Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries

Achtung als moralische Triebfeder bei Kant

Title: Achtung als moralische Triebfeder bei Kant

Intermediate Examination Paper , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janina Stührmann (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ich werde in dieser Hausarbeit Kants Theorie über die Triebfedern der reinen praktischen Vernunft referieren, in der im Wesentlichen dargelegt wird, unter welchen Bedingungen und auf welche Weise das vernünftige Bewusstsein des Sittengesetzes eines Menschen zu einer subjektiven Triebfeder werden kann, die diesen dann motiviert, dem Gesetz entsprechend moralisch zu handeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Prämissen, Begriffsbestimmungen und Zielsetzung des Triebfedernkapitels

a) Was eine Handlung zu einer moralischen Handlung macht

b) Einführung des Begriffs Triebfeder und Zielsetzung

c) Begriffsbestimmungen: Selbstsucht, Selbstliebe und Eigendünkel

2. Die Wirkung des Sittengesetzes auf das menschliche Bewusstsein

a) Die negative Wirkung: Das Gefühl der Demütigung

b) Die positive Wirkung: Das Gefühl der Achtung

3. Das Gefühl der Achtung als moralische Triebfeder

a) Ist die Achtung vor dem Gesetz oder das Gesetz selbst moralische Triebfeder?

b) Die Achtung vor dem Gesetz: ein praktisch-gewirktes, moralisches Gefühl

4. Über die Pflicht und die Erhebung des Menschen über seine Eingeschränktheit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Kants Theorie der „Triebfedern der reinen praktischen Vernunft“, um zu klären, wie das moralische Gesetz in einem endlichen Wesen wie dem Menschen als subjektives Motiv wirksam werden kann, um moralisch wertvolles Handeln zu ermöglichen.

  • Kants Unterscheidung von Legalität und Moralität in Handlungen.
  • Die Rolle der Sinnlichkeit und der Neigungen im menschlichen Handeln.
  • Die psychologische Wirkung des Sittengesetzes durch Demütigung und Achtung.
  • Der kausale Zusammenhang zwischen dem moralischen Gesetz und dem Gefühl der Achtung.
  • Die Erhebung des Menschen über seine sinnliche Natur durch die Autonomie der Vernunft.

Auszug aus dem Buch

b) Die positive Wirkung: das Gefühl der Achtung

Anders ist es bei der positiven Wirkung des moralischen Gesetzes auf den Menschen, denn sie bezieht sich auf seine nicht-sinnliche, intelligible Seite. Es ist die Vernunft, die diesem zunächst negativen Gefühl eine positive Eigenschaft verleiht, denn die Vernunft hat grundsätzlich von Natur aus den Zweck und das Interesse, das Sittengesetz zu beherrschen, „und alles, was mit diesem Interesse übereinstimmt, ist notwendig mit einem Gefühl der Lust oder des Wohlgefallens verbunden.“

Wenn der Mensch nämlich aus seiner intelligiblen, nicht-sinnlichen, vernünftigen Perspektive das Sittengesetz betrachtet, empfindet er „Achtung fürs moralische Gesetz“. Einerseits schafft der Mensch die Neigungen, die ihm bis dahin an der praktischen Umsetzung der vernünftigen Einsicht hinderten, aus dem Wege und fühlt sich gedemütigt; andererseits wird gerade wegen der Beseitigung der Hindernisse die moralische Handlung befördert - denn das positive Gefühl der Achtung für das Sittengesetz wird Triebfeder für eine Handlung moralischen Werts.

„Als Wirkung aber vom Bewußtsein des moralischen Gesetzes […] heißt dieses Gefühl eines vernünftigen von Neigungen affizierten Subjekts zwar Demütigung (intellektuelle Verachtung), aber in Beziehung auf den positiven Grund derselben, das Gesetz, zugleich Achtung für dasselbe“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Prämissen, Begriffsbestimmungen und Zielsetzung des Triebfedernkapitels: Dieses Kapitel legt die theoretischen Grundlagen fest, definiert Begriffe wie Legalität, Moralität sowie Triebfeder und beleuchtet die Unterscheidung zwischen Selbstsucht und Vernunft.

2. Die Wirkung des Sittengesetzes auf das menschliche Bewusstsein: Hier wird untersucht, wie das moralische Gesetz das menschliche Gemüt beeinflusst, wobei insbesondere die negative Wirkung in Form der Demütigung der sinnlichen Neigungen im Zentrum steht.

3. Das Gefühl der Achtung als moralische Triebfeder: Dieses Kapitel klärt das komplexe Verhältnis zwischen dem moralischen Gesetz und dem subjektiven Gefühl der Achtung als notwendigem Auslöser für moralisches Handeln.

4. Über die Pflicht und die Erhebung des Menschen über seine Eingeschränktheit: Abschließend wird erörtert, wie der Mensch durch die Unterwerfung unter das selbstgesetzte moralische Gesetz seine Freiheit realisiert und sich über seine sinnliche Natur erhebt.

Schlüsselwörter

Kant, Kritik der praktischen Vernunft, moralische Triebfeder, Achtung, Sittengesetz, Pflicht, Moralität, Legalität, Neigung, Sinnlichkeit, Vernunft, Autonomie, Selbstsucht, Demütigung, Motivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Kants drittes Hauptstück der „Kritik der praktischen Vernunft“, das sich mit der Frage beschäftigt, wie reine Vernunft praktisch werden und den Menschen zu moralischem Handeln motivieren kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Definition von Triebfedern, die psychologische Wirkungsweise des Sittengesetzes auf das menschliche Bewusstsein und das Spannungsfeld zwischen Sinnlichkeit und vernünftiger Pflicht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, unter welchen Bedingungen und auf welche Weise das vernünftige Bewusstsein des Sittengesetzes in einem Menschen zu einer subjektiven Triebfeder wird, die ihn moralisch handeln lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer philosophischen Textanalyse und Exegese, indem sie zentrale Begriffe Kants anhand der „Kritik der praktischen Vernunft“ erläutert und durch Fachliteratur ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung der Triebfeder, die Untersuchung der negativen und positiven Wirkung des Sittengesetzes auf das Gemüt und die Analyse der Achtung als moralisches Gefühl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Moralische Triebfeder, Achtung, Sittengesetz, Pflicht, Autonomie der Vernunft und das Verhältnis von Sinnlichkeit zu Intelligibilität.

Warum spielt die Demütigung für Kant eine so wichtige Rolle im moralischen Prozess?

Die Demütigung ist notwendig, um den Eigendünkel und die sinnlichen Neigungen des Menschen zu begrenzen, da sie erst durch das „Niederwerfen“ der Selbstsucht den Weg für die Achtung vor dem objektiven moralischen Gesetz frei macht.

Wie unterscheidet sich die „Achtung“ bei Kant von einem gewöhnlichen Gefühl?

Anders als pathologische Gefühle, die auf sinnlicher Lust oder Unlust basieren, ist die Achtung ein „praktisch-gewirktes“ Gefühl, das a priori durch die Vernunft ausgelöst wird und direkt auf das Gesetz bezogen ist.

Excerpt out of 20 pages  - scroll top

Details

Title
Achtung als moralische Triebfeder bei Kant
College
University of Bremen
Course
Immanuel Kant: Kritik der praktischen Vernunft
Grade
1,0
Author
Janina Stührmann (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V160871
ISBN (eBook)
9783640767403
ISBN (Book)
9783640767434
Language
German
Tags
Achtung Triebfeder Kant Praktische Philosophie Ethik ethisch handeln Motivation Immanuel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janina Stührmann (Author), 2008, Achtung als moralische Triebfeder bei Kant, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160871
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint