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Interkulturelle Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen

Eine Untersuchung von Sprache, Geschichte und Stereotypen

Title: Interkulturelle Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen

Master's Thesis , 2010 , 73 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BA Jenny Schulz (Author)

Scandinavian Languages
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Deutschland und Norwegen verbindet eine gemeinsame kulturelle Entwicklungsgeschichte. Der gemeinsame germanische Ursprung wie auch die geografischen Lagen beider Länder sind Gründe dafür, dass es schon sehr früh Handel und Wirtschaft zwischen Deutschland und Norwegen gegeben hat. Zudem gibt es sehr große sprachliche Parallelen, die für diese Wirtschaftsbeziehungen besonders in früheren Zeiten sehr hilfreich waren und insbesondere die Entwicklung des Norwegischen stark beeinflussen konnten.

Angefangen mit der mittelalterlichen Hanse, bestehen auch heutzutage noch größere Firmenkontakte und wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Norwegen. In der globalen Welt zeigen sich diese jedoch anders als noch vor einigen hundert Jahren.

Wie wurde früher miteinander kommuniziert, wie heute? Welche Schwierigkeiten treten auf, wenn man an die sprachliche Situation und die kulturellen Unterschiede in beiden Ländern denkt? Inwieweit hilft es, dass Deutschland und Norwegen sich so ähnlich sind? Der sprachlich-kulturelle Aspekt meiner Masterarbeit soll sich unter anderem genau diesen Fragen widmen. Darüber hinaus soll ein Einblick in die gemeinsame Geschichte gegeben werden. Neben der Hansezeit spielt hierbei insbesondere der Zweite Weltkrieg eine bis heute nicht zu verachtende Rolle.

Gibt es interkulturelle Faktoren, die auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Norwegen und Deutschland einwirken? Welche Rolle spielen hierbei Stereotype? In einer eigenen Forschung habe ich mir vor allem diese beiden Fragen vorgenommen und untersucht, welchen Zusammenhang es zwischen gängigen Stereotypen und dem Gelingen von wirtschaftlichen Kontakten in der Realität gibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die norwegische Sprachsituation

1.1 Die geschichtliche Entwicklung des Norwegischen

1.2 Amtssprachen und Fremdsprachen im heutigen Norwegen

2. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation – Was ist das?

2.1 Die Sprache der Wirtschaft

2.2 Kultur und Interkulturalität

2.3 Das Unvermeidbare: Stereotype

3. Interkulturelle Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland

3.1 Die Wirtschaftsbeziehungen über die mittelalterliche Hanse

3.2 Das 20. Jahrhundert

3.3 Vergleich der beiden Wirtschaftskulturen zu heutigen Zeiten

4. Meine Feldforschung zur norwegisch-deutschen Wirtschaftskommunikation

4.1 Die Deutschen über die Norweger

4.1.1 Aspekte der Kommunikation auf wirtschaftlicher Ebene

4.1.2 Stereotype

4.2 Die Norweger über die Deutschen

4.2.1 Aspekte der Kommunikation auf wirtschaftlicher Ebene

4.2.2 Stereotype

4.3 Zusammenfassung

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die interkulturellen Faktoren der Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen unter Berücksichtigung historischer Entwicklungen, sprachlicher Besonderheiten und der Rolle von Stereotypen, um den Zusammenhang zwischen diesen Vorurteilen und dem Erfolg realer wirtschaftlicher Kontakte zu ergründen.

  • Analyse der historischen und sprachlichen Wurzeln der deutsch-norwegischen Beziehungen.
  • Untersuchung von Begriffen wie Kultur, interkulturelle Kommunikation und Stereotypen.
  • Durchführung einer Feldforschung mittels Fragebögen in deutschen und norwegischen Unternehmen.
  • Gegenüberstellung der gegenseitigen Wahrnehmungen und Kommunikationsstile in der Wirtschaft.
  • Bewertung der Rolle von Stereotypen für den wirtschaftlichen Erfolg und die interkulturelle Kompetenz.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Unvermeidbare: Stereotype

Wie oben bereits erwähnt, ist es ein natürlicher Prozess, die Welt in Gruppen einzuteilen. Schon Kinder tun dies, und es liegt in der Natur der Dinge, dass diese Einteilung nicht wertfrei geschieht. Für gewöhnlich werden alle Gruppen, denen man sich selbst zuordnen kann, positiv bewerten, und alle out-goups negativ. Nur selten ist es andersherum der Fall. Bedingt durch diesen biologisch-kognitiven Prozess haben sich Stereotype ausgebaut und wurden teils über Generationen weitergegeben. „Almost like a biological fact“16 nennt Lippmann die Auffassung derer, die Stereotype behandeln, als seien sie erwiesene Tatsachen. Er folgert: „For the most part we do not first see and then define, we define first and then see.”17 Somit sind für gewöhnlich erst Stereotype im Kopf eines Menschen, bevor er die Gruppe, über die er gerade denkt, selbst zu erkunden beginnt.

