Die Arbeit entwickelt ein Grobkonzept zur Förderung der psychischen Gesundheit im betrieblichen Kontext. Ausgangspunkt ist die Analyse von Belastungen und Bedarfen in einer fiktiven Steuer- und Unternehmensberatung. Auf Basis der Ergebnisse wird ein Resilienz-Programm für Mitarbeitende konzipiert, das praktische Tools zur Stressbewältigung und Stärkung des Wohlbefindens vermittelt. Ergänzt wird das Konzept durch einen Impulsvortrag für Führungskräfte, um deren Vorbildfunktion zu stärken. Ziel ist es, psychische Belastungen zu reduzieren, die Arbeitsfähigkeit langfristig zu sichern und die Gesundheitskultur des Unternehmens zu fördern.
Inhaltsverzeichnis
- 1 DARSTELLUNG DES UNTERNEHMENS
- 1.1 Unternehmensbeschreibung
- 1.2 Bedarfsermittlung für ein Konzept zur Förderung der psychischen Gesundheit
- 2 KONZEPT ZUR FÖRDERUNG DER PSYCHISCHEN GESUNDHEIT IM BETRIEBLICHEN KONTEXT
- 3 IMPULSVORTRAG FÜR FÜHRUNGSKRÄFTE
- 4 LITERATURVERZEICHNIS
- 5 TABELLENVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Planung und Konzeption eines Grobkonzepts zur Förderung der psychischen Gesundheit im betrieblichen Kontext eines fiktiven Unternehmens. Das primäre Ziel der Maßnahme ist es, den Teilnehmenden das Konzept der Resilienz zu vermitteln und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um belastende Situationen im Arbeitsalltag besser bewältigen zu können. Als Unterziele werden die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und die Reduktion von Arbeitsunfähigkeitstagen angestrebt.
- Entwicklung eines betrieblichen Konzepts zur Gesundheitsförderung
- Fokus auf Resilienz und Stressbewältigung
- Analyse der spezifischen Bedarfe im Unternehmenskontext
- Konzeption eines Impulsvortrags für Führungskräfte
- Evaluation von Maßnahmen zur psychischen Gesundheit
Auszug aus dem Buch
1.2 Bedarfsermittlung für ein Konzept zur Förderung der psychischen Gesundheit
Der Bedarf für ein Konzept zur Förderung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten dieses Unternehmens ergibt sich neben allgemeinen Kennzahlen zur Gesundheit der Beschäftigten auch aus den Ergebnissen einer Mitarbeiterbefragung im Rahmen der Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, sowie aus der Betrachtung möglicher branchenüblicher Belastungsfaktoren.
Dazu wird zunächst die betriebsinterne Gesundheitsstatistike betrachtet. Die Gesundheitsdaten des Vorjahres (2023) ergeben mit insgesamt 1.100 Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tagen) einen Durchschnitt von 13 AU-Tagen pro Person. Diese verteilen sich jedoch auf nur 80 Arbeitsunfähigkeitsfälle (AU-Fälle), sodass sich im Gesamtdurchschnitt nur 0,8 AU-Fälle pro beschäftigter Person ergeben. Die durchschnittliche Ausfallzeit pro AU-Fall liegt somit bei ca. 14 Tagen. Die durchschnittlichen AU-Tage und die Anzahl der AU-Fälle deuten insgesamt auf längere, schwerwiegendere Erkrankungen hin. Betrachtet man dies vor dem Hintergrund, dass im Jahr 2022 ca. 14,6% der AU-Tage auf psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen zurückzufühjren waren¹ und die Anzahl der AU-Tage aufgrund psychischer Erkrankungen seit 2012 um 48% zugenommen hat², liegt das Vorhandensein entsprechender Krankheitsbilder in der Belegschaft nahe.
Unterstützt wird diese These zusätzlich durch die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung, mittels des KFZA-Fragebogens. Besonders auffällig ist dort eine stark erhöhte Zustimmung des beratenden Personal bei den Items Zeitdruck, Arbeitsmenge, häufige Unterbrechungen, Zusammenarbeit, fehlende Zusammenarbeit mit den Vorgesetzten und mangelndes Feedback.
Vor dem Hintergrund der Unternehmensberatungsbranche, waren derartige Ergebnisse zu erwarten. Die Unternehmensberatung ist ein schnelllebiges Geschäft, das starken Schwankungen unterworfen ist, die u.a. durch die Verteilung des Arbeitspensums über ein laufendes Geschäftsjahr oder auch durch die wirtschaftliche Entwicklung bedingt sind. Ebenso ist ein hoher Termin- und Zeitdruck in dieser Branche üblich, der das Personal zusätzlich zu der ohnehin hohen Arbeitsbelastung zu Stoßzeiten, unter Druck setzt. Hinzu kommt, dass durch die Möglichkeit des mobilen Arbeitens und des Vorhandenseins entsprechender Arbeitsmittel zu einer zunehmenden Verschmelzung von Freizeit und Arbeitszeit führt. Ständige Erreichbarkeit und Überstunden stellen einen zusätzlichen Stressfaktor dar.
Darüber hinas stellt die psychosoziale Situation insofern einen Belastungsfaktor dar, als die Tätigkeit einen hohen Bedarf an Kommunikation und Kooperation mit andern Personen erfordert. Die Organisation des Unternehmens in Teams mit eigenen Führungskräften birgt zusätzliches Konfliktpotenzial und kann sich belastend auf die Beschäftigten auswirken.
