Auswirkung der Finanzmarktkrise auf den Unternehmenswert


Hausarbeit, 2010

19 Seiten, Note: 3,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Finanzmarktkrise

2 Unternehmensbewertung
2.1 IDW Standard
2.2 Objektive Unternehmensbewertung
2.3 Subjektive Unternehmensbewertung
2.4 Funktionale Unternehmensbewertung
2.5 Bewertungsverfahren im Überblick
2.6 Discounted-Cash-Flow Verfahren
2.6.1 Adjusted Present Value Methode
2.6.1 Weighted Average Cost of Capital
2.7 Marktorientierte Verfahren
2.7.1 Multiplikator-Verfahren
2.8 Einzelbewertungsverfahren und Mischverfahren
2.9 Ertragsverfahren

3 Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die einzelnen Verfahren
3.1 Auswirkungen auf das Ertragsverfahren
3.2 Auswirkungen auf den Basiszinssatz
3.3 Auswirkungen auf die Marktrisikoprämie
3.4 Auswirkungen auf den Beta-Faktor
3.5 Auswirkungen auf das Wachstum
3.6 Fair Value
3.7 Latente Steuern
3.8 BilMoG
3.9 Probleme durch die Finanzmarktkrise

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Bei einer Unternehmensbewertung ist der Gesamtwert des betreffenden Unternehmens festzustellen, der sich aus allen betrieblichen Aktivitäten der wirtschaftlichen Einheit ergibt.[1]

Das Ziel einer Unternehmensbewertung ist es, dem Unternehmen einen potentiellen Wert zuzuordnen. Problematisch ist jedoch, dass jede Unternehmensbewertung unterschiedlich ist.

Genauer definiert ist die Unternehmensbewertung eine Ermittlung von hypothetischen Kaufpreisen für betriebswirtschaftliche organsierte Systemeinheiten.

Die Vielschichtigkeit und Komplexität der möglichen Fallgestaltungen haben zur Folge, dass rein schematische Lösungen nicht zu befriedigenden Ergebnissen führen und bestehende, komplexe Verfahren immer wieder angepasst werden müssen.[2]

Der Wert eines Unternehmens ergibt sich aus dem zukünftigen Nutzen, den ein Eigentümer aus dem Unternehmen gewinnen kann. Hierzu sind die finanziellen Überschüsse zu prognostizieren und zu kapitalisieren, um den Barwert der Nettozuflüsse der Unternehmenseigner zu erfassen.[3]

Des Weiteren bestimmt sich der Wert eines Unternehmens unter der Voraussetzung ausschließlich finanzieller Ziele durch den Barwert der mit dem Eigentum an dem Unternehmer verbundenen Nettozuflüsse an die Unternehmenseigner. Zur Ermittlung dieses Barwerts wird ein Kapitalisierungszinssatz verwendet, der die Rendite aus einer zur Investition in das zu bewertende Unternehmen adäquaten Alternativanlage repräsentiert.[4]

1.1 Finanzmarktkrise

Die Finanzmarktkrise hat ihre Ursprünge im Nordamerikanischen Immobilienmarkt.

Durch die Gründung der Hypothekenbanken u.a. Fannie Mae und Freddie Mac gab es für Bürger aus den Vereinigten Staaten eine Eigenheimförderung. Problematisch ist, dass die Banken günstige Kredite auch an US Bürger vergaben, die über ein niedriges Einkommen oder gar kein Einkommen verfügen. Diese Kredite werden Subprime-Kredite genannt. Durch den Immobilienboom wurden die Immobilen zunehmend attraktiver und die Preise stiegen. Durch die steigenden Preise wandeln die Banken die Immobilienkredite und Wertpapiere um, so dass ausländische Investoren gelockt wurden. Des Weiteren wurden die Wertpapiere an Zweckgesellschaften verkauft und durch Rating- Agenturen bewertet.

Dieses System funktioniert solange der Leitzins niedrig war und die Preise der Immobilien stiegen.

Da vermehrt US-Bürger ihre Kredite nicht zurückzahlen konnten, wurden ihre Immobilien zwangsversteigert. Die Wertpapiere der Immobilienfonds verloren an Wert. So wurden Übernahmen und Verstaatlichungen in Betracht gezogen und es kam zum Crash.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten[5]

2. Unternehmensbewertung

In den letzten Jahren unterzog sich das Themengebiet der Unternehmensbewertung einem dynamischen Wandel.

