Inwieweit die Methode des Gender Mainstreaming einen Beitrag dazu leistet die Gleichstellung beider Geschlechter zu verwirklichen, um die bereits oben genannten Unterschiede, wie z. B. im Bereich der ungleichen Entlohnung von Frauen und Männern aufzulösen. Gender Mainstreaming ist dabei eine Methode die auf eine Gleichstellung in allen gesellschaftlich relevanten Bereichen zwischen Frauen und Männern hineinwirken möchte. Zu nennen ist hier die Politik, die Wirtschaft aber auch die Bereiche der Erziehung und der Jugendarbeit. Es wird erst das Konzept des Gender Mainstreaming vorgestellt bevor auf die Rahmenbedingungen und politischen Vorgaben Bezug genommen wird. Letztlich werden Ergebnisse anhand von Beispielen in der Politik in den Ländern Schweden und der Bundesrepublik vorgestellt. Abschliessend wird ein Ausblick auf die derzeitige politische Entwicklung gewagt und ein Fazit gezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Konzept des Gender Mainstreaming Ansatzes
2.1 Definition des Begriffes Gender Mainstreaming
2.2 Ziele und Zielvorgaben
2.3 Konzept
3. Politische Vorgaben
3.1 Wichtige Stationen auf dem Weg zur Gender Mainstreaming Methode
3.2 Politische Vorgaben der Europäischen Union
3.3 Politische Vorgaben der Bundesrepublik Deutschland
4. Ergebnisse und Beispiele für die Umsetzung des Gender Mainstream-
4.1 Ergebnisse und Beispiele in Schweden
4.2 Ergebnisse und Beispiele in der Bundesrepublik
5. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit die Methode des Gender Mainstreaming dazu beitragen kann, die Gleichstellung von Frauen und Männern in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen und bestehende Ungleichheiten, insbesondere im Lohngefälle, abzubauen.
- Theoretische Grundlagen und Definition des Gender Mainstreaming
- Politische Rahmenbedingungen auf EU- und Bundesebene
- Vergleich der praktischen Umsetzung in Schweden und Deutschland
- Analyse des Top-Down-Ansatzes in der Organisationssteuerung
- Herausforderungen der föderalen Implementierung und Akzeptanz
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition des Begriffes Gender Mainstreaming
Im Englischen wird das Geschlecht unterschieden zwischen biologischen (sex) und dem sozial bedingten Geschlecht (gender). In der deutschen Sprache gibt es diese Unterscheidung nicht. Mit dem Begriff „Gender“ wird die Tatsache thematisiert, dass Frauen und Männern verschiedene Rollen und Verhaltensweisen zugeschrieben werden (vgl. Richter 2004, S.10). „Die gesellschaftliche Konstruktion und Zuschreibung von Aufgaben...im öffentlichen und privaten Leben hat zur Folge, dass Männer und Frauen unterschiedlichen Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen wie der Verteilung von Geld...Macht, Arbeit, Versorgung usw. haben“ (Richter 2004, S.11). Die postmoderne Feministin Judith Butler hingegen ist der Ansicht, dass sowohl Sex als auch Gender, sozial konstruiert seien. Sie meint damit, dass selbst biologische Unterschiede als solche durch eine gesellschaftlich geprägte Brille wahrgenommen werden (vgl. Bluth 2004, S. 34). Der Begriff „Mainstream“ verweist auf einen kulturellen oder historischen Veränderungsprozess. Er bezeichnet ein Verfahren, welches fortlaufend und stetig Beachtung findet. Nur mit einem allgemein gültigen Prinzip, das alle Bereiche der Gesellschaft durchdringt, kann die Geschlechtergerechtigkeit hergestellt werden (vgl. Richter 2004, S. 11).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern und führt in die Fragestellung ein, wie Gender Mainstreaming als Methode zur Beseitigung dieser Disparitäten beitragen kann.
2. Konzept des Gender Mainstreaming Ansatzes: Dieses Kapitel definiert den Begriff, erläutert die Ziele und das zugrundeliegende Konzept sowie die Bedeutung einer Implementierung über das Top-Down-Prinzip.
3. Politische Vorgaben: Hier werden die historischen Meilensteine sowie die spezifischen rechtlichen und politischen Vorgaben der Europäischen Union und der Bundesrepublik Deutschland analysiert.
4. Ergebnisse und Beispiele für die Umsetzung des Gender Mainstream-: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Ansätze und Erfolge bei der praktischen Anwendung der Methode in Schweden und in Deutschland.
5. Ausblick: Der Ausblick diskutiert die zukünftige Bedeutung der Methode als Leitprinzip und betont die Notwendigkeit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit zur gesellschaftlichen Verankerung.
Schlüsselwörter
Gender Mainstreaming, Gleichstellung, Geschlechtergerechtigkeit, Lohngefälle, Top-Down-Prinzip, Frauenförderung, politische Strategie, Arbeitsmarktpolitik, Geschlechterdemokratie, Implementierung, 3-R-Methode, Chancengerechtigkeit, Bundesgleichstellungsgesetz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit behandelt die Methode des Gender Mainstreaming als Instrument zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern in verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Neben der theoretischen Definition stehen die politische Implementierung, der Vergleich zwischen verschiedenen Ländern und die praktische Anwendung in Verwaltungen im Fokus.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, den Beitrag von Gender Mainstreaming zur Reduzierung geschlechtsspezifischer Ungleichheiten, wie etwa ungleicher Entlohnung, kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Konzepte, politische Vorgaben und Evaluierungsergebnisse zur Methode des Gender Mainstreaming analysiert.
Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Konzepterklärung, die Darstellung der politischen Rahmenbedingungen sowie die empirische Betrachtung anhand von Länderbeispielen.
Was charakterisiert die Arbeit in Bezug auf ihre Schlagworte?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Gleichstellung, institutionelle Implementierung, 3-R-Methode und eine kritische Auseinandersetzung mit föderalen Strukturen geprägt.
Was unterscheidet das Gender Mainstreaming von klassischer Frauenförderung?
Im Gegensatz zur Frauenförderung, die punktuell an benachteiligte Gruppen adressiert ist, zielt Gender Mainstreaming als Querschnittsstrategie auf alle organisatorischen und politischen Prozesse ab.
Wie bewertet der Autor die föderale Umsetzung in Deutschland im Vergleich zu Schweden?
Der Autor sieht in der föderalen Struktur eine Schwäche, da die Priorisierung der Methode stark von den jeweiligen politischen Akteuren vor Ort abhängt, während Schweden konsequenter agiert.
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- Jonas Görlich (Author), 2009, Gender Mainstreaming, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160589