Aus den oben genannten Gründen, besteht der Bedarf an einer Maßnahme zur Förderung der psychischen Gesundheit vor allem im Bereich des beratenden Personals. Diese Abteilung setzt sich aus insgesamt 72 Beschäftigten, 43 männlichen und 29 weiblichen Mitarbeitenden, im Alter zwischen 21 und 65 Jahren zusammen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Darstellung des Unternehmens: Dieses Kapitel stellt das fiktive Unternehmen „Fiscor“ vor, einschließlich seiner Geschäftsfelder, Mitarbeiterstruktur und bestehenden Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Es wird ein konkreter Bedarf für ein Konzept zur Förderung der psychischen Gesundheit der Beschäftigten durch die Analyse von Gesundheitsstatistiken und Mitarbeiterbefragungen ermittelt.
2 Konzept zur Förderung der psychischen Gesundheit im betrieblichen Kontext: Hier wird das detaillierte Konzept einer Maßnahme namens „Gelassen. Stark. Erfolgreich!“ zur Förderung der Resilienz vorgestellt. Das Kapitel definiert die Ziele, die spezifische Zielgruppe des beratenden Personals, die Kursinhalte, die formale Gestaltung, die Rolle der Führungskräfte und die geplanten Evaluationsmethoden.
3 Impulsvortrag für Führungskräfte: Dieses Kapitel beschreibt das Konzept eines 30-minütigen Impulsvortrags für Führungskräfte, der auf die Bedeutung von Stressmanagement und Erholung im Arbeitsalltag eingeht. Es werden konkrete Inhalte, Fragen zur Reflexion und praktische Impulse für den Alltag präsentiert.
Schlüsselwörter
Psychische Gesundheit, betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Resilienz, Stressmanagement, Mitarbeiterbefragung, Führungskräfte, Konzeptentwicklung, Prävention, Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage), Work-Life-Balance, Unternehmensberatung, Wohlbefinden, Kompetenzentwicklung, Evaluation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit plant und konzipiert ein Grobkonzept zur Förderung der psychischen Gesundheit im betrieblichen Kontext eines fiktiven Unternehmens und beinhaltet die Konzeption einer zugehörigen Präsentation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), die Steigerung psychischer Gesundheit, die Förderung von Resilienz, effektives Stressmanagement und die aktive Einbindung von Führungskräften in diese Prozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, den Teilnehmenden das Konzept der Resilienz zu vermitteln und ihnen praktische Werkzeuge zur Bewältigung belastender Situationen im Arbeitsalltag an die Hand zu geben, um das Wohlbefinden zu erhöhen und Arbeitsunfähigkeitstage zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer konzeptionellen Entwicklungsmethode, die auf einer Bedarfsanalyse (betriebsinterne Gesundheitsstatistik, Mitarbeiterbefragung mittels KFZA-Fragebogen) basiert. Die Wirksamkeit der entwickelten Maßnahme soll durch A/B-Tests mit einer Resilienzskala evaluiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Unternehmensdarstellung, die Bedarfsermittlung für ein Gesundheitskonzept, die detaillierte Konzeption einer Maßnahme zur Förderung psychischer Gesundheit im betrieblichen Kontext (inkl. Ziele, Zielgruppe, Inhalte und Evaluation) sowie ein Impulsvortrag für Führungskräfte dargelegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter, die die Arbeit charakterisieren, sind Psychische Gesundheit, betriebliche Gesundheitsförderung, Resilienz, Stressmanagement, Mitarbeiterbefragung, Führungskräfte, Konzeptentwicklung, Prävention, Arbeitsunfähigkeitstage und Work-Life-Balance.
Warum liegt der Fokus der Resilienzmaßnahme speziell auf dem beratenden Personal?
Der Fokus liegt auf dem beratenden Personal, da diese Gruppe aufgrund ihrer Karrierephase, häufiger Überstunden und hoher Arbeitsbelastung ein erhöhtes Gefährdungspotenzial für ihre psychische Gesundheit aufweist.
Wie wird die Wirksamkeit der Maßnahme zur Resilienzförderung evaluiert?
Die Wirksamkeit wird mittels A/B-Testing mit einer 13 Items umfassenden Resilienzskala, der Beobachtung von Arbeitsunfähigkeitstagen, der Prüfung der Einhaltung von Planungspunkten und durch Teilnehmer-Feedback am Kursende evaluiert.
Welche Rolle spielen Führungskräfte bei der Umsetzung des Konzepts?
Führungskräfte nehmen an einem gesonderten Impulsvortrag teil, agieren als Vorbilder, mobilisieren ihre Teammitglieder zur Teilnahme und schaffen aktiv Freiräume für die Umsetzung der Maßnahmen zur Resilienzförderung.
Was ist der Name des entwickelten Konzepts und worauf setzt es an?
Das entwickelte Konzept trägt den Namen „Gelassen. Stark. Erfolgreich!“ und setzt primär auf der Ebene der Resilienz an, um die Fähigkeit der Teilnehmenden zur Bewältigung stressiger Situationen im Arbeitsalltag zu stärken.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2024, Grobkonzept zur Förderung der psychischen Gesundheit im Unternehmen. Betriebliche Prävention und Resilienzförderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1609978