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Das Neoklassische Wachstumsmodell und seine Erweiterung durch die endogene Wachstumstheorie

Titel: Das Neoklassische Wachstumsmodell und seine Erweiterung durch die endogene Wachstumstheorie

Hausarbeit , 2010 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: B.Sc. Marcel Demuth (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Wirtschaftsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die neoklassische Wachstumstheorie stellt die zentrale Theorie zur Analyse ökonomischer Entwicklungen dar, deren Ursprung in der klassischen Nationalökonomie des 18. Jahrhun-derts liegt. Allgemein handelt es sich bei der neoklassischen Wachstumstheorie um ein Kon-zept dieser Theoriefamilie. Der wohl wichtigste Beitrag stammt von Robert M. Solow aus dem Jahr 1956, der in seinem Aufsatz „A Contribution to the Theory of Economic Growth“ ein Modell zur Analyse langfristiger Entwicklung veröffentlichte. Der Beschreibung der Grundannahmen vorweggenommen, geht Solow hier von einer geschlossenen Volkswirtschaft aus. Somit ist das Grundmodell für wirtschaftsgeographische Fragestellungen zunächst un-brauchbar, da es keine regionalen Aussagen zulässt (KOTSCHATZKY 2001, S. 63). Erst über eine Interpretation der theoretischen Konzeptionen auf die regionale Ebene, infolgedessen von der neoklassischen regionalen Wachstumstheorie gesprochen wird, ist das Modell aus geogra-phischer Sicht anwendbar (BATHELT/GLÜCKLER 2003, S. 67; MAIER et al. 2006, S. 56; KULKE 2009, S. 277).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die neoklassische Wachstumstheorie

1.1 Das Grundmodell (Ein-Regionen-Modell)

1.2 Das Zwei-Regionen-Modell

1.2.1 Wachstumsausgleich durch Faktorwanderung

1.2.2 Wachstumsausgleich durch interregionalen Handel

1.3 Kritik und Fazit

2 Die endogene Wachstumstheorie

2.1 Ansätze der endogenen Wachstumstheorie

2.1.1 Das Externalitätenmodell

2.1.2 Das Innovationsmodell

2.2 Kritik und Fazit

3 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das neoklassische Wachstumsmodell nach Solow sowie dessen Erweiterung durch die endogene Wachstumstheorie, um die Mechanismen ökonomischen Wachstums zu analysieren und kritisch zu reflektieren.

  • Analyse des neoklassischen Grundmodells und seiner regionalökonomischen Übertragbarkeit.
  • Untersuchung von Ausgleichsprozessen durch Faktorwanderung und interregionalen Handel.
  • Kritische Reflexion der neoklassischen Annahmen, insbesondere des exogenen technischen Fortschritts.
  • Darstellung der Ansätze der endogenen Wachstumstheorie zur Internalisierung technologischer Neuerungen.
  • Vergleich von Konvergenz- und Divergenzpotenzialen in beiden Theoriewelten.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Das Externalitätenmodell

Romer hat in einem ersten Ansatz im Jahr 1986 den technischen Fortschritt durch einen zusätzlichen Produktionsfaktor in die formale Struktur der Neoklassik integriert. Im sogenannten Externalitätenmodell bzw. „learning-by-doing“-Modell wird der neue Faktor als Humankapital (H) definiert (BRÖCKER 1994, S. 38). Alle drei Produktionsfaktoren weisen gemäß der neoklassischen Annahme bezüglich der Produktionsfunktion konstante Skalenerträge auf, d.h. dass sich bei einer Verdopplung des Inputs gleichermaßen die Produktionsmenge erhöht. Durch die Entlohnung der beiden Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital nach ihren Grenzprodukten wird der gesamte Grenzertrag von diesen beiden Faktoren vollständig verbraucht, wodurch das Humankapital nicht entlohnt werden kann (MAIER et al. 2006, S. 97; BATHELT/GLÜCKLER 2003, S. 74). Das bedeutet, dass der zusätzliche Produktionsfaktor unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden müsste, was dazu führen würde, dass für die Unternehmen kein Anreiz zur Akkumulation von Humankapital besteht. Da in diesem Ansatz das Wachstumsargument aber auf der Erhöhung von H aufbaut, hat Romer durch eine weitere Annahme dieses Dilemma umgangen. Das Wachstum des Humankapitals wird als externer Effekt der Investition angesehen. Durch eine Erhöhung des Kapitalstocks kommt es automatisch auch zur Erhöhung des Faktors Humankapital (BATHELT/GLÜCKLER 2003, S. 74).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die neoklassische Wachstumstheorie: Dieses Kapitel erläutert das Grundmodell nach Solow und dessen Übertragung auf zwei Regionen sowie die zentralen Annahmen und Mechanismen.

1.1 Das Grundmodell (Ein-Regionen-Modell): Hier werden die zentralen Annahmen wie Gewinnmaximierung und vollkommene Konkurrenz sowie die Bedeutung der Kapitalakkumulation für das Wachstum dargelegt.

