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Kind sein in einer Welt, die von Spannungen, Unfrieden, Not und Egoismus geprägt ist!

Die Problematik von Kindesmisshandlung, Suizid und Jugendarbeit in die ethische und christliche Fragestellung der Verantwortung eingebettet

Title: Kind sein in einer Welt, die von Spannungen, Unfrieden, Not und Egoismus geprägt ist!

Textbook , 2010 , 348 Pages

Autor:in: Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author)

Ethics
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Summary Excerpt Details

Liebe Leserin, lieber Leser,
als ich dieses Buch geschrieben habe, habe ich viele Gespräche geführt, bin mit vielen Menschen, die ihre missliche Lage erkannt hatten und über sich - ihr eigenes Verhalten erschüttert waren in Kontakt gekommen.
Ich habe versucht, alle diese Gedanken aufzunehmen, ohne mit dem "erhobenen Zeigefinger" zu mahnen, aber doch deutlich zu machen, dass hier Probleme bestehen, bei denen viele Menschen wegsehen, sich davor scheuen, entsprechend verantwortliche Schritt zu unternehmen.
Die von mir aufgenommen Fragen stellen Problemkreise dar, die ineinander verzahnt sind und sich schon fast gegenseitig bedingen. Es war unvermeidbar, dass auch viele wissenschaftliche Informationen aufgenommen werden mussten, um die Problematik deutlich, fundiert aber doch verständlich darzustellen. Es bedarf eigentlich keines Hinweises darauf, dass an vielen Stellen nur kleine Auschnitte angesprochen und aufgezeigt werden konnten, um den Überblick nicht zu verlieren.Die Arbeit an diesem Buch hat mir viel Freude gemacht, obwohl sie mich zeitweilig auch tief erschüttert hat; ich denke mit Bestürzung an die Bilder und Reaktionen meiner Gesprächspartner/innen; viele Gespräche, wissenschaftliche Erhebungen und Untersuchungen weisen auf die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit diesen Fragen hin.
Ein Fazit für mich: Ich habe Schülergespräche aufgenommen, Inhalte unserer Unterrichtseinheit teilweise wörtlich und personenbezogen dargestellt, weil die Arbeit mit diesen Schülern/innen, trotz des erschütternden Inhaltes fazinierend war: Die Offenheit und das Engegement der Schüler/innen, die in einer Art und Weise ihr Leben, ihre Sorgen und Probleme benannten, wie sie ihre eigenen Misshandlungen darstellten, dass man als Reaktion im Klassenraum eine Stecknadel hätte fallen hören können.
Den Schülern/innen der 9 Realschulklasse gilt meine Hochachtun, mein Respekt und auch mein besonderer Dank.
Noch ein letzter Gedanke: Falls Sie lieber Leser, liebe Leserin in diesem Buch Rezepte für eine gute und richtige Erziehung suchen, dann sollten Sie das Buch sofort beiseite legen, die werden Sie nicht finden; in diesem Buch geht es nicht um Rezepte, sondern darum Probleme zu erkennen, sensibel zu werden und eigene Wege aus den Anregungen und Impulsen, die das Buch geben will, ganz persönliche Lösungswege für den ganz persönlichen Lebenweg und die Lebenssituation vor Ort zu finden.
Von Herzen wünsche ich Ihnen Nachdenklichkeit beim Lesen, Mut zu verantwortlichem Handeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einführende Worte

Kapitel 1

Die Bedeutung des Wortes Kind

Juristische Definitionen

• Definitionen zum Begriff Mündigkeit in der Philosophie

• Definition des Terminus Kind in der Philosophie

Kinder in Deutschland

• Kinder nach dem BGB (Deutschland)

• Gesetzliche Definitionen im europäischen Ausland

• Definition und Rechtslage in Österreich – eine Exkursion in den Bereich der Politik

• Kinder in Österreich

Kinderrechte in Österreich und die erkennbaren Defizite

Die Entwicklungsstufen im Kindesalter

Kapitel 2

Eltern in der persönlichen Verantwortung

Gesetzlich verankerte Rechte

Der Wert eines Kindes hat sich Laufe der Jahrhunderte deutlich gewandelt

• Ein geschichtlicher Rückblick

• Der finanzielle Wert eines Kindes (Menschen)

• Auf Seiten des Staates, also der Ausgabenseite stehen unter anderem

• Auf der Einnahmenseite des Staates stehen folgende Eckpunkte

• Die positive Bilanz

• Der Stellenwert Bildung

• Gerichtsurteil zum Wert eines Kindes

• Wie hoch ist der Wert eines Kindes in unserem Verständnis?