Der Begriff Stereotyp wird häufig falsch verstanden und als negatives Vorurteil missdeutet. Dabei handelt es sich um eine wertfreie Bezeichnung für das, was Menschen von anderen Menschen und Kulturen denken, egal ob diese Gedanken positiv, negativ oder ebenfalls neutral sein mögen. Und auch der Ursprung eines Stereotyps ist den wenigsten Menschen bewusst. Stereotype lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: geografisch begründete, historisch begründete oder kausal begründete Stereotype.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Stellt die historische Verbundenheit und sprachliche Nähe zwischen Deutschland und Norwegen dar und führt in die Fragestellung zur Rolle von Stereotypen in der modernen Wirtschaftskommunikation ein.

1. Die norwegische Sprachsituation: Beleuchtet die Entwicklung der norwegischen Schriftsprachen Bokmål und Nynorsk sowie die heutige Situation von Amts- und Fremdsprachen.

2. Interkulturelle Wirtschaftskommunikation – Was ist das?: Definiert theoretische Begriffe wie Fachsprache, Kulturstandards und Stereotype im Kontext des interkulturellen Austauschs.

3. Interkulturelle Beziehungen zwischen Norwegen und Deutschland: Analysiert historische Meilensteine wie die Hanse und das 20. Jahrhundert als Basis für heutige Wirtschaftskulturen.

4. Meine Feldforschung zur norwegisch-deutschen Wirtschaftskommunikation: Präsentiert die Ergebnisse der empirischen Umfrage bei deutschen und norwegischen Geschäftsleuten zu Kommunikationsstilen und Vorurteilen.

5. Schlussbemerkung: Resümiert die Bedeutung offener Kommunikation und interkultureller Kompetenz für die zukünftige Zusammenarbeit beider Länder.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Wirtschaftskommunikation, Norwegen, Deutschland, Stereotype, Sprache, Hanse, Kulturstandards, Sprachbarrieren, Wirtschaftsbeziehungen, Ethnozentrismus, Feldforschung, Interkulturelle Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht die Faktoren der Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen, wobei der Fokus auf dem Einfluss von historischen Entwicklungen und stereotypen Denkmustern liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit befasst sich mit der norwegischen Sprachgeschichte, den theoretischen Grundlagen der interkulturellen Kommunikation sowie der historisch gewachsenen Handelsbeziehung zwischen beiden Nationen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen gängigen kulturellen Stereotypen und dem Gelingen wirtschaftlicher Kontakte in der Realität auf wissenschaftlicher Basis zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine eigene empirische Feldforschung, bei der Fragebögen an deutsche und norwegische Fachkräfte versendet wurden.

Was umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Kommunikation und Kultur sowie eine detaillierte Auswertung der selbst durchgeführten Befragungen über die Wahrnehmung der jeweils anderen Kultur.

Was charakterisiert diese Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Kombination von kulturhistorischem Hintergrundwissen und einer praktischen, subjektiven Einschätzung von Akteuren aus der aktuellen Wirtschaftspraxis aus.

Wie bewerten deutsche Teilnehmer ihre norwegischen Geschäftspartner?

Deutsche Teilnehmer äußern sich überwiegend positiv, kritisieren jedoch eine wahrgenommene Zurückhaltung und indirekte Kommunikation der norwegischen Kollegen.

Wie reagieren norwegische Teilnehmer auf deutsche Kollegen?

Die norwegischen Befragten zeigen ein gespaltenes Bild; während die fachliche Kompetenz meist gelobt wird, kritisieren einige eine als arrogant wahrgenommene Haltung und mangelnde Marktkenntnis.

Spielt der Zweite Weltkrieg noch eine Rolle?

Ja, laut der Studie sind gemeinsame Kriegserlebnisse noch immer ein Faktor, der das gegenseitige Vertrauen beeinflusst und die Wahrnehmung der jeweils anderen Nation prägt.

Was sagt die Autorin über "typisch deutsche" Eigenschaften?

Die Arbeit stellt fest, dass deutsche Geschäftspartner oft mit den Stereotypen Pünktlichkeit, Gründlichkeit und einer ausgeprägten Betriebshierarchie assoziiert werden, was in Norwegen teilweise auf Unverständnis stößt.

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Details

Title
Interkulturelle Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen
Subtitle
Eine Untersuchung von Sprache, Geschichte und Stereotypen
College
Ruhr-University of Bochum  (Seminar für Sprachlehrforschung)
Grade
1,3
Author
BA Jenny Schulz (Author)
Publication Year
2010
Pages
73
Catalog Number
V160664
ISBN (eBook)
9783640745876
ISBN (Book)
9783640746514
Language
German
Tags
Stereotype Norwegen norwegisch Vergleich Wirtschaft Wirtschaftskommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Jenny Schulz (Author), 2010, Interkulturelle Wirtschaftskommunikation zwischen Deutschland und Norwegen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160664
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