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Die „Holländische Krankheit“ am Beispiel Aserbaidschans

Die Ölwirtschaft Aserbaidschans und die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Probleme im Kontext der "Holländischen Krankheit" (Dutch Disease).

Título: Die „Holländische Krankheit“ am Beispiel Aserbaidschans

Trabajo Escrito , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Slava Obodzinskiy (Autor)

Política - Región: Rusia
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In der heutigen Gesellschaft spielen Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas eine enorm wichtige Rolle. Die drastisch gestiegenen Benzinpreise waren wochenlang Gegenstand einer öffentlichen Diskussion. Gasstreitigkeiten zwischen Russland und der Ukraine sowie der Bau der Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline sind längst Probleme, die politisch mehrere Staaten erheblich tangieren. Die Rohstoffknappheit bringt die Fragen nach der Zukunft der Atomkraft und alternativen Methoden der Energiegewinnung auf die Tagesordnung und lässt düstere Szenarien bezüglich der Entwicklung unseres Planeten entstehen. Das sind nur wenige Beispiele für die extrem hohe Bedeutung der Rohstoffe, vor allem des Erdöls, für die Politik.
Gerade in solchen Zeiten könnte man meinen, dass das Rohstoffreichtum die wirtschaftliche Stärke und den Wohlstand des Landes garantieren sowie die politische Stabilität gewährleisten sollte. Doch wenn man das Wirtschaftswachstum der ölexportierenden Länder in den letzten zwanzig Jahren betrachtet, stellt man fest, dass nur wenige von ihnen aus ihrem Ressourcenreichtum Profit schlagen konnten. Die Wachstumsraten sind oft kleiner, als bei den Staaten die kein Öl exportieren, manchmal sogar negativ. In vielen dieser Staaten ist die Ölbranche die einzige, die entwickelt ist, während andere stagnieren und grundlegende Waren importiert werden müssen. Ein Großteil der Ölexportländer leidet an Inflation und Korruption, viele dieser Länder haben eine autoritäre Regierung und der Lebensstandard der Menschen ist erstaunlich niedrig. Doch was sind die Gründe für eine solch paradoxe Entwicklung?
In diesem Zusammenhang sprechen die Wissenschaftler oft vom Fluch der Ressourcen. Konkrete Gründe dafür können die falsche Zielsetzung bei Investitionen und Staatsausgaben, die mangelhafte Regierungsqualität oder rent seeking sein. In dieser Hausarbeit wird aber die wohl wichtigste Ursache für den Fluch der Ressourcen erläutert, nämlich die so genannte Holländische Krankheit (Dutch Disease).
Ein aktuelles Beispiel für ein von der Holländischen Krankheit betroffenes Land ist Aserbaidschan. Aserbaidschan und das Kaspische Meer galten Mitte der 90er Jahre als das letzte unerschlossene Erdölgebiet. Das hohe Interesse der Industrieländer sowie Investitionen waren die Folge. Trotz großer Erdölvorkommen und guter Beziehungen sowohl zu der Russländischen Föderation als auch zur EU und zu den USA ist Aserbaidschan komplett vom Öl abhängig.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aserbaidschan uns seine Ressourcen

2.1. Geschichtliche Entwicklung

2.2. Rolle der Ressourcen

2.2.1. Das Russische Reich und die Sowjetzeit

2.2.2. Das unabhängige Aserbaidschan

3. "Holländische Krankheit"

3.1. Bezug auf Aserbaidschan

3.2. Vergleich

3.2.1. Venezuela

3.2.2. Gegenbeispiel Norwegen

4. Ausblick: Perspektiven für die Entwicklung Aserbaidschans

5. Fazit: Erdöl - Fluch oder Segen?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das ökonomische Phänomen der "Holländischen Krankheit" am Beispiel Aserbaidschans. Ziel ist es zu analysieren, wie sich die Abhängigkeit von Erdölexporten auf die wirtschaftliche und politische Entwicklung des Landes auswirkt und welche Faktoren dabei eine lähmende Rolle spielen.

  • Historische Entwicklung der aserbaidschanischen Ölindustrie
  • Mechanismen und Symptome der Holländischen Krankheit
  • Vergleichende Analyse zwischen Aserbaidschan, Venezuela und Norwegen
  • Geopolitische Bedeutung der Energieexporte und autoritäre Herrschaftsstrukturen
  • Perspektiven für eine nachhaltige wirtschaftliche Diversifizierung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In der heutigen Gesellschaft spielen Rohstoffe wie Erdöl und Erdgas eine enorm wichtige Rolle. Die drastisch gestiegenen Benzinpreise waren wochenlang Gegenstand einer öffentlichen Diskussion. Gasstreitigkeiten zwischen Russland und der Ukraine sowie der Bau der Baku-Tbilisi-Ceyhan-Pipeline sind längst Probleme, die politisch mehrere Staaten erheblich tangieren. Die Rohstoffknappheit bringt die Fragen nach der Zukunft der Atomkraft und alternativen Methoden der Energiegewinnung auf die Tagesordnung und lässt düstere Szenarien bezüglich der Entwicklung unseres Planeten entstehen. Das sind nur wenige Beispiele für die extrem hohe Bedeutung der Rohstoffe, vor allem des Erdöls, für die Politik.