Kinder, ihre Sorgen und Probleme weltweit

Unsere Kinder in der eigenen Familie näher betrachtet

• Die idealtypische Verwandtschaft

• Was ist heute ein guter Vater?

• Der ideale Vater heute

• Wertevorstellungen zu Familie im Vergleich zum Islam

• Vertrauen – Misstrauen

Eltern in der Vorbildfunktion

• Die Vorbildfunktion der Eltern ist zwingend notwendig

• Erklärungen sind notwendig

• Mit gutem Beispiel voran – Eltern in der Vorbildfunktion

• Gefühle werden uns nicht in die Wiege gelegt

• Einstellungen werden von den Kindern übernommen

• Das LBS – Kinderbarometer

• Vorbild zu sein heißt nicht, perfekt sein zu müssen

• Die wichtige Vorbildfunktion der Eltern ist unumstritten

• Studien beweisen die Vorbildfunktion der Eltern

• Jeder Mensch hat eine Vorbildfunktion

• Kindheit ohne Zukunftsperspektiven, aber mit Computer ausgestattet

Verwandtschaft

• Verwandtschaftliche Beziehungen im Islam und ihre Bedeutung

Schulpflicht und Beschulung

• Das Schulpflichtverständnis in anderen Ländern

• Kinder mit Migrationshintergrund

• Kinderzahl

Kinderarmut

Kinderarmut in Deutschland

Die Lage der Kinder in den Industrieländern

Der Leidensweg, noch ein Kind zu sein

Gewalt – Kindesmisshandlung ist Gewalt

• Formen der Gewalt

• Was läuft falsch beim Kinderschutz?

• Statistische Erhebungen aus den USA

• Mehr Verantwortung für Kinder und erschreckende Zahlen

• Folgen bei nicht reflektierten Handlungsweisen

• Probleme von Pflegefamilien

• Die Orientierungsphase

• Die Aktionsphase

• Die Regressionsphase

Die 4 Formen der Kindesmisshandlung – in Stichworten

• Die körperliche Misshandlung

• Die seelische Misshandlung

• Die Vernachlässigung

• Der sexuelle Missbrauch

Stichworte zu den einzelnen Misshandlungsformen

• Die einzelnen Misshandlungsformen beschrieben und dargestellt

• Eine aktuelle statistische Erhebung zur katholischen Kirche

• Die Abgrenzung von Erziehungsmitteln und der Misshandlung

Den Fokus auf Gewalt und die Formen der Kindesmisshandlung gerichtet

• Wie umfangreich ist Gewalt

• Exkurs: Eine Untersuchung von Dr. Garbarino in Amerika zu den Ursachen der Entstehung von Gewalt

• Das Attachment – Problem

• Die Depression

• Die Verlassenheit vom Vater

• Die Verlassenheit von der Mutter

Warum sind Kinder violent?

Wie reagieren Kinder auf Missbrauch und Vernachlässigung?

Rechtliche Fragen in Deutschland

• Widersprüchlichkeiten in der Gesetzgebung

• Die gespaltene Haltung des Staates

• Die begrenzten Möglichkeiten des Jugendamtes – des sozialen Dienstes

• Spezifische Leistungen des Jugendamtes

Meldepflicht von Kindesmisshandlungen

Die Situation dazu vergleichsweise im Ausland

Die Problematik in Österreich

Die Problematik in Deutschland

• Polizeilich erfasste Fälle

• Kriminalstatistiken zu den erfassten Fällen

• Die Rechtslage und die Einbeziehung des Dunkelfeldes

Kindesmisshandlung als Kriminalität

• Statistische Erhebungen aus Deutschland

• Statistische Daten aus den USA

• Die Sonderstellung des sexuellen Missbrauchs bei Kindern

• Gründe für eine Schuldunfähigkeit und Strafmilderung

• Gründe für eine Schuldunfähigkeit oder eine Straffreiheit

• Exkurs Fokus – Online: „Mutige Kinder sind am Wirksamsten gegen Missbrauch geschützt“

