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Konzeption des Forschungsprojekts "Einstellung von Erziehenden gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen"

Titre: Konzeption des Forschungsprojekts "Einstellung von Erziehenden gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen"

Dossier / Travail , 2024 , 28 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Welche Erfahrungen und Erwartungen haben Eltern an den Sexualkundeunterricht und welche Einstellung haben sie gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen? Das Hauptziel besteht darin, die Erwartungen und Wünsche sowie Argumente bezüglich möglicher Bedenken und Befürwortungen von Eltern bzw. Erziehenden zu analysieren.

Unsere zeitgenössische Gesellschaft erlebt einen fortwährenden sozialen Wandel. Beispielsweise stellt die Diversifizierung der sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identität und Lebensformen einen grundlegenden Aspekt des sozialen Wandels dar. Ebenfalls wird die Anerkennung von Minderheiten und die Überwindung der Benachteiligungen immer präsenter. Diese Veränderungen bilden wesentliche Bestandteile der Struktur unserer heutigen Gesellschaft, wodurch die wachsende Vielfalt als Chance betrachtet werden kann. Nach Voß (2023) ist es angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher Anforderungen dringend erforderlich, die Aufklärung über Sexualität unter anderem an Schulen an die Lebensrealitäten anzupassen. Beispielsweise hat die Bedeutung von Treue, emotionale Verbundenheit und Liebe als Grundlage von Beziehungen im Vergleich zu den 1990er Jahren erheblich zugenommen. Ebenso sammeln heutzutage mehr Jugendliche vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres erste sexuelle Erfahrungen im Vergleich zu vor 1950, und es gibt eine gesteigerte Offenheit für unterschiedliche sexuelle Praktiken. Durch die verstärkte Präsenz verschiedener Lebensstile und die Betonung der Individualisierung entsteht eine längst überfällige Bereitschaft, die bereits in der Vergangenheit vorhandene Diversität bewusst anzuerkennen und zu schätzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • 1. Beschreibung des Themas
  • 2. Verlauf der Themenfindung
  • 3. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand
  • 4. Forschungslücke und Forschungsfrage
  • 5. Forschungsmethode
    • 5.1 Erhebungsmethode
    • 5.2 Auswertungsmethode
    • 5.3 Mögliche Herausforderungen und Reflexion
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang: Zeitplan

Zielsetzung & Thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Forschungsarbeit untersucht die Erfahrungen und Erwartungen von Eltern an den Sexualkundeunterricht sowie deren Einstellung gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen. Das primäre Ziel ist es, die Erwartungen, Wünsche und Argumente (einschließlich möglicher Bedenken und Befürwortungen) der Eltern bzw. Erziehenden zu diesem Thema zu analysieren.

  • Analyse der Einstellungen von Erziehenden (Eltern) zur Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen.
  • Erfassung der Erfahrungen und Erwartungen von Eltern bezüglich des schulischen Sexualkundeunterrichts.
  • Untersuchung der gesellschaftlichen Vielfalt und des sozialen Wandels im Kontext sexueller Orientierungen und Lebensformen.
  • Anwendung qualitativer Forschungsmethoden, insbesondere narrativer und halbstandardisierter Interviews.
  • Rekonstruktion subjektiver Theorien und Argumentationsmuster von Eltern.
  • Betrachtung der Rolle von Heterogenitätsdimensionen und intersektionalen Perspektiven in der Sexualpädagogik.

Auszug aus dem Buch

1. Beschreibung des Themas

Unsere zeitgenössische Gesellschaft erlebt einen fortwährenden sozialen Wandel. Beispiels- weise stellt die Diversifizierung der sexuellen Orientierungen, geschlechtlichen Identität und Lebensformen einen grundlegenden Aspekt des sozialen Wandels dar (vgl. Gabunia 2023, S. 56). Ebenfalls wird die Anerkennung von Minderheiten und die Überwindung der Be- nachteiligungen immer präsenter (vgl. ebd., S. 57). Diese Veränderungen bilden wesentliche Bestandteile der Struktur unserer heutigen Gesellschaft, wodurch die wachsende Vielfalt als Chance betrachtet werden kann (vgl. ebd., S. 56). Nach Voß (2023) ist es angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher Anforderungen dringend erforderlich, die Aufklärung über Sexualität unter anderem an Schulen an die Lebensrealitäten anzupassen. Beispielsweise hat die Bedeutung von Treue, emotionale Verbundenheit und Liebe als Grundlage von Bezie- hungen im Vergleich zu den 1990er Jahren erheblich zugenommen (vgl. Voß 2023, S. 23). Ebenso sammeln heutzutage mehr Jugendliche vor Vollendung ihres 18. Lebensjahres erste sexuelle Erfahrungen im Vergleich zu vor 1950, und es gibt eine gesteigerte Offenheit für unterschiedliche sexuelle Praktiken (vgl. ebd., S. 23f.). Durch die verstärkte Präsenz ver- schiedener Lebensstile und die Betonung der Individualisierung entsteht eine längst überfäl- lige Bereitschaft, die bereits in der Vergangenheit vorhandene Diversität bewusst anzuerken- nen und zu schätzen (vgl. Hartmann 2002, S. 11).

