Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik des Orchestermanagements und der Bindung von Besuchern deutscher Kulturorchester durch ein Konzept der Betriebswirtschaftslehre zur Kundenbindung, dem Customer Relationship Management.
Eine Bindung des Publikums und das Schlagwort „Besucherzufriedenheit“ werden für Kultureinrichtungen und somit für Kulturorchester immer wichtiger, da es einfacher ist, Stammpublikum zu halten als neues Publikum hinzu zu gewinnen. Eine wichtige Rolle zur Besucherbindung spielen hierbei auch die neuen Medien wie das Internet und moderne Kommunikationsmittel wie E-Mails (elektronische Mails) und SMS (Short Message Service).
In der Arbeit wurde mit ausgewählten Fallbeispielen einzelner Management- und Marketingmaßnahmen gearbeitet. Ziel der Arbeit war es, das Konzept des Customer Relationship Managements von der Betriebswirtschaftslehre auf den Kulturbetrieb, hier exemplarisch auf das Kulturorchester, zu übertragen und auf dessen zukünftige praktische Umsetzbarkeit im Kulturbereich zu überprüfen.
Inhaltsverzeichnis
- Orchestermanagement heute.
- Kulturorchester als Dienstleistungsbetriebe.
- Customer Relationship Management (CRM).
- Besucherbindung als zentrales Ziel des CRM
- Aufgaben des CRM
- Interessentenmanagement.......
- Kundenbindungsmanagement.
- Neukundenmanagement.
- Zufriedenheitsmanagement...
- Beschwerdemanagement.......
- Rückgewinnungsmanagement.
- Analytisches CRM..
- Die Database: Grundbaustein des analytischen CRM
- Einführung eines Database Systems bei Kulturorchestern.....
- Data Mining.....
- Fallbeispiel: Die Life-Style-Typologie des Gewandhausorchesters Leipzig.
- Operatives CRM.
- Marketing.........
- Produktpolitik.…….....
- Preispolitik.......
- Fallbeispiel: Das Abonnementsystem der Dresdner Philharmonie......
- Distributionspolitik.
- Kommunikationspolitik..
- Fallbeispiel: Kommunikationspolitik der Düsseldorfer Symphoniker......
- Sales.
- Kartenvertrieb an Konzertkassen und in Abonnementbüros....
- Besucherorganisationen und persönlicher Verkauf.
- Kartenvertrieb im Internet........
- Service.
- Besuchercard: Die Familien Card des Orchesters der Beethovenhalle Bonn.
- Besucherclub: Der NDR Kultur Klassik Club.......
- Kommunikatives CRM.
- Telefon/Call-Center
- Internet: Virtuelle Besucherbindung
- E-Mails.......
- SMS.
- Förderverein
- CRM für Kulturorchester: Voraussetzungen und Perspektiven.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert die Anwendung des Customer Relationship Managements (CRM) auf den Bereich des deutschen Orchestermanagements, insbesondere im Hinblick auf die Besucherbindung. Das CRM Konzept, welches aus der Betriebswirtschaftslehre stammt, zielt darauf ab, Besucher durch individuelle Ansprache zu binden, neue Besucher zu gewinnen und ehemalige Besucher zurückzugewinnen.
- Besucherbindung als zentrales Ziel des CRM
- Die Rolle des CRM in der Bewältigung des Besucherrückgangs in Kulturinstitutionen
- Die Bedeutung neuer Medien und Kommunikationsmittel für die Besucherbindung
- Die Übertragbarkeit des CRM-Konzepts auf den Kulturbetrieb, speziell auf Kulturorchester
- Die praktische Umsetzbarkeit des CRM-Konzepts im Kulturbereich
Zusammenfassung der Kapitel
- Das Kapitel „Orchestermanagement heute" beschreibt die aktuelle Situation des Orchestermanagements in Deutschland und die Herausforderungen, denen Orchestermanager gegenüberstehen. Es betont die Bedeutung von innovativen Managementkonzepten für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Orchestern.
- Im Kapitel „Kulturorchester als Dienstleistungsbetriebe" werden die Besonderheiten von Kulturorchestern als Dienstleistungsbetriebe beleuchtet. Es werden die Produktionsfaktoren, Betriebsmittel und Ziele von Kulturorchestern im Kontext der Betriebswirtschaftslehre betrachtet.
- Das Kapitel "Customer Relationship Management (CRM)" führt das CRM-Konzept ein und beleuchtet seine Relevanz für Kulturorchester. Es beschreibt die verschiedenen Aufgaben des CRM, wie beispielsweise Interessentenmanagement, Kundenbindungsmanagement und Analytisches CRM.
- Das Kapitel „CRM für Kulturorchester: Voraussetzungen und Perspektiven" untersucht die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anwendung des CRM-Konzepts in Kulturorchestern und skizziert mögliche Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Orchestermanagements.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert auf die Themen Customer Relationship Management, Orchestermanagement, Kulturorchester, Besucherbindung, Marketing, neue Medien, Kommunikationsmittel, Betriebswirtschaftslehre und die Herausforderungen des Kulturbetriebs in der heutigen Zeit.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet CRM im Kontext eines Orchesters?
Customer Relationship Management (CRM) zielt darauf ab, die Beziehung zum Publikum durch systematische Datennutzung und individuelle Ansprache zu stärken, um Besucher langfristig zu binden.
Wie können Orchester neue Besucher gewinnen?
Durch Interessentenmanagement und gezielte Marketingmaßnahmen in neuen Medien (E-Mail, SMS, Internet) können Hemmschwellen abgebaut und neue Zielgruppen angesprochen werden.
Welche Rolle spielt eine Datenbank für das Orchestermanagement?
Ein Database-System ermöglicht die Analyse von Besucherstrukturen (Data Mining), um Angebote wie Abonnements oder spezielle Events passgenau auf die Bedürfnisse der Hörer zuzuschneiden.
Was ist ein Beispiel für erfolgreiches operatives CRM im Kulturbetrieb?
Beispiele sind die „Familien Card“ des Beethovenorchesters Bonn oder die Lifestyle-Typologie des Gewandhausorchesters Leipzig, die eine differenzierte Kundenansprache ermöglichen.
Warum wird Besucherbindung für Kulturorchester immer wichtiger?
Da die Akquise neuer Besucher aufwendiger ist als die Pflege von Stammpublikum, hilft CRM dabei, dem allgemeinen Besucherrückgang und der Konkurrenz durch andere Freizeitangebote entgegenzuwirken.
- Quote paper
- Katrin Höppner (Author), 2005, Innovatives Orchestermanagement , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160494