Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen


Hausarbeit (Hauptseminar), 2009

22 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Daten und Informationen zum Land Schweden
2.1 Großes Land - geringe Einwohnerzahl
2.2 Viele neue Schweden
2.3 Sprache und Religion
2.4 Politisches System und der Wohlfahrtsstaat
2.5 Die Wirtschaft
2.6 Bildungssystem
2.7 Fazit

3. Die Entwicklung zur Einheitsschule

4. Das gegenwärtige schwedische Schulsystem
4.1 Die Vorschultätigkeit
4.2 Das Pflichtschulwesen: „grundskola“, „samskola“, „särskola“ und „specialskola“
4.3 Das freiwillige Schulsystem: „gymnasieskola“
4.4 Ausblick:Erwachsenenbildung, HochschuleundUniversität
4.4.1 Erwachsenenbildung
4.4.2 Hochschule und Universität

5. Fazit

6. Ausblick

7. Literaturangaben

1. Einleitung

Nicht erst seit den PISA- Studien ist deutlich geworden, dass es mit dem gegenwärtigen, deutschen Schulsystem nicht zum Besten steht. Doch trotz alledem man muss sich vor Augen führen, dass eben diese Studie, welche erstmals 2000 durchgeführt wurde, Anlass gab, die Bildungs- und Schulpolitik in Deutschland wieder stärker ins Bewusstsein der Politiker, aber auch der Bevölkerung zu rücken. Die 15 jährigen deutschen Schüler und Schülerinnen lagen im Jahr 2000 in jedem der drei Bereiche, welche PISA bis dahin erfasste, daher Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft, unter dem OECD- Durchschnitt, was dazu führte, dass in der Folge auch von einem sogenannten „PISA- Schock“ gesprochen wurde.1 Im Rahmen dieser Diskussion blickten die Medien, wie auch die Wissenschaft verstärkt über die Ländergrenzen hinweg, um dort Ausschau nach möglichen Anregungen zu halten. Nicht nur Finnland, der dreimalige Spitzenreiter bei PISA, sondern auch dessen Nachbarland Schweden, mit seinem Einheitsschulmodell, rückten in das Blickfeld.2 Schon seit den 60er Jahren nahm Schweden immer wieder an internationalen Schulleistungsstudien teil. Vor allem in den letzten Jahrenjedoch, tat sich Schweden durch gute Leistungen hervor. So wurden bei der PISA- Studie 2000 Ergebnisse erzielt, die signifikant über dem OECD- Durchschnitt lagen. Im Folgejahr sicherte sich Schweden bei der Internationalen Grundschul- Lese­Untersuchung (IGLU bzw. PIRLS), welche die Lesekompetenz von 10 jährigen Schülern und Schülerinnen prüft, sogar Platz eins.3 In diesem Zusammenhang muss man jedoch betonen, dass deutsche Viertklässler, anders als die deutschen 15- Jährigen, bei PISA, im internationalen Vergleich mithalten konnten. Bei IGLU 2001 belegte Deutschland, unter den 35 teilnehmenden Ländern Platz elf. Ausgehend davon rückt die Frage nach der Wichtigkeit des Überganges von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen in den Mittelpunkt. Klaus Klemm, Erziehungswissenschaftler der Universität Essen zieht folgende Schlüsse aus IGLU und PISA: „ Bis zur vierten Klasse läuft es im internationalen Vergleich im Großen und Ganzen normal. Die Schwierigkeiten beginnen mit Klasse fünf.“4 In diesem Kontext ist auffallend, dass alle Länder, so auch Schweden, die z.B. bei PISA sehr gut abschnitten, ausschließlich Länder sind, in denen die Schüler bis zum 15. oder 16. Lebensjahr gemeinsam lernen und sich erst dann für unterschiedliche Bildungsgänge entscheiden. Eine frühe Sortierung der Kinder, wie es in Deutschland die Regel ist, ist eben solchen Ländern nicht bekannt.5 Liegt also der Schlüssel zum Erfolg allein im längeren, gemeinsamen Lernen und der damit verbundenen späteren Differenzierung?

Im Zentrum der folgenden Arbeit soll das schwedische Schulwesen stehen. Unter anderem gilt es zu klären, warum Schweden bei internationalen Leistungsvergleichen durchweg gute Noten bekommt? Liegt der Erfolg einzig und allein darin begründet, dass schwedische Kinder eine neunjährige, obligatorische Grundschule besuchen? Ausgehend von dem Seminar „Gemeinschaftsschulen in Deutschland“, auf welches diese wissenschaftliche Arbeit aufbaut, soll der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulsystem untersucht werden. Wenn man sich an dieser Stelle noch einmal die Definition6 von Gemeinschaftsschule, welche Iris Mortag vorgenommen hat, ins Gedächtnis ruft, so scheint es unabdingbar Aspekte des schwedischen Schulsystems, wie zum Beispiel gemischte Alters- bzw. Interessengruppen und längeres gemeinsames Lernen, näher zu beleuchten und hinsichtlich ihrer Effektivität zu prüfen. Diesen Fragen und Aspekten soll in der folgenden Darstellung auf die Spur gegangen werden. Vorab werden jedoch zur Orientierung einige allgemeine Informationen über das Land Schweden gegeben. Im Anschluss erfolgt eine kurze Darstellung, der historischen Entwicklung der Einheitsschule, worauf schließlich die Betrachtung des gegenwärtigen Schulwesens in Schweden und die Auseinandersetzung mit den oben genannten Problemfeldern aufbaut. Im Vordergrund der Darstellung des schwedischen Schulsystems steht die sogenannte „grundskola“, sowie die „gymnasieskola“. Die Vorschulaktivität, die Erwachsenenbildung und das Universitäts- bzw. Hochschulstudium werden aus Zeitgründen lediglich angeschnitten. Im abschließenden Teil dieser Arbeit sollen schließlich neben einer Zusammenfassung und Wertung der Ergebnisse, im Ausblick auch mögliche Schlussfolgerungen für das deutsche Schulsystem dargeboten werden.

Im Zusammenhang mit der Thematik des schwedischen Schulwesens ist zur Literaturlage bzw. zum Forschungsstand folgendes zu sagen. Bereits während der 60er und 70er Jahre wurde im Kontext um die Debatten um die Gesamtschule über das schwedische Schulsystem ausführlich berichtet und geforscht.7 Im Rahmen dieser Arbeit sind jedoch diese Darstellungen und Berichte weniger nützlich, denn im Großen und Ganzen wird eben das schwedische Schulsystem auf dem Stand der 60er und 70er Jahre beleuchtet.8 In der folgenden Darstellung steht jedoch das gegenwärtige schwedische Schulwesen im Mittelpunkt. Von daher muss man sich auf jene Autoren stützen, die seit PISA wieder vermehrt über das schwedische Schulsystem gesprochen und publiziert haben. Vor allen durch das 1991 gegründete nationale „skolverket“ (Nationale Behörde für das Schulwesen) wird eine breite Palette an Studien, Aufsätzen und Statistiken über das schwedische Schulwesen bereitgestellt.9

2. Grundlegende Daten und Informationen zum Land Schweden

Großes Land - geringe Einwohnerzahl

Mit einer Landfläche von 450.000 Quadratkilometern gehört Schweden zu den größten Ländern Europas. Nur Russland, die Ukraine, Frankreich und Spanien sind innerhalb Europas noch größer. Im Gegensatz zu dieser großen Landfläche steht aber die relativ kleine Bevölkerungszahl. 2001 lag die Bevölkerungsdichte bei lediglich 20 Einwohnern je km2, das entspricht einer Einwohnerzahl von ungefähr neun Millionen Menschen. Da ca. 16% der Landfläche nördlich des Polarkreises liegen, lebt die Mehrheit der Bevölkerung in der südlichen Hälfte Schwedens, wo sie sich auf die drei Städte, Stockholm, Malmö und Göteborg konzentriert.10

Viele neue Schweden

Lange Zeit war Schweden ein ethnisch homogenes Land. Vor dem Zweiten Weltkrieg, daher vor 1939 waren die Samen die einzige größere, klar abgegrenzte Minderheit im Land. Doch vor allem während und nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich dieses Bild. Allein im Jahre 1992 wurden 84.000 Menschen überwiegend aus den einstigen Jugoslawien in Schweden aufgenommen. So ist es heute nicht verwunderlich, dass ca. 20 % der Einwohner Schwedens einen Bezug zum Ausland haben, in dem Sinne, dass sie entweder selbst im Ausland zur Welt gekommen sind oder mindestens ein Elternteil außerhalb Schwedens geboren wurde.11

Sprache und Religion

Die Amtssprache Schwedens ist Schwedisch, zusätzlich haben Finnisch, Samisch und die schwedische Gebärdensprache den Status anerkannter Minoritätensprachen. Auffallend ist, dass fast 80% der Bevölkerung Englisch als Fremdsprache sprechen. Ursache dafür, ist wohl die Tatsache, dass Englisch die erste Fremdsprache in der Schule ist, aber auch die Begebenheit, dass Filme und Sendungen im Fernsehen sehr oft lediglich in englischer Sprache zu sehen sind. Zu dem Gesichtspunkt der Religion im Rahmen Schwedens ist Zusagen, dass 1999 ungefähr 84% der Bevölkerung der evangelisch- lutherischen Staatskirche angehörten. Durch eine Gesetz vom 1. Januar 2000 wurde schließlich die schwedische Kirche vom Staat getrennt und somit mit anderen Glaubensgemeinschaften gleichgestellt.12

Politisches System und der Wohlfahrtsstaats

Schweden ist eine parlamentarische Demokratie. Der schwedische Monarch, gegenwärtig König Carl XVI. Gustaf, ist rein konstitutionell. Seine Pflichten sind im Großteil repräsentativer und zeremonieller Natur. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg stellte überwiegend die Sozialdemokratische Arbeiterpartei die Regierung Schwedens, unter welcher der Aufbau des Wohlfahrtsstaats, als politisches Projekt vorangetrieben wurde. Im Zusammenhang mit dem Wohlfahrtsstaat war man bemüht, Privilegien bestimmter Bevölkerungsgruppen und die Benachteiligung anderer sozialer Schichten gegeneinander auszugleichen. Chancengleichheit und Gleichberechtigung für alle Bürger und Bürgerinnen zu gewährleisten, war ein Ziel, welches man umsetzen wollte. Diese Schlagworte spielen auch im gegenwärtigem Bildungswesen eine entscheidende Rolle.13 Der Höhepunkt dieses Wohlfahrtsstaats war in den 70er Jahren anzusiedeln, als schließlich alle - vom Kleinkind bis zum Rentner - erfasst wurden. Obwohl die Wirtschaftskrise des Landes Anfang der 1990er Jahre starke Einsparungen mit sich brachte, kann man sagen, dass der Wohlfahrtsstaats im Großen und Ganzen intakt geblieben ist. Ein Beispiel dafür ist, dass Eltern ab dem zweiten Lebensjahr ihres Kindes Anspruch auf eine Kinderbetreuung haben, die auf ihre Arbeitszeit abgestimmt ist.

Die Wirtschaft

In Bezug auf die Wirtschaft ist hervorzuheben, dass Schweden Mitte des 19. Jahrhunderts noch ein Agrarstaat und somit eines der ärmsten Länder Europas war. Gut 100 Jahre später änderte sich dieses Bild. Ausgehend von dem guten Zugang zu Rohstoffen und der Verarbeitung dieser Ressourcen, gehörte Schweden nun zu den führenden Industrienationen der Welt. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Wirtschaft gut, so dass eben der erwähnte Wohlfahrtsstaats ausgebaut werden konnte.14

Das Bildungssystem in Schweden umfasst vier Bereiche: Vorschule, Schule, Universitäten und Hochschulen, sowie die Erwachsenenbildung. Die Grenze zwischen Kinderbetreuung und Schule ist fließend, denn schon die Vorschule gehört zum Bildungssystem. An der 1998 eingeführten, freiwilligen Schulform, förskoleklass, nahmen im Jahr 1999 93% aller Sechsjährigen teil. Der darauf folgende Besuch der neunjährigen Grundschule ist obligatorisch. Fast alle Schüler und Schülerinnen, in Zahlen ausgedrückt: 98%, wechseln danach an eine dreijährige Gymnasialschule, welche sowohl theoretische, als auch praktische Zweige bereit hält. Zu betonen ist, dass nach Abschluss der Gymnasialschule fast 30% eines Jahrgangs ein Studium beginnen. Abschließend ist zu sagen, dass auf dem Stand von Oktober 2000, die gesamte schwedische Förderung der Forschung und Entwicklung 3,8% des Bruttosozialprodukts beträgt, die höchste Zahl der OECD- Länder.15

Wie schon eingangs betont, sollte dieser erste Teil der Hausarbeit zur Orientierung dienen. Dennoch wurden vor allem im Punkt 2.1.6 Fakten und Informationen genannt, welchen im Verlauf dieser Arbeit nachgegangen werden muss. So ist es erstaunlich, dass nahe zu jeder Schüler, der die neunjährige Grundschule besucht hat, auch anschließend an die dreijährige Gymnasialschule wechselt. Ebenso verblüffend ist Zahl der Jugendlichen, die an einer Universität bzw. an einer Hochschule ein Studium aufnehmen. Diese Daten lassen die Vermutung aufkommen, dass ausgehend davon, dass schwedische Kinder neun Jahre gemeinsam eine Schule besuchen, ein Großteil von ihnen daran interessiert ist ein hohen Abschluss zu erwerben - anders gesagt, eine frühe Differenzierung, wie es in Deutschland der Fall ist, eben durch das zeitige Sortieren in verschiedene Bildungsgänge16, führt dazu, dass das Erreichen eines hohen Bildungsabschlusses, zumindest für gewisse Kinder, erschwert wird.

