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Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen

Título: Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen

Trabajo , 2009 , 22 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Juliane Felsch (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Nicht erst seit den PISA- Studien ist deutlich geworden, dass es mit dem gegenwärtigen, deutschen Schulsystem nicht zum Besten steht. Doch trotz alledem man muss sich vor Augen führen, dass eben diese Studie, welche erstmals 2000 durchgeführt wurde, Anlass gab, die Bildungs- und Schulpolitik in Deutschland wieder stärker ins Bewusstsein der Politiker, aber auch der Bevölkerung zu rücken. Die 15 jährigen deutschen Schüler und Schülerinnen lagen im Jahr 2000 in jedem der drei Bereiche, welche PISA bis dahin erfasste, daher Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft, unter dem OECD- Durchschnitt, was dazu führte, dass in der Folge auch von einem sogenannten „PISA- Schock“ gesprochen wurde. Im Rahmen dieser Diskussion blickten die Medien, wie auch die Wissenschaft verstärkt über die Ländergrenzen hinweg, um dort Ausschau nach möglichen Anregungen zu halten. Nicht nur Finnland, der dreimalige Spitzenreiter bei PISA, sondern auch dessen Nachbarland Schweden, mit seinem Einheitsschulmodell, rückten in das Blickfeld. Schon seit den 60er Jahren nahm Schweden immer wieder an internationalen Schulleistungsstudien teil. Vor allem in den letzten Jahren jedoch, tat sich Schweden durch gute Leistungen hervor. So wurden bei der PISA- Studie 2000 Ergebnisse erzielt, die signifikant über dem OECD- Durchschnitt lagen. Im Folgejahr sicherte sich Schweden bei der Internationalen Grundschul- Lese- Untersuchung (IGLU bzw. PIRLS), welche die Lesekompetenz von 10 jährigen Schülern und Schülerinnen prüft, sogar Platz eins. In diesem Zusammenhang muss man jedoch betonen, dass deutsche Viertklässler, anders als die deutschen 15- Jährigen, bei PISA, im internationalen Vergleich mithalten konnten. Bei IGLU 2001 belegte Deutschland, unter den 35 teilnehmenden Ländern Platz elf. Ausgehend davon rückt die Frage nach der Wichtigkeit des Überganges von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen in den Mittelpunkt. Klaus Klemm, Erziehungswissenschaftler der Universität Essen zieht folgende Schlüsse aus IGLU und PISA: „ Bis zur vierten Klasse läuft es im internationalen Vergleich im Großen und Ganzen normal. Die Schwierigkeiten beginnen mit Klasse fünf.“ In diesem Kontext ist auffallend, dass alle Länder, so auch Schweden, die z.B. bei PISA sehr gut abschnitten, ausschließlich Länder sind, in denen die Schüler bis zum 15. oder 16. Lebensjahr gemeinsam lernen und sich erst dann für unterschiedliche Bildungsgänge entscheiden. Eine frühe Sortierung der Kinder, wie es in Deutschland...

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Daten und Informationen zum Land Schweden

2.1 Großes Land – geringe Einwohnerzahl

2.2 Viele neue Schweden

2.3 Sprache und Religion

2.4 Politisches System und der Wohlfahrtsstaat

2.5 Die Wirtschaft

2.6 Bildungssystem

2.7 Fazit

3. Die Entwicklung zur Einheitsschule

4. Das gegenwärtige schwedische Schulsystem

4.1 Die Vorschultätigkeit

4.2 Das Pflichtschulwesen: „grundskola“, „samskola“, „särskola“ und „specialskola“

4.3 Das freiwillige Schulsystem: „gymnasieskola“

4.4 Ausblick: Erwachsenenbildung, Hochschule und Universität

4.4.1 Erwachsenenbildung

4.4.2 Hochschule und Universität

5. Fazit

6. Ausblick

7. Literaturangaben

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den schwedischen Einheitsschulgedanken vor dem Hintergrund der Diskussion um Gemeinschaftsschulen in Deutschland. Ziel ist es, die strukturellen Besonderheiten des schwedischen Systems, insbesondere die Förderung individueller Lernprozesse ohne frühe Auslese, zu analysieren und deren Übertragbarkeit bzw. Relevanz für das deutsche Bildungssystem kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung des schwedischen Einheitsschulsystems
  • Struktur und Organisation der "grundskola" und "gymnasieskola"
  • Individuelle Lernförderung und Inklusionsansätze im schwedischen Schulalltag
  • Rolle der Lehrer-Schüler-Relation und der schulinternen Evaluation
  • Vergleich zur deutschen Bildungsstruktur und Debatte um die Gemeinschaftsschule