Aktuell wird zwischen den zukunftsorientierten und den marktorientierten Verfahren unterschieden.

Beim zukunftsorientierten Verfahren werden zwei Unterformen unterschieden: das Ertragsverfahren und Discounted Cash Flow-Verfahren.

Neue Bewertungsansätze und Tendenzen werden als Marktorientierung (Market Approach) bezeichnet.

Die Unternehmensbewertung setzt gewisse Standards voraus. So muss es ein Bewertungsobjekt geben. Des Weiteren muss es einen Bewerter[6] geben, der für ein Bewertungssubjekt das Bewertungsobjekt bewertet.

Genauere Regelungen hierzu finden sich im IDW Standard.

2.1 IDW Standard

Der IDW Standard S 1 legt vor dem Hintergrund der in der Theorie, Praxis und Rechtsprechung entwickelten Standpunkte die Grundsätze dar, nach denen Wirtschaftsprüfer Unternehmen bewerten.[7]

Der IDW Standard ist Grundlage für eine Unternehmensbewertung durch einen Wirtschaftsprüfer. In dem IDW Standard Grundsatz sind auch die begrifflichen Grundlagen erläutert. So sind z.B. die Bewertungsanlässe geregelt. Bewertungsanlässe eines Unternehmens können u.a. eine Fusion, Verkauf oder Kauf eines Unternehmens sein oder ein Börsengang.[8]

2.2 Objektive Unternehmensbewertung

Bis in die 60er Jahre dominierte in der Literatur die objektive Unternehmensbewertung.[9]

Im Rahmen der objektiven Unternehmensbewertung wurden zukünftige und zu erwartende Entwicklungen nicht beachtet. Es wurden nur vergangene und gegenwärtige Verhältnisse des Unternehmens berücksichtigt.

Die objektive Unternehmensbewertung war jedoch Ende der 50er Jahre immer heftiger in Kritik geraten[10], da der Einwand der Berechnung eines objektiven Unternehmenswert generell unmöglich sei, da jede Wertstellung subjektiv sei.

Aufgrund dieser schwerwiegenden Vorwürfe verlor die Auffassung einer objektiven Unternehmensbewertung in der Theorie schnell an Bedeutung und vollzog sich der Hinwendung zur subjektiven Unternehmensbewertung.[11]

2.3 Subjektive Unternehmensbewertung

Die subjektive Unternehmensbewertung spiegelt nicht mehr den allgemeinen Wert des Unternehmens wieder, sondern nur noch den Wert für einen Verkäufer oder Käufer.[12] Der Wert des Unternehmens wird unter Berücksichtigung seiner subjektiven Ziele, Möglichkeiten und Erwartungen gemessen. Problematisch ist, dass die subjektive Unternehmensbewertung nur aus einer Sicht den Wert des Unternehmens wiederspiegelt. Dabei soll die Bewertung nicht die Interessen bloß einer Partei berücksichtigen, sondern einen fairen Interessenausgleich zwischen allen betroffenen Parteien herbeiführen.[13]

[...]


[1] Peemöller, 1984, S.3

[2] Gerke, 2002, S.1

[3] IDW, 2007,

[4] IDW, 2008,Nr.7, S. 273

[5] http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_62334/DE/Presse/Bildservice_20und_20Infografiken/Infografiken_20und_20Diagramme/InfografikenBildergalerie,gtp=62340__3D2.html?__nnn=true Abgerufen am 04.01.2010

[6] IDW S.1, (2008), Tz.12

[7] IDW S.1, (2008), Tz.1

[8] IDW S.1, (2008), Tz.8

[9] Mandl, Rabel, 1997, S.6

[10] Mandl, Rabel, 1997, S.7

[11] Mandl, Rabel, 1997, S.7

[12] Mandl, Rabel, 1997, S.8

[13] Mandl, Rabel. 1997. S.8

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Auswirkung der Finanzmarktkrise auf den Unternehmenswert
Hochschule
Fachhochschule Bielefeld
Note
3,0
Autor
Jahr
2010
Seiten
19
Katalognummer
V160085
ISBN (eBook)
9783640730353
ISBN (Buch)
9783640730575
Dateigröße
526 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auswirkung, Finanzmarktkrise, Unternehmenswert
Arbeit zitieren
Karl-Philip Dieckmann (Autor), 2010, Auswirkung der Finanzmarktkrise auf den Unternehmenswert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160085

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