Kindesmisshandlung als sozialpädagogisches Problem

• Akute Verletzungen bei Kindern

• Chronische Verletzungen und dauerhafte Schädigungen

• Mögliche Wege in der Therapie

• Verzeihen und vergeben

• Traumatherapie

• Weitere, spezifische Therapien

Prävention auf breiter Front

• Grundlegende, vorbeugende Maßnahmen

• Früherkennung macht frühes Einschreiten möglich

• Die Familie im sozialen Netz

• Wiederholungen verhindern

Mögliche Spätfolgen einer Kindesmisshandlung

• Psychische Folgen bei Vernachlässigung

• Psychische Folgen bei körperlicher Misshandlung

• Psychische Folgen bei sexuellem Missbrauch

Was kann dagegen getan werden?

• Die Opferbezogene Prävention

• Die Täterbezogene Prävention

• Die Aktivierung des sozialen Umfeldes

• Wie könnte die Hilfe konkret aussehen?

Die Spannung zwischen Eltern und Kindern

• Streit – und Konfliktthemen zwischen Eltern und Kindern

• Ein Blick in das europäische Ausland

• Der 22.07.1986 in Großbritannien

• Die natürliche Liebe zum Kind

Mutterliebe als alltäglicher Anspruch der Gesellschaft

• Die Anthropologische Sichtweise der Mutter – Kind – Beziehung

• Die psychologische Sichtweise

• Die soziologische Sichtweise

• Meine Liebe zu meinem Kind

Verantwortung im Blick auf Kindesmisshandlung – Fragebogen

Auswertungen des Fragebogens nach einer Umfrage

• Meine Positionierung in dieser schwierigen Fragestellung und Problematik

• Wo stehe ich mit meinen Verhaltensweisen?

• Gehöre ich zur schweigenden Mehrheit und warte auf die Aktivitäten anderer, beziehungsweise der Institutionen?

• Handle ich wenn ich den Handlungsbedarf erkenne?

• Schaue ich einfach nur weg, weil ich feige zu bin selbst etwas zu tun?

Kapitel 3

Kinder und ihre Freizeit

Kinder und ihre Eigenverantwortung

• Abgeschobene Kinder – von den Familien ungeliebt

Hospitalismus

• Definition von Hospitalismus

• Hospitalismus und die möglichen Ursachen

• Das Deprivationssyndrom

• Stadien der Hospitalismusforschung

• Mögliche Folgen des Hospitalismus

• Individuelle Symptome und Beschwerden des Hospitalismus

• Die Depressionen

• Exkurs: Depressionen und Ursachen im Kindes – und Jugendalter

• Die Ursachen einer Depression

• Genetische Ursachen

• Die Behandlungsmöglichkeiten

• Klassifizierung und Folgen des Hospitalismus

• Die Symptome des psychischen Hospitalismus

• Der psychische Hospitalismus

• Mögliche Ursachen des psychischen Hospitalismus

• Die Folgen des psychischen Hospitalismus

Arbeiten mit Kindern – Sinn und Ziel

• Kompetenz und Qualifikation für junge Menschen

• Ein Leben im Brennpunkt braucht zwingend Perspektiven

• Die Hilfe muss deshalb unbedingt mehrdimensional ansetzen

• Hilfen für die Kinder und ihre Familien sind notwendig

Jugendarbeit

• Wo liegen die Ziele der Jugendarbeit?

• Pädagogische Zielsetzungen

• Die allgemeine Struktur der Jugendarbeit

• Die Merkmale in der Struktur der Jugendarbeit

• Zur Geschichte der Jugendarbeit

• Das Ehrenamt

Sportgruppen

• Sportgruppen als exemplarisches Beispiel – warum engagiere ich mich?

Pfadfinder

• Die kirchliche Kinder – und Jugendarbeit

• Die kirchliche Jugendarbeit

• Jugendarbeit in der römisch – katholischen Kirche

• Die evangelische Jugend

• Jugendarbeit entsteht…

• Die Ziele kirchlicher Jugendarbeit

• Jugendarbeit der Freikirchen

Egoismus der Kinder

• Egoismus im weiteren Sinn

• Egoismus im engeren Sinn

• Der positive Egoismus

• Der negative Egoismus

• Der christliche Blickwinkel zum Egoismus

• Der ethische Egoismus

• Egoismus bei dem/n Kind/ern

• Gier, Egoismus und Maßlosigkeit

• Ältere Menschen schimpfen schon immer

• Unterschiede trotz globaler Jugendkultur

Suizid bei Kindern

• Kinder und Jugendliche im Blick auf das Selbstmordrisiko

• Mögliche, mitverantwortliche Missstände beim Suizid

• Ursachen für den Selbstmord bei Jugendlichen

• Suizid im weltweiten Vergleich (auch statistische Erhebungen)

• Suizid und Schule

• Den Leistungsdruck mindern?