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Vorschultätigkeit

Die Vorschultätigkeit ist grundsätzlich für Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren gedacht, daher für Kinder, die noch nicht die Schule besuchen. Ausgehend von dem Prinzip der Gleichheit der Geschlechter, welches eingangs im Zusammenhang mit dem Wohlfahrtsstaat angedeutet wurde, haben Eltern den Anspruch ihr Kind ab Vollendung des ersten Lebensjahrs in der Vorschule unterzubringen. Damit soll vor allem Frauen ermöglicht werden eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie herzustellen. In diesem Kapitel soll jedoch von der allgemeinen Vorschultätigkeit einmal abgesehen werden das Augenmerk auf die sogenannte „förskoleklass“ (Vorschulklasse) gelegt werden, da diese für die folgende Thematik von größerer Bedeutung erscheint. Am 1. Januar 1998 wurde die „förskoleklass“ in Schweden eingeführt. Diese neue Schulform richtet sich an 6- Jährige. Jede Kommune ist verpflichtet eine solche Vorschulklasse einzurichten, ihr Besuch hingegen ist freiwillig. Doch auch wenn die allgemeine Schulpflicht in Schweden erst ab dem 7. Lebensjahr gilt, nehmen nahezu alle 6- jährigen Kinder an dieser freiwilligen Schulform teil. Allein im Jahr 2000 haben 93% dieses kostenlose Angebot in Anspruch genommen. Für die Vorschulklasse wie auch die Vorschule gibt es ein Curriculum. Schon dies verdeutlicht das Anliegen Schwedens, nämlich die Kinderbetreuung und die Schule einander näher zuubringen. So ist es keine Seltenheit, dass die „förskoleklass“ räumlich an die „grundskola“ angeschlossen ist, aber auch die Vorschullehrer mit den Kindern gemeinsam an die Grundschule wechseln. Abgesehen von der Tatsache, dass in Schweden solche Vorschulklassen als Art Gelenk zwischen den Einrichtungen der Vorschultätigkeit und der „grundskola“ genutzt werden und ihr Potential für einen harmonischen Eintritt in das schwedische Pflichtschulwesen erkannt wurde, will man damit dazu beitragen, dass alle Kinder über gleichwertige Voraussetzungen vor dem Schulbeginn verfügen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des deutschen Schulsystems im Kontext internationaler Leistungsvergleiche ein und begründet das Interesse am schwedischen Modell.

2. Grundlegende Daten und Informationen zum Land Schweden: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die geographischen, demografischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Schwedens als Basis für das Verständnis des Schulsystems.

3. Die Entwicklung zur Einheitsschule: Hier wird der historische Umbau des schwedischen Bildungswesens von einem gegliederten System hin zur heutigen Einheitsschule nachgezeichnet.

4. Das gegenwärtige schwedische Schulsystem: Dieses Kapitel detailliert die aktuellen Schulstrukturen von der Vorschule über die Pflichtschule bis hin zur gymnasialen Oberstufe und Erwachsenenbildung.

5. Fazit: Das Fazit synthetisiert die Erkenntnisse über die Erfolgsfaktoren des schwedischen Systems und reflektiert diese hinsichtlich einer Anwendbarkeit auf deutsche Verhältnisse.

6. Ausblick: Der Ausblick thematisiert die Grenzen der Übertragbarkeit schwedischer Modelle und formuliert weiterführende Fragen für zukünftige bildungspolitische Diskussionen.

7. Literaturangaben: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Einheitsschule, Schweden, Grundskola, Gymnasieskola, Bildungssystem, Individuelle Förderung, Schulentwicklung, Leistungsvergleich, PISA, Gemeinschaftsschule, Schulpflicht, Inklusion, Skolverket, Schulreform, Bildungsbiografie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das schwedische Einheitsschulwesen und untersucht, welche Ansätze zur Organisation und individuellen Förderung erfolgreich dazu beitragen, dass Schweden in internationalen Bildungsstudien wie PISA meist gut abschneidet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Genese der schwedischen Einheitsschule, die Struktur des aktuellen Schulsystems, die Bedeutung der Inklusion und individuellen Förderung sowie der Vergleich mit dem gegliederten deutschen Bildungssystem.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Gründe für den Erfolg des schwedischen Schulmodells zu identifizieren und zu prüfen, inwieweit Aspekte wie die längere gemeinsame Schulzeit ohne frühe Auslese als Impulsgeber für die deutsche Gemeinschaftsschuldebatte dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literatur- und Dokumentenanalyse, in der bestehende Studien, Bildungsstatistiken und offizielle Regelungen des schwedischen Schulwesens ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die historischen Hintergründe der Schulreformen in Schweden, die detaillierte Beschreibung der aktuellen Schulstufen (Vorschule, Grundschule, Gymnasium) sowie eine Analyse der pädagogischen Konzepte zur individuellen Förderung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Einheitsschule, Grundskola, individuelle Förderung, Schulentwicklung, PISA-Studie und Gemeinschaftsschule.

Welche Rolle spielen die Lehrer-Schüler-Planungsgespräche?

Diese regelmäßigen Gespräche werden als Schlüsselelement für den Erfolg angesehen, da sie ein zielgerichtetes, individuelles Feedback ermöglichen, das über reine Notenvergabe hinausgeht und die Lernplanung unterstützt.

Kann das schwedische System eins zu eins auf Deutschland übertragen werden?

Nein, der Autor betont, dass das schwedische Schulsystem tief in den gesellschaftlichen, historischen und politischen Gegebenheiten des Landes verwurzelt ist und daher nicht einfach exportiert oder kopiert werden kann.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen
Universidad
Dresden Technical University
Curso
Gemeinschaftsschulen in Deutschland
Calificación
2,0
Autor
Juliane Felsch (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
22
No. de catálogo
V159999
ISBN (Ebook)
9783640728770
ISBN (Libro)
9783640729173
Idioma
Alemán
Etiqueta
Schwedische Schulwesen PISA IGLU Bildung und Lernen in Schweden Vorschulklasse förskoleklass Vorschule förskola ; LPFÖ 98 Grundschule Gymnasium Gemeinschaftsschule Differenzierung grundskola
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Juliane Felsch (Autor), 2009, Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159999
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