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Muslime in Europa

Zur Integration von muslimischen Minderheiten in den säkularen Rechtsstaat

Titre: Muslime in Europa

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2007 , 13 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Katharina B. (Auteur)

Théologie - Sciences des religions comparatives
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Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, anhand der Darstellung unterschiedlicher westeuropäischer Integrationskonzepte, mehr über die verschiedenen Integrationsmöglichkeiten muslimischer Minderheiten und deren Dienlichkeit zu erfahren.

Vorab muss jedoch geklärt werden, dass es „den Muslimen“, von dessen Begrifflichkeit im Folgenden der Einfachheit halber immer Gebrauch gemacht wird, im eigentlichen Sinne überhaupt nicht gibt. Muslime gehören nicht alle einer islamischen Richtung an, wie teilweise vor allem auf Grund der Angst vor weltweiten Terroranschlägen propagiert wird. Unter den Muslimen besteht vielmehr eine ebenso große Spannweite von Einstellungen und Vereinigungen wie in christlichen Konfessionen. Dieses Faktum muss man als Rezipient dieser Arbeit, aber auch als europäischer Staatsbürger im alltäglichen Leben immer in Hinterkopf haben.

Im Folgenden soll zunächst eine allgemeine Übersicht bezüglich der Thematik Muslime in Europa gegeben werden, um auf diese Weise einen ersten Einblick in die Themenstellung zu geben. Dabei wird unter anderem zwischen den unterschiedlichen Faktoren differenziert, welche die Rechtslage der europäischen Muslime bedingen und zudem drei Grundkonzepte unterschiedlicher Integrationsmöglichkeiten vorgestellt.
Im Hauptteil werden daraufhin zwei prägnante Beispiele für unterschiedliche Formen der Integration dargelegt. Anhand von Großbritannien soll das Konzept der segmentären Insertion näher erläutert werden, wohingegen Frankreich als Beispiel für eine Assimilationspolitik dienen soll. Im Anschluss wird ein kurzes Fazit geschlossen, ob eines der aufgeführten Konzepte eine Ideallösung darstellt und wenn nicht, welche Alternativen eine gelungene Integration bedingen.
Den Schluss stellt die Reflexion in Form einer Einordnung in den Kontext des Seminars dar. Hierbei sollen zentrale Punkte des Seminars auf die Integrationsproblematik bezogen und ein Ausblick auf einen möglichen Fortschritt gegeben werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Muslimische Minderheiten in Europa

2.1 Einführendes

2.2 Integration von Muslimen in Großbritannien

2.3 Integration von Muslimen in Frankreich

2.4 Fazit

3 Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch die vergleichende Analyse unterschiedlicher westeuropäischer Integrationskonzepte ein tieferes Verständnis für die verschiedenen Möglichkeiten und die Wirksamkeit der Integration muslimischer Minderheiten zu gewinnen.

  • Grundlegende Übersicht zur Situation muslimischer Minderheiten in Europa
  • Differenzierung der staatlichen Faktoren für die rechtliche Einordnung
  • Analyse des Modells der segmentären Insertion am Beispiel Großbritannien
  • Untersuchung der Assimilationspolitik am Beispiel Frankreichs
  • Kritische Reflexion der Integrationsproblematik im gesellschaftlichen Kontext

Auszug aus dem Buch

2.3 Integration von Muslimen in Frankreich

In Frankreich werden Staat und Kirche strikt voneinander getrennt. Es herrschen universal geltende Prinzipien, denen ausnahmslos jeder Bürger – egal welcher Religionsgemeinschaft er angehört – unterworfen ist. Eine Politik der Gleichbehandlung wird angestrebt, in welcher kein Raum für Diskriminierung oder bestimmte Gruppenrechte vorhanden ist. Es wird auf eine Rechtsgleichstellung der Individuen abgezielt, was unter anderem bedeutet, dass gesellschaftliche Positionen absolut rational, universal und egalitär verteilt werden. Dieses Trennungssystem, welches im Zeichen des Laizismus steht, korreliert in hohem Maße mit dem bereits aufgeführten Assimilationskonzept. Frankreich erkennt keine Religion an. Es wird zum einen eine vollständige Gewissensfreiheit für jedes einzelne Individuum gefordert und zum anderen die explizite Neutralität des Staats beansprucht. Alle französischen Bürgerinnen und Bürger sollen ergo gleich behandelt werden, ohne dass auf religiöse oder kulturelle Unterschiede Rücksicht genommen wird.

Frankreich sieht in der positiven Berücksichtigung der Religion von Seiten des Staats „die Gefahr einer Identifikation mit Religion“ und steht einer religionsbezogenen Aktivität des Staats aus diesem Grund negativ gegenüber.