Vorurteile dem Suizidgefährdetem gegenüber

• Wer redet macht es nicht

• Keine schlafende Hunde wecken

• Die Neigung ist vererbbar

• Wer daran denkt, ist nicht normal

• Wer einen Suizidversuch überlebt, der macht das nie wieder

• Nur Feiglinge bringen sich um

Freunde

• Menschen mit dem höchsten Suizidrisiko

• Weitere Risikogruppen

• Depressionen im Kindes – und Jugendalter

• Depressionen bei einem Kleinkind

• Depressionen bei einem Vorschulkind

• Depressionen bei einem Schulkind

• Depressionen bei einem Jugendlichen

• Suizidalität im Jugendalter

• Häufige Ursachen für einen Suizid

• Ein kennzeichnendes Hauptmerkmal

• Hilfestellungen für verzweifelte Kinder

• Wie verhalte ich mich dem Betroffenen gegenüber?

• Was geht in einem Menschen mit Suizidgedanken vor sich?

• Das zerbrochene Weltbild

• Der gestörte Dialog

• Was können die Familie, die Freunde oder auch das Umfeld konkret tun?

• Wichtige Signale bei einem Suizidgefährdetem Menschen

• Traurige Zahlen

• Suizid weltweit

• Die unterschiedlichen Formen des Suizids

Der Suizid in Österreich

Der Suizid in der Schweiz

• Statistische Ergebnisse zu den Suizidformen in der Schweiz

Die mögliche Risikofaktoren

• Als Auslöser für einen Suizid werden eingestuft…

• Verantwortung

• Gefährdung durch die Medien

• Warum begehen Kinder Selbstmord?

• Missstände die zu diesem Tun führen könnten sein

• Schulversagen

• Schulangst

Schule kann krank machen

Englisch schon im Kindergarten?

Schulpsychologen sind selten

Die Angst vor dem Schulversagen

Verantwortung im Blick auf den Suizid zusammengefasst

• Verantwortung an einem Beispiel: Artem braucht unsere Hilfe

Kapitel 4

Blindes Vertrauen

Anvertrauen, nicht ausgeliefert sein

• Sich anvertrauen

• Die Sicherheit und Geborgenheit einer Hand

• Liebe und Geborgenheit

• Zuhören und sich Zeit nehmen

• Klarheit, Übersicht und Regelmäßigkeit

• Die Familie, die starke Säule im Leben eines Kindes

• Halt geben und dabei Grenzen setzen

• Geduld, Gelassenheit und langer Atem

Vertrauen statt hauen

• Kinder wollen Eltern vertrauen können

Sprechen statt brechen

Die Liebesgeschichte zwischen Eltern und ihren Kindern

• Kinder brauchen Liebe

• Verwöhnen sollte nicht mit Liebe verwechselt werden

• Eltern sollten sich auch um ihre Beziehung als Paar kümmern

• Berechenbarkeit und Geradlinigkeit

Geborgenheit

• Geborgenheit, ein erstrebenwertes Gefühl?

• Was macht Geborgenheit so wichtig?

• Spielt Geborgenheit in unserem Erwachsenenleben eine Rolle?

• Wie können sich Menschen gegenseitig das Gefühl von Geborgenheit vermitteln?

• Geborgenheit und die unterschiedlichen Wege zur Vermittlung dieses Gefühls

Die Grundbedürfnisse eines Menschen

Das Urvertrauen

Kapitel 5

Kinder in den Religionen

• Die Dankbarkeit des Kindes im Islam gegenüber Eltern

• Wie sieht eine islamische Erziehung aus?

