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Wie kann das lebenslange Lernen im Erwachsenenalter gefördert werden?

Förderung der psychischen Gesundheit

Title: Wie kann das lebenslange Lernen im Erwachsenenalter gefördert werden?

Research Paper (undergraduate) , 2024 , 15 Pages

Autor:in: Charlotte Frohreich (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschreibt, wie das lebenslange Lernen, insbesondere in Hinblick auf die Psyche und Gesundheit, hilfreich ist und gefördert werden kann. Hierfür werden konkrete Konzepte und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Zunächst wird ein Blick auf die kognitive und emotionale Ebene geworfen. Es folgt die Thematik der Einbindung des Körpers in den Lernprozess. Anschließend geht es um die Stärkung der Selbstwirksamkeit durch das Erkennen der eigenen Ressourcen und den Umgang mit Stress. Zu guter Letzt wird aufgezeigt, wie Lernformen, wie das selbstregulierte Lernen, das lebenslange Lernen fördern können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

  • 1 Zur Relevanz des lebenslangen Lernens
  • 2 Das Konzept
  • 3 Die kognitiven Fähigkeiten
    • 3.1 Emotion und Kognition
    • 3.2 Aktivierung des Körpers
  • 4 Bewältigung und Selbstwirksamkeit
    • 4.1 Ressourcen
    • 4.2 Resilienz
    • 4.3 Umgang mit Stress
    • 4.4 Motivationale Grundlage
  • 5 Selbstreguliertes Lernen
  • 6 Fazit
  • 7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der zentralen Forschungsfrage, wie lebenslanges Lernen, insbesondere im Hinblick auf die psychische Gesundheit, im Erwachsenenalter effektiv gefördert werden kann. Sie beleuchtet die Relevanz der Erwachsenenbildung für die persönliche Entwicklung und präsentiert konkrete Konzepte sowie Handlungsmöglichkeiten.

  • Die Bedeutung des lebenslangen Lernens für berufliche und persönliche Entwicklung.
  • Die Wechselwirkung von kognitiven und emotionalen Fähigkeiten im Lernprozess.
  • Die Rolle körperlicher Aktivität und körperbasierter Ansätze für ein ganzheitliches Lernen.
  • Strategien zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und zum effektiven Umgang mit Stress.
  • Die motivationale Grundlage als entscheidender Faktor für nachhaltiges Lernen.
  • Konzepte und Rahmenbedingungen für selbstreguliertes Lernen im Erwachsenenalter.

Auszug aus dem Buch

Ressourcen

Das Berufen auf die eigenen Ressourcen ist hierbei unerlässlich, wobei der Ursprung des Ressourcendenkens in der Gesundheitspsychologie liegt: Das Konzept der Salutogenese von Aaron Antonovsky zielt darauf ab, zu erklären, warum Menschen trotz potenziell gesundheitsschädigender Einflüsse gesund bleiben. Der menschliche Organismus wird als ein System betrachtet, das kontinuierlich mit verschiedenen Stressoren konfrontiert ist, die seine Gesundheit beeinträchtigen können. Dabei ist Gesundheit kein stabiler Zustand, sondern muss durch den Umgang mit inneren und äußeren Einflüssen ständig neu hergestellt werden. Es betont also die Bedeutung einer ressourcenorientierten und kompetenzsteigernden Herangehensweise für die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität (Aichinger & Aichinger, 2011).

Ein zentraler Begriff in Antonovskys Modell ist das "Kohärenzgefühl", das eine generelle Lebenseinstellung beschreibt und sich aus drei Dimensionen zusammensetzt: der Verstehens-, der Bewältigungs- und der Sinnebene. Das Kohärenzgefühl ermöglicht es, Herausforderungen im Leben zu verstehen, ihnen konstruktiv zu begegnen und darin Sinn zu finden. Es basiert auf der Einschätzung der eigenen Situation, der verfügbaren Handlungsoptionen und -ressourcen sowie der Überzeugung, selbst handlungsfähig in dem jeweiligen Kontext zu sein. Das Kohärenzgefühl ist als zentraler Baustein für die Förderung von Gesundheit und Lebenszufriedenheit anzusehen. Es betont die Bedeutung einer ressourcenorientierten und kompetenzsteigernden Herangehensweise für die Förderung von Gesundheit und Lebensqualität (Aichinger & Aichinger, 2011).

