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Regionalismus versus Multilateralismus

Title: Regionalismus versus Multilateralismus

Seminar Paper , 2010 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: B.Sc. Stefan Krusenbaum (Author)

Economics - International Economic Relations
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Diese Seminararbeit enthält die Vorstellung und Analyse der volkswirtschaftlichen bzw. handelspolitischen Organisationsformen des Regionalismus und des Multilateralismus und der hiermit verbundenen Strategien.

Auszug (Einleitung):
In der heutigen Zeit werden die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Staaten immer stärker durch die Globalisierung und die mit ihr einhergehende Entstehung internationaler Organisationsformen beeinflusst. Internationale Zusammenschlüsse und Bündnisse wie beispielsweise die World Trade Organisation (WTO), die Europäische Union (EU) oder das Nordamerikanisches Freihandelsabkommen (North American Free Trade Agreement, NAFTA) stellen im Rahmen der Globalisierung solche Organisationsformen dar, unterscheiden sich allerdings deutlich in ihren Grundsätzen und Zielen voneinander.
Die einzelnen Volkswirtschaften respektive ihre politischen Vertreter sind deshalb vor die Entscheidung gestellt, in welchem Maße sie sich in ordnungsökonomischen Strukturen zusammenschließen und welche außenpolitischen Handelsabkommen sie unterzeichnen sollen.
(...)
Grenzen und Zugehörigkeiten eines Landes zu einer internationalen Handelsorganisation können sowohl die Wohlstandssituation des Landes selbst als auch Entscheidungen und Zielerreichungen anderer Länder und Organisationen und der dahinter stehenden Konzepte nachhaltig beeinflussen.
Hieraus lässt sich die zentrale Fragestellung ableiten, welche organisations-ökonomischen Handelskonzepte unterschiedlich entwickelte Länder verfolgen sollten.
(...)
In der vorliegenden Seminararbeit werden dazu zwei wesentliche Organisationsformen der Außenwirtschaft, das Konzept des Regionalismus und das des Multilateralismus, analysiert. Dabei erfolgt im zweiten Kapitel zunächst eine kurze, durch Beispiele gestützte Beschreibung der beiden Konzepte sowie eine Erläuterung ihrer Zielsetzungen. Im dritten Kapitel werden beide Strategien bzw. ihre Methoden anhand ausgewählter Indikatoren theoretisch betrachtet und beurteilt. Das vierte Kapitel setzt sich anschließend anhand von Fallbeispielen mit der Frage auseinander, von welchen Länderarten die untersuchten Strukturformen internationaler Handelsordnung in der Realität verfolgt werden. Darüber hinaus werden Probleme aufgezeigt, die bei der Verfolgung der betrachteten Organisationsformen des Außenhandels auftreten können. Abschließend erfolgt eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse, wobei Chancen bestimmter Außenhandelskonzepte für Entwicklungsländer diskutiert werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Handelspolitische Entscheidungen im Rahmen der Globalisierung

2.1 Das Konzept des Regionalismus

2.2 Das Konzept des Multilateralismus

3. Der Vergleich von Regionalismus und Multilateralismus anhand von Bewertungsindikatoren

4.1. Beispiele regionaler und multilateraler Strukturen und Denkweisen in der Realität

4.2 Mögliche Probleme bei der Verfolgung der Konzepte

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede und Effekte der beiden außenwirtschaftlichen Konzepte Regionalismus und Multilateralismus. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche dieser organisations-ökonomischen Handelskonzepte für unterschiedlich entwickelte Länder, insbesondere unter Berücksichtigung der Armutssituation in Entwicklungsländern, die vorteilhafteste Wahl darstellen.

  • Theoretische Grundlagen und Abgrenzung von Regionalismus und Multilateralismus.
  • Analyse wohlfahrtsökonomischer Effekte und Handelsstrukturen.
  • Untersuchung von Fallbeispielen aus der Realität (EU, NAFTA, Mercosur).
  • Diskussion von Problematiken wie Diskriminierung und Protektionismus.
  • Bewertung von Erfolgschancen für Entwicklungsländer durch strategische Handelsöffnung.

Auszug aus dem Buch

3. Der Vergleich von Regionalismus und Multilateralismus anhand von Bewertungsindikatoren

Um Regionalismus und Multilateralismus im internationalen Handel miteinander vergleichen zu können, müssen bestimmte Indikatoren festgelegt werden, anhand derer sich die beiden Konzepte beurteilen lassen.

Ein wesentlicher Indikator, der zur Beurteilung verschiedener organisationsökonomischer Handelskonzepte herangezogen werden kann ist die Wohlfahrt, die ein Land realisiert, wenn es Außenhandel betreibt. Die Wohlfahrt lässt sich dabei als Summe von Konsumentenrente, also dem Vorteil, der von Konsumenten erzielt wird, wenn diese ein Gut für einen Preis erwerben, der unterhalb ihrer maximalen Zahlungsbereitschaft liegt und der Produzentenrente definieren. Die Produzentenrente stellt dabei den Vorteil der Produzenten mit niedrigen Kosten dar, den diese erzielen, wenn sie das Gut zum Marktpreis verkaufen.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem Regionalismus und dem Multilateralismus liegt in der Zahl der am Freihandel beteiligten Volkswirtschaften. In den Formen des Regionalismus findet der Handel mit Drittstaaten nicht oder nur durch Zollbeschränkungen oder Importquoten reguliert statt. Diese Annahme setzt einen bestimmten Integrationsgrad der regionalen Handelsabkommen voraus. Zwar gibt bei der Vielzahl unterschiedlicher Intensitäten im Regionalismus auch weniger starke regionale Handelsbündnisse (zwischen denen Importbeschränkungen existieren), betrachtet wird in Analyse mit der Zollunion aber exemplarisch eine Form, die deutlich im Kontrast zu den Forderungen des Multilateralismus steht, um Auswirkungsunterschiede besser aufzeigen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Handelspolitische Entscheidungen im Rahmen der Globalisierung: Diese Einleitung führt in die globalen Wirtschaftsbeziehungen ein und leitet aus der notwendigen Entscheidung für bestimmte Handelsformen die zentrale Forschungsfrage ab.

