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Geschichte der Transformation

Ungarns Gewerkschaften im ständigen Umbau

Titre: Geschichte der Transformation

Dossier / Travail de Séminaire , 2010 , 24 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Michael Anranter (Auteur)

Politique - Région: Europe de l'Est
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Résumé Extrait Résumé des informations

Osteuropa befindet sich, bedingt durch den Zerfall der UDSSR, seit bald zwanzig Jahren in einer ideologischen und strukturellen Neuorientierung, die auch die Gewerkschaften als Instrument und Vertretung der ArbeitnehmerInnen betrifft. Besondere Umstände nterscheiden die osteuropäischen von den westeuropäischen Gewerkschaften und machen eine gemeinsame europäische Politik zuweilen schwer, wie es auch von verschiedenen AutorInnen analysiert worden ist.
Daraus ergibt sich auch die Relevanz der Fragestellung welchen konkreten Problemen sich die osteuropäischen Gewerkschaften, am Beispiel der ungarischen Verbände, stellen müssen und mussten um eine vollständige Integration in das, selbst noch junge, europäische System zu erleben.
Die zentrale Fragestellung der Arbeit ist folglich: „Welchem strukturellem Wandel unterliegen die ungarischen Gewerkschaften seit dem Beginn neoliberaler Reformen und wie prägt der Beitritt zur europäischen Union die strukturelle, als auch inhaltliche ransformation?”

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Weshalb Ungarn?

Historische Entwicklung ungarischer Gewerkschaften

Gewerkschaftspluralismus – Vor-, und Nachteile

Aktuelle Verankerung der Gewerkschaften im Gesetz

Repräsentativität und Aktionismus – Veränderungen seit dem Beitritt zur Europäischen Union

Der Beitritt zur Europäischen Union – erneute Transformationen

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den strukturellen und inhaltlichen Wandel der ungarischen Gewerkschaften seit Beginn der neoliberalen Reformen und analysiert, inwiefern der EU-Beitritt diese Transformationsprozesse beeinflusst hat.

  • Historische Entwicklung des ungarischen Gewerkschaftswesens
  • Herausforderungen durch Gewerkschaftspluralismus
  • Gesetzliche Verankerung und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Repräsentativitätskrise und Veränderung der Streikkultur
  • Europäische Integration und supranationale Perspektiven

Auszug aus dem Buch

Aktuelle Verankerung der Gewerkschaften im Gesetz

Im Rahmen des Vereinigungsrechtes und des Streikrechtes sind die wichtigsten Rahmenbedingungen für Gewerkschaften gegeben. Die Verankerung der Selbigen im Arbeitsgesetz von 1992 ist vielfältig und orientiert sich formell an westeuropäischen, vor Allem deutschen Richtlinien, wobei die Rechte der Gewerkschaften und der neu geschaffenen Betriebsräte dennoch herbe Einschränkungen hinnehmen mussten. Dass hierbei das unscheinbare Narrativ der ungarischen Gewerkschaften und das dadurch verursachte mangelnde kollektive Empfinden, wie die Verluste der Repräsentativität zeigen, sowie die wesentlich höheren Arbeitslosenraten als im westeuropäischen, vor Allem deutschsprachigem Raum, außer Acht gelassen wurden, erschwerte den Standpunkt der ArbeiterInnenvertretung zusätzlich.

In einer Reformation des Selben im Jahre 2002 wurden allerdings, auch in Hinblick auf den angestrebten Beitritt zur Europäischen Union weitere Gesetze erlassen, sodass ArbeitgeberInnen dazu verpflichtet wurde, die Mitgliedsbeiträge von den Löhnen der Beschäftigten abzuziehen und sie an die jeweilige Gewerkschaft zu überweisen. Auch die Freistellung aktiver Gewerkschaftsmitglieder für entsprechende Tätigkeiten wird nicht nur vorgesehen, sondern hindert den Arbeitgeber darüber hinaus gesetzlich daran diskriminierende Maßnahmen gegenüber Gewerkschaftsmitgliedern einzuleiten und schützt daher auch vor Entlassungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ideologische und strukturelle Neuorientierung der osteuropäischen Gewerkschaften seit dem Zerfall der UdSSR und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Wandel der ungarischen Verbände.