Eine Möglichkeit die eigenen Ressourcen zu stärken stellt das "Zürcher Ressourcen Modell" (ZRM) von Storch und Krause dar (Messner & Reusser, 2000). Ressourcen sind vielfältig, da es sich sowohl um Hilfsmittel als auch um Möglichkeiten handelt, die jemandem zuteilwerden. Zum einen gibt es jene, die jeder Mensch bereits besitzt. Diese Personenressourcen, wie beispielsweise Begabungen, können durch gezielte Übungen aktiviert oder erlernt werden. Des Weiteren können andere Personen eine Ressource darstellen, wobei man von Umweltressourcen spricht (Kiso & Kruse-Heine, 2017).

Das „Zürcher Ressourcen Modell“ berücksichtigt und nutzt die Wechselwirkung von Gedanken und Gefühlen. Durch die Stärkung persönlicher Ressourcen, wie der positiven Einschätzung der eigenen Wirksamkeit, wird eine wichtige Grundlage für die kontinuierliche Erweiterung des Wissens und der eigenen Fähigkeiten sowie die berufliche Entwicklung und psychische Gesundheit geschaffen (Messner & Reusser, 2000). Indem Menschen lernen, wie sie ihre Interpretationen von belastenden Situationen verändern und ein Gefühl der Gelassenheit und Zuversicht aufbauen können, entwickeln sie auch eine wichtige Fähigkeit für das lebenslange Lernen: die Fähigkeit zur Selbstregulierung und zum Umgang mit Herausforderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zur Relevanz des lebenslangen Lernens: Dieses Kapitel beleuchtet die zunehmende Bedeutung des lebenslangen Lernens für beruflichen Fortschritt, soziale Integration und persönliche Entfaltung in einer sich wandelnden Gesellschaft und erklärt, wie Erwachsenenbildung die Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung fördert, insbesondere im Hinblick auf psychische Gesundheit.

2 Das Konzept: Hier wird das lebenslange Lernen als ein über die gesamte Lebensspanne stattfindender Prozess definiert, der darauf abzielt, das intellektuelle Potenzial zu nutzen und Kompetenzen in gesellschaftlichen, berufsbezogenen und persönlichen Bereichen, einschließlich emotionaler Fähigkeiten, zu verbessern.

3 Die kognitiven Fähigkeiten: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle kognitiver Funktionen wie Gedächtnis, flexibles Denken und Problemlösungsfähigkeiten für effektives lebenslanges Lernen und zeigt auf, wie diese durch vielseitige Aktivitäten und Techniken gefördert werden können.

3.1 Emotion und Kognition: Es wird die untrennbare Verbindung von Emotionen und Kognition im Lernprozess hervorgehoben und erklärt, wie positive emotionale Zustände den Lernerfolg fördern und eine unterstützende Lernumgebung geschaffen werden kann.

3.2 Aktivierung des Körpers: Dieses Kapitel beleuchtet die Bedeutung des Körpers und körperlicher Aktivität für Denken, Fühlen und Lernleistung, indem es verschiedene körperbasierte Lehr- und Lernstrategien wie Suggestopädie und erlebnisorientierte Methoden vorstellt.

4 Bewältigung und Selbstwirksamkeit: Hier geht es um die Fähigkeit, mit belastenden Situationen umzugehen und die eigene Überzeugung in die Bewältigungskompetenzen zu stärken, um psychisch gesund zu bleiben und Burnout vorzubeugen.

4.1 Ressourcen: Das Kapitel stellt das Konzept der Salutogenese und das Zürcher Ressourcen Modell vor, die erklären, warum Menschen trotz Stress gesund bleiben können, und betont die Bedeutung, eigene Ressourcen zu erkennen und zu stärken.

4.2 Resilienz: Es wird die Widerstandsfähigkeit eines Menschen beschrieben, sich trotz kritischer Lebensumstände weiterzuentwickeln, und die Rolle der Bewältigung von Anforderungen für die psychische Gesundheit thematisiert.

4.3 Umgang mit Stress: Dieses Kapitel betont die Notwendigkeit, effektive Stressbewältigungsstrategien zu erlernen und in den Alltag zu integrieren, um negative Auswirkungen auf Körper und Geist zu minimieren und das Wohlbefinden zu fördern.

4.4 Motivationale Grundlage: Hier wird die zentrale Rolle der Motivation, sowohl intrinsischer als auch extrinsischer Art, für die Qualität und Dauerhaftigkeit des lebenslangen Lernens im Erwachsenenalter beleuchtet.

5 Selbstreguliertes Lernen: Dieses Kapitel fokussiert auf Lernformen, bei denen Lernende ihren Lernprozess selbstständig planen, durchführen und bewerten, und hebt die Bedeutung der Entwicklung entsprechender Kompetenzen und unterstützender Lernumgebungen hervor.

6 Fazit: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, betont die Relevanz des lebenslangen Lernens für die persönliche und berufliche Entwicklung und unterstreicht die Bedeutung von Motivation, kognitiven/emotionalen Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit und selbstreguliertem Lernen.

