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Der Einfluss der Publikumsforschung auf den Journalismus: Die aktuelle Situation

Title: Der Einfluss der Publikumsforschung auf den Journalismus: Die aktuelle Situation

Seminar Paper , 2006 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christine Engel (Author)

Communications - Journalism, Journalism Professions
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Diese Seminararbeit untersucht die Frage, wie einzelne Journalisten und die Medien auf die Publikumsforschung mit all ihren Methoden, Institutionen und Ergebnissen reagieren. Genauer formuliert: Wie geht ein Journalist mit den Ergebnissen der Publikumsforschung um? Und wie vertraut ist er überhaupt mit der Institution Medien- und Kommunikationswissenschaft? Wie nutzt er die Daten, die Institutionen wie IVW (Informationsgemeinschaft zur Verbreitung von Werbe-trägern), MA (Media-Analyse), AWA (Allensbacher Werbeträgeranalyse) oder GfK (Gesell-schaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung) mit Hilfe von Methoden wie Umfragen, Telefoninterviews oder bestimmter Copytests erfassen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Damals und Heute

3. Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus Sicht der Wissenschaftler

4. Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus Sicht der Journalisten

5. Forderungen der Journalisten an die Wissenschaft

6. Zahlen und Fakten

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das komplexe und spannungsreiche Verhältnis zwischen der Medien- und Kommunikationswissenschaft sowie der journalistischen Praxis. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie Journalisten mit den Ergebnissen der Publikumsforschung umgehen, inwieweit sie diese bei ihrer täglichen Arbeit berücksichtigen und welche Faktoren die Akzeptanz oder Ablehnung wissenschaftlicher Daten in Redaktionen beeinflussen.

  • Historische Entwicklung des Verhältnisses zwischen Journalismus und Medienforschung
  • Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus den unterschiedlichen Perspektiven von Forschern und Medienmachern
  • Methoden und Institutionen der Publikumsforschung (z.B. MA, AWA, GfK)
  • Erwartungen der Journalisten an die Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • Empirische Analyse der Nutzung von Forschungsdaten in Redaktionen

Auszug aus dem Buch

3. Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus Sicht der Wissenschaftler

Viele Wissenschaftler sind sich einig, dass sich das Verhältnis zwischen Journalisten und Forschung immer noch nicht gelockert hat. Obwohl sie oft die Ähnlichkeiten, die ihr Beruf und der des Journalisten haben, betonen. Sie gehen davon aus, dass die Forschung und der Journalismus in einem gewissen Grad miteinander verwandt sind, da sich beide Gebiete mit dem gesellschaftlichen Alltag und den dazu gehörigen Fragen beschäftigen. Auch benutzen beide gleiche Arbeitsinstrumente, nämlich die Recherche und das Interview. Ralf Hohlfeld interpretiert die Aussagen verschiedener Wissenschaftler über die Ähnlichkeit der beiden Disziplinen so: „Dahinter steht die Vorstellung, das besserer, handwerklich optimierter Journalismus in den Rang der Wissenschaft erhoben werden kann“. Andere Forscher hingegen glauben, es sei zwar nicht zum Nachteil für die Journalisten, sich mit der Lehre auseinander zu setzen, aber aus einen Journalisten einen Wissenschaftler zu machen, wäre zu weit reichend, und man dürfe den Journalismus selbst auch nicht verwissenschaftlichen.

Die Journalisten zu Wissenschaftler zu machen, wäre auch nicht in deren Sinn. Sie suchen die Realität nämlich nicht mathematisch-statistisch, sondern durch Recherche. Schon bei Journalistikstudenten wird beobachtet, dass praktische Fächer beliebter sind, als beispielsweise die Statistik. Forscher kritisieren, dass die Praktiker eher auf die journalistische Intuition als auf sozialstatistische Präzision vertrauen. Dabei ist aber bei der heutigen Medienvielfalt ein Wissen über elementare Ergebnisse der Medienforschung laut Wolfgang Neumann-Bechstein notwendig, aber auch nicht jeder Forschungsbereich erhebt einen Anspruch auf eine praktische Umsetzung in den Medien. Die Journalisten unterschätzen auch laut Ralf Hohlfeld das Ausmaß der Forschung, das ihnen zu Verfügung steht. In Deutschland erforschen mehr als 300 fest angestellte Mitarbeiter Medien- und Publikumsdaten.

Traurig für die Wissenschaftler ist, dass Medienmacher sich zum Teil sogar über Forschungserkenntnisse lustig machen, und ihnen keinen Respekt zollen beziehungsweise ihnen Weltfremdheit und „Theorielastigkeit“ vorwerfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung nach der Akzeptanz der Medienforschung durch Journalisten vor und ordnet die Bedeutung der Studie von Professor Dr. Ralf Hohlfeld ein.

2. Damals und Heute: Dieses Kapitel vergleicht die historische Entwicklung vom „Bauchgefühl“ und der Ablehnung der Forschung hin zur heutigen Notwendigkeit von Publikumsdaten für den Medienbetrieb.

3. Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus Sicht der Wissenschaftler: Die Autoren beleuchten, wie Forscher das Verhältnis zur journalistischen Praxis bewerten und warum sie eine wissenschaftliche fundierte Arbeit bei den Medienmachern einfordern.

4. Wissenschafts-Praxis-Verhältnis aus Sicht der Journalisten: Dieses Kapitel analysiert die Vorbehalte und Klischees, mit denen Journalisten der Medienwissenschaft begegnen, sowie die strukturellen Hürden bei der Anwendung von Daten.

5. Forderungen der Journalisten an die Wissenschaft: Hier werden die Wünsche der Redaktionen nach praxisnaher, verständlicher Aufbereitung und konkreten Handlungsempfehlungen durch die Forschung zusammengefasst.

6. Zahlen und Fakten: Auf Basis der Studie von Ralf Hohlfeld werden quantitative Ergebnisse zur Nutzung von Forschungsinstituten und zur Einstellung verschiedener Journalistengruppen präsentiert.

7. Resümee: Das Fazit stellt fest, dass sich die Medienforschung mittlerweile im Bewusstsein der Redaktionen etabliert hat, auch wenn das Verhältnis zu den Journalisten komplex bleibt.

Schlüsselwörter

Publikumsforschung, Medienforschung, Journalismus, Wissenschafts-Praxis-Verhältnis, Medienwissenschaft, Medienpraxis, Medientechnik, Journalisten, empirische Forschung, Mediennutzung, Marktforschung, Redaktionsalltag, Kommunikationswissenschaft, Medieninstitutionen, Empirie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zwischen der akademischen Medien- und Kommunikationswissenschaft und den in der Praxis arbeitenden Journalisten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die historische Entwicklung der Publikumsforschung, die gegenseitige Wahrnehmung von Forschern und Praktikern sowie die konkrete Anwendung von Marktforschungsdaten im journalistischen Alltag.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, wie Journalisten mit den Methoden und Ergebnissen der Publikumsforschung interagieren und inwieweit sie diese zur Optimierung ihrer Medienprodukte nutzen oder ablehnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Sekundäranalyse der Habilitationsschrift von Professor Dr. Ralf Hohlfeld sowie auf weitere Fachliteratur zur Medienpraxis und Kommunikationswissenschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sichtweisen von Wissenschaftlern und Journalisten, die expliziten Forderungen der Praktiker an die Forschung sowie die Auswertung statistischer Daten aus einer Journalistenbefragung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Publikumsforschung, Medienforschung, Journalismus, Wissenschafts-Praxis-Verhältnis, Medienwissenschaft und empirische Forschung.

Warum sind viele Journalisten gegenüber der Medienforschung skeptisch?

Die Skepsis resultiert oft aus dem Gefühl, die Forschung sei praxisfern, zu kompliziert oder liefere für den Arbeitsalltag wenig verwertbare Ergebnisse, weshalb Redakteure häufiger auf Intuition und eigene Erfahrung setzen.

Wie unterscheidet sich die Nutzung der Forschung zwischen Rundfunk und Printmedien?

Rundfunksender nutzen Medienforschung deutlich intensiver, da sie oft eigene Forschungsabteilungen besitzen und Programmplanungen stärker an Reichweitenanalysen ausrichten, während Printmedien traditionell skeptischer eingestellt sind.

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Details

Title
Der Einfluss der Publikumsforschung auf den Journalismus: Die aktuelle Situation
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Grade
2,0
Author
Christine Engel (Author)
Publication Year
2006
Pages
14
Catalog Number
V160217
ISBN (eBook)
9783640733255
ISBN (Book)
9783640733934
Language
German
Tags
Medienforschung Journalismusforschung Publikumsforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Engel (Author), 2006, Der Einfluss der Publikumsforschung auf den Journalismus: Die aktuelle Situation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160217
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