Eine vielfaltsbewusste sexuelle Bildung würde sich über sämtliche Lebensphasen erstrecken und das gesamte Leben umfassen (vgl. Voß 2023, S. 21). Der Beginn dieser Bildung erfolgt bereits im Säuglingsalter, mit dem Ziel, Menschen frühzeitig zu befähigen, reflektierte Ent- scheidungen in Bezug auf Lebens- und Liebesgestaltung zu treffen und sich vor sexueller Gewalt zu schützen (vgl. ebd.). Diese Form der Bildung strebt danach, die sexuellen und reproduktiven Rechte aller Individuen zu wahren (vgl. ebd., S. 18). Die Absicht der Sexual- pädagogik der Vielfalt besteht darin, benachteiligte gesellschaftliche Gruppen zu emanzipie- ren und ihre Selbstbestimmung zu stärken, indem Werte wie Toleranz und Anerkennung der Verschiedenheit vermittelt werden, was den Grundsatz der Vielfalt widerspiegelt (vgl. Tim- mermanns 2016, S. 220f., S. 23). Es ist entscheidend, Kinder gemäß ihrer individuellen Ent- wicklungsanforderungen, einschließlich ihrer Geschlechtsidentität und Sexualität, angemes- sen zu unterstützen (vgl. Voß 2023, S. 148). In diesem Zusammenhang werden als starr gel- tende Strukturen aufgebrochen und in flexible Übergänge transformiert (vgl. Timmermanns 2016, S. 23). Die vielfaltsorientierte Sexualpädagogik berücksichtigt kognitive, emotionale und zwischenmenschliche Aspekte der Sexualität und orientiert sich am Entwicklungsstand der angesprochenen Gruppe (vgl. Timmermanns 2016, S. 26). Eine umfassende Sexualauf- klärung basiert auf den Prinzipien der Menschenrechte, der Gleichstellung der Geschlechter und auf der Wertschätzung und Anerkennung der Vielfalt (vgl. ebd., S. 27). Das Setzen und gleichzeitige Respektieren von Grenzen ist ebenfalls ein bedeutender Bestandteil der Sexu- alpädagogik der Vielfalt, um präventiv gegen sexuelle Gewalt vorzugehen (vgl. ebd., S. 28). Des Weiteren beschäftigt sich eine zeitgemäße Sexualpädagogik mit Verflechtungen unter- schiedlicher Heterogenitätsdimensionen und intersektionalen Perspektiven sowie einer kri- tischen Analyse bestehender Machtverhältnisse und Privilegien (vgl. Tuider/Müller/Tim- mermanns/Bruns-Bachmann/Koppermann 2012, S. 18).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Beschreibung des Themas: Dieses Kapitel skizziert den sozialen Wandel und die zunehmende Diversifizierung sexueller Orientierungen und Lebensformen, welche eine Anpassung der Sexualpädagogik an die Lebensrealitäten an Schulen notwendig machen.

2. Verlauf der Themenfindung: Hier wird die Entwicklung des Forschungsschwerpunkts beschrieben, von einem allgemeinen Interesse an Heterogenität bis zur spezifischen Fokussierung auf die Einstellung von Eltern zur Sexualpädagogik der Vielfalt.

3. Theoretischer Hintergrund und Forschungsstand: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur schulischen Sexualerziehung und beleuchtet bestehende Einstellungen, Erfahrungen und Wünsche von Lehrkräften, Schüler*innen und Eltern.

4. Forschungslücke und Forschungsfrage: Das Kapitel identifiziert die Notwendigkeit, die tieferliegenden Gründe für die Befürwortung oder Ablehnung von Themen der sexuellen Vielfalt im Unterricht zu erforschen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Erfahrungen und Einstellungen von Eltern.

5. Forschungsmethode: Dieser Abschnitt beschreibt das qualitative Forschungsdesign, das auf narrativen und halbstandardisierten Interviews basiert, sowie die geplanten Auswertungsmethoden nach Bohnsack und Scheele/Groeben.

5.1 Erhebungsmethode: Die Erhebungsmethode fokussiert auf die Rekrutierung von Eltern von Neuntklässler*innen in Bayern und die Durchführung von Interviews, die offene Erzählungen und hypothesengeleitete Fragen kombinieren.