Schlüsselwörter

Lebenslanges Lernen, Erwachsenenbildung, psychische Gesundheit, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Motivation, kognitive Fähigkeiten, emotionale Fähigkeiten, körperbasiertes Lernen, Stressbewältigung, Selbstreguliertes Lernen, Salutogenese, Kohärenzgefühl, Ressourcen, Kompetenzentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Diese Arbeit beschäftigt sich grundlegend mit der Frage, wie lebenslanges Lernen im Erwachsenenalter gefördert werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung seiner positiven Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die Relevanz des lebenslangen Lernens, kognitive und emotionale Fähigkeiten, die Aktivierung des Körpers im Lernprozess, Bewältigungsstrategien und Selbstwirksamkeit, die motivationale Grundlage des Lernens sowie selbstreguliertes Lernen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen und darzulegen, wie lebenslanges Lernen, insbesondere mit Blick auf die psychische Gesundheit, im Erwachsenenalter effektiv gefördert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um bestehende Konzepte und Handlungsmöglichkeiten zur Förderung des lebenslangen Lernens und der psychischen Gesundheit darzustellen und zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Bedeutung kognitiver und emotionaler Fähigkeiten für das Lernen, die Rolle des Körpers und körperbasierter Lernansätze, Strategien zur Stärkung der Selbstwirksamkeit und des Umgangs mit Stress, die motivationalen Grundlagen des Lernens sowie das Konzept des selbstregulierten Lernens detailliert behandelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter, die diese Arbeit charakterisieren, sind: Lebenslanges Lernen, Erwachsenenbildung, psychische Gesundheit, Selbstwirksamkeit, Resilienz, Motivation, selbstreguliertes Lernen, Salutogenese und Kohärenzgefühl.

Welche Rolle spielt das "Kohärenzgefühl" nach Antonovsky für die psychische Gesundheit?

Das Kohärenzgefühl ist ein zentraler Baustein für die Förderung von Gesundheit und Lebenszufriedenheit. Es ermöglicht Individuen, Herausforderungen im Leben zu verstehen, ihnen konstruktiv zu begegnen und darin Sinn zu finden, basierend auf der Einschätzung der eigenen Situation und der Überzeugung, selbst handlungsfähig zu sein.

Warum ist intrinsische Motivation im Kontext lebenslangen Lernens besonders wichtig?

Intrinsische Motivation, die aus innerem Interesse, Neugier oder persönlichen Werten entsteht, führt dazu, dass Lernaktivitäten freudig und kontinuierlich um ihrer selbst willen ausgeführt werden. Sie gilt als erstrebenswerte Form der Motivation, da sie langfristig wirksames und nachhaltiges Lernen fördert, ohne auf externe Belohnungen angewiesen zu sein.

Was versteht man unter körperbasiertem Lernen?

Körperbasiertes Lernen umfasst Lehrtechniken und -strategien, die einen ganzheitlichen Umgang mit dem Körper fördern, um kognitive, emotionale, körperliche und moralische Aspekte des Lernens anzusprechen. Es integriert körperliche Aktivitäten wie Bewegung, Tanz oder Yoga mit Lerninhalten zur Verbesserung des Lernprozesses und der Gesundheit.

Wie trägt selbstreguliertes Lernen zur persönlichen Entwicklung bei?

Selbstreguliertes Lernen befähigt Lernende dazu, ihren Lernprozess eigenständig zu planen, durchzuführen und zu bewerten. Indem sie Lernbedarf erkennen, Ziele setzen und Strategien anwenden, entwickeln sie wichtige Kompetenzen wie Selbstständigkeit und die Fähigkeit, ihre Lebensbedingungen aktiv zu gestalten und zu optimieren.

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Details

Title
Wie kann das lebenslange Lernen im Erwachsenenalter gefördert werden?
Subtitle
Förderung der psychischen Gesundheit
College
University of Freiburg  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Course
Seminar aus dem Bereich Instruktionspsychologie: Einführung in die Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung/ Weiterbildung
Author
Charlotte Frohreich (Author)
Publication Year
2024
Pages
15
Catalog Number
V1603148
ISBN (PDF)
9783389170861
ISBN (Book)
9783389170878
Language
German
Tags
Lebenslanges Lernen Kognitive Fähigkeiten Aktivierung des Körpers Selbstwirksamkeit Ressourcen Resilienz Stressmanagement Motivation Emotion Selbstreguliertes Lernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Charlotte Frohreich (Author), 2024, Wie kann das lebenslange Lernen im Erwachsenenalter gefördert werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1603148
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