• Die religiöse Erziehung

• Die Vorbereitung auf das Leben als Mann oder Frau

• Der Umgang mit älteren Menschen, Familienmitglieder und Eltern

• Was sagt der Koran dazu

• Stellenwert und Selbstverständnis der muslimischen Familie

• Das Verhältnis von Eltern und Kinder

• Die Wertehierarchie im Wertevergleich

• Kinder im Christentum

• Kinder in der antiken Gesellschaft

• Kinder im Judentum

• Kinder in der Bibel

• Jesus und die Kinder

Exegetische Blitzlichter und religionspädagogische Konkretionen

Aspekte der religionspädagogischen Konkretionen

• Das Daseinsinteresse

• Die Daseinsgewissheit

• Die Daseinsgestaltung

Fazit und der eigene Standpunkt

• Stehen wir als Eltern tatsächlich auf/an der Seite unserer Kinder?

• Welche Verantwortung tragen Verwandte für die jungen und jüngeren Familienmitglieder?

• Wie verhält sich das Umfeld im Blick auf unsere Kinder?

• Wie reagiert und verhält sich die Gesellschaft gegenüber unseren jungen Mitbürgern?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der Problematik von Kindesmisshandlung, Suizid und der Jugendarbeit auseinander, eingebettet in eine ethische und christliche Verantwortungsperspektive. Ziel ist es, die Ursachen für Gewalt und Vernachlässigung an Kindern zu beleuchten, aktuelle Missstände aufzuzeigen und Anregungen zur persönlichen Auseinandersetzung sowie zu konkreten Hilfestellungen für gefährdete Kinder zu geben, um so einen Beitrag zu einem lebenswerteren Kindheitsumfeld zu leisten.

  • Bedeutung der Kindheit aus juristischer, philosophischer und religiöser Sicht
  • Verantwortung der Eltern und die Vorbildfunktion bei der Erziehung
  • Ursachen und Auswirkungen von Kindesmisshandlung und Gewalt
  • Die Thematik des Suizids im Kindes- und Jugendalter sowie Präventionsmöglichkeiten
  • Sozialpädagogische Ansätze zur Unterstützung von Kindern in schwierigen Lebenslagen

Auszug aus dem Buch

Die gespaltene Haltung des Staates

Diese Ausprägung der Gesetzgebung zieht eine gespaltene staatliche Haltung gegenüber Fällen von Gewalt in Familien nach sich. Das zeigt sich ganz besonders an dem Paradoxon, dass ein gegen den Partner gewalttätiger Ehegatte nach dem bei erwachsenen Opfern geltenden Gewaltschutzgesetz mit einem Sorgerechtsentzug, einem Wohnungsverweis und schließlich auch mit einem Freiheitsentzug zu rechnen hat; im Gegensatz dazu wird aber bei einer Kindesmisshandlung durch dieselbe Person finanzielle Unterstützung zur Linderung einer Überforderungssituation als Lösung verfolgt. Bei den staatlichen Maßnahmen gegen häusliche Gewalt werden Kinder als eigenständige Opfergruppe ausgenommen. So lässt die Bund – Länder – Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt in ihren „Standards und Empfehlungen“ (Bund – Länder – Arbeitsgruppe Häusliche Gewalt – Berlin, August 2002 – Standards und Empfehlungen für die Aus – und Fortbildung zum Thema häusliche Gewalt, insbesondere zu Einführung und Umsetzung des neuen Gewaltschutzgesetzes) Kinder nur als indirekt betroffene Opfer gelten.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Die Bedeutung des Wortes Kind: Dieses Kapitel definiert den Begriff „Kind“ aus verschiedenen fachlichen Blickwinkeln, insbesondere unter juristischen und philosophischen Gesichtspunkten, und beleuchtet die Rechtslage sowie Entwicklungstufen im Kindesalter.

Kapitel 2: Eltern in der persönlichen Verantwortung: Es wird die zentrale Rolle der Eltern thematisiert, wobei der Fokus auf ihrer Verantwortung, ihrer Vorbildfunktion und den gesellschaftlichen Bedingungen für eine gelungene Erziehung sowie den Formen von Gewalt gegen Kinder liegt.

Kapitel 3: Kinder und ihre Freizeit: Dieses Kapitel behandelt die Lebensumstände von Kindern, insbesondere in Bezug auf Freizeitgestaltung, Hospitalismus, Jugendarbeit und die Problematik von Egoismus und Suizidgefährdung.

Kapitel 4: Blindes Vertrauen: Der Fokus liegt auf der emotionalen Bindung zwischen Eltern und Kindern, der Bedeutung von Vertrauen und Geborgenheit sowie der Frage, wie Eltern und Kinder in schwierigen Phasen (z.B. Pubertät) zueinander finden können.