5.2 Auswertungsmethode: Erläutert die Anwendung der dokumentarischen Methode zur Typenbildung von Eltererfahrungen und der Dialog-Konsens Methode zur Rekonstruktion subjektiver Theorien und Argumentationsmuster aus den Interviews.

5.3 Mögliche Herausforderungen und Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert über potenzielle methodische Schwierigkeiten wie die Beeinflussung der Interviewten und die subjektive Prägung der eigenen Perspektive bei der Interpretation der Forschungsergebnisse.

Schlüsselwörter

Sexualpädagogik der Vielfalt, Schulen, Erziehende, Eltern, Einstellungen, sexuelle Bildung, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, Diversität, Heterogenität, qualitative Forschung, narrative Interviews, Dialog-Konsens Methode, Forschungslücke, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit der Einstellung von Erziehenden (Eltern) zur Etablierung einer vielfaltsorientierten Sexualpädagogik an deutschen Schulen, um deren Perspektiven und Argumentationen zu diesem kontroversen Thema zu erfassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder sind der soziale Wandel und die Diversifizierung von Sexualität und Geschlecht, die Integration dieser Vielfalt in die schulische Sexualpädagogik, die Erfahrungen und Erwartungen von Eltern sowie die verwendeten qualitativen Forschungsmethoden zur Erfassung subjektiver Theorien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Analyse der Erwartungen, Wünsche und Argumente (Bedenken und Befürwortungen) von Eltern bezüglich der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen. Die Forschungsfrage lautet: "Welche Erfahrungen und Erwartungen haben Eltern an den Sexualkundeunterricht und welche Einstellung haben sie gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen?"

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein qualitatives Forschungsdesign verwendet, das auf narrativen und halbstandardisierten Interviews basiert. Die Auswertung erfolgt mittels der dokumentarischen Methode nach Ralf Bohnsack und der Dialog-Konsens Methode nach Scheele und Groeben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Beschreibung des Themas und des Forschungsverlaufs, den theoretischen Hintergrund und Forschungsstand, die Identifizierung der Forschungslücke und Forschungsfrage sowie eine detaillierte Darstellung der Forschungsmethoden inklusive Erhebung, Auswertung und Reflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Schlüsselwörter wie Sexualpädagogik der Vielfalt, Eltern, Einstellungen, sexuelle Bildung, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung, qualitative Forschung und gesellschaftlicher Wandel charakterisiert.

Warum liegt der Fokus der Forschung auf Elternperspektiven?

Der Fokus liegt auf den Elternperspektiven, da deren Sozialisation und Erziehung maßgeblich ist und ihre Erfahrungen, Wünsche sowie Ängste und Befürwortungen bezüglich des Sexualkundeunterrichts und der Sexualpädagogik der Vielfalt bisher im Forschungsdiskurs unzureichend untersucht wurden.

Welche Befürchtungen bezüglich der Sexualpädagogik der Vielfalt werden in der Arbeit thematisiert?

In der Arbeit werden Befürchtungen wie eine vermeintliche "Frühsexualisierung" von Kindern und Jugendlichen, eine mögliche "Umorientierung der sexuellen und geschlechtlichen Identität" sowie eine Entmündigung von Eltern, insbesondere von konservativen und rechtspopulistischen Gruppierungen, thematisiert.

Wie unterscheidet sich die "Sexualpädagogik der Vielfalt" von traditioneller Sexualkunde?

Die Sexualpädagogik der Vielfalt unterscheidet sich von traditioneller Sexualkunde durch ihren umfassenden Ansatz, der über rein biologische Kenntnisse hinausgeht. Sie berücksichtigt kognitive, emotionale und zwischenmenschliche Aspekte, wertschätzt die Diversität sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten und strebt danach, benachteiligte Gruppen zu emanzipieren sowie Selbstbestimmung zu stärken.

Welche Herausforderungen werden bei der Durchführung und Auswertung der Interviews erwartet?

Erwartete Herausforderungen umfassen die Vermeidung von Interviewer-Bias, die Gewährleistung ehrlicher Antworten angesichts sozialer Erwünschtheit und die Reflexion der eigenen linksliberalen politischen Grundhaltung des Forschenden bei der Interpretation, die zu subjektiven Einflüssen führen kann.

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Résumé des informations

Titre
Konzeption des Forschungsprojekts "Einstellung von Erziehenden gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen"
Université
University of Augsburg
Note
1,3
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
28
N° de catalogue
V1609205
ISBN (PDF)
9783389171042
ISBN (Livre)
9783389171059
Langue
allemand
mots-clé
konzeption forschungsprojekts einstellung erziehenden etablierung sexualpädagogik vielfalt schulen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2024, Konzeption des Forschungsprojekts "Einstellung von Erziehenden gegenüber einer Etablierung der Sexualpädagogik der Vielfalt an Schulen", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1609205
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Extrait de  28  pages
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