Ausgehend von einem sehr engen Arbeitsmarkt für approbierte Apotheker und einer allgemeinen Tendenz zum Kampf um Fach- und Führungskräfte müssen Arbeitgeber ihre Vorzüge herausstellen, um in einem umkämpften Markt ihren Mitarbeiterbedarf hochwertig zu decken. Eine Möglichkeit dafür ist es, Apothekern mit Hilfe von Personalmarketing einen Schlüssel für die Personalbeschaffung und damit dem Unternehmenserfolg an die Hand zu geben. Mit der Übertragung der Merkmale aus dem Produktmarketing und der Anwendung auf die Situation öffentlicher Apotheken entsteht ein anwendbares Instrument. Dabei beschränkt sich das Konzept auf die Beschaffung neuer Mitarbeiter. Intention der Arbeit ist es, Antworten auf die Frage zu finden, mit welchen Maßnahmen öffentliche Apotheken auf einem Nachfragemarkt bei der Suche nach approbierten Apothekern unterstützt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung, Ablauf und Ziel
1.3 Vorgehensweise
2 PersonalMarketing als Grundlage der Personalbeschaffung
2.1 Begriffsabgrenzung Personalmarketing
2.2 Bedeutung von Personalmarketing für die Personalentwicklung
2.3 Elemente des Personalmarketing
2.3.1 Arbeitsplatz
2.3.2 Mitarbeiter
2.3.3 Arbeitsmarkt
2.3.4 Markforschung
2.3.5 Werbemaßnahmen
3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, wie öffentliche Apotheken durch den gezielten Einsatz von Personalmarketing-Elementen ihre Position auf einem umkämpften Arbeitsmarkt verbessern können, um qualifizierte Mitarbeiter erfolgreich zu gewinnen.
- Übertragung von Produktmarketing-Prinzipien auf die Personalbeschaffung
- Analyse der spezifischen Herausforderungen im Apothekenarbeitsmarkt
- Segmentierung potenzieller Mitarbeitergruppen für Apotheken
- Entwicklung eines Maßnahmenkatalogs für attraktives Personalmarketing
- Strategien zur Profilierung als „Employer of Choice“ für Apothekeninhaber
Auszug aus dem Buch
2.3.1 ARBEITSPLATZ
Zentrales Element im Personalmarketing ist der Arbeitsplatz, den das Unternehmen offeriert und bestmöglich besetzen will. Dafür müssen zum einen die Eigenschaften des Produktes Arbeitsplatz und zum anderen die Wünsche und Bedürfnisse zukünftiger Mitarbeiter bekannt sein. In einer schweizer Studie wurden fünf Faktoren identifiziert, die Zufriedenheit und Identifikation mit dem Arbeitgeber bewirken: Leadership, Unternehmenskultur, Reputation der Organisation sowie Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Unter Leadership versteht man Führungskräfte, die mit Lob und Wertschätzung arbeiten, ein Unternehmen mit ausgeprägter Mentoring-Kultur, kreativen Freiräumen sowie guten Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten. Unternehmenskultur meint gegenseitige Wertschätzung, Kollegialität, Teamgeist und kompetente Mitarbeitende. Die Unternehmensreputation bestimmt sich aus Qualität, Bekanntheit und Innovationskraft der Produkte sowie dem Ansehen der Organisation im Freundeskreis. Entlohnung umfasst alle materiellen und immateriellen Bestandteile als Gegenleistung für den Einsatz der Mitarbeiter aber auch Urlaub, Gesundheitsunterstützung, Infrastruktur und Pensionierungsbedingungen. Unter guten Arbeitsbedingungen werden interessante Aufgaben verstanden, die Abwechslung und Herausforderung bieten.
Eine Zusammenfassung sowie über die genannte Untersuchung hinausgehende Maßnahmen mit akquisitorischem Potenzial für Apotheken finden sich in der nachfolgenden Tabelle.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die schwierige Personalsituation in Apotheken und definiert das Ziel, Personalmarketing als Instrument zur erfolgreichen Mitarbeiterbeschaffung nutzbar zu machen.
2 PersonalMarketing als Grundlage der Personalbeschaffung: Hier werden theoretische Grundlagen des Personalmarketings definiert, dessen Bedeutung für die Personalentwicklung hervorgehoben und die Kernelemente (Arbeitsplatz, Mitarbeiter, Arbeitsmarkt, Marktforschung und Werbemaßnahmen) im Kontext von Apotheken detailliert beschrieben.
3 Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert, dass durch eine zielgruppenspezifische Anwendung von Marketinginstrumenten öffentliche Apotheken ihre Attraktivität als Arbeitgeber steigern und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit bei der Fachkräftegewinnung sichern können.
Schlüsselwörter
Personalmarketing, Personalbeschaffung, Öffentliche Apotheken, Apotheker, Arbeitgeberattraktivität, Personalentwicklung, Employer Branding, Marktforschung, Arbeitsmarkt, Mitarbeitergewinnung, Personalplanung, Fachkräftemangel, Marketing-Mix, Zielgruppenmarketing, Personalmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Personalmarketing-Strategien in öffentlichen Apotheken, um den Herausforderungen bei der Suche nach qualifizierten approbierten Mitarbeitern zu begegnen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Übertragung von Marketingprinzipien aus dem Produktbereich auf das Personalmanagement, der Analyse des speziellen Arbeitsmarktes für Apotheker und der Entwicklung konkreter Werbemaßnahmen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Apothekeninhabern Wege aufzuzeigen, wie sie sich auf einem anspruchsvollen Nachfragemarkt attraktiv positionieren können, um den Personalbedarf langfristig hochwertig zu decken.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein praktisch-normativer Ansatz gewählt, der theoretische Begriffsabgrenzungen mit einer deduktiven Ableitung von anwendungsorientierten Handlungsempfehlungen für die Apothekenpraxis kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Kerninstrumente des Personalmarketings, insbesondere die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Typologie potenzieller Mitarbeiter und die methodische Arbeitsmarktforschung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Personalmarketing, Employer Branding, Apothekenmanagement, Fachkräftemangel und Personalbeschaffung geprägt.
Warum ist die Personalsituation in Apotheken aktuell so angespannt?
Ursachen sind u.a. stagnierende Studienanfängerzahlen, ein hoher Frauenanteil mit häufigen Teilzeitwünschen, Anwesenheitspflichten für Approbierte und ein harter Wettbewerb um Fachkräfte.
Wie können Apotheken konkret vom Produktmarketing lernen?
Durch die Adaption der Elemente Produkt, Absatzmarkt und Kunde zu Arbeitsplatz, Arbeitsmarkt und Mitarbeiter können Apotheken ihre Arbeitgebermarke gezielt aufbauen und kommunizieren.
Welche Rolle spielt die Marktforschung für die Personalbeschaffung in Apotheken?
Sie liefert die notwendigen Daten über Wettbewerber und Zielgruppen, um Strategien präzise formulieren und die passenden Kanäle sowie Werbemittel für die Ansprache potenzieller Mitarbeiter auswählen zu können.
- Citation du texte
- Karin Kronawitter (Auteur), 2010, Personalmarketing als Grundlage der Personalbeschaffung am Beispiel öffentlicher Apotheken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161043