Gerade in solchen Zeiten könnte man meinen, dass das Rohstoffreichtum die wirtschaftliche Stärke und den Wohlstand des Landes garantieren sowie die politische Stabilität gewährleisten sollte. Doch wenn man das Wirtschaftswachstum der ölexportierenden Länder in den letzten zwanzig Jahren betrachtet, stellt man fest, dass nur wenige von ihnen aus ihrem Ressourcenreichtum Profit schlagen konnten. Die Wachstumsraten sind oft kleiner, als bei den Staaten die kein Öl exportieren, manchmal sogar negativ. In vielen dieser Staaten ist die Ölbranche die einzige, die entwickelt ist, während andere stagnieren und grundlegende Waren importiert werden müssen. Ein Großteil der Ölexportländer leidet an Inflation und Korruption, viele dieser Länder haben eine autoritäre Regierung und der Lebensstandard der Menschen ist erstaunlich niedrig. Doch was sind die Gründe für eine solch paradoxe Entwicklung?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Bedeutung von Rohstoffen und führt in die Problematik des Ressourcenfluchs sowie der Holländischen Krankheit ein.

2. Aserbaidschan uns seine Ressourcen: Dieses Kapitel zeichnet die geschichtliche Entwicklung Aserbaidschans von der zaristischen Zeit über die Sowjetära bis zur Unabhängigkeit und der zentralen Rolle des Erdöls nach.

3. "Holländische Krankheit": Hier werden die theoretischen Grundlagen des Phänomens erörtert und die spezifische Situation Aserbaidschans sowie ein Vergleich mit Venezuela und Norwegen durchgeführt.

4. Ausblick: Perspektiven für die Entwicklung Aserbaidschans: Der Ausblick analysiert zukünftige Herausforderungen und diskutiert notwendige politische sowie wirtschaftliche Reformen für eine nachhaltige Entwicklung.

5. Fazit: Erdöl - Fluch oder Segen?: Das Fazit fasst die Ambivalenz des Ressourcenreichtums zusammen und betont die Notwendigkeit institutioneller Maßnahmen gegen den Ressourcenfluch.

Schlüsselwörter

Aserbaidschan, Erdöl, Holländische Krankheit, Dutch Disease, Rohstoffreichtum, Ressourcendfluch, Wirtschaftswachstum, Inflation, Korruption, Politische Stabilität, Venezuela, Norwegen, Ölboom, Diversifizierung, Energiewirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den ökonomischen und politischen Folgen der Abhängigkeit von Erdölexporten in Aserbaidschan unter Anwendung des Konzepts der "Holländischen Krankheit".

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der aserbaidschanischen Ölindustrie, die ökonomischen Mechanismen von Inflationsdruck und der Verdrängung anderer Wirtschaftszweige sowie autoritäre Strukturen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die lähmende Wirkung von Rohstoffreichtum auf die wirtschaftliche Entwicklung zu analysieren und aufzuzeigen, warum Aserbaidschan trotz massiver Exporterlöse mit Armut und Unterentwicklung kämpft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und vergleichende Analyse, die auf Literaturrecherche und der Gegenüberstellung von Fallbeispielen (Venezuela als negatives, Norwegen als positives Beispiel) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Rolle der Ölressourcen, erklärt das ökonomische Modell der Holländischen Krankheit und zieht Parallelen zu den negativen Entwicklungen in Aserbaidschan und Venezuela.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aserbaidschan, Erdöl, Holländische Krankheit, Ressourcenfluch, Inflation, Korruption und wirtschaftliche Diversifizierung.

Welche Rolle spielt der Ölfonds SOFAR in Aserbaidschan?

Der staatliche Ölfonds verwaltet die Einnahmen aus dem Ölgeschäft. Die Arbeit zeigt jedoch auf, dass dessen Nutzung kritisch hinterfragt werden muss, da er dem Präsidenten direkt untergeordnet ist.

Wie unterscheidet sich Norwegen als Vergleichsbeispiel?

Norwegen konnte die Holländische Krankheit durch reife demokratische Institutionen, einen unabhängigen staatlichen Ölfonds und eine langfristige Investitionspolitik verhindern, was es zum Gegenmodell macht.

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Detalles

Título
Die „Holländische Krankheit“ am Beispiel Aserbaidschans
Subtítulo
Die Ölwirtschaft Aserbaidschans und die daraus resultierenden volkswirtschaftlichen Probleme im Kontext der "Holländischen Krankheit" (Dutch Disease).
Universidad
University of Rostock  (Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Slava Obodzinskiy (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V161079
ISBN (Ebook)
9783640741960
ISBN (Libro)
9783640742035
Idioma
Alemán
Etiqueta
Aserbaidschan Azerbaidshan Holländische Krankheit Dutch Disease Öl Erdöl Ölwirtschaft Ressourcen Ressourcenfluch Aliev Alijew Gas Erdgas Petroleum Oil Norwegen Venezuela
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Slava Obodzinskiy (Autor), 2009, Die „Holländische Krankheit“ am Beispiel Aserbaidschans, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/161079
Leer eBook
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Extracto de  20  Páginas
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