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Krisenkommunikation am Beispiel des Tarif-Streits zwischen der GDL und der DB

Titel: Krisenkommunikation am Beispiel des Tarif-Streits zwischen der GDL und der DB

Hausarbeit , 2024 , 27 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Lukas Eckhardt (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Fachkommunikation, Sprache
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit analysiert die Krisenkommunikation im Rahmen des Tarifkonflikts zwischen der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn anhand einer Rede des damaligen GDL-Vorsitzenden Claus Weselsky. Im Zentrum der Untersuchung steht eine detaillierte Argumentationsanalyse, die sowohl auf der Makro- als auch auf der Mikroebene sprachliche Strategien wie Schuldzuweisungen, Rechtfertigungen und metaphorische Konstruktionen systematisch herausarbeitet.

Die Arbeit bietet einen fundierten Einblick in Mechanismen öffentlicher Kommunikation während einer Reputationskrise, zeigt die Bedeutung strategischer Sprachverwendung in konfliktbeladenen Situationen und verbindet theoretische Grundlagen aus der Krisenkommunikationsforschung mit einer praxisnahen Analyse.

Sie richtet sich insbesondere an Studierende und Fachleute aus den Bereichen Sprachwissenschaft, Kommunikationswissenschaft, Public Relations sowie Arbeits- und Sozialpolitik, die sich mit der Wirkung öffentlicher Sprache und der Dynamik medialer Auseinandersetzungen in institutionellen Kontexten befassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Krisenkommunikation in Unternehmen und Institutionen

3. Tarifstreit zwischen der GDL und der DB

4. Argumentationsanalyse

4.1 Analyse der Makroebene

4.2 Analyse der Mikroebene

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Krisenkommunikation der GDL und der Deutschen Bahn während des Tarifstreits 2023/2024. Ziel der Analyse ist es, mittels einer argumentationsanalytischen Untersuchung der Rede des ehemaligen Gewerkschaftsführers Claus Weselsky vom 04.03.2024 die eingesetzten sprachlichen Strategien, rhetorischen Mittel und die zugrunde liegende Argumentationsstruktur offenzulegen.

  • Grundlagen der Krisenkommunikation in Unternehmen
  • Chronologie des Tarifstreits zwischen GDL und DB
  • Strukturelle Argumentationsanalyse (Makroebene)
  • Sprachliche Untersuchung von Argumentationsmustern (Mikroebene)
  • Rolle von Topoi und Metaphern in der Konfliktkommunikation

Auszug aus dem Buch

4.1 Analyse der Makroebene

Weselsky baut seine Argumentation auf der Behauptung auf, dass die DB kein geeigneter Verhandlungspartner sei, dies unterstreicht er mehrfach innerhalb seiner Rede, indem er ihnen vorwirft, unehrlich zu sein und mit Tricks zu arbeiten (Vgl. Transkript). Weselsky nutzt jede Möglichkeit, die sich ihm bietet, um die DB als Verhandlungspartner zu delegitimieren und die Schuld am Scheitern der Tarifverhandlungen von der GDL zu weisen. Seine Argumentation beruht auf einem nahezu immer gleichbleibenden Muster. Das Schema Behauptung/Beleg/Rechtfertigung für die eigenen Versäumnisse und abwertende Aussagen gegenüber der DB ziehen sich durch die gesamte Rede und dienen Weselsky als nützliches Werkzeug, um im Streit mit der DB weiter die Deutungshoheit und die Sympathie der Hörer-/Leserschaft respektive der Bahnkunden aufrechtzuerhalten.

Ebenfalls sollte angemerkt werden, dass Weselsky mit seiner Wortwahl und der Art, wie er seine Argumente stützt, immer wieder unterschwellige Botschaften einstreut, um die Hörer/Leser davon zu überzeugen, dass das Verhalten der GDL richtig ist und die DB sich zum wiederholten Male nicht an vorherige Absprachen gehalten habe und somit den Abbruch der Verhandlungen zu verantworten habe (Vgl. Transkript, Z.12/22). Auf einer rein strukturellen Ebene bleibt festzuhalten, dass Weselsky sehr stringent in seinem argumentatorischen Aufbau ist, das oben beschriebene Muster wiederholt sich immer wieder (Vgl. Transkript Z.41,50).

