Kybernetik im Spannungsfeld der digitalen Medien

Bakkalaureatsarbeit II


Bachelorarbeit, 2010
40 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Formale Kybernetik
1.1 Historische Grundlagen der Kybernetik
1.2 Kybernetik nach Norbert Wiener
1.3 Ross Ashby und das Gesetz der erforderlichen Varietät

2. Die Soziale Kybernetik
2.1 Kybernetik zweiter Ordnung
2.2 Konstruktivismus und Beobachtung

3. Die Kybernetik der Medien
3.1 Die Kybernetik der Digitalen Medien
3.2 Conclusio

Anhang

Literaturverzeichnis

Einleitung

Die Kybernetik der digitalen Medien ist eine Arbeit die sich mit dem komplexen und weitläufigen Themengebiet der Kybernetik befasst. Insbesondere werden die Aspekte der Kybernetik beschrieben, die einen Diskurs im Bereich der digitalen Medien und der Massenmedien ermöglichen.

Durch sich ständig erweiternde Möglichkeiten der digitalen Kommunikation wie zum Beispiel durch das Internet, muss man sich dessen bewusst machen, dass die gesellschaftlichen Funktionen sich ebenso weiterentwickeln. Durch die Einwirkungen von technologische Entwicklungen auf soziale Systeme muss man sich nicht die Frage stellen ob, sondern vielmehr wie sich eine Gesellschaft entwickeln kann, die durch diesen ständigen Wechsel stigmatisiert ist. Der Alltag ist mittlerweile von technischen Errungenschaften abhängig, was sich in den Methoden unserer Kommunikation und sogar in unseren Lebensanschauungen widerspiegelt. Eine zentrale Frage, die daraus resultiert, ist die nach der Möglichkeit einer allgemeinen Wahrnehmung der Änderungen in unserem gesellschaftlichen System. Die Kybernetik bietet in dem Zusammenhang eine mögliche Plattform, die solche Fragen zu beantworten weiß, denn genau diese Struktur bietet eine Überbrückung zwischen den Wissenschaften der technischen Entwicklungen und soziologischen Themengebieten.

Das erste Kapitel befasst sich mit den Gedanken der formalen Kybernetik und versucht die Grundlagen der Kybernetik zu verdeutlichen. Als wichtigste Figur dieser Wissenschaft wird Norbert Wiener besonders hervorgehoben. Seine Aussagen über die Kybernetik läuteten die Ära der denkenden Maschinen ein, die einfache Denkprozesse übernehmen sollten, für die bisher der Mensch verantwortlich gewesen war. Er war es auch, der die Information als ebenbürtig zu einem Rohstoff qualifizierte und somit Information als Hauptinhalt der Kybernetik definierte. Als Folge daraus gibt sich die Kybernetik also in diesem Kapitel als eine Wissenschaft, die sich mit der Verarbeitung und der Kontrolle von Information beschäftigt.

Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die sozialen Formen der Kybernetik genauer analysiert. Das zweite Kapitel zeigt die möglichkeiten paradoxer Gegebenheiten hinsichtlich einer Kybernetik zweiter Ordnung auf und gleichfalls die Entwicklung der Kybernetik von einer ontologischen zu einer epistemologischen Wissenschaft. Es werden die Grundlagen der Kybernetik zweiter Ordnung aus der Anschauung des Konstruktivismus heraus erklärt und daraus die Rolle des Beobachters geklärt. Anhand der Parabel des Blinden Flecks wird noch weiter auf die Rolle des Beobachters eingegangen, um somit Objektivität aus dem wissenschaftlichen Diskurs auszuklammern.

Im dritten Kapitel soll das eigentliche Ziel der Arbeit dargestellt werden. Grundlegend wird auf sämtliche Massenmediensysteme eingegangen, um sich somit später auf die einzugrenzen, die aus dem digitalen Milieu entspringen. Durch kybernetische Strukturen sollen die Funktionen der digitalen Medien analysiert werden und anhand der bereits in den vorhergehenden Kapiteln erwähnten Theorien in eine andere Perspektive gebracht werden. Als Grundlage dienen die Analysen und Beobachtungen Niklas Luhmanns. In diesem Kapitel soll auch die Forschungsfrage geklärt werden: Welche Bedeutung im Spannungsfeld der Digitalen Medien lässt sich dem Begriffsfeld der Kybernetik zuschreiben? Als Resultat der Auseinandersetzung mit der Kybernetik soll es dem Leser möglich gemacht werden, sich in dem komplexen Themengebiet der Kybernetik orientieren zu können, bzw. sich einen Überblick zu verschaffen, was genau die Kybernetik bedeutet und wer die wichtigsten Vertreter dieser sind.

Kapitel 1. Die Formale Kybernetik

1.1 Historische Grundlagen der Kybernetik

Der Begriff der Kybernetik entstand bereits vor vielen Jahrzehnten im Griechischen als

"kybern t s". Diesen Begriff prägten Plato und Aristoteles für den Akt ein Schiff zu steuern. In dem von Platon verfassten Dialog "Gorgias" wird bereits hier ein indirekter Vergleich gezogen zwischen der Kunst ein Schiff zu steuern und der des Redens. Vielleicht sah Plato schon die Verbindung der Begriffe darin, dass beide Künste die Antwort ihres eigenen Handelns benötigen. So braucht der gekonnte Redner seinen Applaus des Publikums und der Steuermann die Wellen die auf den Rumpf schlagen um sein Schiff korrekt steuern zu können. Ob dies jedoch sein tatsächlicher Gedankengang war, ist unklar (vgl. Masani 1990, 252f).

Dieses griechische Wort wurde von dem lateinischen Sprachraum übernommen und manifestierte sich als den lateinischen Ausdruck "gubernator". Man erkennt eine parallele zu dem englischen Wort "Governor" (vgl. Jackson 2000, 67). Ein Gouverneur ist seiner politischen Bedeutung nach ein Entscheidungsträger oder auch ein Steuermann der Öffentlichkeit. Dem Begriff wurde jedoch zu dieser Zeit wenig Zuwendung zugetragen.

Erst im 19. Jahrhundert tauchte der Begriff erneut auf. Der französische Wissenschaftler André Ampère benutzte den Begriff als ein Äquivalent zu dem Begriff der Politik. Diese Benutzung des Wortes wurde von weiteren Politik-WissenschaftlerInnen verwendet. Zu diesen gehören unter anderem Karl Deutsch, David Easton und John Steinbrunner (vgl. Corning 2005, 146f). Ampère jedoch war sich keineswegs bewusst mit welcher Vehemenz der Begriff später auch außerhalb der Politik verwendet werden sollte. Zudem erwähnte Ampère keine Art von

Rückkoppelungsschleifen oder ähnlichen regulativen Vorgängen welche später die Schlüsselindizien der Kybernetik werden sollten.

Bevor Norbert Wiener genannt werden kann, muss ein weiterer Vater der Kybernetik erläutert werden. Obwohl wenig auffindbare Literatur über ihn existiert, hat Stefan Odobleja mitunter gleichzeitig den Begriff der Kybernetik geprägt. Sein Hauptwerk "Psychologie consonantiste" wurde in zwei Bänden in 1938 und 1939 in Paris veröffentlicht (vgl. Vegeter 2009). Die Bücher wurden aus politischen Gründen in Frankreich veröffentlicht. In diesen Büchern erscheint der Begriff Kybernetik erstmals in dem Zusammenhang mit Rückkoppelungsschleifen auf. Odobleja spricht von den Bildern: "The image recalls the spoken word; in its turn, the spoken word recalls the image". (Dr g nescu 2008, 41) Odobleja erhielt zu seinen Lebzeiten wenig Anerkennung für seine Werke, nicht zuletzt wegen der Verteufelung der Kybernetik als kapitalistischer Wissenschaft seitens der rumänischen Regierung. Er verbrachte seinen Lebensabend damit, Beweise zu sammeln, dass die Kybernetik entgegen Wieners Standpunkt der Psychologie entstammt. Da Odoblejas Werk 10 Jahre vor Wieners Werk "Cybernetics, or control and communication in the animal and the machine" entstand, suchte Odobleja Erklärungen wie sein Werk "Psychologie consonantiste" über Umwege in die Hände von Wiener hätte fallen können. Er blieb allerdings mit seinen Anschuldigungen gegenüber Wiener bis an das Ende seines Lebens erfolglos (vgl. Bdmsoft 2009[1]).

1.2 Kybernetik nach Norbert Wiener

Norbert Wiener gilt als der bedeutendste Wissenschaftler und Vater der Kybernetik. Er wurde in seiner Jugend als Wunderkind bezeichnet, da er mit elf Jahren seinen High-School Abschluss, mit 14 seinen ersten Hochschulabschluss, und mit 18 schließlich seinen Ph.D. mit einer Dissertation in Mathematischer Logik an Harvard erlangte (vgl. JOC/EFR[2]).

Nach seiner Zeit im Dienst des amerikanischen Militärs, versuchte er mit seinen Talenten den Staat im Kampf gegen die Nationalsozialisten zu unterstützen. Dies äußerte sich in dem Versuch eine Maschine zu entwickeln, welche die Position von Flugzeugen voraussagen kann. Dieses Unterfangen stoppte er allerdings nach einiger Zeit, da er den Mangel an Mitbestimmungsrechten über seine Werke beklagte, sowie die moralischen Faktoren an einer Arbeit, die primär der Zerstörung galt, nicht weiter tolerieren wollte (vgl. Wiener 1958, 229).

Trotz dessen fand sich Wiener während seines Staatsdienstes in einer der wichtigsten Stationen in der Entwicklung des Begriffes der Kybernetik. 1943 veröffentlichte er den Aufsatz

"Extrapolation, Interpolation und Glättung von stationären Zeitreihen samt Anwendungen für den Maschinenbau" zusammen mit Arthuro Rosenblueth und Dr. Julian Bigelow. Die Beschäftigung mit Zahlenreihen und dem Versuch einer statischen Voraussagetheorie brachte Wiener zur Einführung der Rückkoppelung, auch "Feedback" genannt, in die Verarbeitung von Datensätzen mit Rechenmaschinen. Feedback ist mittlerweile ein auch in der deutschen Sprache gebräuchliches Alltagswort geworden, das sich jedoch von der ursprünglichen Bedeutung gelöst hat. Die heutige Verwendung geht von dem Begriff als Synonym für "Rückmeldung" aus, wobei jedoch eine Rückkopplung beschrieben werden soll. Der Aufsatz führt auch verschiedene Stufen der Handlung ein: Teleologisches und Nicht-teleologisches handeln ist eine dieser Ebenen. Teleologisches Handeln beschreibt ein Handeln, das durch eine direkte Rückkoppelung ermöglicht wird. Diese Rückkoppelungen werden wiederum auch in zwei Varianten unterteilt: positive und negative Rückkoppelungen.

"Positive Rückkoppelung verstärkt das ursprüngliche Verhalten bzw. die ursprünglichen Signale. Negative Rückkopplung liegt vor, wenn sich Verhalten umkehrt, um eine entsprechende Variable wieder einer Sollgröße anzugleichen." (Lutterer 2000, 51)

In einem späteren Aufsatz gibt Wiener eine Definition der behavioristischen Untersuchungsweise. In verschiedenen Stufen lässt sich untersuchen ob das Verhalten eines Lebewesens oder einer Maschine voraussagend wirkt oder nicht. Zusammenfassend gibt Wiener in dem Aufsatz "Verhalten, Absicht und Teleologie" ein Schema an welches diese Stufen anzeigt. Von besonderer Bedeutung neben der Teleologie eines Objektes ist hier die Eigenschaft der Extrapolation, also der Eigenschaft Vorhersagen zu treffen. Als Beispiel gibt Wiener einer Katze die ihrem Ziel, der Maus, hinterher jagt. Die Katze jagt nicht den genauen Ort der Maus, sondern visiert den Punkt, an den die Maus zu dem Zeitpunkt innewohnt an dem die Katze den Punkt erreichen wird. Die Katze extrapoliert sozusagen den Weg der Maus. In komplexeren Systemen reicht jedoch eine solch einfache Extrapolation erster Ordnung jedoch nicht mehr aus.

Ein Pfeil der auf einen bewegten Zielpunkt geschossen wird benötigt Extrapolationen der

Flugbahn des Pfeiles und der Bewegung des Zielpunkts. Dies wäre ein Beispiel der Vorhersage höherer Ordnung (vgl. Wiener 1943, 64f.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1.: Verhaltensformen (vgl. Wiener 1943)

Mit dem in 1948 erschienen Buch "Cybernetics or control and communication in the animal and the machine" erklärt Wiener die Kybernetik zu einer Wissenschaft an sich, also eine angewandte Methodik und kein Programm. Diesem Werk das Norbert Wiener in Zusammenarbeit mit Dr. Rosenblueth und anderen WissenschaftlerInnen schrieb, lagen mehr als ein Jahrzehnt Nachforschungen zugrunde. In diesem Werk konkretisierte Norbert Wiener den Begriff der Rückkopplung in eine Wissenschaft die er Kybernetik taufte. Diesen Begriff leitete er aus dem ursprünglich im Griechischen Verwendeten oben genannten Begriffes "kybern t s " ab.

"We have decided to call the entire field of control and communication theory, whether in the

machine or in the animal, by the name Cybernetics, which we form from the Greek or

steersman." (Wiener 1965, 11)

Die Inspiration für dieses Werk fand Wiener wohl in den Zusammenkünften die später als "Macy Konferenzen" bekannt wurden. Diese Zusammenkünfte fanden zwischen 1944 und 1953 statt und trugen zunächst den Titel "Circular Causal and Feedback Mechanisms in Biological and Social Systems" (vgl. Seising 2005, 133). Teilnehmende WissenschaftlerInnen waren unter anderem Ross Ashby, Grey Walter, Norbert Wiener und Warren McCulloch. Letzterer übernahm hierbei die Leitung der Konferenzen. Die erste Macy Konferenz bestand aus NeurologInnen und MuskelforscherInnen und wurde von WissenschaftlerInnen unterschiedlichster Gattungen unterstützt. Die primäre Aufgabe dieser Konferenzen war es eine Heilung einer Krankheit zu finden von der die Tochter der wohlhabenden New Yorker Familie Macy heimgesucht wurde. Ärzte erkannten, dass die Problematik der Bewegungsprobleme, welche die Tochter an den Rollstuhl fesselte von kreiskausaler Natur war. Sie konnte sozusagen die aufgenommene Information nicht richtig verarbeiten, da ein Botenstoff der elektrische Impulse von ihrem Gehirn auf die Muskeln überträgt in ihrem Körper nicht gebildet werden konnte. Nach der Heilung der Tochter und dem Tod ihres Vaters, benutzte sie ihr Erbe, um damit eine Stiftung einzurichten, um weitere Konferenzen stattfinden zu lassen (vgl. Zimpel 2008, 182f). Diese Zusammenkunft von WissenschaftlerInnen unterschiedlichster Gattungen war somit Teil der Gründung dieser universellen Wissenschaft, die sowohl auf den Menschen als auch auf die Maschine übertragbar ist.

"Mit anderen Worten unternimmt die Kybernetik den Versuch, gemeinsame Elemente in der

Funktionsweise automatischer Maschinen und des menschlichen Nervensystems aufzufinden und eine Theorie zu entwickeln, die den gesamten Bereich von Steuerung und Kommunikation in Maschinen und lebenden Organismen abdeckt." (Wiener 1948, 15)

Wiener klärt auch nicht zuletzt durch die in den Macy Konferenzen gewonnenen Erfahrungen die Rolle der Information. "Information ist Information, weder Materie noch Energie. Kein Materialismus, der dies nicht berücksichtigt, kann den heutigen Tag überlegen." (Wiener 1965, zit. n. Lutterer 2000, 53) Die Erkenntnis über dieses bringt Wiener zu der Behauptung, dass es zu einem Zeitalter der Kommunikation gekommen, wie es im 17. und 18. Jahrhundert zum Zeitalter der Uhren und im späten 18. und 19. Jahrhundert zu dem Zeitalter der Dampfmaschine gekommen wäre (vgl. Wiener 1948, 18). Informationen werden also als eine weitere Art Rohstoff geltend gemacht und von Wiener zusammen mit dem Begriff der Kommunikation als Leitbegriffe der Sozialsystemtheorie verstanden. Diese Theorie wird von ihm nicht nur auf den Menschen bezogen gesehen. Wiener sieht den Begriff der Kommunikation nebst dessen dehumanisiert und behauptet so, dass Sozialsysteme nicht zwangsweise auf Menschen bezogen werden müssen (vgl. Baecker 2005, 26f).

Oft vergleicht Wiener die Informationstheorie auch mit den Sätzen der Thermodynamik mit dem Verweis auf geschlossene dynamische Systeme. Der Information werden dieselben mathematischen Eigenschaften der negativen Entropie zugeschrieben wie sie im zweiten Gesetz der Thermodynamik auftreten. Um diese Aussage zu verstehen, muss die Entropie in der Informationstheorie geklärt werden. Als Entropie gilt das Maß für den Grad der Unordnung in einem System, wobei man davon ausgehen muss, dass Information während der durchlaufenen Umwandlungen ebenso Ordnung verliert wie es der zweite Thermodynamische Satz voraussagt. Wiener Schreibt dazu in einem Essay: "Wenn auf eine Nachricht verschiedene Umwandlungsmöglichkeiten wirken, dann besteht deren natürliche Tendenz darin, Ordnung zu verlieren und nicht hinzuzugewinnen" (Wiener 1955, 117). Als konkrete Folgerung daraus ergibt sich, dass die Wiederherstellung einer Nachricht keine Wiederherstellung per se ist, sondern ein Ersetzen der Nachricht mit einem neuen Inhalt.

Wiener begründete mit der Kybernetik eine der wichtigsten Wissenschaften, die fortan Generationen von Wissenschaftlern zur Forschung inspirieren sollte. Er brachte wichtigste Erkenntnisse, die für die Forschung von Computer Systemen von unglaublicher Bedeutung seinen sollten und änderte die Sichtweisen aller WissenschaftlerInnen auf dieses Thema. Nicht nur die Grundbegriffe der Kybernetik wie beispielsweise die kreiskausalen Prozesse, Teleologische Handlungen und Feedback wurden von ihm geformt, sondern auch große Errungenschaften in der Informationstheorie sind auf seinem Schaffen begründet. Erfindungen wie zum Beispiel das Internet sollten durch die von Wiener aufgestellten Theorien maßgeblich beeinflusst werden und wären ohne die Wissenschaft der Kybernetik heute in dieser Form undenkbar. Der formende Begriff der Kybernetik löste große Euphorie unter wissenschaftlichen Kreisen aus, da man dachte mit Hilfe der Kybernetik eine Wissenschaft gefunden zu haben, die komplexe Systeme einfach erklären lassen würde.

Die zuerst von Wiener mathematisch dargelegten Prozesse bilden das Inventar der deskriptiven Begriffe. Was jedoch als wichtigstes Faktum aus diesem Kapitel mitzunehmen ist, ist das jede Anwendung der Kybernetik ihren Ursprung in der Kreiskausalität von Prozessen hat. Das Feedback von Ereignissen, die eine Zirkuläre Verarbeitung ermöglicht, ist die zentrale Eigenschaft dieser kreiskausalen Prozesse. In weiterer Folge wird auch Teleologie dieser Prozesse behandelt, also die Zielführung dieser durch negative oder positive Korrekturen. Der zuletzt behandelte Teil dieses Kapitels beschreibt Wieners Vergleiche mit der Thermodynamik, wodurch er einen Zusammenhang verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen bildet.

[...]


[1] http://www.bdmsoft.com/ieeecontest/life.php aufgerufen am 5.2.2010

[2] http://www history.mcs.st andrews.ac.uk/Biographies/Wiener_Norbert.html abgerufen am 22.2.2010

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Kybernetik im Spannungsfeld der digitalen Medien
Untertitel
Bakkalaureatsarbeit II
Hochschule
Fachhochschule Salzburg  (Mediacube)
Note
1
Autor
Jahr
2010
Seiten
40
Katalognummer
V160777
ISBN (eBook)
9783640745906
ISBN (Buch)
9783640746538
Dateigröße
593 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kybernetik, Norbert Wiener, Heinz von Foerster, Beobachter, Luhmann, Medien, Medienwissenschaft, Medienkultur, Ross Ashby, Macy Konferenz
Arbeit zitieren
Hannes Franks (Autor), 2010, Kybernetik im Spannungsfeld der digitalen Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160777

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