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Der Mythos der Jungfrauengeburt

Eine Analyse der relevanten Bibelstellen um Jes 7, 14 und Mt 1, 23

Titre: Der Mythos der Jungfrauengeburt

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2006 , 23 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Karsten Keuchler (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Der Mythos der Jungfrauengeburt – eine Wahrheit im theologischen Sinne oder ein überflüssiges Konstrukt? Von vielen wird die Möglichkeit der historischen Authentizität einer unbefleckten Empfängnis von vornherein kategorisch abgelehnt. Trotzdem wird Maria, die Mutter Jesu Christi, bis heute weltweit von Millionen als heilige Mutter der Kirche verehrt. Diese Proseminararbeit kann, will und wird natürlich keinen Versuch unternehmen, die neutestamentliche Schilderung der Jungfrauengeburt auf ihren historischen Wahrheitsgehalt hin zu untersuchen, vielmehr soll sie aber aufzeigen, inwiefern gewisse Stellen im Alten und Neuen Testament auch in Bezug auf diese Thematik ineinandergreifen und wie sie zu verstehen sind. Von Jesu Geburt durch die Jungfrau Maria berichten lediglich die Evangelisten Lukas und Matthäus. Letzterer orientiert seine Ausführungen zur Herkunft Jesu an einer kontrovers diskutierten Weissagung aus dem Jesajabuch, in der vermeintlich die jungfräuliche Geburt des Messias angekündigt wird. Was sich im Laufe dieser Arbeit jedoch recht schnell herauskristallisieren wird, ist die Tatsache, dass die Übersetzungen der jeweiligen Quelltexte oftmals große Probleme in sich bergen und die eigentliche Aussage eines Bibelverses durch einzelne Entscheidungen in Vokabelfragen bestenfalls unwesentlich modifiziert, oftmals jedoch sinnentstellt wird. So geschehen etwa bei der erstmaligen Übersetzung des hebräischen Alten Testaments in die Zielsprache Altgriechisch, der Septuaginta, die etwa 300 Jahre vor Christus entstand. Daher wird sich diese Arbeit zunächst eingehend mit der Übersetzung der fraglichen Stelle im Jesajabuch aus der Septuaginta ins Deutsche sowie mit verschiedenen Deutungsansätzen des Textes beschäftigen, bevor danach der Bogen zur Parallelstelle im Matthäusevangelium gespannt wird. Abschließend wird es noch um die Auswirkungen der Stellen gehen, also darum, in welchem Ausmaß die Auslegung der beiden Bibelstellen als jungfräuliche Geburt Christi die kirchliche Dogmatik sowie die Bedeutung und Rolle der Maria insbesondere in der Anfangszeit des Christentums geprägt hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Übersetzung Jes 7, 1-17

II.1) Eigene Übersetzung aus der altgriechischen Septuaginta

II.2) Probleme und Auffälligkeiten bei der eigenen Übersetzung

II.3) Vergleich mit anderen Übersetzungen ins Deutsche

III. Verschiedene Auslegungen von Jes 7, 14 im Hinblick auf das Phänomen der Jungfrauengeburt

IV. Verbindung zum Neuen Testament: Mt 1, 23

V. Kirchengeschichtliche Aspekte zur Jungfrauengeburt und der Rolle der Maria

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theologische und historische Fundierung der Jungfrauengeburt durch eine detaillierte Analyse der prophetischen Stelle in Jesaja 7, 14 und deren Bezugnahme im Matthäusevangelium. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Überprüfung der Übersetzung der biblischen Quelltexte sowie deren Auswirkung auf die dogmatische Entwicklung innerhalb der christlichen Kirche.

  • Übersetzung und Analyse von Jesaja 7, 1-17 aus der Septuaginta
  • Kritischer Vergleich verschiedener deutscher Bibelübersetzungen
  • Exegese des Verses Jesaja 7, 14 im Kontext des Immanuel-Zeichens
  • Untersuchung der Rezeption und Neuinterpretation im Matthäusevangelium
  • Kirchengeschichtliche Entwicklung des Dogmas der Jungfrauengeburt und Marienverehrung

Auszug aus dem Buch

II.1. Eigene Übersetzung aus der altgriechischen Septuaginta

Dieser Punkt wird einem eigenen Übersetzungsversuch der betreffenden Stelle des Jesajabuches aus der Originalfassung der Septuaginta gewidmet. Dabei folgt jeweils auf den altgriechischen Vers die deutsche Übersetzung.

Jesaja 7, 1

kai. evge,neto evn tai/j h`me,raij Acaz tou/ Iwaqam tou/ ui`ou/ Oziou basile,wj Iouda avne,bh Raasswn basileu.j Aram kai. Fakee ui`o.j Romeliou basileu.j Israhl evpi. Ierousalhm polemh/sai auvth.n kai. ouvk hvdunh,qhsan poliorkh/sai auvth,n

Und es war in den Tagen des Ahas, des Sohnes Jotams, einem Sohn Usijas, einem König von Juda, als Rezin, der König von Aram, und Pekach, ein Sohn Remaljas, einem König Israels, hoch nach Jerusalem ging, um Krieg mit selbigem zu führen und nicht fähig war, Krieg damit zu führen.

2

kai. avnhgge,lh eivj to.n oi=kon Dauid le,gontej sunefw,nhsen Aram pro.j to.n Efraim kai. evxe,sth h` yuch. auvtou/ kai. h` yuch. tou/ laou/ auvtou/ o]n tro,pon o[tan evn drumw/| xu,lon u`po. pneu,matoj saleuqh/|

Als nun dem Haus Davids verkündet wurde, dass sich Aram mit Ephraim vereint hat, erschütterte es seine Seele und die Seele seines Volkes auf die Art, wie ein Baum durch den Wind geschüttelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der historischen Authentizität der Jungfrauengeburt vor und erläutert die methodische Vorgehensweise anhand der Textanalyse von Jesaja und Matthäus.

II. Übersetzung Jes 7, 1-17: Dieses Kapitel bietet eine eigene Übersetzung des biblischen Textabschnitts aus der Septuaginta, diskutiert Übersetzungsprobleme und vergleicht diese mit gängigen deutschen Bibelübersetzungen.

III. Verschiedene Auslegungen von Jes 7, 14 im Hinblick auf das Phänomen der Jungfrauengeburt: Hier werden unterschiedliche exegetische Ansätze zur Immanuel-Prophezeiung und die Problematik des hebräischen Begriffs "Almah" sowie dessen griechischer Übersetzung "Parthenos" erörtert.

IV. Verbindung zum Neuen Testament: Mt 1, 23: Das Kapitel analysiert die Rezeption von Jesaja 7, 14 im Matthäusevangelium und zeigt auf, wie der neutestamentliche Text den alttestamentlichen Vers messianisch umdeutet.

V. Kirchengeschichtliche Aspekte zur Jungfrauengeburt und der Rolle der Maria: Diese Untersuchung befasst sich mit der Entwicklung des Dogmas der Jungfrauengeburt im Laufe der Kirchengeschichte und dem Einfluss auf die Marienverehrung.

VI. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Annahme einer Jungfrauengeburt aus rein biblischer Sicht kaum haltbar ist und primär eine spätere dogmatische Entwicklung darstellt.

Schlüsselwörter

Jungfrauengeburt, Jesaja 7,14, Septuaginta, Matthäusevangelium, Exegese, Bibelübersetzung, Marienverehrung, Immanuel, Dogmatik, Hermeneutik, Theologie, Altes Testament, Neues Testament, Messianität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die biblischen Grundlagen der Jungfrauengeburt durch einen Vergleich der alttestamentlichen Prophetie in Jesaja mit ihrer neutestamentlichen Rezeption bei Matthäus.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die philologische Analyse biblischer Übersetzungen, die exegetische Auslegung von Jesaja 7, 14 und die kirchengeschichtliche Dogmenbildung bezüglich der Rolle Marias.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die neutestamentliche Schilderung der Jungfrauengeburt historisch-theologisch auf dem Jesajabuch basiert oder ob es sich um eine spätere messianische Umdeutung handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die philologische Textanalyse und den historisch-kritischen Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen (Septuaginta, Elberfelder, Luther, Einheitsübersetzung) sowie die kirchengeschichtliche Kontextualisierung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine eigene Neuübersetzung des Jesaja-Textes, eine detaillierte Auseinandersetzung mit der strittigen Vokabel "Parthenos", die Verbindung zu Matthäus 1, 23 und die Analyse der Marienverehrung als Dogma.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Jungfrauengeburt, Exegese, Septuaginta, Dogmatik und biblische Hermeneutik charakterisieren.

Wie bewertet die Arbeit die Übersetzung des Begriffs "Almah"?

Die Arbeit betont die Zweideutigkeit des hebräischen Begriffs "Almah", der eher "junge Frau" bedeutet, und kritisiert die Festlegung auf "Jungfrau" als eine durch die Septuaginta initiierte und später dogmatisch verfestigte Interpretation.

Welche Rolle spielt Matthäus bei der Deutung der Jungfrauengeburt?

Matthäus greift Jesaja 7, 14 auf, um die Geburt Jesu theologisch als Erfüllung der Schrift zu legitimieren, wobei der Kontext der ursprünglichen Prophetie zugunsten der messianischen Deutung in den Hintergrund tritt.

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Titre
Der Mythos der Jungfrauengeburt
Sous-titre
Eine Analyse der relevanten Bibelstellen um Jes 7, 14 und Mt 1, 23
Université
University of Dortmund  (Evangelische Theologie)
Note
2,0
Auteur
Karsten Keuchler (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
23
N° de catalogue
V160997
ISBN (ebook)
9783640742431
ISBN (Livre)
9783640742745
Langue
allemand
mots-clé
Jungfrauengeburt virgo Septuaginta Exegese Vulgata Maria Jungfrau Christus Matthäus Jesaja Messias Kirchengeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Karsten Keuchler (Auteur), 2006, Der Mythos der Jungfrauengeburt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/160997
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Extrait de  23  pages
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