fragestellung zur Wirksamkeit des „blue-eyed“-Workshops.

2. Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training „blue-eyed“: Darstellung der historischen Entstehung, des Ablaufs und der pädagogischen Intention hinter der Übung.

3. Kritik am Workshop: Umfassende Auseinandersetzung mit methodischen Schwächen, wie Machtmissbrauch, Rollenfestschreibungen und mangelnder Reflexion.

4. Schlussfolgerung: Fazit über die Notwendigkeit einer fachlichen Vor- und Nachbereitung, um das Training als pädagogisches Instrument sinnvoll nutzbar zu machen.

Schlüsselwörter

Anti-Rassismus-Training, blue-eyed, Diskriminierung, Machtmissbrauch, pädagogische Reflexion, Rassismus, Handlungsoptionen, Rollenspiel, Vorurteile, Interpersonalisierung, Teilnehmerstruktur, Machtverhältnisse, Meta-Ebene, Lernprozesse, soziale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das „blue-eyed“-Training von Jane Elliott und analysiert kritisch dessen Vorgehensweise, psychologische Auswirkungen und die Eignung als pädagogisches Instrument.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen Machtmissbrauch in pädagogischen Settings, die Konstruktion von Täter-Opfer-Rollen, die Problematik von Alltagstheorien über Rassismus und die Bedeutung von Reflexionsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Wirksamkeit und die Ambivalenzen des Trainings zu beleuchten und zu klären, ob es als reine Konfrontationsübung ausreicht oder eine tiefere pädagogische Einbettung benötigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die kritische Auseinandersetzung mit Dokumentarfilmen über den Workshop sowie die Auswertung von fachwissenschaftlichen Diskussionen zu den Themen Rassismus und Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Kritik am Workshop, insbesondere dem autoritären Verhalten der Trainerin, der Dichotomisierung von Teilnehmern und dem Mangel an konkreten Handlungsoptionen für den Alltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Anti-Rassismus-Training, Machtmissbrauch, Diskriminierung, pädagogische Reflexion, Rassismus und Rollenspiel.

Inwiefern spielt der „Meta-Ebene“-Wechsel eine Rolle?

Das Verlassen der Versuchsebene, um theoretische Erklärungen einzufügen, führt laut Arbeit oft zu Verwirrung bei den Teilnehmern und einer Vermischung von Rollen, was die Wirksamkeit des Trainings in Frage stellen kann.

Warum ist die „Täter-Opfer-Dichotomie“ problematisch?

Die Arbeit argumentiert, dass die starre Zuweisung dieser Rollen im Workshop die Komplexität gesellschaftlicher Diskriminierungsstrukturen ausblendet und ein zu simples Bild von Rassismus vermittelt.

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Details

Title
Kritische Auseinandersetzung mit Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training 'blue-eyed/ brown-eyed'
College
University of Münster  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Alltagsrassismus und Bildung
Grade
2,0
Author
Dirk Lepping (Author)
Publication Year
2002
Pages
22
Catalog Number
V15998
ISBN (eBook)
9783638209595
Language
German
Tags
Kritische Auseinandersetzung Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training Alltagsrassismus Bildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Lepping (Author), 2002, Kritische Auseinandersetzung mit Jane Elliotts Anti-Rassismus-Training 'blue-eyed/ brown-eyed', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/15998
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