2.1 Das Konzept des Regionalismus: Dieses Kapitel definiert Regionalismus als Vorzugsbehandlung innerhalb einer Region und erläutert dessen Ziele wie Kostensenkung und Marktzugang durch Kooperationen wie Zollunionen.

2.2 Das Konzept des Multilateralismus: Dieses Kapitel beschreibt den Multilateralismus als Strategie zur Liberalisierung des Welthandels, basierend auf dem ökonomischen Grundsatz, dass Handel allen beteiligten Staaten nützt.

3. Der Vergleich von Regionalismus und Multilateralismus anhand von Bewertungsindikatoren: Hier werden Wohlfahrtseffekte, Produzenten- und Konsumentenrenten sowie handelsökonomische Auswirkungen wie der Terms-of-Trade-Effekt gegenübergestellt.

4.1. Beispiele regionaler und multilateraler Strukturen und Denkweisen in der Realität: Anhand von Beispielen wie China, Indien, Mercosur und der Uruguay-Runde wird die Umsetzung der theoretischen Konzepte in die Praxis aufgezeigt.

4.2 Mögliche Probleme bei der Verfolgung der Konzepte: Dieses Kapitel analysiert die Schwierigkeiten bei der Etablierung gemeinsamer Handelspolitiken und die Risiken durch Protektionismus und Verwaltungsaufwand.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass für Entwicklungsländer eine strategische Kombination aus Abgrenzung und Öffnung eine Chance zur langfristigen Wohlfahrtssteigerung bieten kann.

Schlüsselwörter

Regionalismus, Multilateralismus, Außenhandel, Globalisierung, Wohlfahrt, Zollunion, Freihandelszone, Handelsliberalisierung, WTO, NAFTA, Mercosur, Entwicklungsländer, Protektionismus, Terms-of-Trade, Skaleneffekte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede, Vor- und Nachteile sowie die Auswirkungen der zwei Handelskonzepte Regionalismus und Multilateralismus im Kontext der globalisierten Weltwirtschaft.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es zu klären, welche Handelskonzepte für unterschiedlich entwickelte Länder, insbesondere Entwicklungsländer, am besten geeignet sind, um wohlfahrtssteigernd zu wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Vergleich anhand von wohlfahrtsökonomischen Indikatoren sowie eine fallbasierte Analyse realer Handelsstrukturen wie der WTO oder der NAFTA.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen Wohlfahrtstheorie, Handelsliberalisierung, regionale Integrationsformen, die Rolle von Industrieländern gegenüber Entwicklungsländern und die ökonomischen Folgen von Handelsabkommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Konzepte, ihre theoretische Beurteilung durch ökonomische Indikatoren, eine praxisnahe Betrachtung anhand realer Organisationen sowie eine Diskussion auftretender Probleme bei der Umsetzung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Regionalismus, Multilateralismus, Freihandel, Zollunion, Wohlstandswachstum, Entwicklungsländer und Handelsdiskriminierung.

Wie unterscheidet sich der Regionalismus vom Multilateralismus bei der Zollpolitik?

Während der Multilateralismus auf eine globale Liberalisierung ohne Diskriminierung zielt, bilden regionale Ansätze oft geschlossene Blöcke, die den Handel zwischen Mitgliedern erleichtern, aber Drittstaaten gegenüber benachteiligen können.

Welche Rolle spielt die Größe eines Landes für die Wahl des Konzepts?

Die Arbeit stellt fest, dass große Länder wie China oder Indien bessere Voraussetzungen für den multilateralen Handel haben, während kleine Länder strategische Kooperationen erwägen müssen, um Skaleneffekte zu nutzen.

Warum wird im Fazit eine Kombination von Strategien für Entwicklungsländer empfohlen?

Die temporäre Nutzung von Schutzeffekten zum Aufbau heimischer Industrien, gefolgt von einer späteren Öffnung zum Weltmarkt, kann Entwicklungsländern helfen, technische Standards und Produktivität zu erreichen.

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Details

Title
Regionalismus versus Multilateralismus
College
Ruhr-University of Bochum
Course
Außenhandel, globale Finanzmärkte und Entwicklung: Grundlagen
Grade
2,0
Author
B.Sc. Stefan Krusenbaum (Author)
Publication Year
2010
Pages
15
Catalog Number
V160982
ISBN (eBook)
9783640743223
Language
German
Tags
VWL Regionalismus Multilateralismus Außenhandel Handelspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.Sc. Stefan Krusenbaum (Author), 2010, Regionalismus versus Multilateralismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160982
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