Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pflegewissenschaft - Sonstiges

Die Adhärenz (Compliance) von Patienten mit chronischen Wunden

Die Veränderung der Adhärenz am Beispiel von Inhaftierten einer österreichischen Justizanstalt

Titel: Die Adhärenz (Compliance)  von Patienten mit chronischen Wunden

Studienarbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Viktoria Rappold (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zusammenfassung

Ein oft unterschätztes Problemfeld in der Wundversorgung stellt die mangelnde Adhärenz von Patienten mit chronischen Wunden dar. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich intensiv mit den Themen Ursachen von mangelnder Adhärenz, mögliche Folgen einer herabgesetzten Adhärenz und vor allem Lösungsstrategien, um die Adhärenz von Patienten mit chronischen Wunden zu fördern.
Durch eine umfangreiche Literaturanalyse und eines leitfadenorientierten Interviews konnte eine Bearbeitung des Themas möglich gemacht werden.
Dabei stellt das in der Literatur und vor allem auch in der Praxis immer wieder kehrende Problem des „chronischen Zeitmangels in der Pflege“ einen großen Faktor in der Zufriedenheit bzw. Unzufriedenheit der Patienten dar.
Durch ein Bewusstwerden von Pflegepersonen über die Vielfältigkeit von Gründen einer mangelnden Adhärenz kann schon viel Verständnis aufgebracht werden und vor allem Lösungsansätze gemeinsam mit dem Patienten erarbeitet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Zusammenfassung

1. Einleitung

1.1. Die Adhärenz von Patienten mit chronischen Wunden

1.2. Wie kann man die Adhärenz von inhaftierten Patienten mit chronischen Wunden fördern bzw. verbessern?

1.3. Literaturrecherche und Literaturanalyse der relevanten Quellen

2. Methode

2.1. Beschreibung der Datenerhebungmethoden

2.1.1. Beschreibung der Stichprobe

2.2. Beschreibung der Datenauswertungsmethoden

2.3. Beschreibung der Datendarstellungsmethoden

3. Ergebnisse

3.1. Die Definition des Begriffes Adhärenz

3.2. Die Abgrenzung zum Begriff Compliance

3.3. Was sind die Folgen mangelnder Adhärenz?

3.4. Die häufigsten Gründe für mangelnde Adhärenz – Allgemein

3.5. Die häufigsten Gründe für mangelnde Adhärenz am Beispiel Inhaftierter

3.6. Welche Möglichkeiten gibt es, die Adhärenz zu verbessern?

3.7. Auswertung des Interviews

4. Diskussion

4.1. Interpretation der Ergebnisse

4.2. Empfehlungen für die Praxis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Adhärenz von inhaftierten Patienten mit chronischen Wunden, um Strategien zur Förderung der Mitarbeit bei therapeutischen Maßnahmen in einem Justizkontext zu identifizieren.

  • Ursachen und Definition der Adhärenz bei chronischen Wunden
  • Herausforderungen der Compliance in der medizinischen Versorgung
  • Psychosoziale Faktoren und Haftreaktionen bei Inhaftierten
  • Strategien zur Steigerung der Patientenzufriedenheit und Adhärenz
  • Verbesserung der Zusammenarbeit durch Zeitmanagement und Kommunikation

Auszug aus dem Buch

3.5. Die häufigsten Gründe für mangelnde Adhärenz am Beispiel Inhaftierter

Als der häufigste Grund für mangelhafte Adhärenz von Inhaftierten kann die so genannte Haftreaktion genannt werden. Diese definiert sich wie folgt: durch die unnatürliche Situation in Haft resultierenden seelischen Spannungen oder aber auch Dekompensationen labiler und vielfach abnormer Persönlichkeiten. Und genau dieses Phänomen führt zu Verhaltensstörungen. Die häufigste Art einer Haftreaktion stellen Selbstverletzungen oder Selbstbeschädigungen dar.

(vgl. Grünberger J., 2007, 91)

Bei unseren Patienten mit chronischen Wunden setzen die meisten selbstverletzendes Verhalten, indem sie an ihrer chronischen Wunde manipulieren, z.B. durch Kratzen, Schneiden, absichtliches Lösen des Verbandes, absichtliches Einbringen von kontaminierten Materialien usw.

