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11. September 2001 - Ein empirisch-analytischer Beitrag über politische Kommunikation

Title: 11. September 2001 - Ein empirisch-analytischer Beitrag über politische Kommunikation

Thesis (M.A.) , 2003 , 178 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Matthias Janßen (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit stellt einen Beitrag zur politischen Kommunikation dar, welche ihren Fokus auf das Problemfeld der massenmedialen Konstruktion politischer Wirklichkeiten richtet. Politische Kommunikation, das sagt bereits der 'Begriff', befasst sich mit der kommunikativen Vermittlung politischer Sachverhalte. In Demokratien unserer Zeit gelingt dies über den 'Gebrauch' von Massenmedien. Politiker stehen der Aufgabe gegenüber, ihr politisches Handeln und Denken in der Öffentlichkeit von Massendemokratien zu dokumentieren. Die Art und Weise, wie dieser Prozess vollzogen wird, ist geprägt von der 'Beschaffenheit' der Massenmedien, welche in ihren 'sprachlichen Ausformungen' im gleichen Zuge die öffentliche Wahrnehmung der politischen Wirklichkeiten bestimmt. Für die Kommunikationswissenschaft eröffnet sich durch die Auseinandersetzung mit dieser Thematik ein Forschungsgegenstand, der einen Einblick in die Zusammenhänge von 'Politik', 'Massenmedien' und 'Wirklichkeit' gewährt und daran anschließend ein Verständnis der politisch-kommunikativen Prozesse vermitteln kann. Der besondere Wert, politische Kommunikation aus dem Blickwinkel der 'Konstruktion von Wirklichkeit' theoretisch zu beschreiben und empirisch zu untersuchen, liegt in der konstitutiven Bedeutung dieser Prozesse für die kulturelle Ausprägung von Gesellschaften begründet. Kommunikative, kognitive und kulturelle Prozesse, die in ihrer Reziprozität die Bedingungen der Wirklichkeitswahrnehmung hervorbringen und prägen, bilden dabei den Ausgangspunkt und die Grundlage für die Beantwortung der allgemeinen Frage, 'wie Wirklichkeit um uns herum entsteht'.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Theoretische Grundlagen

1. Die elementaren Zusammenhänge von Massenmedien, Öffentlichkeit und Wirklichkeit

1.1 Ein kurzer Abriss der Entwicklung von Kommunikationsmedien

1.2 Erlebte Welt – Eine konstruktivistische Darstellung zur Entstehung von Wirklichkeiten

1.2.1 Einführung zu einer konstruktivistischen Perspektive

1.2.2 Das Beobachten als Grundlage von Wirklichkeitskonstruktion .

1.2.3 Das Entstehen wirklichkeitsrelevanter Bedingungen durch kognitive und kulturelle Prozesse

1.2.4 Die Alltagswelt: Allerweltswissen und die gesellschaftliche Konstruktion von Wirklichkeit

1.3 Massenmedien: Bedingungen und Eigenarten der Wirklichkeitskonstruktion

1.3.1 Einführendes zur Wirklichkeit von Massenmedien

1.3.2 Die besonderen Merkmale der Massenmedien

1.3.3 Der wirklichkeitskonstituierende Einfluss von Massenmedien

1.3.4 Die Selektion von Nachrichten

1.3.5 Massenmedien und Wahrheit

1.4 Öffentlichkeit: Annäherung an einen Begriff

1.4.1 Aspekte von Öffentlichkeit

1.4.2 Eingrenzung des Öffentlichkeitsbegriffs

1.4.2.1 Die Funktion von Öffentlichkeit in Gesellschaften

1.4.3 Öffentlichkeit in massenmedialer Kommunikation

1.4.3.1 Öffentlichkeit und Themen

1.4.3.2 Aufmerksamkeit

1.4.4 Aspekte der öffentlichen und der veröffentlichten Meinung

1.4.4.1 Die öffentliche Meinung

1.4.4.2 Die veröffentlichte Meinung

2. Die Konstruktion politischer Wirklichkeiten: Die Bedeutung rhetorischer Sprachstrategien in politischen Diskursen von Massendemokratien

2.1 Einführung in das Kapitel

2.2 Zur politischen Kommunikation in Massendemokratien

2.3 Der Diskurs als wirklichkeitskonstituierendes Phänomen einer massenmedialen Gesellschaft

2.4 Die Matrix der fünf Adressen beim Deuten von Ereignissen

2.5 Die Logik der öffentlichen Aufmerksamkeit: Rahmenbedingungen rhetorischer Sprachstrategien

2.6 Die rhetorischen Strategien politischer Kommunikation

2.6.1 Zur Einführung

2.6.2 Die semantischen Komponenten von Deutungsmustern

2.6.2.1 Konnotationen

2.6.2.2 Deontik: Positive und negative Zuschreibungen von Begriffen

2.6.2.3 Die Hochwertbegriffe

2.6.3 Moralisierung als rhetorische Strategie in politischen Diskursen .

2.6.3.1 Die narrative Darstellungsform politischer Diskurse

2.6.3.2 Topoi: Argumentationsfiguren politischer Kommunikation

2.6.3.3 Personalisierung

2.6.3.4 Ent- und Gegenmoralisierung

2.6.4 Komplementärkategorien der Moralisierung

2.6.4.1 Komplementärkategorie I: Sachzwang

2.6.4.2 Komplementärkategorie II: Interesse

2.6.5 Die Bedeutung von Angstkommunikation

2.6.5.1 Die Funktion von Feindbildern und vom Gut–Böse–Schema

III. Empirischer Teil

1. Vorbemerkungen zur Diskursanalyse

1.1 Die Betrachtung des Untersuchungsgegenstands

1.2 Untersuchungsgegenstand und Materialauswahl

1.2.1 Politische Kommunikation in der Tageszeitung

1.2.2 Der analytische Umgang mit den Artikeln der Frankfurter Rundschau

1.3 Allgemeines zur Diskursanalyse

2. Eine diskursanalytische Beobachtung der Deutungsmuster im thematischen Zusammenhang mit dem 'Krieg gegen den Terror' in der Frankfurter Rundschau

2.1 Übersicht über den Aufbau der Diskursanalyse

2.2 Das diskursive Ereignis des 11. September: Ein Szenario der Betroffenheit und Bedrohung

2.2.1 Vom Ereignis zur massenmedialen Realität

2.2.2 Überraschungsangriff: Der Mythos von der Unverwundbarkeit

2.2.3 Die übergreifende Beschreibung und Bewertung des Terrorismus

2.2.4 Die Symbolisierung von World Trade Center und Pentagon

2.2.5 Vom Motiv zur Bestimmung des Feindes

2.2.6 Das Untergangsszenario: Die Bedrohung unserer Grundwerte

2.2.7 Die Solidarität der Guten im Kampf gegen das Böse

2.3 Die Opferrhetorik

2.4 Die diskursive Bedeutung der dargestellten Ermittlungen und Beweise

2.4.1 Das Betroffenheits- und Bedrohungsszenario als Grundlage für die Narration der Ermittlungen

2.4.2 Die 'Fakten und Tatsachen' des 11. September

2.4.3 Von der Vermutung zur Gewissheit: Die Verbindung zu bin Laden

2.5 Kriegsrhetorik: Strategien der Moralisierung im Vorfeld des Afghanistankriegs

2.5.1 Vom 'Kampf Gut gegen Böse'

2.5.2 Die Konstruktion der zentralen Feindbilder

2.5.2.1 Allgemeines zur Rolle der Feindbilder

2.5.2.2 Osama bin Laden

2.5.2.3 Al Qaeda

2.5.2.4 Die Taliban

2.5.2.5 Das übergreifende Feindbild vom internationalen Terrorismus

2.5.2.6 Folgen der Feindbildkonstruktion

2.5.4 Über den Topos der Verteidigung von Freiheit, Demokratie und Zivilisation

2.5.5 Solidarität gegenüber den USA: Die moralische Pflicht zur uneingeschränkten Unterstützung

2.6 Ein Fazit über die öffentliche Legitimation des Afghanistankriegs: Die Deutungszusammenhänge politischer Argumentationslogiken

IV. Schlussbemerkung

V. Anhang

VI. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die massenmediale Konstruktion politischer Wirklichkeiten, wobei der Fokus auf der Rolle rhetorischer Sprachstrategien in politischen Diskursen von Massendemokratien liegt. Anhand des Beispiels der Berichterstattung über die Anschläge vom 11. September 2001 in der Frankfurter Rundschau wird analysiert, wie politische Akteure durch gezielte Kommunikation Zustimmung zu kriegerischen Interventionen, wie dem Afghanistankrieg, legitimieren.

  • Massenmediale Konstruktion politischer Wirklichkeiten in Demokratien
  • Die Rolle von Öffentlichkeit und öffentlicher Meinung
  • Rhetorische Sprachstrategien (Moralisierung, Personalisierung, Angstkommunikation)
  • Die diskursive Legitimation politischer Macht und kriegerischer Interventionen

Auszug aus dem Buch

Die Linearität in massenmedialen Kommunikationsprozessen

Betrachten wir die Massenmedien, fällt ins Auge, dass diese sich bezüglich der Kommunikationsmöglichkeiten von anderen Kommunikationsmedien unterscheiden. Massenmedien haben die Eigenart, dass sie in der Beschreibung des Kommunikationsprozesses „linear“ verlaufen. Im Gegensatz zu unmittelbaren Kommunikationssituationen besteht in massenmedialen Kommunikationen nicht die Möglichkeit der Interaktion. Massenmedien bieten Informationen an, wobei die Rezipienten nicht in die Lage versetzt sind, direkt kommunikativ auf den Urheber dieser Informationen zu reagieren:

Entscheidend ist auf alle Fälle: dass keine Interaktion unter Anwesenden zwischen Sender und Empfängern stattfinden kann. Interaktion wird durch Zwischenschaltung von Technik ausgeschlossen, und das hat weitreichende Konsequenzen, die uns den Begriff der Massenmedien definieren.

