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Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen

Eine quantitative Untersuchung mit SOEP-Daten

Titre: Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen

Dossier / Travail de Séminaire , 2009 , 48 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Bachelor of Arts Nina Eger (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Zur Erklärung der Kinderlosigkeit hoch gebildeter Frauen gibt es verschiedene Ansätze. Der Fokus dieser Arbeit soll auf zwei teilweise konkurrierenden Ansät-zen aus der Familienökonomie liegen. Der Ansatz des Humankapitaleffekts geht davon aus, dass die Entscheidung für bzw. gegen Kinder einer rationalen Kosten-Nutzen-Abwägung folgt. In der Regel weisen Frauen mit hoher Bildung und da-mit einhergehend hoch zu erwartendem Erwerbseinkommen, hohe Kosten in Be-zug auf die Mutterschaft auf. Dies wird damit begründet, dass oft noch eine ge-schlechtsspezifische Arbeitsteilung vorliege und im Falle der Entscheidung für ein Kind, Frauen entweder aus dem Beruf ausstiegen oder eine Doppelbelastung in Kauf nähmen. Die Entscheidung für Kinder bei Frauen mit hohem Bildungsniveau würde deshalb, bei angenommener geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung, negativ ausfallen.
Im Gegensatz zur Theorie des Humankapitaleffekts geht die des Institutioneneffekts davon aus, dass sich die Familiengründung, bedingt durch die längeren Aus-bildungszeiten insbesondere bei den Hochgebildeten, nach hinten verschiebe. Die hoch gebildeten Frauen blieben demnach nicht dauerhaft kinderlos, sondern würden ihre Familiengründungsphase nur zeitlich nach hinten verschieben.
Die Frage, die sich stellt und der in dieser Arbeit nachgegangen wird, ist, ob sich eher empirische Belege für das Zutreffen des Humankapitaleffekts oder aber des Institutioneneffekts hinsichtlich der Kinderlosigkeit von Akademikerinnen fest-stellen lassen. Es geht also darum, ob bei den hoch gebildeten Frauen eher eine dauerhafte Kinderlosigkeit oder eine Verschiebung der Familiengründungsphase nachweisbar ist. Um dieser Frage nachzugehen, werden kurz die Veränderungen in der Bevölkerungsentwicklung, im Familienleitbild, in der Rolle der Frau, des Kinderwunsches und in Bezug auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dargestellt. Im Anschluss daran werden die beiden konkurrierenden familienöko-nomischen Erklärungsansätze zur Kinderlosigkeit mit den bestehenden kritischen Einwänden erläutert. In dem sich anschließenden empirischen Teil wird zunächst auf den gewählten Datensatz des Sozio-ökonomischen Panels eingegangen. Im Anschluss daran wird die Operationalisierung der verwendeten Variablen erläu-tert. Daran schließt sich die Charakterisierung des Datensatzes sowie die Auswertung an. Im Fazit wird mit einem Resümee auf die Fragestellung geantwortet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gesellschaftliche Veränderungen

2.1 Bevölkerungsentwicklung

2.2 Familienleitbild und Rolle der Frau

2.3 Kinderwunsch

2.4 Rahmenbedingungen

3. Erklärungsansätze der Kinderlosigkeit

3.1 Humankapitaleffekt

3.2 Institutioneneffekt

3.3 Kritische Einwände

3.4 Zusammenfassung und Hypothesengenerierung

4. Empirische Untersuchung

4.1 Wahl des Datensatzes

4.2 Operationalisierung

4.2.1 Akademikerinnen

4.2.2 Dauerhafte Kinderlosigkeit

4.2.3 Erstgebäralter

4.2.4 Familienstand

4.2.5 Erwerbsstatus

4.3 Charakterisierung des Datensatzes

4.3.1 Gesamtsample

4.3.2 Westdeutsches Sample

4.3.3 Ostdeutsches Sample

4.4 Analyse

4.4.1 Methode

4.4.2 Auswertung

4.4.2.1 Gesamtsample

4.4.2.1.1 Humankapitaleffekt

4.4.2.1.2 Institutioneneffekt

4.4.2.2 Westdeutsches Sample

4.4.2.2.1 Humankapitaleffekt

4.4.2.2.2 Instititioneneffekt

4.4.2.3 Ostdeutsches Sample

4.4.2.3.1 Humankapitaleffekt

4.4.2.3.2 Institutioneneffekt

4.4.2.4 Zusammenfassung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für die steigende Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen in Deutschland und prüft, ob empirische Belege eher den Humankapitaleffekt oder den Institutioneneffekt stützen.