Die Gründe für dieses Verhalten sind vielschichtig. Einige Punkte dazu möchte ich hier erwähnen:

Veränderung des Schmerzerlebnisses

Die Toleranz des Schmerzes scheint bei Patienten in Haft größer zu sein. Dabei dürfte aber der Gewöhnung bzw. Abhärtung nur eine geringe Bedeutung zuzukommen, da sich Schmerzrezeptoren nur schwer adaptieren. Oft stellt auch die persönliche Vergangenheit der Patienten eine vertraute Beziehung zum Schmerz dar.

Aggression nach innen

Hier entspricht die Selbstverletzung eher einer selbst auferlegten Strafverschärfung, der eine kaum erträgliche innere Spannung vorausgeht. Durch das Fehlen einer erlaubten Kanalisierung der Aggression nach außen stellt für die Betroffenen die Selbstverletzung oft der einzige Ausweg dar.

Aggression nach außen

Sie hat eher den Charakter einer Show und vollzieht sich meistens mit einer beträchtlichen motorischen Entladung, mit der die Justizwachebeamten eher erschreckt werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Zusammenfassung: Die Arbeit beleuchtet die Ursachen und Folgen mangelnder Adhärenz bei chronischen Wunden und leitet daraus Strategien zur Lösungsfindung ab.

1. Einleitung: Es wird die Relevanz der Adhärenzproblematik im Umfeld einer Justizanstalt sowie die daraus abgeleitete Forschungsfrage beschrieben.

2. Methode: Die Vorgehensweise umfasst eine Literaturanalyse sowie qualitative Interviews mit fünf inhaftierten Patienten.

3. Ergebnisse: Das Kapitel definiert den Adhärenzbegriff, analysiert Ursachen für mangelnde Therapiemitarbeit und präsentiert die Erkenntnisse aus den durchgeführten Interviews.

4. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert und in konkrete Empfehlungen für ein effektiveres Zeitmanagement in der Pflege übersetzt.

Schlüsselwörter

Adhärenz, Compliance, chronische Wunden, Inhaftierte, Haftreaktion, Wundmanagement, Selbstverletzung, Therapie, Pflegewissenschaft, Zeitmanagement, Patientenrolle, Kommunikation, Gesundheitsversorgung, Psychologie, Patientenschulung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen der Therapiemitarbeit (Adhärenz) bei Patienten, die an chronischen Wunden leiden, mit einem speziellen Fokus auf die Situation von Inhaftierten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Adhärenz, die Ursachen für deren Mangel, die psychologischen Aspekte von Inhaftierten sowie praktische Strategien zur Verbesserung der Wundversorgung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Wie kann man die Adhärenz von inhaftierten Patienten mit chronischen Wunden fördern bzw. verbessern?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturrecherche in Fachdatenbanken und Internetquellen sowie ein leitfadenorientiertes, qualitatives Interview mit fünf inhaftierten Männern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Adhärenz, grenzt sie von Compliance ab, beleuchtet Haftreaktionen und präsentiert die Auswertung der Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Adhärenz, chronische Wunden, Haftreaktion, Selbstmanagement, Zeitmanagement und Patientenaufklärung.

Warum manipulieren Inhaftierte ihre Wunden?

Die Manipulation an Wunden dient häufig als Ventil für innere Spannungen, als Mittel zur Kanalisierung von Aggressionen oder als Versuch, den tristen Haftalltag durch medizinische Maßnahmen zu unterbrechen.

Welchen Einfluss hat Zeitmangel auf die Adhärenz?

Zeit ist ein entscheidender Faktor; die Befragungen ergaben, dass Zeitmangel in der Pflege das Vertrauensverhältnis belastet und eine umfassende Aufklärung über die Therapie erschwert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Adhärenz (Compliance) von Patienten mit chronischen Wunden
Untertitel
Die Veränderung der Adhärenz am Beispiel von Inhaftierten einer österreichischen Justizanstalt
Hochschule
Akademie für den Diätdienst und ernährungsmedizinischen Beratungsdienst am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien  (ÖGVP - Österreichischen Gesellschaft für vaskuläre Pflege )
Veranstaltung
Wundmanagementausbildung
Note
1,0
Autor
Viktoria Rappold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V160186
ISBN (eBook)
9783640737864
ISBN (Buch)
9783640737901
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Adhärenz Patienten Wunden Veränderung Adhärenz Beispiel Inhaftierten Justizanstalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Viktoria Rappold (Autor:in), 2009, Die Adhärenz (Compliance) von Patienten mit chronischen Wunden, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160186
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum