Es handelt sich um eine Arbeit aus dem Fach Portfoliomanagement im Rahmen des Bankbetriebswirt-Studiums der Frankfurt School of Finance & Management zum Thema "ETF's (Exchange Traded Funds)- Darstellung".
Dem Leser wird die Geschichte der neuen, innovativen ETF's vermittelt. Außerdem geht die Seminarbeit auf die Basistheorien (u.a. Markowitz) hinter den ETF's ein. Die Arbeit beschreibt Aufbau, Funktion und Handel der Fonds sowie aktuelle Marktentwicklungen und Trends und stellt klar deren Vorteile für den Anleger heraus. Ein Kapital über die Risiken einer ETF-Anlage schließt das Ganze ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Exchange Traded Funds
2.1. Geschichte der ETFs
2.1.1. Geburt des ETF
2.1.2. Einführung von ETFs am deutschen Markt
2.2. Basistheorien hinter dem ETF
2.2.1. Markowitz' Portfoliotheorie
2.2.2. Passives Management vs. Aktives Management
2.3. Die Funktionsweise eines ETF
2.3.1. Der Index als Grundlage
2.3.2. Konstruktion der Fonds
2.4. Handel von ETFs
2.4.1. Handel an der Börse
2.4.2. Der indikative Nettoinventarwert
2.4.3. Der Creation/Redemption-Prozess
2.4.4. Kosten
2.5. Der ETF-Markt
2.5.1. Anbieter
2.5.2. Arten von ETFs
2.5.3. Innovationen im Bereich der Exchange Traded Products
2.6. Risiken bei der Anlage in ETFs
2.6.1. Marktrisiko und titelspezifische Risiken
2.6.2. Der Tracking Error
3. Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anlageklasse der Exchange Traded Funds (ETFs) hinsichtlich ihrer historischen Entwicklung, theoretischen Fundierung, funktionalen Ausgestaltung sowie ihrer Chancen und Risiken, um ihre wachsende Bedeutung als kosteneffizientes Instrument für Privatanleger zu erläutern.
- Historische Entwicklung des passiven Indexmanagements
- Theoretische Grundlagen basierend auf der Portfoliotheorie
- Mechanismen des börslichen Handels und der Preisfindung
- Strukturelle Vorteile und Kosteneffizienz gegenüber aktiven Fonds
- Marktstruktur, Anbieterlandschaft und Anlageinnovationen
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Geburt des ETF
Anfang der siebziger Jahre kehrte unter den Anlegern langsam die Einsicht ein, dass eine zugrunde liegende Benchmark durch aktive Methoden kaum zu übertreffen ist. Da ETFs immer auf der Nachbildung eines Index beruhen, ist wohl als erstes einschneidendes geschichtliches Erlebnis die Auflegung des weltweit ersten Indexfonds, des Samsonite Pension Fund, zu nennen. Der Fonds wurde im Jahr 1971 von William Sharp und Bill Fouse bei der amerikanischen Großbank Wells Fargo aufgelegt. Bei dem Fonds handelt es sich um ein Produkt für institutionelle Anleger, welcher die 1500 an der New York Stock Exchange gehandelten Werte auflistete. Es sollte nicht lange dauern, bis 1975 der Vanguard 500 Indexfonds für Privatanleger folgte, welcher aber von Marktteilnehmer stark kritisiert wurde, da seine Performance lediglich der des durchschnittlichen Marktes entsprach.
Der technische Fortschritt Anfang der 80er Jahre machte es möglich große Aktienkörbe und Futures zu handeln, was im Jahre 1987 dazu führte, dass der Handel von CIPs (Cash Index Participitions) an der Börse von Philadelphia möglich war. Es war eine Tochterfirma der deutschen Commerzbank, die CB German Index Fonds Company, welche 1989 den ersten deutschen Indexfonds für institutionelle Investoren ins Leben rief. Es sollte bis ins Jahre 1993 dauern bis der erste ETF für kommerzielle Zwecke in den USA auf den Markt kam. Unter dem Namen Standard & Poor's Depository Receipts wurde er an der American Stock Exchange gehandelt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Konzept des passiven Anlagemanagements ein und begründet die wachsende Relevanz von ETFs als transparente und kostengünstige Anlageform.
2. Exchange Traded Funds: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die historische Genese, die theoretischen Markowitz-Grundlagen sowie die Funktionsweise, Handelsmechanismen und Risikostrukturen von ETFs.
3. Zusammenfassung und Ausblick: Dieses Kapitel resümiert die Eignung von ETFs als Diversifikationsinstrument und skizziert die zukünftige Bedeutung dieser Anlageklasse in einem volatilen Marktumfeld.
Schlüsselwörter
Exchange Traded Funds, ETF, passives Management, Portfoliotheorie, Henry Markowitz, Indexnachbildung, Diversifikation, Handelssegment XTF, iNAV, Designated Sponsor, Creation/Redemption-Prozess, Total Expense Ratio, TER, Tracking Error, Marktrisiko.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Analyse von Exchange Traded Funds (ETFs) als Anlagemöglichkeit im Kontext des Portfoliomanagements.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Geschichte der ETFs, die zugrunde liegenden Finanztheorien, die technische Funktionsweise, der börsliche Handelsablauf und die Analyse spezifischer Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, dem Leser die Vorzüge passiv gemanagter ETFs gegenüber aktiv verwalteten Fonds aufzuzeigen und die wachsende Bedeutung dieser Anlageform zu begründen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Börsendaten basiert, um das Produkt ETF theoretisch und praktisch zu erklären.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Historie, die Erläuterung von Markowitz' Portfoliotheorie, die Mechanismen des Handels und der Indexnachbildung sowie eine Marktübersicht inklusive der Risikobetrachtung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind passives Management, Diversifikation, Indexnachbildung, XTF, iNAV, Transparenz und Kosteneffizienz.
Was unterscheidet den Creation/Redemption-Prozess von normalen Investmentfonds?
Dieser Prozess ermöglicht es Market Makern, Anteile direkt am Primärmarkt gegen Wertpapierkörbe zu tauschen, was zu höherer Effizienz und geringeren Kosten für den Endanleger führt.
Wie gehen ETFs mit dem Risiko um?
ETFs minimieren das unsystematische Risiko durch eine breite Diversifikation gemäß der Portfoliotheorie, während das systematische Marktrisiko bestehen bleibt und durch den Tracking Error in seiner Abweichung vom Index messbar ist.
- Citation du texte
- Johannes Keßler (Auteur), 2010, Exchange Traded Funds (ETFs). Basistheorien und Darstellung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160531