Die Arbeit beschreibt eine Unterrichtsstunde, in der sich 1. und 2. Klässler im ev. Religionsunterricht mit dem Symbol Licht auseinandersetzen. Sie hören dazu die Geschichte "Die vier Lichter des Hirten Simon".
Inhaltsverzeichnis
1 Reflexionen zur Lerngruppe
2 Nennung der zu fördernden und zu erreichenden Kompetenzen
3 Überlegungen zum Inhalt und zur Sache
4 Didaktische Analyse
5 Methodische Analyse
6 Anhang
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Das Hauptziel dieser Unterrichtseinheit ist es, den Schülerinnen und Schülern der Klasse 1/2b das Symbol Licht in Verbindung mit christlichen Werten wie Wärme, Geborgenheit, Liebe und Trost näherzubringen, indem sie die Erzählung "Die vier Lichter des Hirten Simon" rezipieren und diese in Bezug zu ihrem eigenen Leben sowie der weihnachtlichen Botschaft setzen.
- Vertiefung der Symbolik von Licht und Dunkelheit im religiösen Kontext.
- Verknüpfung der weihnachtlichen Kernbotschaft mit dem Thema Nächstenliebe und Schenken.
- Förderung der personalen und sozialen Kompetenz durch die Reflexion über nicht-materielle Geschenke.
- Praktische Anwendung der religiösen Inhalte durch kreative Gestaltung einer eigenen Papierkerze.
Auszug aus dem Buch
Überlegungen zum Inhalt und zur Sache
Der Symbolbegriff lässt sich rational nicht so einfach definieren. Der Begriff Symbol lässt sich nicht festlegen. Es lässt sich immer nur eine Seite seiner Wirklichkeit erfassen. Im antiken Sprachgebrauch wird der Begriff „Symbola“ immer für eine Synthese verwendet und meint somit die Ergänzung von anfangs getrennt einander gegenüberstehenden Elementen. So treffen sich im Symbol beispielsweise Vordergründiges und Hintergründiges, Bewusstes und Unbewusstes, Weltliches und Göttliches. So ist es naheliegend, dass es keine Religion ohne Symbole gibt. Diese Symbole werden immer weiter tradiert, z.B. durch Brauchtum, Feiern, Gesten, Bilder oder Erzählungen. Symbole sind also immer auf Verständigung und Anerkennung angewiesen. Es kann auch passieren, dass sie ihre Bedeutung in der Gemeinschaft verlieren und dadurch vergessen werden.
Eines dieser Symbole ist das Licht. Das Symbol Licht taucht in der christlichen Religion immer wieder auf sehr verschiedene Weise auf. Licht gilt als die Quelle des Lebens. Es kann aber auch Leben, Orientierung und Wärme bedeuten und gehört somit zu den Ursymbolen der Menschheit. Daran lässt sich erkennen, Licht wird meist mit etwas Positivem in Zusammenhang gebracht. Dunkelheit dagegen steht für die negativen Aspekte (z.B. Irrtum, Betrug).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Reflexionen zur Lerngruppe: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturelle Zusammensetzung der Lerngruppe und deren bisherige Erfahrungen mit religiösen Ritualen sowie dem Symbol Licht im Unterricht.
2 Nennung der zu fördernden und zu erreichenden Kompetenzen: Hier werden die angestrebten personalen, kommunikativen und sozialen Kompetenzen im Einklang mit dem Bildungsplan sowie spezifische Lernziele für die Unterrichtsstunde definiert.
3 Überlegungen zum Inhalt und zur Sache: Dieses Kapitel erläutert theoretisch die Bedeutung von Symbolen, insbesondere des Symbols Licht, und stellt die Erzählung "Die vier Lichter des Hirten Simon" in den theologischen Kontext.
4 Didaktische Analyse: Die didaktische Analyse beleuchtet den Nutzen des Religionsunterrichts als "Sehschule" für Symbole und begründet die Auswahl der Erzählung im Hinblick auf die Lebenswelt der Kinder.
5 Methodische Analyse: Dieses Kapitel beschreibt detailliert den geplanten Ablauf der Unterrichtsstunde, von der Begrüßung und dem Einstieg bis hin zur Erarbeitungsphase und dem gemeinsamen Abschluss.
6 Anhang: Das Kapitel enthält die bibliographischen Angaben der verwendeten Fachliteratur.
Schlüsselwörter
Religionsunterricht, Symbol, Licht, Weihnachten, Die vier Lichter des Hirten Simon, Nächstenliebe, Schenken, Ritual, Grundschule, Jesus Christus, Geborgenheit, Wärme, Trost, Symbolsprache, Advent.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtseinheit?
Die Unterrichtseinheit beschäftigt sich mit der religiösen Bedeutung des Symbols Licht für Kinder im Grundschulalter und nutzt die Erzählung "Die vier Lichter des Hirten Simon" als Grundlage für ein Gespräch über Nächstenliebe und nicht-materielle Geschenke.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Symbolik von Licht und Finsternis, die Nachfolge Jesu, die Bedeutung von Weihnachten als Fest des Lichtes sowie die Förderung von Empathie und Schenken im Alltag.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass Licht Wärme, Geborgenheit und Liebe symbolisiert und dass sie selbst durch kleine, nicht käufliche Gesten "Licht" in das Leben anderer Menschen bringen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zugrunde gelegt?
Der Unterrichtsentwurf basiert auf religionsdidaktischen Konzepten, die Symbole als grundlegende Sprache für religiöse Erfahrungen verstehen und eine schrittweise Einübung in diese Symbolsprache fordern.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische Begründung, die die Lebenswelt der Kinder berücksichtigt, und eine methodische Planung, die schülerzentrierte Phasen wie Stuhlkreis, Bildbetrachtung und handlungsorientiertes Gestalten umfasst.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentral sind die Begriffe Lichtsymbolik, Religionsdidaktik, christliche Erziehung, Ritualisierung und die kindgemäße Erschließung biblischer bzw. religiöser Themen.
Warum wurde die Erzählung "Die vier Lichter des Hirten Simon" gewählt?
Die Geschichte dient als ideales Vorbild, da sie Licht direkt mit Wärme, Hilfe und Trost verknüpft und Kindern zeigt, dass auch sie Fähigkeiten besitzen, anderen eine Freude zu bereiten, die nicht vom Geldbeutel abhängt.
Wie werden die Kinder in den Unterricht eingebunden?
Durch den Einsatz von Kinositz, gemeinsamem Basteln, dem Schreiben von persönlichen Briefen und die Teilnahme an Ritualen werden die Kinder aktiv an der Gestaltung der Stunde beteiligt.
Welche Rolle spielen Rituale in dieser Unterrichtsstunde?
Rituale wie das Anzünden der Religionskerze und der Stehkreis schaffen eine besondere, geschützte Atmosphäre, die das Vertrauen der Kinder stärkt und die religiöse Bedeutung der Inhalte für sie erfahrbar macht.
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- Silvia Armbruster (Author), 2009, Das Symbol Licht anhand der Erzählung „Die vier Lichter des Hirten Simon“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160436