Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Economía de las empresas - Política económica

Befinden wir uns in einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik?

Título: Befinden wir uns in einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik?

Trabajo de Seminario , 2010 , 18 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jan Seichter (Autor)

Economía de las empresas - Política económica
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Der Mensch will beherrschen, was er nicht kontrollieren kann. Ganz nach Goethes Zauberlehrling schafft er sich seine unkontrollierbaren Ungeheuer dabei meist sogar selbst. Bei Goethe war es ein Besen. Unser Ungeheuer heute ist die Wirtschaft.
Wie des Zauberlehrlings Besen entwickelte sie sich anders als erhofft, und wie der Löwe richtete sie Schaden an in ihrem stetigen Auf und Ab. Ein Mann namens Keynes schuf letztlich den Plan eine Kette zu errichten, die stark genug sein sollte, die Wirtschaft zu bändigen! Alsbald jedoch erschienen Kritiken und Theorien, die das genaue Gegenteil von Keynes behaupteten. Wirtschaftliche Krisen, wie wir sie erleben, wären nichts als das Produkt der Theorie dieses Mannes. Keynes‘ Lehre wurde niedergelegt. Doch trotz der Angst vor ihr stellt sich die Frage: sollte die keynesianische Idee auf ewig im Grab liegen? In dieser Arbeit soll geklärt werden, ob und wie seine verrufene Idee zur Bewältigung der jüngsten Wirtschaftskrise herangezogen wurde. Die Frage lautet: befinden wir uns in einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik?
Keynes selbst schrieb nicht nur seine „Allgemeine Theorie“ mit mehr als 300 Seiten, in welcher er quasi endgültig auf seine Theorie einging. Er schrieb in den Jahren zuvor noch einige andere Bücher, um seine Gedanken wirklich vollständig ausführen zu können. Dies soll verständlich machen, dass in dieser Arbeit leider nur sehr knapp auf sein Gedankengut eingegangen werden kann, während die Hauptbetrachtung auf der die Renaissance betreffenden neuen Wirtschaftskrise liegt. Dennoch soll dies nicht unbeachtet bleiben und zusammen mit einem kurzen geschichtlichen Abriss über den Aufstieg des keynesianischen Gedankengutes im ersten Kapitel dieser Arbeit behandelt werden. Das sich daran anschließende Kapitel soll klären, weshalb es überhaupt zu einer Abwendung von Keynes kam, da dies natürlich im Zusammenhang von elementarer Bedeutung für das Verständnis ist, wieso die keynesianische Idee überhaupt eine Wiederbelebung erfuhr. Das Hauptaugenmerk soll, schließlich auf der eigentlichen Renaissance und den vorausschauenden Überlegungen liegen, welche, basierend auf den vorausgegangenen Erkenntnissen, soweit ausgearbeitet werden, wie es der zur Verfügung stehende Rahmen erlaubt. Die Bearbeitung soll Europa betreffen so gründlich wie in diesem Rahmen nunmal möglich erfolgen, jedoch ist Deutschland eine besondere Aufmerksamkeit zugedacht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die keynesianische Idee der antizyklischen Wirtschaftspolitik

2.1. Die Entwicklung der keynesianischen Idee

2.2. Die keynesianische Grundlage zur Wirtschaftspolitik

3. Die Wiederkehr der klassischen Theorien – Die neoklassische Theorie

4. Keyneus resurrectus – eine Renaissance

4.1. Eine neue Wirtschaftskrise

4.2. Konjunkturmaßnahmen nach Keynes

4.3. Ein Zukunftsausblick für Keynes

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Renaissance nachfrageorientierter Konjunkturpolitik im Kontext der globalen Wirtschaftskrise ab 2008. Ziel ist es, zu klären, ob und inwiefern der Keynesianismus als wirksames Instrument zur Krisenbewältigung zurückgekehrt ist und ob von einer dauerhaften Wiederbelebung dieser Lehre gesprochen werden kann.

  • Historische Entwicklung und theoretische Grundlagen der keynesianischen Idee
  • Gegenüberstellung des keynesianischen Modells und neoklassischer Wirtschaftstheorien
  • Analyse der Ursachen und Mechanismen der Wirtschaftskrise ab 2008
  • Bewertung nationaler und europäischer Konjunkturmaßnahmen
  • Kritische Reflexion über die Rolle des Staates und die Grenzen der Fiskalpolitik

Auszug aus dem Buch

4.1. Eine neue Wirtschaftskrise

Um darzulegen, weshalb Maßnahmen zur Beseitigung einer Krise genutzt oder nicht genutzt werden, muss man die Umstände klären, in denen man sich bewegt. Hier soll nun eine kurze Darstellung der neuen Krise erfolgen.