N. LUHMANN sieht in der „Zwischenschaltung“ von Technik bei gleichzeitiger Ausschaltung der direkten Interaktion ein entscheidendes Kriterium zur Abgrenzung. Innerhalb der Massenmedien 'Fernsehen', 'Radio' und 'Zeitung' können nun durchaus Interaktionen stattfinden, z.B. in einer politischen Talkrunde. Das Publikum bleibt hier aber weiterhin von der Interaktion ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Fokus der Arbeit auf die massenmediale Konstruktion politischer Wirklichkeiten und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung rhetorischer Strategien bei der Legitimation politischer Handlungen.

II. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet die systemtheoretischen und konstruktivistischen Grundlagen von Massenmedien, Öffentlichkeit und Wirklichkeit sowie deren Zusammenhänge.

2. Die Konstruktion politischer Wirklichkeiten: Die Bedeutung rhetorischer Sprachstrategien in politischen Diskursen von Massendemokratien: Hier werden die rhetorischen Mittel wie Moralisierung, Angstkommunikation und die Matrix der fünf Adressen detailliert als Instrumente politischer Legitimation beschrieben.

III. Empirischer Teil: Der empirische Teil wendet die erarbeiteten Kriterien auf die diskursanalytische Untersuchung der Frankfurter Rundschau im Kontext des 'Kriegs gegen den Terror' an.

IV. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass politische Wirklichkeit in Massendemokratien durch den massenmedial geführten Diskurs entsteht und rhetorische Strategien dabei eine zentrale, wenn auch nicht immer kalkulierbare Rolle spielen.

Schlüsselwörter

Politische Kommunikation, Massenmedien, Wirklichkeitskonstruktion, Öffentlichkeit, Diskursanalyse, Rhetorische Strategien, Moralisierung, Konstruktivismus, Legitimation, Terrorismus, Angstkommunikation, Feindbilder, 11. September, Frankfurter Rundschau.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie politische Wirklichkeit durch Massenmedien konstruiert wird und welche Rolle dabei rhetorische Sprachstrategien in politischen Diskursen spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse umfasst die Funktionsweise von Massenmedien, die Theorie der Öffentlichkeit, konstruktivistische Ansätze zur Wirklichkeitswahrnehmung und rhetorische Strategien der Machtlegitimation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie rhetorische Strategien wie Moralisierung oder Angstkommunikation eingesetzt werden, um in Massendemokratien Zustimmung zu politischen Entscheidungen und kriegerischen Interventionen zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine diskursanalytische Methode, um die Konstruktion politischer Wirklichkeiten anhand von Artikeln der Frankfurter Rundschau zum Thema 'Krieg gegen den Terror' zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Kommunikation in Massendemokratien und einen empirischen Teil, der das '11. September'-Ereignis und die darauffolgenden politischen Diskurse detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den Kernbegriffen zählen Konstruktivismus, Politische Kommunikation, Massenmedien, Moralisierung, Feindbilder und Diskursanalyse.

Wie unterscheidet sich die Arbeit von anderen Studien zur Medienwirkung?

Im Gegensatz zu klassischen Stimulus-Response-Modellen betrachtet die Arbeit die massenmediale Wirklichkeitskonstruktion als einen rekursiven Prozess und verweigert eine Suche nach einfachen Kausalbezügen.

Warum wurde die Frankfurter Rundschau als Fallbeispiel gewählt?

Die Frankfurter Rundschau wird als eine überregionale Qualitätszeitung mit spezifischer politischer Ausrichtung herangezogen, um an einem konkreten Beispiel die diskursive Verarbeitung politischer Ereignisse nachzuvollziehen.

Excerpt out of 178 pages  - scroll top

Details

Title
11. September 2001 - Ein empirisch-analytischer Beitrag über politische Kommunikation
College
University of Duisburg-Essen  (FB 3 Literatur und Sprachwissenschaften)
Grade
1.3
Author
Matthias Janßen (Author)
Publication Year
2003
Pages
178
Catalog Number
V16083
ISBN (eBook)
9783638210287
ISBN (Book)
9783656035855
Language
German
Tags
September Beitrag Kommunikation Thema osama bin laden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Janßen (Author), 2003, 11. September 2001 - Ein empirisch-analytischer Beitrag über politische Kommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/16083
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