3. Die Entwicklung zur Einheitsschule

An diesem Punkt der Hausarbeit, werde ich kurz auf die historische Entwicklung des schwedischen Schulsystems eingehen, denn nur sie verdeutlicht, warum das schwedische Schulwesen heute so aussieht, wie es aussieht. Es handelt sich hierbei aber nur um einen knappen Überblick, weil alles Andere den Rahmen sprengen würde. So viel sei gesagt, nachdem 1842 die allgemeine Schulpflicht in Schweden eingeführt wurde, bestand wie auch in Deutschland ein gegliedertes Schulsystem, welches sich aus Volksschule, Realschule und

Gymnasium zusammen setzte. Ausgehend von der schon länger diskutierten Idee, der Volksschule als Grundschule, wurde schließlich in den 1920er Jahren das Schulwesen reformiert und die Volksschule wurde zur Grundschule, an die sich Realschule und letztlich das Gymnasium anschließen sollten. Parallel dazu wurden im Gymnasium neben den Pflichtfächern Fächer zur freien Wahl eingerichtet. Diese sollten den Schülern ermöglichen mehr auf ihre individuellen Stärken und Interessen eingehen zu können.Während der 20er Jahre wurden somit die ersten Grundlagen für das gegenwärtige schwedische Schulwesen gelegt.17 Nachdem 1932 die Sozialdemokratische Partei, welche bis heute fast ununterbrochen die Regierung stellt, an die Macht kam, wurde das bestehende System erneut reformiert. Wie eingangs schon erwähnt, spiegelte sich ihre Idee vom „folkhem“ (Volksheim) und der damit verbundenen Chancengleichheit, auch im Bildungssektor wieder. Somit begann der Umbau des schwedischen Schulsystem hin zum heutigen Einheitschulwesen.18 So wurde 1946 eine Schulkommission eingesetzt, dessen Aufgabe darin bestand, den radikalen Umbau des Schulsystems voranzubringen. Schultypen, wie zum Beispiel die „folkskola“ (Volksschule), die „högre folkskola“ (höhere Volksschule) und die „realskola“ (Realschule) sollten in einer Schulform zusammengefasst werden. Die Kommission erarbeitete schließlich einen Entwurf für eine einheitliche neunjährige „grundskola“ (Grundschule) mit daran anschließenden dreijährigen Gymnasium. Nach einer erfolgreichen Versuchsphase, wurde 1962 die landesweite Einführung der obligatorischen „grundskola“ beschlossen.19 Ziel dieser seit den 1950/60er Jahren einsetzenden Reformen war es nicht nur, in allen Teilen des Landes gleiche Bildungschancen für Jugendliche zu schaffen, sondern auch dass die Möglichkeit der schulischen Bildung von allen sozialen Klassen genutzt werden könne. Des Weiteren rückte auch die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung der Jugendlichen schon in dieser Zeit in den Vordergrund.20 Seit 1970 wurde auch das Gymnasium stärker vereinheitlicht, denn Fach- und Berufsschulen wurden integriert. Eben durch diese Reformen trat jedoch das Problem auf, dass sich viele Erwachsene mit den qualitativ gut ausgebildeten Schulabsolventen konfrontiert sahen. Um dieser Bildungskluft entgegen zu wirken, wurde schließlich 1967 Reformen zur kommunalen Erwachsenenbildung eingeleitet, die die Möglichkeit zum Nachholen des Bildungsabschlusses der „grundskola“ oder „gymnasieskola“ (Gymnasium) bieten sollte.21 Abschließend kann man sagen, dass innerhalb von 30 Jahren das gegliederte Schulsystem zu einem Einheitsschulwesen umgebaut wurde. Die Konsequenz, die sich daraus ergibt, kann nicht anders lauten, als dass Alles seine Zeit

[...]


1 Vgl. Hansel. T. (Hrsg.): PISA-und die Folgen? Die Wirkung von Leistungsvergleichsstudien in der Schule. Herbolzheim, 2003, S.216ff.