Weselsky verfolgt in seiner Rede das Ziel die Schuld an den gescheiterten Tarifverhandlungen der DB zuzuschieben und den Zuhörern zu vermitteln, dass die GDL nicht an einem Streik interessiert war, sondern durch die Forderungen der DB dazu gezwungen wurde diese Maßnahme zu ergreifen. Die Argumente sind schlüssig und bauen aufeinander auf, sind gestützt durch (Schein)Belege und oftmals auch von einer Abwertung des Gegners (in dem Falle die DB) begleitet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Tarifkonflikts zwischen GDL und DB sowie der Zielsetzung der Arbeit, die Rede von Claus Weselsky mittels Argumentationsanalyse zu untersuchen.

2. Krisenkommunikation in Unternehmen und Institutionen: Definition von Krisen und Erläuterung von Strategien der Krisenkommunikation im Rahmen des Krisenmanagements.

3. Tarifstreit zwischen der GDL und der DB: Detaillierte chronologische Darstellung der Verhandlungsrunden und Streikereignisse im Zeitraum 2023 bis 2024.

4. Argumentationsanalyse: Anwendung des Toulmin-Schemas zur Untersuchung der Kommunikationsstruktur und sprachlicher Besonderheiten der Rede von Claus Weselsky.

4.1 Analyse der Makroebene: Untersuchung der übergeordneten Argumentationsstruktur und der Strategien zur Delegitimierung des Verhandlungspartners.

4.2 Analyse der Mikroebene: Detailanalyse rhetorischer Mittel wie Metaphern, Rechtfertigungen und der Umdeutung von Begriffen zur Beeinflussung der Rezipienten.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kommunikationsstrategie von Claus Weselsky und Ausblick auf weiterführende Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Krisenkommunikation, GDL, Deutsche Bahn, Tarifstreit, Argumentationsanalyse, Toulmin-Schema, Rhetorik, Gewerkschaftsführung, Arbeitskampf, Sprachforschung, Diskursanalyse, Reputationskrise, Claus Weselsky, Tarifverhandlungen, Kommunikationsstrategie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Krisenkommunikation im Rahmen des Tarifstreits zwischen der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) und der Deutschen Bahn (DB) auf Basis einer spezifischen Rede von Claus Weselsky.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die theoretischen Grundlagen des Krisenmanagements sowie die praktische Anwendung der Argumentationsanalyse auf eine konkrete, transkribierte Rede, um Kommunikationsstrategien im Konfliktfall offenzulegen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Untersuchung der sprachlichen und argumentativen Mittel, die genutzt wurden, um im Konflikt zwischen GDL und DB die Deutungshoheit zu erlangen und die Schuld am Scheitern der Verhandlungen zuzuweisen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Es wird primär die Argumentationsanalyse nach Josef Kopperschmidt in Verbindung mit dem Toulmin-Schema genutzt, um die Struktur und Stringenz der Argumente zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Krisenkommunikation, die chronologische Aufarbeitung des Tarifstreits und eine tiefgehende sprachliche Analyse der Rede Claus Weselskys vom 04.03.2024 auf Makro- und Mikroebene.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Krisenkommunikation, Argumentationsanalyse, Toulmin-Schema, Arbeitskampf, Tarifautonomie und die diskursive Abwertung des Verhandlungspartners.

Warum spielt die Metaphorik in Weselskys Rede eine so große Rolle?

Die Metaphorik dient dazu, komplexe Sachverhalte drastisch zu vereinfachen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen und das Management der DB als inkompetent darzustellen, was die Sympathie für die GDL-Forderungen steigern soll.

Welche Schwachstellen in Weselskys Argumentation arbeitet die Analyse heraus?

Die Arbeit identifiziert logische Fehlschlüsse und unbelegte Behauptungen, etwa bei der Darstellung des Unternehmenswachstums der Deutschen Bahn, die einem Faktencheck nicht standhalten.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der Wirksamkeit der Kommunikation?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Weselskys Strategie, die Schuld primär dem Management zuzuschieben, sehr effektiv geplant war und ein hohes Überzeugungspotenzial gegenüber der Öffentlichkeit aufwies.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Krisenkommunikation am Beispiel des Tarif-Streits zwischen der GDL und der DB
Hochschule
Universität Siegen  (Fakultät 1)
Veranstaltung
Kommunikation in Institutionen und Organisationen
Note
1.0
Autor
Lukas Eckhardt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
27
Katalognummer
V1600958
ISBN (PDF)
9783389142875
ISBN (Buch)
9783389142882
Sprache
Deutsch
Schlagworte
strategische Kommunikation Krisenkommunikation Unternehmenskommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Eckhardt (Autor:in), 2024, Krisenkommunikation am Beispiel des Tarif-Streits zwischen der GDL und der DB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1600958
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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