Kapitel 5: Kinder in den Religionen: Das abschließende Kapitel betrachtet die Stellung des Kindes in den Weltreligionen, insbesondere Islam und Christentum, und zieht religionspädagogische Konsequenzen für die moderne Erziehung.

Schlüsselwörter

Kindesmisshandlung, Jugendarbeit, Suizidprävention, Elternverantwortung, Kinderschutz, Pädagogik, Psychologie, Religion, Erziehung, Kindeswohl, Gewaltprävention, soziale Brennpunkte, Hospitalismus, Bindungstheorie, Vorbildfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Ziel des Buches?

Das Ziel ist es, durch eine interdisziplinäre Betrachtung (Pädagogik, Psychologie, Philosophie, Theologie) ein besseres Verständnis für die Problemlagen von Kindern zu schaffen und Eltern sowie Betreuer zu einer reflektierten Verantwortungshaltung zu motivieren.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Arbeit?

Zentral sind die Definition von Kindheit, die elterliche Erziehungsverantwortung, die Erscheinungsformen von Kindesmisshandlung und Gewalt sowie Präventions- und Hilfsmöglichkeiten bei Suizidalität und sozialen Problemen.

Welche Forschungsfragen verfolgt der Autor?

Der Autor geht der Frage nach, wie es zu destruktiven Verhaltensweisen wie Kindesmisshandlung oder Suizid bei Minderjährigen kommt und wie Gesellschaft, Staat und Eltern – insbesondere durch Vorbildfunktion und verantwortungsvolles Handeln – dem entgegenwirken können.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von Fachliteratur, pädagogischen und psychologischen Theorien, aktuelle Rechtslage, statistische Daten (z. B. Polizeiliche Kriminalstatistik) sowie ergänzend auf eigene Erfahrungen und Umfragen des Autors im schulischen Kontext.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Ursachen von Gewalt, die Bedeutung von Bindung und Vertrauen, die Rolle des Jugendamtes, die psychischen Folgen von Missbrauch sowie spezifische Kontexte wie Kinderarmut und Migration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Kritische Begriffe sind Kindesmisshandlung, Jugendhilfe, elterliche Vorbildfunktion, Suizidprävention, Kindeswohl und soziale Verantwortung.

Was ist das Besondere an der Betrachtung der Eltern-Kind-Beziehung in diesem Dokument?

Das Dokument beleuchtet insbesondere die notwendige, aber oft schwierige Balance zwischen Disziplin und Liebe sowie die Bedeutung der authentischen Vorbildfunktion der Eltern in einer Zeit der sozialen Belastung.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates beim Kinderschutz?

Der Autor übt konstruktive Kritik an staatlichen Institutionen (insb. Jugendämtern), die oft durch Personalmangel und bürokratische Hürden in ihrer Arbeit gehindert werden, wobei er die „Hilfe statt Strafe“-Mentalität diskutiert.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Suizidprävention?

Er betont, dass Suizidgedanken und -drohungen bei Kindern und Jugendlichen immer als ernste Hilferufe verstanden und von allen Beteiligten (Familie, Schule, Freunde) zwingend als solche aufgenommen werden müssen.

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Details

Title
Kind sein in einer Welt, die von Spannungen, Unfrieden, Not und Egoismus geprägt ist!
Subtitle
Die Problematik von Kindesmisshandlung, Suizid und Jugendarbeit in die ethische und christliche Fragestellung der Verantwortung eingebettet
Author
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author)
Publication Year
2010
Pages
348
Catalog Number
V160484
ISBN (eBook)
9783640739455
ISBN (Book)
9783640739806
Language
German
Tags
Begriffserklärung - Kind und Jugend Kindesmisshandlung und Formen der Misshandlung Suizid und seine Ursachen Hilfe und Hilfsangebote ethisch christliche Verantwortung Folgen bei Misshandlungen Depressionen und ihre Symptome bei Kindern die Rechtslage zu diesen Fragenstellungen ein Blick dazu in das europäische Ausland Verantwortung erkennen Verantwortung übernehmen Verzweiflung bei Eltern und Kindern sich abzuwenden ist kein Kavaliersdelikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Religionspädagoge Günter-Manfred Pracher (Author), 2010, Kind sein in einer Welt, die von Spannungen, Unfrieden, Not und Egoismus geprägt ist! , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160484
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