2 Vgl. Möhler, J.: Schule der Zukunft? Vision und Realität der schwedischen Skola 2000. Münster, 2008, S.9.

3 Vgl. http://www.bmbf.de/de/6626.php, 23.04.09, 15.58

4 Vgl. http://www.wsws.org/de/2003/apr2003/iglu-a17.shtml, 23.04.09, 16.50.

5 Vgl. Rösner, E.: Die Einführung von Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein. Veränderungen der Schulstruktur als Konsequenz demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Münster; München; Berlin, 2008. S.8f.

6 http://www.uni-leipzig.de/~mortag/Publikationen/GSG.pdf, 24.04.09. Iris Mortag gibt in ihrer Publikation „Die Gemeinschaftsschule ist in aller Munde.. “ folgende Definition „[...] unter einer Gemeinschaftsschule moderner Lesart ein eher struktureller Zusammenschluss von Schulen verstanden wird, in der Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer sozialen, kulturellen oder ethnischen Herkunft, unabhängig vom Geschlecht und von der Religionszugehörigkeit und unabhängig von einer psychischen oder physischen Beeinträchtigung im Idealfall von der 1. bis zur 10. Klasse gemeinsam mit- und voneinander lernen können.“

7 Vgl. Willmann, B.: Programm und Realität der Gesamtschulentwicklung in Schweden. In: Blumenthal, V./ Nieser, B./ Stübig, H./ Willmann, B. & in Verbindung mit Froese, L. (Hrsg.): Programm und Realität der Gesamtschule im Ausland. Zum Stand der strukturell- organisatorischen Maßnahmen in England, Frankreich, Italien, Schweden unddenUSA. München, 1981. S. 409-415.

8 Vgl. Boalt, G. & Husén, T.: Bildungsforschung und Schulreform in Schweden. 1. Aufl. Stuttgart, 1968.

Vgl. Willmann, B. (Bearb.): Materialien zum schwedischen Bildungswesen. Marburg, 1977.

Vgl. Willmann, B.: Soziale Maßnahmen und spezielle Unterrichtsangebote im schwedischen Schulwesen. In: Blumenthal, V./ Nieser, B./ Stübig, H./ Willmann, B. & in Verbindung mit Froese, L. (Hrsg.): Staatliche Maßnahmen zur Realisierung des Rechts auf Bildung in Schule und Hochschule. Zur Situation in England, Frankreich, Italien, Schweden unddenUSA. München, 1981, S. 279-446.

9 Vgl. http://www.skolverket.se/.

10 Vgl. Werler, T.: Schweden. In: Döbert, H./ Hörner, W./ von Kopp, B. & Mitter, W. (Hrsg.): Die Schulsysteme Europas. Baltmannsweiler, 2002, S. 452.

11 http://www.swedengate.de/allgemeines/pdfallgallg.pdf, 24.04.09, 10.57.

12 Vgl. http://www.swedengate.de/allgemeines/pdfallgallg.pdf, 24.04.09, 13.30

13 Vgl. Holz, O. & Grässler, H.: Aktuelle Entwicklungstendenzen im schwedischen Bildungswesen. Dresden, 1999, S. 2.

14 Vgl. http://www.swedengate.de/allgemeines/pdfallgallg.pdf, 24.04.09, 13.42

15 Ebd.

16 Vorrangig ist das Einsortieren in verschiedene Schulformen,wie Realschule, Regelschule, Hauptschule und Gymnasium damit gemeint.

17 Vgl. Schuleder Zukunft, S. 14.

18 Ebd.

19 Vgl. Die Schulsysteme Europas, S. 454.

20 Vgl. http://www.ggg-nrw.de/Struktur/Ekholm.2003-10-10.Herne.pdf, 26.04.09, 1200

21 Vgl. Die Schulsysteme Europas, S. 454 und 463.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen
Hochschule
Technische Universität Dresden
Veranstaltung
Gemeinschaftsschulen in Deutschland
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
22
Katalognummer
V159999
ISBN (eBook)
9783640728770
ISBN (Buch)
9783640729173
Dateigröße
954 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schwedische Schulwesen, PISA, IGLU, Bildung und Lernen in Schweden, Vorschulklasse, förskoleklass, Vorschule, förskola ;, LPFÖ 98, Grundschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule, Differenzierung, grundskola
Arbeit zitieren
Juliane Felsch (Autor), 2009, Der Einheitsschulgedanke im schwedischen Schulwesen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/159999

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