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Mindestmengen - ein Regulierungsinstrument zur Qualitätssicherung?

Patientensicherheit und Qualität

Título: Mindestmengen - ein Regulierungsinstrument zur Qualitätssicherung?

Trabajo Universitario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Katrin Lutz (Autor)

Salud - Otros
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In der Umgangssprache beschreibt der Ausdruck „Übung macht den Meister“ den Zusammenhang zwischen der Erfahrung und dem Ergebnis einer bestimmten Leis-tung. Man könnte also auf Grund dieses plausiblen, monokausalen Zusammenhangs zwischen Leistungsmenge und Qualität im täglichen Leben vermuten, dass Ärzte bzw. Ärztinnen und Krankenhäuser mit einem größeren Behandlungsvolumen ab einer bestimmten Anzahl erbrachter Eingriffe bessere Ergebnisse in diesem Bereich erziehen als andere (Rathmann/Windeler 2002, S. 8). In diesem Zusammenhang kommt die Frage auf, ob durch Mindestmengen für medizinische Leistungen eine nachweisbare Verbesserung der Qualität erreicht werden kann. Die Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung ist, neben der Kosten-dämpfung, das Ziel unzähliger Initiativen und Reformen der Gesundheitssysteme durch nationale Qualitätsprogramme in den industrialisierten Gesellschaften gewor-den (Busse/Velasco-Garrido 2004, S. 10). Der Bundesgesetzgeber hat aus diesem Anlass verschiedene Bestimmungen im neunten Abschnitt des SGB V zur „Siche-rung der Qualität der Leistungserbringung“ festgelegt. Ein Instrument zur Qualitäts-sicherung in den Krankenhäusern sollen die sogenannten Mindestmengen sein. Unter Mindestmengen werden im medizinischen Bereich festgelegte zahlenmäßige Mengen von planbaren Leistungen verstanden, die ein Arzt bzw. eine Ärztin oder ein Kran-kenhaus in einem Jahr mindestens erbringen muss, um diese weiterhin erbringen zu dürfen. Dabei handelt es sich um Eingriffe, die ein hohes Maß an Routine und/oder manueller Fertigkeit erfordern (KBV-Qualitätsbericht 2009, S. 89). Seit dem 1. Janu-ar 2004 gelten in Deutschland konkrete Mindestmengen für eine Reihe von Operati-onen im stationären Krankenhausbereich. Für den Bereich der ambulanten Versor-gung im Krankenhaus ist zum 30. April 2008 eine Mindestmengenregelung für be-stimmte Leistungen und Behandlungen in Kraft getreten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Mindestmengen – ein Regulierungsinstrument zur Qualitätssicherung?

1. Gesetzliche Grundlagen und Zuständigkeiten

1.1. Historische Entwicklung der gesetzlichen Grundlagen

1.2. Differenzen in den Gesetzgebungszuständigkeiten

1.3. Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschusses

2. Mindestmengen in der stationären Krankenhausversorgung

2.1. Mindestmengen als Qualitätsindikator für medizinische Leistungen

2.2. Einführung und Überarbeitung der Mindestmengenvereinbarung

2.3. Begleitforschung zur Mindestmengeneinführung und deren Auswirkungen

2.3.1. Auswirkungen auf die Ergebnisqualität

2.3.2. Auswirkungen auf die Versorgungsstruktur

2.3.3. Auswirkungen auf die Krankenhäuser

2.3.4. Beurteilung und Empfehlungen zur Weiterentwicklung

Mindestmengen als politisches Regulierungsinstrument

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Regulierungsinstrument der Mindestmengen in der stationären Krankenhausversorgung in Deutschland. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit Mindestmengen als Qualitätsinstrument dienen können, wie sie rechtlich legitimiert sind und welche Auswirkungen ihre Einführung auf die Versorgungsstruktur und Ergebnisqualität hat.

  • Gesetzliche Grundlagen und Zuständigkeitsverteilung der Mindestmengenregelung.
  • Die wissenschaftliche Evidenz zum Zusammenhang zwischen Behandlungsmenge und Ergebnisqualität.
  • Struktur der Mindestmengenvereinbarung und ihre praktische Umsetzung im Krankenhaussektor.
  • Evaluation der Auswirkungen auf die stationäre Versorgung und Krankenhäuser durch die Begleitforschung.
  • Einordnung der Mindestmengen als politisches Steuerungsinstrument innerhalb des Gesundheitswesens.