1.2 Das Zwei-Regionen-Modell: Dieses Kapitel erweitert das Grundmodell um Aspekte der Faktormobilität und des interregionalen Handels zur Erklärung regionaler Disparitäten.

1.2.1 Wachstumsausgleich durch Faktorwanderung: Es wird beschrieben, wie Unterschiede in der Faktorausstattung durch die Mobilität von Arbeit und Kapital zwischen Regionen ausgeglichen werden.

1.2.2 Wachstumsausgleich durch interregionalen Handel: Dieses Kapitel zeigt auf, wie durch Spezialisierung und Handelsströme eine Konvergenz der Faktorpreise erreicht werden kann.

1.3 Kritik und Fazit: Das Kapitel reflektiert kritisch die unrealistischen Annahmen der Neoklassik, insbesondere die exogene Behandlung des technischen Fortschritts.

2 Die endogene Wachstumstheorie: Die Einführung in die endogene Wachstumstheorie behandelt die Notwendigkeit, technologischen Fortschritt innerhalb des Wirtschaftssystems zu erklären.

2.1 Ansätze der endogenen Wachstumstheorie: Es wird ein Überblick über die verschiedenen Strömungen innerhalb der endogenen Wachstumstheorie gegeben.

2.1.1 Das Externalitätenmodell: Dieses Unterkapitel analysiert das Modell von Romer, bei dem Humankapital als zusätzlicher Produktionsfaktor durch Lerneffekte integriert wird.

2.1.2 Das Innovationsmodell: Hier wird detailliert auf die Unterteilung der Wirtschaft in Sektoren zur endogenen Finanzierung von Innovationen eingegangen.

2.2 Kritik und Fazit: Eine abschließende Betrachtung der endogenen Theorien, die deren Heterogenität und die Weiterführung der Wachstumsfrage in die Empirie beleuchtet.

3 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit über die neoklassische und endogene Wachstumstheorie zusammen.

Schlüsselwörter

Neoklassische Wachstumstheorie, Solow-Modell, endogene Wachstumstheorie, Kapitalakkumulation, Faktorwanderung, interregionaler Handel, technischer Fortschritt, Humankapital, Externalitäten, Innovation, Forschung und Entwicklung, Konvergenz, regionale Disparitäten, Paul Romer, Produktionsfunktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen des wirtschaftlichen Wachstums, beginnend mit der neoklassischen Wachstumstheorie nach Solow bis hin zu den neueren Ansätzen der endogenen Wachstumstheorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kapitalakkumulation, die Rolle technologischen Fortschritts, die Erklärung regionaler Entwicklungsunterschiede sowie die Auswirkungen von Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des neoklassischen Modells zu erläutern, dessen Schwächen durch eine kritische Reflexion aufzuzeigen und die endogene Wachstumstheorie als alternativen Ansatz zur Modellierung technologischen Fortschritts darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die existierende Wachstumsmodelle und ökonomische Konzepte systematisch gegenüberstellt und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Solow-Modells, dessen regionale Erweiterungen, die Kritik an dessen exogener Sichtweise sowie die detaillierte Vorstellung der endogenen Ansätze von Paul Romer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Neoklassik, endogene Wachstumstheorie, Humankapital, technischer Fortschritt und Konvergenz geprägt.

Warum ist das Solow-Modell für regionale Fragestellungen laut Autor problematisch?

Da das Grundmodell von einer geschlossenen Volkswirtschaft ausgeht, kann es keine regionalen Austauschprozesse oder Disparitäten abbilden, weshalb es erst durch Erweiterungen wie Zwei-Regionen-Modelle regionalökonomisch nutzbar wird.

Wie lösen endogene Wachstumsmodelle das Problem der Nicht-Entlohnung von Humankapital?

Im Innovationsmodell von Romer wird die Wirtschaft in Sektoren unterteilt, wobei der Sektor für Zwischenprodukte durch monopolistische Konkurrenz und Patente in der Lage ist, Monopolrenten zu erzielen, die wiederum die Innovationskosten decken.

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Details

Titel
Das Neoklassische Wachstumsmodell und seine Erweiterung durch die endogene Wachstumstheorie
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Geowissenschaften)
Veranstaltung
Stadt- und Regionalökonomik
Note
1,0
Autor
B.Sc. Marcel Demuth (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
26
Katalognummer
V160714
ISBN (eBook)
9783640740185
ISBN (Buch)
9783640740598
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neoklassische Wachstumsmodell Erweiterung Wachstumstheorie Solow Regionalökonomik 1956 A Contribution to the Theory of Economic Growth Ein-Regionen-Modell Cobb-Douglas Produktionsfunktion Dilemma der Neoklassik technischer Fortschritt Kapitalakkumulation Neoklassik Ausgleichsmechanismus Zwei-Regionen-Modell Faktorwanderung interregionaler Handel endogene Wachstumstheorie Externalitätenmodell Romer 1986 Humankapital Innovationsmodell technisches Wissen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Marcel Demuth (Autor:in), 2010, Das Neoklassische Wachstumsmodell und seine Erweiterung durch die endogene Wachstumstheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160714
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Leseprobe aus  26  Seiten
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