  • Analyse des generativen Verhaltens hochgebildeter Frauen
  • Vergleich konkurrierender familienökonomischer Ansätze
  • Untersuchung von Unterschieden zwischen West- und Ostdeutschland
  • Einsatz des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) zur empirischen Überprüfung
  • Identifikation von Einflussfaktoren wie Familienstand und Erwerbsstatus

Auszug aus dem Buch

3.1 Humankapitaleffekt

Eine Theorie zur Erklärung der geringen Kinderzahl hoch gebildeter Frauen wurde von Becker in seinem Werk „A Treatise on the Family” aufgestellt. Die ökonomische Theorie der Familie geht davon aus, dass Akteure danach bestrebt sind, ihren individuellen Nutzen zu maximieren. Die vorhandenen Güter bzw. Ressourcen müssen so eingesetzt werden, dass die Nutzenfunktion den maximalen Ertrag erreicht. Nutzenmaximierende Akteure heiraten Becker zufolge dann, wenn der daraus resultierende Nutzen größer als der des Ledigbleibens erwartet wird.

Durch die Heirat kommen die Akteure in den „Genuss“ der gemeinsamen Arbeitsteilung. Diese sieht i.d.R. so aus, dass ein Partner für die Hausarbeit zuständig ist (dies ist immer derjenige, der besser dafür geeignet ist), während der andere außerhäuslich erwerbstätig ist. In früheren Schriften hat Becker darauf abgestellt, dass Frauen aus biologischen Gründen für die Hausarbeit besser geeignet seien. Diese Annahme hat er in neueren Auflagen revidiert, bleibt aber dabei, dass vornehmlich die Frauen für die Hausarbeit zuständig sind. Welcher Partner schlussendlich für die Hausarbeit und welcher für die Erwerbsarbeit zuständig ist, entscheidet sich nach der Höhe des Erwerbseinkommens, das bei der Ausübung der Hausarbeit wegfallen würde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel in Deutschland, die Debatte um sinkende Geburtenraten und den spezifischen Fokus auf kinderlose Akademikerinnen.

2. Gesellschaftliche Veränderungen: Dieser Abschnitt beschreibt den Wandel in Bevölkerungsentwicklung, Familienbildern, Kinderwunsch und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

3. Erklärungsansätze der Kinderlosigkeit: Hier werden der Humankapitaleffekt nach Becker sowie der Institutioneneffekt als theoretische Erklärungsmodelle für die Kinderlosigkeit hochgebildeter Frauen diskutiert.

4. Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel stellt den Datensatz des SOEP vor, operationalisiert die Variablen und führt die statistische Analyse zur Überprüfung der Hypothesen durch.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der beiden ökonomischen Ansätze auf die unterschiedlichen Samples.

Schlüsselwörter

Kinderlosigkeit, Akademikerinnen, Humankapitaleffekt, Institutioneneffekt, Familienökonomie, SOEP, Fertilität, Erstgebäralter, demografischer Wandel, Erwerbsstatus, Familienstand, Bildungsabschluss, Deutschland, Westdeutschland, Ostdeutschland

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Ursachen der zunehmenden Kinderlosigkeit bei hochgebildeten Frauen in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind der Zusammenhang zwischen Bildungsabschluss und Fertilität, gesellschaftliche Veränderungen sowie ökonomische Erklärungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die Kinderlosigkeit eher durch den Humankapitaleffekt (Kosten-Nutzen-Kalkulation) oder den Institutioneneffekt (Verschiebung der Familiengründung) erklärt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine empirische Analyse auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) durchgeführt, wobei logistische und lineare Regressionen zum Einsatz kommen.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion der Erklärungsansätze und die anschließende empirische Überprüfung mit verschiedenen Samples.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Kinderlosigkeit, Akademikerinnen, Humankapitaleffekt, Institutioneneffekt, SOEP und Erstgebäralter.

Wie unterscheidet sich die Kinderlosigkeit in West- und Ostdeutschland?

Die Ergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede, wobei das West-Ost-Gefälle auf unterschiedliche historische Rahmenbedingungen und Bildungsabschlüsse zurückzuführen ist.

Welche Rolle spielt der Familienstand in der Analyse?

Der Familienstand (insbesondere ledig) dient als Kontrollvariable und hat in allen Samples einen starken positiven Einfluss auf die Wahrscheinlichkeit dauerhafter Kinderlosigkeit.

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Résumé des informations

Titre
Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen
Sous-titre
Eine quantitative Untersuchung mit SOEP-Daten
Université
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Sozialwissenschaften)
Cours
Master of Arts Projekt 1
Note
1,0
Auteur
Bachelor of Arts Nina Eger (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
48
N° de catalogue
V160253
ISBN (ebook)
9783640733460
ISBN (Livre)
9783640734146
Langue
allemand
mots-clé
Multivariate Analyse binär logistische Regression Quantitative Methoden kinderlosigkeit Demographie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Bachelor of Arts Nina Eger (Auteur), 2009, Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160253
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Extrait de  48  pages
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