Die Grundlage war die Immobilienkrise in den USA. Hier wurden Hypothekenkredite an Schuldner zweifelhafter Bonität gegeben, welche zu bestimmten Zeitpunkten an das Hypothekenzinsniveau angeglichen werden sollten (vgl. TYPELOG 2009a). Die New Economy-Krise 2001 hatte zur Folge, dass das Zinsniveau einen enormen Tiefstand erreicht hatte. Basierend auf der Annahme die Immobilienpreise könnten nirgendwo anders hin, als nach oben, verbunden mit dem niedrigen Hypothekenzinssatz, deren Sicherheit also die im Preis hoffentlich immer weiter steigenden Immobilien waren, wurden somit unzählige dieser Kredite herausgegeben. Ab 2004 wurde der Leitzins in den USA nun schrittweise von 1% auf 5,25% angehoben (vgl. ebenda). Somit kletterte das Zinsniveau nach oben, die Nachfrage nach Immobilien ging zurück, die Preise stagnierten. Doch die Anpassung der Hypothekenkredite wurde fortgesetzt. Der Zins wurde letztlich nicht mehr durch den Häuserpreis gedeckt (vgl. ebenda). Der hiermit verbundene Zahlungsschock, der ansonsten kaum abgesicherten Kreditnehmer, löste reihenweise Zwangsversteigerungen aus (vgl. ebenda). Dies bedeutete unweigerlich ein gigantisches Überangebot an Immobilien und deren immer weiter fallenden Wert. Eine katastrophale Entwicklung, da nun viele Kreditinstitute enorme Abschreibungen zu verzeichnen hatten und schließlich, im Fall von Lehman Brothers Mitte September 2008, Insolvenz anmelden mussten (vgl. ebenda). Die Krise fand hier nicht ihr Ende. Sie wuchs zu einer gewaltigen Finanzkrise. Die Ansprüche der Kreditgeber gegen die Kreditnehmer waren in Wertpapierbündeln zusammengefasst und auf verschiedene Arten veräußert (vgl. ebenda). Mit anderen Worten: Die Karte des schwarzen Peters wurde weitergereicht. Die entstandenen Verluste betrafen nicht länger nur die USA, da die hier zahlungsunfähigen Banken nun Schulden ihrerseits gegen europäische Banken nicht tilgen konnten und da europäische Banken in die schwachen Kredite aus den USA investiert hatten (vgl. ebenda).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der wirtschaftlichen Steuerung ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Renaissance der keynesianischen Konjunkturpolitik.

2. Die keynesianische Idee der antizyklischen Wirtschaftspolitik: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der Lehre von John Maynard Keynes und die Entwicklung der antizyklischen Politik als Antwort auf klassisch-liberale Ökonomie.

3. Die Wiederkehr der klassischen Theorien – Die neoklassische Theorie: Es wird analysiert, warum der Keynesianismus zugunsten monetaristischer und neoklassischer Ansätze in den Hintergrund trat, insbesondere aufgrund von Problemen wie der Stagflation.

4. Keyneus resurrectus – eine Renaissance: Der Hauptteil beschreibt die Entstehung der Wirtschaftskrise ab 2008, die ergriffenen Konjunkturpakete in den EU-Staaten und diskutiert, ob diese Maßnahmen eine tatsächliche Wiedergeburt des Keynesianismus bedeuten.

5. Schlussfolgerung: Die Arbeit resümiert, dass Keynes zwar als Instrument in Krisenzeiten nützlich ist, aber keine dauerhafte Renaissance im Sinne einer Systemablösung erfährt.

Schlüsselwörter

Keynesianismus, Konjunkturpolitik, Finanzkrise, Fiskalpolitik, antizyklisch, Wirtschaftskrise, Nachfrageorientierung, Neoklassik, Monetarismus, Staatsverschuldung, Defizitfinanzierung, Stabilität, Wirtschaftswachstum, Marktsteuerung, Konjunkturpakete

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rückkehr keynesianischer Konjunkturpolitik als Reaktion auf die weltweite Wirtschaftskrise ab 2008.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Keynesianismus, die Kritik durch neoklassische Modelle sowie die praktische Anwendung staatlicher Eingriffe in der aktuellen Krise.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob die aktuellen staatlichen Maßnahmen einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik gleichkommen oder ob es sich lediglich um temporäre Instrumente handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit wirtschaftswissenschaftlicher Literatur und die Analyse aktueller wirtschaftspolitischer Maßnahmen während der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung der Immobilien- und Finanzkrise, vergleicht internationale Konjunkturpakete und prüft die Wirksamkeit sowie die Risiken einer aktiven Fiskalpolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Keynesianismus, antizyklische Fiskalpolitik, Finanzkrise, Konjunktursteuerung und die Abwägung zwischen staatlichem Eingriff und marktwirtschaftlicher Selbstregulierung.

Inwiefern hat die Immobilienkrise in den USA die aktuelle Wirtschaftspolitik beeinflusst?

Sie gilt als Ausgangspunkt, der durch Kreditausfälle und Vertrauensverlust an den Banken eine globale Wirtschaftskrise auslöste, die den Staat zwang, durch massive Liquiditätsspritzen und Nachfrageförderung einzugreifen.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der "Renaissance" von Keynes?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Keynes nicht im Sinne einer ideologischen Renaissance zurückgekehrt ist, sondern als nützliches "Instrument" genutzt wird, das bei Bedarf eingesetzt und anschließend wieder beiseitegelegt wird.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Befinden wir uns in einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik?
Universidad
Dresden Technical University  (Politikwissenschaft)
Curso
Wirtschaft und Politik
Calificación
1,7
Autor
Jan Seichter (Autor)
Año de publicación
2010
Páginas
18
No. de catálogo
V160702
ISBN (Ebook)
9783640741250
ISBN (Libro)
9783640741397
Idioma
Alemán
Etiqueta
Keynes nachfrageorientiert Konjunktur Konjunkturpolitik Wirtschaft Wirtschaftskrise Fiskalpolitik angebotsorientiert neoklassisch Wirtschaftstheorie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan Seichter (Autor), 2010, Befinden wir uns in einer Renaissance der nachfrageorientierten Konjunkturpolitik?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160702
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint