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Soziale Ungleichheit und Diversität. Die Habitustheorie von Pierre Bourdieu

Título: Soziale Ungleichheit und Diversität. Die Habitustheorie von Pierre Bourdieu

Trabajo Escrito , 2025 , 12 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Greta Sawary (Autor)

Trabajo social
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Ziel der vorliegende Hausarbeit ist es, mit Hilfe der Habitustheorie von Pierre Bourdieu aktuelle Formen sozialer Ungleichheit zu analysieren. Im Fokus steht dabei das Beispiel der ungleichen Bildungschancen in Deutschland mit besonderem Fokus auf Schüler:innen mit Migrationshintergrund.
Dafür werde ich zunächst den Begriff der sozialen Ungleichheit erläutern. Anschließend werde ich den gesellschaftshistorischen Hintergrund, die zentralen Konzepte der Habitustheorie sowie das Konzept des Kapitals erläutern. Anschließend folgt die Anwendung der Theorie auf ein Fallbeispiel. Die Habitustheorie dient dabei als Instrument die beobachtete Bildungsungleichheit zu erklären und geeignete sozialarbeiterische Handlugsansätze zu finden. Den Abschluss der Hausarbeit bildet das Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Einleitung
  • 2. Soziale Ungleichheit
  • 3. Die Habitus Theorie von Pierre Bourdieu
    • 3.1 Gesellschafthistorischer Kontext
    • 3.2 Die Habitustheorie
    • 3.3 Das Konzept des Kapitals
  • 4. Anwendung der Habitus Theorie: Bildungschancen und Migrationshintergrund
    • 4.1 Fallvorstellung
    • 4.2 Erklärung mit Hilfe der Habitustheorie
    • 4.3 Sozialarbeiterische Handlungsansätze
  • 5. Fazit
  • Quellen

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit hat zum Ziel, aktuelle Formen sozialer Ungleichheit mithilfe der Habitustheorie von Pierre Bourdieu zu analysieren. Der Fokus liegt dabei auf der Untersuchung ungleicher Bildungschancen in Deutschland, insbesondere bei Schüler:innen mit Migrationshintergrund.

  • Analyse sozialer Ungleichheit im Bildungssystem.
  • Erläuterung und Anwendung der Habitustheorie von Pierre Bourdieu.
  • Beleuchtung des Konzepts des Kapitals (kulturelles, ökonomisches, soziales).
  • Untersuchung von Bildungschancen und Migrationshintergrund in Deutschland.
  • Entwicklung und Darstellung sozialarbeiterischer Handlungsansätze.
  • Darstellung eines Fallbeispiels aus der Grundschulpraxis.

Auszug aus dem Buch

4.2 Erklärung mit Hilfe der Habitustheorie

Die empirische Bildungsforschung sieht heute nicht mehr nur das Vorhandensein eines Migrationshintergrundes als Ursache für Bildungsbenachteiligung an, sondern auch das Vorhandensein beziehungsweise Fehlen verschiedener Kapitalsorten. Somit stehen soziale Ungleichheit und Migrationshintergrund im engen Zusammenhang (Glorius, 2014, S.179). Daher werde ich die bereits oben beschriebenen Kapitalsorten auf das vorliegende Fallbeispiele anwenden.

Viele der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund stammen zusätzlich aus Familien mit geringerem ökonomischem Kapital, also begrenzten finanziellen Ressourcen. Dies zeigen auch Studien der Bundesagentur für Arbeit. 2023 beträgt der Medialohn von Deutschen Vollzeitbeschäftigten rund 3950 Euro pro Monat während Vollzeitbeschäftigte mit Migrationshintergrund nur 3.030 Euro im Monat verdienen auch ist die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Migrationshintergrund höher (Bundesagentur für Arbeit 2025). Dies führte dazu, dass einigen der Kinder Lernmaterialien fehlten und sie weniger gut ausgestattet waren als die Kinder aus finanziell besser gestellten Familien. Auch können die Kinder auf Grund der finanziellen Situation der Familie teils keine oder eine schlechtere externe Betreuung und keine Nachhilfestunden erhalten. Daher sind viele der Kinder mit Migrationshintergrund, auf Grund des ökonomischem Kapitals der Familie, beim Lernen und der Erledigung der Hausaufgaben auf sich selbst angewiesen. Durch das geringere ökonomische Kapital fehlt es häufig auch an objektiviertem kulturellen Kapital, was sich in Gegenständen wie Büchern und Musikinstrumenten ausdrückt.

Auch das inkorporierte Kapital, was sich insbesondere durch Wissen ausdrückt, ist in Familien mit Migrationshintergrund oft anders vorhanden als in Familien ohne Migrationshintergrund. Die meisten Eltern der Schüler:innen mit Migrationshintergrund sind selbst nicht in Deutschland aufgewachsen und kennen sich aus diesem Grund nicht mit dem deutschen Schulsystem aus. Auch beherrschen viele Eltern die deutsche Sprache nicht fließend und können keine oder nur vereinzelte Kenntnisse an ihre Kinder weitergeben und sie oft weniger beim Lernen unterstützen. Das institutionalisierte kulturelle Kapital, kann anhand von Bildungsabschlüssen dargestellt werden. Auch wenn die Schüler:innen und Schüler der vierten Klasse noch keinen Bildungsabschluss besitzen hat der Bildungsabschluss der Eltern einen großen Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder. 40 Prozent der Kinder deren Eltern keine allgemeine Hochschulreife oder Berufabschluss besitzen, verfügen selbst auch nicht über solch einen. Dabei beziehen sich die statistischen Daten auch auf die Migrationsgeschichte der Eltern. Kinder zugewanderter Eltern erreichen deutlich seltener einen Hochschulabschluss, was auch mit dem durchschnittlich niedrigeren Bildungsabschluss der Eltern zusammenhängt (Statistisches Bundesamt, 2024).

Auch das soziale Kapital der Schüler:innen, insbesondere die sozialen Netzwerke ihres familiärsten Umfeldes, kann die Bildungschancen beeinflussen. Denn wenn Familien keinen oder einen schlechteren Zugang zu Netzwerken haben, die ihnen helfen Unterstützungsmöglichekeiten zu erhalten, fehlt es den Kindern häufig an Ressourcen zur schulischen und beruflichen Förderung. Dadurch haben es Kinder mit Migrationshintergrund häufig schwerer einen geeigneten Praktikums- oder Ausbildungspaltz zu finden, da den Familien entsprechende Kontakte und Informationen fehlen. Das symbolische Kapital beschreibt das Ansehen und die gesellschaftliche Stellung. Häufig werden Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund auf Grund ihrer Herkunft mit Stigmatisierung und negativen Zuschreibungen konfrontiert. Dies kann sowohl von den anderen Schüler:innen als auch von Lehrkräften ausgehen. Auch wenn ich während meines Praktikums vor allem Wertschätzung und Interesse an den Kulturen der Schüler:innen mit Migrationshintergrund beobachten konnte, kam es auch immer wieder zu Abwertungen ihres kulturellen Kapitals. Die vorhandenen Ressourcen, die sich in die einzelnen Kapitalsorten unterteilen lassen und die Schule als soziales Feld, haben einen starken Einfluss auf die Entwicklung und die Ausprägung des Habitus von Kindern und Jugendlichen. Die Anwendung der Habitustheorie zeigt somit, dass die Benachteiligung von Schüler:innen und Schülern kein individuelles Problem mangelnder Leistung ist, sondern Asdruck struktureller Bedingungen, in denen nicht alle Habitusformen gleichwertig anerkannt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der sozialen Ungleichheit als zentrales Thema der Sozialen Arbeit ein und legt das primäre Ziel der Arbeit dar, nämlich die Analyse ungleicher Bildungschancen von Schüler:innen mit Migrationshintergrund mithilfe der Habitustheorie.

Soziale Ungleichheit: Hier wird soziale Ungleichheit definiert als systematische Unterschiede in Lebens- und Teilhabechancen, die nicht auf individuelle Fähigkeiten, sondern auf soziale Strukturen und ungleiche Ressourcenverteilung zurückzuführen sind.

Die Habitus Theorie von Pierre Bourdieu: Dieser Abschnitt beleuchtet Pierre Bourdieu als einflussreichen Soziologen, seine Habitustheorie zur Erklärung sozialer Ungleichheit, den gesellschaftshistorischen Kontext seines Werkes sowie das Konzept des Kapitals (kulturell, sozial, ökonomisch).

Anwendung der Habitus Theorie: Bildungschancen und Migrationshintergrund: In diesem Hauptteil wird die Habitustheorie angewendet, um die Bildungsungleichheit bei Menschen mit Migrationshintergrund zu erklären, eine Fallvorstellung gegeben und daraus sozialarbeiterische Handlungsansätze abgeleitet.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildungsungleichheit tief in gesellschaftlichen Strukturen verwurzelt ist und die Habitustheorie ein wirkungsvolles Instrument bietet, um diese Mechanismen sichtbar zu machen und durch gezielte sozialarbeiterische Maßnahmen Chancengleichheit zu fördern.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Diversität, Habitustheorie, Pierre Bourdieu, Kulturelles Kapital, Ökonomisches Kapital, Soziales Kapital, Bildungschancen, Migrationshintergrund, Soziale Arbeit, Schulsozialarbeit, Diskriminierung, Soziale Gerechtigkeit, Benachteiligung, Sozialer Raum, Handlungsansätze.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit der Analyse sozialer Ungleichheit im Bildungssystem in Deutschland, wobei der Schwerpunkt auf den ungleichen Bildungschancen von Schüler:innen mit Migrationshintergrund liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind die Theorie sozialer Ungleichheit, die Habitustheorie von Pierre Bourdieu, das Konzept des Kapitals, Bildungschancen und Migrationshintergrund sowie sozialarbeiterische Handlungsansätze zur Förderung von Chancengleichheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, aktuelle Formen sozialer Ungleichheit, insbesondere im Kontext ungleicher Bildungschancen von Schüler:innen mit Migrationshintergrund, mithilfe der Habitustheorie von Pierre Bourdieu zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet die Habitustheorie von Pierre Bourdieu als theoretisches Instrument zur Analyse und Erklärung von Bildungsungleichheit, gestützt durch empirische Beobachtungen und statistische Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Anwendung der Habitustheorie auf das spezifische Fallbeispiel der Bildungsungleichheit von Schüler:innen mit Migrationshintergrund, einschließlich einer Fallvorstellung, der Erklärung mittels Kapitaltheorie und der Entwicklung sozialarbeiterischer Handlungsansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Soziale Ungleichheit, Habitustheorie, Kapital (kulturell, ökonomisch, sozial), Bildungschancen, Migrationshintergrund, Soziale Arbeit und Chancengleichheit.

Wie erklärt die Arbeit die Rolle des Kapitals bei der Bildungsungleichheit von Schüler:innen mit Migrationshintergrund?

Die Arbeit erklärt, dass Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund oft über geringeres ökonomisches, objektiviertes und inkorporiertes kulturelles Kapital sowie ein eingeschränktes soziales Kapital verfügen, was ihre Bildungschancen unabhängig von individueller Begabung und Leistung erheblich beeinflusst.

Welche spezifischen sozialarbeiterischen Handlungsansätze werden zur Förderung der Chancengleichheit vorgeschlagen?

Vorgeschlagen werden Maßnahmen wie kostenfreie Nachhilfe und Hausaufgabenhilfe, Sprachförderung, kulturelle Teilhabe, gezielte Elternarbeit zur Aufklärung über das Bildungssystem, frühzeitige Interventionen, Netzwerkarbeit zwischen Schulen und Betrieben sowie Empowermentworkshops.

Welche Rolle spielt die Schulsozialarbeit bei der Bekämpfung sozialer Ungleichheit im Bildungssystem?

Die Schulsozialarbeit spielt eine entscheidende Rolle, indem sie umfassende sozialpädagogische Aufträge mit präventiven und intervenierenden Angeboten umsetzt, um Bildungsungleichheit entgegenzuwirken, Benachteiligung abzubauen und die Integration von Schüler:innen mit Migrationshintergrund zu fördern.

Wie wurden die Beobachtungen im Fallbeispiel mit der Habitustheorie verknüpft?

Die Beobachtungen aus einem Praktikum an einer Grundschule, die Benachteiligungen bei Schüler:innen mit Migrationshintergrund aufzeigten, wurden mit Bourdieus Habitustheorie und den Konzepten der verschiedenen Kapitalsorten in Verbindung gebracht, um die strukturellen Ursachen der ungleichen Bildungschancen zu erklären.

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Detalles

Título
Soziale Ungleichheit und Diversität. Die Habitustheorie von Pierre Bourdieu
Calificación
2,0
Autor
Greta Sawary (Autor)
Año de publicación
2025
Páginas
12
No. de catálogo
V1608644
ISBN (PDF)
9783389154649
ISBN (Libro)
9783389154656
Idioma
Alemán
Etiqueta
Habitustheorie IU internationale Hochschule soziale Ungleichheit und Diversität Pierre Bourdieu
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Greta Sawary (Autor), 2025, Soziale Ungleichheit und Diversität. Die Habitustheorie von Pierre Bourdieu, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1608644
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