Auszug aus dem Buch

2.1. Mindestmengen als Qualitätsindikator für medizinische Leistungen

In den vergangenen drei Jahrzenten wurden eine Vielzahl von Studien zur möglichen Assoziation von Behandlungsmenge und Behandlungsqualität vorwiegend im anglo-amerikanischen Raum publiziert. Jedoch waren die frühen Untersuchungen in ihrer Aussagefähigkeit erheblich eingeschränkt, weil Unterschiede im Risikoprofil der Patienten bzw. Patientinnen in den verschiedenen Analysen nicht berücksichtigt wurden (Rathmann/Windeler 2002, S. 8).

Deutsche Autoren haben sich vor Einführung der Mindestmengenvereinbarung mit dem Zusammenhang zwischen Behandlungsmenge und -qualität, dem Thema Mindestmengen in der Medizin und den Grundlagen für eine Mindestmengenrichtlinie auseinandergesetzt. Im „Evidenzbericht“ des Fachbereichs Evidenz-basierte Medizin des Medizinischen Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e.V. (MDS) versuchten Wolfgang Rathmann und Jürgen Windeler auf der Grundlage aussagefähiger Untersuchungen, medizinische Behandlungen zu identifizieren, bei denen eine qualitativ hochwertige Untersuchung in einen Zusammenhang mit der Behandlungsmenge und deren Ergebnis gebracht werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gesetzliche Grundlagen und Zuständigkeiten: Das Kapitel beleuchtet die historischen Schritte zur Einführung von Mindestmengen im SGB V sowie die damit einhergehende Verschiebung von Zuständigkeiten zwischen den Ländern und dem Gemeinsamen Bundesausschuss.

2. Mindestmengen in der stationären Krankenhausversorgung: Dieser Abschnitt analysiert die wissenschaftliche Evidenz, die Entwicklung der Vereinbarungen sowie die Ergebnisse der Begleitforschung bezüglich der Auswirkungen auf Qualität und Struktur.

Mindestmengen als politisches Regulierungsinstrument: Hier wird kritisch diskutiert, inwiefern Mindestmengen neben der behaupteten Qualitätssicherung auch als Instrument zur Steuerung der Krankenhausangebotsstruktur und zur Zentralisierung fungieren.

Schlüsselwörter

Mindestmengen, Qualitätssicherung, Krankenhausversorgung, Patienten, Ergebnisqualität, Versorgungsstruktur, Gemeinsamer Bundesausschuss, SGB V, Behandlungsmenge, Gesetzliche Grundlagen, stationäre Versorgung, Fallpauschalen, Begleitforschung, Zertifizierung, Leistungsvergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Studienarbeit befasst sich mit der Einführung und Wirksamkeit von Mindestmengen bei planbaren medizinischen Eingriffen im deutschen Krankenhauswesen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Themen umfassen die rechtliche Herleitung, die evidenzbasierte Begründung, die praktische Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung sowie die politische Steuerungswirkung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob Mindestmengen ein effektives Instrument zur Verbesserung der Qualität in der medizinischen Versorgung darstellen oder eher politischen Interessen der Strukturregulierung folgen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine systematische Analyse relevanter Gesetze, Gutachten sowie der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung der Jahre 2004 bis 2007.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die Auswertung von Studien zum Zusammenhang zwischen Fallzahlen und Qualität sowie die Evaluation der Auswirkungen auf die stationäre Krankenhauslandschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Mindestmengen, Qualitätssicherung, Ergebnisqualität, Versorgungsstruktur und der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA).

Warum wird die Legitimation des Gemeinsamen Bundesausschusses kritisiert?

Kritiker führen an, dass die Mitglieder des G-BA nicht demokratisch durch das Volk legitimiert sind, aber dennoch weitreichende Entscheidungen zur Krankenhausplanung treffen, was die Planungshoheit der Bundesländer untergräbt.

Welche Ausnahmeregelungen existieren bei Unterschreitung der Mindestmengen?

Es bestehen Regelungen für Notfälle sowie Ausnahmen bei Gefährdung der flächendeckenden Versorgung oder bei personellen/organisatorischen Neuausrichtungen der betroffenen Kliniken.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Mindestmengen - ein Regulierungsinstrument zur Qualitätssicherung?
Subtítulo
Patientensicherheit und Qualität
Universidad
University of Applied Sciences Kempten
Curso
Schwerpunkt Gesundheit
Calificación
1
Autor
Katrin Lutz (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V160090
ISBN (Ebook)
9783640764778
ISBN (Libro)
9783640765102
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mindestmengen Patientensicherheit Qualität Krankenhaus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Lutz (Autor), 2010, Mindestmengen - ein Regulierungsinstrument zur Qualitätssicherung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160090
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