Weshalb Ungarn?: Dieses Kapitel begründet die Wahl Ungarns als Fallbeispiel für die Transformation von Gewerkschaften auf Basis der Demokratiekonsolidierung nach Wolfgang Merkel.

Historische Entwicklung ungarischer Gewerkschaften: Es wird der Wandel von einer zentralistischen Einheitsgewerkschaft (SZOT) hin zum Entstehen mehrerer konkurrierender Konföderationen nach der politischen Wende 1989 beschrieben.

Gewerkschaftspluralismus – Vor-, und Nachteile: Das Kapitel analysiert die theoretischen Auswirkungen der neu entstandenen Gewerkschaftspluralität auf die Repräsentativität und die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmervertretungen.

Aktuelle Verankerung der Gewerkschaften im Gesetz: Hier werden die rechtlichen Rahmenbedingungen, das Arbeitsgesetz von 1992 sowie die Auswirkungen der Reformen von 2002 auf die gewerkschaftliche Arbeit untersucht.

Repräsentativität und Aktionismus – Veränderungen seit dem Beitritt zur Europäischen Union: Anhand statistischer Daten (ESS, Laborsta) wird der Rückgang der Mitgliederzahlen sowie die Entwicklung einer neuen Streikkultur ab 2004 thematisiert.

Der Beitritt zur Europäischen Union – erneute Transformationen: Dieses Kapitel erörtert die Herausforderungen der Integration in den Europäischen Gewerkschaftsbund und die Problematik des neoliberalen Standortwettbewerbs.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beschreibt die Situation der Verbände als doppelte, chronologische Transformation, die eine stärkere supranationale Zusammenarbeit erfordert.

Schlüsselwörter

Ungarn, Gewerkschaften, Transformation, Neoliberalismus, Europäische Union, Repräsentativität, Gewerkschaftspluralismus, Streikkultur, Arbeitsrecht, Arbeitnehmervertretung, Osteuropa, Sozialpolitik, Privatisierung, industrielle Beziehungen, Interessenvertretung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert den Transformationsprozess der ungarischen Gewerkschaften von der Wende 1989 bis in die Post-EU-Beitrittsphase.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Themen zählen die historische Entwicklung der Verbände, die Auswirkungen von Gewerkschaftspluralismus, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die supranationale Integration.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, welchem strukturellen Wandel die Gewerkschaften unter neoliberalen Reformen unterliegen und wie der EU-Beitritt die inhaltliche sowie strukturelle Transformation prägt.

Welche Methoden verwendet der Autor?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse sowie die Auswertung statistischer Erhebungen (u.a. European Social Survey) und relevanter Fachliteratur zum Thema.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der Repräsentativitätskrise, der rechtlichen Verankerung der Gewerkschaftsrechte und der Entwicklung der Streikaktivitäten.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ungarn, Gewerkschaften, Transformation, EU-Beitritt, Repräsentativität und Gewerkschaftspluralismus.

Warum haben sich ungarische Gewerkschaften nach 1989 so stark fragmentiert?

Die Fragmentierung war eine reaktive Folge des gesellschaftlichen Umbruchs und des Strebens nach politischer Pluralität sowie einer Abkehr vom ehemaligen Staatsmonopol der Einheitsgewerkschaft.

Welche Rolle spielt die Europäische Union für die ungarische Gewerkschaftsarbeit?

Die EU bietet einerseits durch den Europäischen Gewerkschaftsbund neue Rahmenbedingungen für grenzüberschreitende Solidarität, erzeugt aber durch den neoliberalen Standortwettbewerb auch Druck auf die nationalen Verhandlungsmächte.

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Résumé des informations

Titre
Geschichte der Transformation
Sous-titre
Ungarns Gewerkschaften im ständigen Umbau
Université
University of Vienna  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
SE Osteuropa
Note
1,0
Auteur
Michael Anranter (Auteur)
Année de publication
2010
Pages
24
N° de catalogue
V160502
ISBN (ebook)
9783640737321
ISBN (Livre)
9783640737581
Langue
allemand
mots-clé
Geschichte Transformation Ungarns Gewerkschaften Umbau struktureller Wandel Osteuropa Europa EGB Gewerkschaft Interessenvertretung Wandel
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Michael Anranter (Auteur), 2010, Geschichte der Transformation , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160502
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Extrait de  24  pages
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