Dieses französische Konzept gilt zumeist als erfolgreiches Integrationsmodell. Es liefert unter anderem „eine gewisse Selbstverständlichkeit, mit der Menschen anderer Rasse und Hautfarbe inzwischen französische Staats- und Mitbürger sein können und als solche auch akzeptiert sind“. Ferner spricht die große Zahl französischer Bürger mit Vorfahren ausländischer Herkunft als ein weiteres positives Kriterium für eine gelungene Integration; ebenso wie die Tatsache, dass viele Franzosen, die aus erkennbar ausländischer Herkunft stammen, in der gesellschaftlichen Elite Frankreichs vertreten sind (wie beispielsweise Sportler, Politiker oder Wissenschaftler).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Ziel der Arbeit, die verschiedenen Integrationskonzepte für Muslime in Westeuropa anhand von Beispielen zu untersuchen und zu bewerten.

2 Muslimische Minderheiten in Europa: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Situation von Muslimen in Westeuropa und differenziert zwischen den drei wesentlichen Integrationsansätzen der verschiedenen Staaten.

2.1 Einführendes: Hier werden die demografischen Hintergründe sowie fünf zentrale Faktoren erläutert, welche die Rechtslage und Integration muslimischer Minderheiten in den europäischen Staaten maßgeblich beeinflussen.

2.2 Integration von Muslimen in Großbritannien: Das Kapitel analysiert das britische Konzept der segmentären Insertion, das auf institutionelle Verbindungen zwischen Staat und Kirche setzt und den Multikulturalismus betont.

2.3 Integration von Muslimen in Frankreich: Hier wird das französische Modell der Assimilation und der strikten Trennung von Staat und Kirche (Laizismus) als Gegenpol zum britischen Ansatz beschrieben.

2.4 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass es keine perfekte Ideallösung gibt und betont, dass Integration sowohl individuelle Grundrechte als auch gesellschaftliche Teilhabe erfordert.

3 Reflexion: Der Autor ordnet die Thematik in den Kontext des Seminars ein, reflektiert über das Verhältnis von säkularem Staat und islamischer Identität sowie die Rolle der Medien bei der Wahrnehmung von Muslimen.

Schlüsselwörter

Integration, Muslime, Europa, Großbritannien, Frankreich, Islam, Laizismus, Assimilation, segmentäre Insertion, Minderheiten, Religionsfreiheit, Rechtsstaat, Multikulturalismus, Identität, Diskriminierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie muslimische Minderheiten in westeuropäischen Ländern integriert werden und welche unterschiedlichen staatlichen Konzepte dabei zur Anwendung kommen.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der rechtlichen und gesellschaftlichen Einordnung von Muslimen, dem Vergleich zwischen dem britischen und französischen Modell sowie der Rolle von Religion im säkularen Staat.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Darstellung verschiedener Integrationskonzepte herauszufinden, wie eine gelungene Integration muslimischer Minderheiten in die europäische Gesellschaft erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Es handelt sich um eine analytische Untersuchung, die auf der Darstellung und dem Vergleich existierender Integrationsmodelle basierend auf Fachliteratur beruht.

Was sind die wesentlichen Aspekte im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Rahmenbedingungen der Integration, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung Großbritanniens und Frankreichs als gegensätzliche Fallbeispiele.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Begriffe wie Laizismus, Assimilation, segmentäre Insertion, Religionsfreiheit und gesellschaftliche Anerkennung stehen im Zentrum der fachlichen Diskussion.

Warum wird das französische Modell als Gegenstück zu Großbritannien dargestellt?

Während Großbritannien einen multikulturellen Ansatz verfolgt, setzt Frankreich auf strikte staatliche Neutralität und Assimilation, was diese beiden Länder zu idealen Gegenpolen für den Vergleich macht.

Welche Bedeutung kommt der Reflexion im Schlussteil zu?

Die Reflexion dient dazu, die im Seminar behandelten Aspekte kritisch zu hinterfragen, insbesondere im Hinblick auf die Medienberichterstattung und die Notwendigkeit eines differenzierten Bildes vom Islam.

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Résumé des informations

Titre
Muslime in Europa
Sous-titre
Zur Integration von muslimischen Minderheiten in den säkularen Rechtsstaat
Université
University of Frankfurt (Main)
Note
1,7
Auteur
Katharina B. (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
13
N° de catalogue
V160992
ISBN (ebook)
9783640740161
Langue
allemand
mots-clé
Integration Islam Moslems muslimische Minderheit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Katharina B. (Auteur), 2007, Muslime in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160992
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Extrait de  13  pages
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